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Archiv > Börse > Zertifikate > Landesbank Berlin Effizienzportfolio-Zertifikat |
Landesbank Berlin Effizienzportfolio-Zertifikat So steigern Sie Ihren Ertrag mit europäischen Aktien |
| Es ist eine Frage, an der sich Experten immer wieder aufs Neue reiben: Sind Finanzmärkte nun effizient oder nicht? Effizient hieße, dass Investoren jederzeit alle Informationen bekannt sind, niemand einen Vorsprung besitzt und daher auch keine Überschussrendite realisieren kann. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass es Investoren wie Warren Buffet oder George Soros eigentlich nicht geben dürfte. |
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Doch es gibt sie nun einmal und so lohnt es sich, nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, die Chance-Risiko-Struktur eines Aktiendepots nachhaltig zu verbessern. Wolfgang Gerke mach es vor: Gerke ist Finanzwissenschaftler und hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als „Börsenprofessor“ gemacht. Sein Ansinnen ist es, den EuroStoxx 50 neu aufzumischen. Ziel: geringere Schwankungen und höhere Renditen.
Ein Modell nach dem Vorbild Markowitz
Sein Produkt ist eine Weiterentwicklung der nobelpreisprämierten Portfolio-Theorie von Harry Max Markowitz. Es basiert auf der Annahme, dass sich die Gewichte der fünfzig EuroStoxx-Werte effizienter verteilen lassen. Entscheiden beim Index über das Gewicht einer jeden Aktie bislang nur deren Handelsvolumen und die Marktkapitalisierung des dahinter stehenden Unternehmens, so geht Gerke zwei Schritte weiter: In seinem Modell berücksichtigt er a) die Höhe der Volatilität der einzelnen Aktien, als auch b) deren Korrelation untereinander. Zunächst erfolgt eine Untergewichtung der besonders volatilen Titel und eine Übergewichtung der schwankungsarmen Aktien. Dann schließlich hebt das Team um Gerke die Gewichtungen derjenigen Aktien an, deren Korrelation zu anderen Papieren besonders gering ist.
Vom EuroStoxx 50 zum Effizienzportfolio
Im Endergebnis der alle 21 bis 33 Handelstage wiederholten Anpassungen steht ein neues Barometer: der Q-Dow Jones EuroStoxx50 Effizienzportfolio-Index. Er enthält eine nach Gerkes Modell optimale Verteilung der Aktiengewichte, gegebenenfalls auch Leerverkäufe einzelner Aktien sowie eine Barkomponente, die zur Abwicklung von Dividendenzahlungen und Kapitalmaßnahmen der Unternehmen dienen soll.
Erheblich besser als der EuroStoxx 50
Der historische Anlageerfolg des Effizienzportfolios ist einigermaßen verblüffend: In der – allerdings nur theoretischen – Rückrechnung bis Dezember 2000 erreicht das neu justierte EuroStoxx-Portfolio einen Wertzuwachs von fast fünfzig Prozent – nach Abzug der mit 2,8 Prozent p.a. äußerst hohen Kosten. Zum Vergleich: Der EuroStoxx 50 selbst verharrt auch sechs Jahre nach dem Kurssturz noch immer unter seinem ehedem erreichten Höchststand. Aufs Jahr herunter gebrochen erwirtschaftete Gerke eine Rendite von knapp sieben Prozent pro Jahr. Der Standard-Euroindex dagegen ein Minus von 1,25 Prozent. Gleichzeitig liegt die Schwankungsbreite des optimierten Portfolios mit 12,2 Prozent nur halb so hoch auf, wie die des EuroStoxx 50. Sie als Anleger können sich die Gerke-Strategie in Ihr Depot legen, in Form des von der Landesbank Berlin emittierten Effizienzportfolio-Zertifikats (WKN LBB1XW). Schade nur, dass die Landesbank bei den Gebühren kräftigst abkassiert. Ein Ausgabeaufschlag von drei Prozent und eine Managementgebühr von 2,8 Prozent p.a. sind des Guten wirklich zu viel.
Fazit: Die Rückrechnung überzeugt. Doch sind wir bei komplexen Modellen, deren ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2006 (pdf, 214 kB), erschienen am 08.12.2006.
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