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Archiv > Börse > Zertifikate > UBS Global Infrastructure, DWS Go Emerging Markets, GS Infrax |
UBS Global Infrastructure, DWS Go Emerging Markets, GS Infrax Attraktive Rendite-Chancen mit Brücken, Kanalisation & Co. |
| Sauberes Trinkwasser, eine schlaglochfreie Fahrbahn sowie ein Lichtschalter, mit dem man tatsächlich das Licht einschalten kann. All das mag Ihnen selbstverständlich erscheinen, banal geradezu. Doch im weltweiten Maßstab ist das Bild erschreckend: Weil die Infrastruktur vielfach marode ist und in Schwellenländern das Wachstum auszubremsen droht, müssen viele Staaten in den nächsten Jahren riesige Investitionen tätigen. Doch die Kassen sind leer. Und genau das ist Ihre Chance – als Anleger. |
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Geldanlage-Brief −
Früher waren solche Investitionen Sache des jeweiligen Staates. Doch je mehr Regierungen über klamme Kassen klagen, desto öfter kommt es zur Privatisierung einst durch Steuergelder finanzierter Aufgaben. Der Reiz für Sie als Anleger: Egal ob Sie eine privat finanzierte und betriebene Autobahn, eine Brücke oder ein Trinkwassernetz nehmen – die Projekte sind meist auf Jahrzehnte ausgelegt. Sie unterliegen kaum oder keinen konjunkturellen Risiken und bieten Betreibern und Investoren ein Höchstmaß an Planungssicherheit auf der Einnahmeseite. Und da es zu den angebotenen Leistungen vielfach keine Alternativen gibt, können selbst Preiserhöhungen das Geschäftsmodell kaum erschüttern. Ein durchaus spannendes Thema folglich – für Sie als Anleger.
Inzwischen haben Infrastruktur-Investitionen auch bei Emittenten Konjunktur. Mit UBS, Goldman Sachs und dem Deutsche Bank-Ableger DWS Go buhlen gleich drei Häuser um Ihr Kapital.
UBS: "First Mover" mit Makeln
Das älteste Zertifikat kommt dabei von der UBS. Bei ihrem Global Infrastructure Net Total Return-Zertifikat (WKN UB2STR) setzen die Schweizer auf vierzig internationale Werte aus den Sektoren Transport, Wasser, Energie und Telekommunikation. In Sachen Indexpflege sind die Schweizer vorbildlich: Berücksichtigung finden nur Titel, die mindestens 250 Mio. US-Dollar Börsenwert auf die Waage bringen. Ein Mal im Quartal führen die Schweizer die Gewichtung der Unternehmen (entsprechend ihrer Marktkapitalisierung) nach und jeweils im Oktober befindet die Bank über auszusortierende und neu aufzunehmende Unternehmen.
Sowohl in der Rückrechnung als auch unter Live-Bedingungen macht das mit nur 0,8 Prozent p.a. an Kosten belastete Papier eine mehr als passable Figur: Wäre das Zertifikat bereits seit zehn Jahren am Markt, könnten sich Anleger heute über einen Wertzuwachs von rund zwölf Prozent pro Jahr freuen – mehr als doppelt so viel, als der MSCI World im selben Zeitraum einbrachte. Plus seit Dezember 2006: solide sechs Prozent.
Zum Kauf empfehlen können wir Ihnen das Zertifikat dennoch nicht. Erstens beinhaltet das Produkt viele der inzwischen heiß gelaufenen Infrastruktur-Aktien aus Australien. Zweitens kommt das Zertifikat mit einem hohen Klumpenrisiko daher: Allein die Gewichte der drei schwersten Positionen summieren sich auf mehr als 42 Prozent – zu unausgewogen.
DWS Go legt den Schwerpunkt auf Emerging Marktes
Noch frisch ist dagegen das Infrastruktur-Zertifikat von DWS Go (WKN DWS0GF). Als einziges seiner Art verbindet es die Anlageklasse mit dem Thema Emerging Markets. Nicht von ungefähr: Gerade in Schwellenländern wird die marode Infrastruktur zunehmend zu einem Risiko der wirtschaftlichen Entwicklung. So in China das Straßennetz, in Indien die instabile Stromversorgung und in Südafrika die fehlende Hafenkapazität. Folgerichtig finden Sie unter den anfänglich 27 von der DWS ausgewählten Werten ausnahmslos Unternehmen, die direkt von Infrastruktur-Investitionen profitieren. Die Auswahl orientiert sich weniger an der Kapitalisierung, als vielmehr an Liquidität und Handelbarkeit der Papiere, wobei gut zwei Drittel des nicht währungsgesicherten Korbes auf die BRIC-Familie Brasilien (12%), Russland (11%), Indien (23%) und China (21%) entfallen.
Die Kosten des mit einem aktiv gemanagten Fonds vergleichbaren Produktes sind akzeptabel: Zwar rechnet die DWS Dividenden an, unterm Strich verbleiben aber immer noch hohe Kosten von 1,5 Prozent pro Jahr.
Taufrisch: der "Infrax" von Goldman Sachs
Dass es auch besser geht, zeigt Ihnen Goldman Sachs mit dem neuen Infrastruktur-Index "Infrax" (WKN GS72RX). Das Barometer enthält in Anlehnung an die Investitionsprognosen der Weltbank fünfzig Werte aus den Sektoren Transport (Gewicht: 40%), Energie (30%), Bau (20%) sowie Wasser und Versorgung (10%).
Eingang in das ein Mal pro Jahr überprüfte und dabei auf Gleichgewichtung der Werte zurückgeschaltete Barometer finden nur Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 1 Mrd. US-Dollar. Zudem müssen die Aktien ein Handelsvolumen von 10 Mio. US-Dollar pro Tag erreichen. Schon daran sehen Sie: Goldman Sachs zielt auf Größe, Solidität und damit indirekt auch auf konservative Anleger. Das umso mehr, als dass fast sechzig Prozent der Unternehmen aus Europa kommen und somit das Währungsrisiko gering ausfällt. Die hoch bewerteten australischen Papiere kommen hingegen nur auf einen Anteil von unter fünf Prozent. Goldman Sachs liefert auch gleich eine Rückrechnung mit: Demnach brachte es der Infrax seit September 2000 auf einen Wertzuwachs von fast 64 Prozent. Die Schwankungsbreite: vertretbare 14,3 Prozent.
Die Kosten des Korbes sind eher hoch, aber noch akzeptabel. Die Bank erhebt – bei vollständiger Anrechnung der Nettodividenden – pro Jahr und je nach Aufwand eine Managementgebühr von 0,82 bis 1 Prozent. Hinzu kommt eine Kostenposition, die die Bank "Indexberechnungsgebühr" nennt – akzeptiert.
Fazit: Infrastruktur-Investitionen bieten Ihnen eine spannende Möglichkeit, sich von den Launen der Börse ein Stück weit unabhängig zu machen. Von oben genannten Papieren ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 04/2007 (pdf, 170 kB), erschienen am 02.03.2007.
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