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Archiv > Börse > Zertifikate > Alpha-, REITs-, Private Equity- und M&A-Zertifikate |
Alpha-, REITs-, Private Equity- und M&A-Zertifikate Das waren die spannendsten Anlagethemen des Jahres 2006 |
| Wohl kein Jahr brachte mehr innovative Investment-Lösungen hervor, als das nun zu Ende gehende. Strategien, die zuvor den Profis vorbehalten waren, haben in Depots vieler Privatanleger seitdem einen festen Platz erobern können. Doch auch viele der einstmals als „neu“ und „innovativ“ in Marketingbroschüren und Anlegermagazinen gefeierten Produkte entpuppten sich als der sprichwörtlich „alte Wein in neuen Schläuchen“ – zu erkennen auch an einer oft genug enttäuschenden Performance. Frage also: Was waren die wirklich neuen Anlagethemen und welches die jeweils besten Lösungen auf der Produktseite? |
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Geldanlage-Brief −
Kennen Sie Alpha? Es war das Thema Nummer Eins des Jahres. Mit Alpha bezeichnen Börsianer denjenigen Teil der Rendite, der oberhalb der allgemeinen Marktrendite liegt. Wenn beispielsweise der Dax in 2006 um 22 Prozent gestiegen ist und ein auf deutsche Blue Chips fokussierter Fonds eine Performance von 30 Prozent erzielt, so hat dieser ein Alpha von acht Prozent generiert. Das Interessante daran: Seit gut einem Jahr ist es für Sie als Anleger möglich, dieses Alpha zu extrahieren. Das heißt: Indem Sie auf ein Zertifikat setzen, das ausschließlich die Überrendite darstellt, schalten Sie das Marktrisiko komplett aus; fortan ist es gleichgültig, wohin die Reise an der Börse geht.
Nicht alle Alpha-Zertifikate bieten lupenreines Alpha
Doch nicht überall, wo Alpha draufsteht, ist auch reines Alpha enthalten. Nehmen Sie das AlphaSearch Eurozone-Zertifikat der Dresdner Bank (WKN DR877A), das wir Ihnen im Geldanlage-Brief 12/2006 vorgestellt hatten. Indem es jederzeit die 25 bewertungstechnisch günstigsten Aktien der Eurozone bündelt, bekommen Sie stillschweigend unter dem Label Alpha auch eine große Portion Beta (Marktrisiko) ins Depot gebucht. Wie die Kursentwicklung zeigt, ist das bei steigenden Märkten durchaus positiv: immerhin gewann das Papier seit unserer Besprechung rund 30 Prozent. Doch reines Alpha bietet das Zertifikat nicht.
Echtes Alpha von Vontobel
Das finden Sie statt dessen beim Alpha-Generator des Bankhauses Vontobel (WKN BVT7EA). Das höchst komplexe, aber in jedem Fall lohnenswerte Zertifikat basiert auf Vontobels erprobter Sektor-Rotationsstrategie, bei der der Emittent mittels mehrstufigem Auswahlverfahren versucht, die aussichtsreichsten der im EuroStoxx 50 vertretenen Branchen zu ermitteln. Viel versprechende Sektoren erhalten dabei ein höheres, weniger aussichtsreiche ein geringeres Gewicht. Anschließend widmen sich die Schweizer der Einzelwert-Selektion, wobei die Unternehmen ein um so höheres Gewichte erfahren, je öfter Analysten die Gewinnschätzungen nach oben revidiert haben. Beides quartalsweise aktualisiert.
Den „Sektor-Rotor“ gibt es schon seit Januar 2004. Er brachte seither Gewinne von mehr als einhundert Prozent – und die Vontobel-Banker auf eine Idee: Sie kombinieren den Rotor mit einer Leerverkaufsposition im EuroStoxx 50 – und extrahieren somit die Differenz aus „Rotorrendite“ und Marktrendite, mithin das reine Alpha.
Von Übernahmen, Fusionen und Abfindungen profitieren
Das Jahr 2006 war auch das Weltrekord-Jahr der Übernahmen. Bayer schluckte Schering, E.On die spanische Endesa und Mittal Steel die französische Arcelor.Wer rechtzeitig auf den nächsten Übernahmekandidaten setzt, macht fast immer einen guten Schnitt. Das Problem: Oft heißt es lange warten, bis die Übernahme stattfindet. Um dennoch immer einen Fuß in der Tür zu haben, empfiehlt es sich, auf mehrere Kandidaten gleichzeitig zu setzen – via Zertifikat. Unter dem Namen Mergers & Acquisitions-Zertifikat (WKN SG63FU) emittierte die Société Générale daher ein Anlageprodukt, das anhand quantitativer Kriterien europaweit nach Übernahmekandidaten sucht. Seit Auflage gewann das M&A-Papier 15 Prozent an Wert.
Zeitgleich stellten wir Ihnen eine Lösung von Sal. Oppenheim vor. In ihrem Squeeze Out-Basket (WKN SAL2QZ) bündeln die Kölner Privatbanker Unternehmen, die bereits zu großen Teilen übernommen worden sind und bei denen die verbliebenen Aktionäre auf eine (meist üppige) Abfindung hoffen können. Der Korb hat zwar einen stolzen Preis in Höhe von 1,25 Prozent plus quartalsweise Erfolgsbeteiligung von zehn Prozent auf neue Höchststände. Dafür ist er aber für Anleger bislang höchst rentabel. Plus in 2006: rund 24 Prozent.
Börsenunabhängig gewinnen mit Private Equity-Beteiligungen
Ein weiterer großer Trend war und bleibt das Thema Private Equity. Sich an einem Private Equity-Fonds zu beteiligen bietet Ihnen als Anleger die Chance, sich frühzeitig, meist Jahre vor der ersten Börsennotierung, in substanzstarke Unternehmen einzukaufen. Und da private Beteiligungen in aller Regel einen langen Atem und Planungssicherheit voraussetzen, eigenen sie sich in besonderer Weise für ein geschlossenes Fondskonzept.
Ein renommierter Player der Branche ist Rising Star. Das Unternehmen bringt alles mit, was es für den langfristigen Erfolg braucht: eine langjährige Erfolgsbilanz ebenso wie auch erfahrene Partner. Ein Grund, weshalb wir Rising Star zum zweiten Mal ins Themenprogramm des Geldanlage-Briefs nahmen. So stellten wir Ihnen in Ausgabe 22/2006 den Private Equity V European Dynamic vor. Die Besonderheit des geschlossenen Fonds: Er verknüpft erstmals privates Beteiligungskapital mit der wachstumsstarken Region Osteuropa. Nicht von ungefähr: Osteuropa gilt unter Private Equity-Investoren als weithin unentdeckt. Anders als in den USA oder Westeuropa dürfen sich Anleger in Osteuropa noch die Rosinen herauspicken. Und da das Fondsmanagement auch wieder mit eigenem Kapital dabei ist, das heißt, Anleger- und Initiatoren-Interesse in eins gehen, sehen wir für das Produkt gute Chancen.
Start frei für German Real Investment-Trusts
Am 2. November war es so weit. Das Kabinett verabschiedete den „Entwurf eines Gesetzes zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen“. Was zunächst hölzern klingt, ist der lang erwartete Abschluss eines ebenso langen Gezerres. Fortan dürfen auch in Deutschland Unternehmen, die Einnahmen vorrangig aus Immobilien erzielen, als so genannte Real Investment-Trusts (REITs) firmieren. Genauer: German-REITs, kurz G-REITs. Die Bedingung: ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 25/2006 (pdf, 252 kB), erschienen am 22.12.2006.
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