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Archiv > Börse > Fonds > Merrill Lynch World Mining und Fortis Equity Materials |
Merrill Lynch World Mining und Fortis Equity Materials Die besten Rohstoff-Fonds für Ihr Depot |
| Viele Rohstoff-Fonds gibt es auf dem deutschen Kursblatt nicht. Die Auswahl sollte sich daher einfach gestalten, könnte man meinen. Tatsächlich finden Sie unter den Produkten erhebliche Qualitäts-Unterschiede. Der Geldanlage-Brief hat für Sie die besten Fonds herausgesucht. |
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Geldanlage-Brief −
Der erste ist gewissermaßen ein Altbekannter. Wir hatten ihn Ihnen bereits im Geldanlage-Brief 33/2004 ans Herz gelegt. Es ist das Flaggschiff unter den Rohstoff-Fonds: Merrill Lynchs World Mining Fund (WKN 986932). Der Fonds ist inzwischen fast 6,6 Mrd. US-Dollar schwer – aber kein bisschen träge. Egal welches Zeitfenster Sie nehmen: den World Mining Fund finden Sie stets auf vorderen Plätzen.
Ein bunter Schnitt durch die Welt der Erze
Das Erfolgsrezept: Merrill Lynch streut Ihr Kapital breit. Das dreiköpfige Team um Fondmanager Evy Hambro investiert in Unternehmen fast aller Teilmärkte: Platinproduzenten ebenso wie Kupfer-, Aluminium-, Nickel- und Uran-Anbieter. Ein bunter Schnitt durch die Welt der Erze und Metalle. Der Fonds ist zudem quasi permanent in die Riesen der Branche investiert.
Auf Position eins der Top-Holdings finden Sie Rio Tinto, der zweitgrößte Produzent von Eisenerz. Das Unternehmen nimmt derzeit einige Milliarden US-Dollar in die Hand, um seine Eisenerz-Engagements in Westaustralien auszubauen und wird noch in diesem Monat mit chinesischen Stahlproduzenten die Erzpreise für das nächste Jahr verhandeln. Mit am Verhandlungstisch: Vertreter der brasilianischen Cia. Vale do Rico Doce, kurz CVDR, und BHP Billiton. Zusammen bilden sie die drei weltgrößten Rohstoffkonzerne. Und folgerichtig auch die schwersten Fonds-Positionen.
Ein hoch rentabler Anlagemix: Anleger, die unserer Empfehlung vor zwei Jahren gefolgt sind und sich den schon damals mit „AAA“ ausgezeichneten Fonds ins Depot gelegt haben, können sich heute über einen Gewinn von fast 100 Prozent freuen. Allerdings brauch(t)en Sie auch gute Nerven. Mit einer Volatilität von fast 22 Prozent liegt das Risiko nach wie vor hoch auf. Dennoch bleibt der Rohstoffklassiker auch im zehnten Jahr seines Bestehens eine gute Wahl – trotz der mit 1,75 Prozent hohen Kostenlast.
Fortis: größerer Branchenmix, kleinere Anlageregion
Vom Fondsvolumen her in einer gänzlich anderen Liga spielt der noch junge und kleine L Fund Equity Materials Europe (WKN 724435). Das Produkt aus dem Hause Fortis ist gerade einmal fünf Jahre alt und kaum 51 Mio. Euro leicht. Der Vorteil: Wer wenig Kapital bewegt, kann Positionen zügiger auf- und wieder abbauen, kann Gewinne zügiger mitnehmen und somit rascher auf sich bietende Chancen reagieren. Fortis gelingt das bravourös: Mit Ausnahme des Jahres 2002 hat der Fonds jedes Jahr mit einem zweistelligen Plus beendet.
Der Investmentansatz von Fondsmanager Lucio Dubini: Er legt mindestens ein Viertel des Fondsvermögens in Unternehmen des Grundstoffsektors an. Wobei man – und das ist der Unterschied zu Merrill Lynch – branchenseitig das Anlageuniversum größer definiert: Eingang in den Equity Materials-Fund finden ebenso Unternehmen der Forst- und Papierindustrie. Die Anlageregion beschränkt sich dagegen auf Europa, weshalb auch das Währungsrisiko geringer ausfällt.
Viel Chemie
Die größte Position ist der britisch-australische Rohstoffriese BHP Billiton, daneben die britisch-indische Mittal Steel (7,6%), aber auch Zykliker wie BASF (6,4%), die französische Air Liquide (4,5%) und der Schweizer Pflanzenschutz-Spezialist Syngenta (4,3%). Insgesamt zeichnet die Chemie für gut ein Drittel des Volumens verantwortlich.
Ebenso wie Merrill Lynch, so hält auch Fortis nur wenig Pulver trocken. Der Kassenbestand von Fondsmanager Lucio Dubini beträgt gegenwärtig nur rund vier Prozent.
Geringe Schwankung, hohe Rendite
Aufgrund der im Vergleich zu Merrill Lynch noch einmal verbreiterte Branchen-Allokation fällt die Schwankungsbreite mit nur 13 Prozent deutlich geringer aus. Der Fonds unterbietet damit sogar ein klassisches (passives) Dax-Investment. Auf der Renditeseite ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 23/2006 (pdf, 372 kB), erschienen am 24.11.2006.
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