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Zertifikate auf Edelmetalle, Agrar-Rohstoffe, Uran & Co.
Spannende Zertifikate für Ihr Rohstoff-Portefeuille

Jahrzehnte lang war mit vielen Rohstoffen kaum ein Cent zu verdienen. Der Rohstoffmarkt galt unter Privatanlegern nicht nur als langweilig – er war es tatsächlich. Nun allerdings können Sie die Umkehrung des Prinzips Langeweile beobachten – bis hin zur Euphorie. Frage also: Wo lohnt es sich (noch) für Sie, zu investieren? Der Geldanlage-Brief gibt einen Überblick und stellt Ihnen einige interessanteste Zertifikate vor.
Geldanlage-Brief − Die Preise der meisten „Commodities“, wie Rohstoffe im Börsenjargon heißen, haben sich in den 90er Jahren kaum verändert. Der in den letzten Jahren entstandene Nachfrageüberhang, verursacht insbesondere durch den Rohstoffhunger Chinas, hat für eine regelrechte Preisexplosion gesorgt.
Jetzt rächt sich, dass die Rohstoffunternehmen in der zurückliegenden Dekade nur unzureichend in neue Fördertechniken und die Erschließung „neuer“ Vorkommen investiert haben. Und ehe neue Ölfördertechniken einsetzbar sind oder die neue Kupfer- oder Kohlenmine in Betrieb gehen, vergehen Jahre.

Jetzt noch auf die Edelmetall-Hausse setzen?
Nehmen Sie die Edelmetalle: Gold bewegt sich in Preisregionen, die Investoren zuletzt vor 20 Jahren gesehen haben. Silber notiert auf einem 23-Jahreshoch und Platin ist gar so teuer wie nie zuvor. Natürlich stellt sich sofort die Frage nach dem Fortbestand der Hausse. Unser Rat: Bleiben Sie skeptisch. Bedenken Sie, dass der Gold- und Silbermarkt traditionell stark spekulationsgetrieben sind. Prognosen? Kaum möglich. Für Gold etwa spricht die Dollarschwäche. Gold ist ein Spiegelbild des Greenback. Je schwächer die US-Währung, umso fester das Metall. Gold gilt zudem als Inflations- und Krisenschutz. Gering dosiert, sollte es daher in jedem Depot „vorkommen“.
Silber bleibt dagegen hochriskant, allenfalls kurzfristig ein Tradinginstrument. Vor allem deshalb, weil sich die Nachfrage, vor allem aus der Elektronik-Industrie, sehr zyklisch verhält.
Überhaupt empfehlen wir Ihnen, von Einzelwert-Spekulationen im Edelmetall-Sektor eher Abstand zu nehmen. Setzen Sie dagegen auf eine Korblösung. Interessanter Kandidat: der Edelmetall-Basket der Raiffeisen Centrobank (WKN A0DCAZ). Er investiert Ihr Kapital zu gleichen Teilen in Gold, Silber, Platin und Palladium. Die Kosten: Sie zahlen einen Spread von derzeit gut 0,8 Prozent.

Agrarrohstoffe mit Nachholpotenzial
Noch weithin unentdeckt sind Agrar-Rohstoffe, neudeutsch „Soft-Commodities“. Ein hoch interessanter Sektor, der mit plausiblen Gründen für seine Entdeckung aufwartet. Zucker, zum Beispiel, könnte Ihnen schmecken. Zwar hat sich der Preis des aus Zuckerrohr gewonnenen Rohstoffs seit 2005 schon mehr als verdoppelt. Doch Analysten sehen darin erst den Beginn. Das Zauberwort heißt Ethanol. In den nächsten Jahren dürfte der Ethanol-Absatz mit Jahresraten von 25 bis 30 Prozent steigen – und Zucker ist der wichtigste Einsatzstoff für die Ethanolproduktion.
Nehmen Sie Kaffee: Noch im Oktober 2001 lag der Preis der braunen Bohne am Boden: 42,7 US-Cent je Pfund, ein Dreißig-Jahrestief. Seither geht es aufwärts. Und wieder treibt China den Markt: Der steigende Wohlstand vieler Chinesen macht das koffeinhaltige Getränk zunehmend beliebter. Reis und Tee sind dagegen immer öfter passé. Folge: Das Kaffee-Importvolumen stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 25 Prozent – und damit stärker als die Weltmarkt-Produktion.
Agrar-Rohstoffe bieten Ihnen aber noch einen weiteren, markttechnischen Nutzen: Ihre Preisentwicklung vollzieht sich weithin unabhängig von Aktien und Renten. Sorgsam beigemischt, stabilisieren Sie den Gesamtertrag Ihres Depots. Genau dieser Aspekt ist es, den Sie bitte in den Vordergrund rücken. Eine Spekulation auf die zumeist hochvolatilen Einzeltitel überlassen Sie bitte dem spekulativen Trader.
Eine gute Streuung erreichen Sie mit dem Soft-Commodity-Basket von ABN Amro (WKN ABN1T5). Die Niederländer investieren anfänglich zu je zwanzig Prozent in Zucker, Weizen, Kaffee, Kakao und Orangensaft. Als Basis dienen dabei die jeweiligen, an der Chicagoer Warenterminbörse gehandelten Futures. Um Klumpenbildungen und -risiken vorzubeugen, setzt ABN Amro die Gewichte jährlich auf das Startniveau zurück. Die Kostenstruktur: Sie zahlen beim Kauf einen Spread von derzeit 1,5 Prozent.
Die größere, auch in punkto Volatilität nochmals geglättete Lösung finden Sie im GSCI-Agriculture-Index. Er beinhaltet gleich acht Rohstoffe, deren Gewichtungen sich am weltweiten Produktionsvolumen der vergangenen fünf Jahre orientieren. Ergo bietet er Ihnen ein realistisches Abbild des Agrarsektors. Bevorzugen Sie produktseitig ein Endlos-Zertifikat auf die Total Return-Variante des Index' (WKN GS0CCV). Damit stellen Sie sicher, dass Ihnen neben den Kursgewinnen aus den Agrarfutures auch die Zinserträge aus den Margin-Konten zufließen. Im Gegenzug erhebt der Emittent – Goldman Sachs – eine Managementgebühr von 1,4 Prozent pro Jahr.

Uran: weiterhin strahlende Gewinne?
Ebenfalls vergleichsweise gut prognostizierbar ist der Uran-Preis. Lassen Sie sich vom Atomausstieg in Deutschland nicht irritieren. Die Entwicklung geht weltweit in die gegenläufige Richtung. Atomkraft gilt für viele Länder als einzige Lösung, den stetig wachsenden Energieverbrauch zu schultern. Aktuell finden Sie auf dem Globus etwa 440 Kernkraftwerke. Dreißig neue befinden sich in Planung. Jedes Kraftwerk ist dabei zwingend auf Uran angewiesen, weitere Preisanstiege daher vorprogrammiert. Im Geldanlage-Brief 21/2005 hatten wir hartgesottenen Anlegern den kanadischen Uran-Minenbetreiber Cameco empfohlen. Binnen 12 Monten kletterte das Papier um dreißig, in der Spitze gar um sechzig Prozent.
Wenn Sie indes einen Tick risikoärmer vorgehen wollen, setzen Sie auf Zertifikate. Derzeit buhlen drei Emittenten um Ihr Geld: ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 23/2006 (pdf, 372 kB), erschienen am 24.11.2006.

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