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Archiv > Börse > Zertifikate > Goldman Sachs Volatilitätskurven-Produkt und UBS Volatility Arbitrage |
Goldman Sachs Volatilitätskurven-Produkt und UBS Volatility Arbitrage Welchen Nutzen bieten Volatilitätszertifikate? |
| Es ist schon lange her, als sich die Aktienmärkte derart ruhig präsentierten wie in diesen Tagen und Wochen. Wenn Sie auf eine Rückkehr der Nervosität setzen und daran verdienen möchten, sollten Sie jetzt einen Blick auf den VDax werfen. |
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Zum Hintergrund: Der VDax misst die von Marktteilnehmern erwartete Schwankungsbreite des Deutschen Aktienindex. Interessant am NervositätsIndex: Er kehrt in der langfristigen Perspektive beinahe regelmäßig zu seinem Normalmaß zurück. Das bedeutet: Wie alle Volatilitätsindizes oszilliert er eher, als dass er über viele Jahre einen Trend ausbildet und beibehält.
Und da den VDax inzwischen auch immer mehr professionelle Anleger im Blick haben und sich Produkte auf den Volatilitätsindex wünschen, hat ihn die Deutsche Börse vor geraumer Zeit weiterentwickelt. „VDax new“ heißt das neue Barometer. Im Unterschied zum Vorgänger misst es die Volatilitätserwartung nicht für die nächsten 45, sondern zeitnäher für die nächsten 30 Tage. Und wichtiger: Er basiert auf tatsächlich an der Eurex gehandelten Optionen. Der VDax new kann daher von Emittenten im Portfolio nachgebildet und auch Privatanlegern in Form von Derivaten zugänglich gemacht werden.
Spezialpapier 1: das Volatilitätskurven-Produkt von Goldman Sachs
Ein solches Derivat, mit dem Sie auf einen Anstieg des VDax new setzen können, ist das VDAX new-Open-End-Volatilitätskurven-Produkt von Goldman Sachs (WKN GS0DVD). Doch Vorsicht: Sie partizipieren nicht eins zu eins am aktuellen Stand des VDax new. Goldman Sachs schaltet stattdessen einen so genannten Partizipationsfaktor zwischen, der sich überdies von Monat zu Monat ändert. Das Ärgerliche: Über die Höhe des Faktors entscheiden die in der Zukunft liegenden Subindizes für verschiedene VDax new-Termine. Und da diese in der Regel über dem Niveau des gegenwärtigen VDax new-Standes notieren, verlieren Sie – solange sich an diesem Preisgefüge nichts ändert – Monat für Monat Geld. Sie sehen das an der Kursentwicklung des mit „dynamischen Gebühren“ von null bis vier Prozent pro Jahr belasteten Zertifikates: Seit der Emission im Juni 2005 liegt es mit fünfzig Prozent im Minus.
Spezialpapier 2: das Volatility Arbitrage-Zertifikat von UBS
Dichter am Gewinnhebel sitzen Sie, wenn Sie zum Euro-Volatility-Arbitrage-Zertifikat von UBS greifen (WKN UB77KE). Die Schweizer bieten die Umkehrung der verlustreichen Goldman Sachs-Strategie, angewendet auf den EuroStoxx 50: UBS versucht aus der Differenz zwischen erwarteter und tatsächlicher Schwankungsbreite Kapital zu schlagen. Das heißt: Erweisen sich die erwarteten Schwankungen – wie in der Vergangenheit zu beobachten – regelmäßig als zu hoch, verdienen Sie Geld. Nun, wie viel? UBS hat die Strategie bis 1999 zurück gerechnet und kann im Ergebnis eine Rendite von fast zehn Prozent pro Jahr vorweisen. Doch seit dem Produktstart im Juli 2005 bewegt sich die Performance in eher „ruhigen Bahnen“. Zugewinn bislang: nur lausige vier Prozent.
Fazit: Während Sie mit dem Goldman Sachs-Produkt immer dann punkten, wenn sich die erwartete Schwankung im Nachhinein als zu gering herausstellt, profitieren Sie beim ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2006 (pdf, 214 kB), erschienen am 08.12.2006.
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