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HSC Optivita Europe LV Index-Zertifikat
HSC kalkuliert mit Rückflüssen von rund zweihundert Prozent

Wenn Sie sich auf dem Markt für gebrauchte britische oder deutsche Lebensversicherungen engagieren wollen, mussten Sie bisher zwangsläufig zu geschlossenen Fonds greifen – Papierkrieg mit Steuerformularen inklusive. Jetzt gibt es das erste Zertifikat, das Ihnen Zugang zum Zweitmarkt verschafft.
Geldanlage-Brief − Geht es um langfristigen Vermögensaufbau, setzen viele Sparer auf Lebensversicherungen. Doch längst nicht alle wollen oder können ihre Zahlungen bis zum Ablauf durchhalten. Sie verkaufen vorzeitig und das immer öfter auf dem Zweitmarkt. Dort erhalten sie höhere Preise als von der Versicherung. Sie müssen dann keine weiteren Prämien mehr zahlen, denn die übernimmt fortan der Käufer – und kassiert im Todesfall des Versicherten die Versicherungssumme. Je günstiger er die Police erworben hat, umso höher seine Rendite.
Wenn Sie sich als Anleger an einem solchen Policen-Pool beteiligen wollen, ging das bislang nur über geschlossene Fonds mit entsprechend langen Laufzeiten und in aller Regel ohne Aussicht auf vorzeitigen Verkauf. Mit einem neuen Produkt ändert sich das nun: Unter dem Namen HSC Optivita Europe LV Index-Zertifikat (WKN DR2WAT) emittiert die Dresdner Bank in Kooperation mit der HSC Hanseatische Sachwert Concept GmbH ein Zertifikat, mit dem Sie sich erstmals in den deutschen und britischen Markt für Lebensversicherungspolicen einkaufen können, wobei der Ankauf der britischen Policen durch Absolute Assigned Policies erfolgt – einer der größten Market Maker in Großbritannien.

Kostengünstiger und fungibler als geschlossene Fonds
Verwechseln Sie das Zertifikat dennoch nicht mit einem klassischen Indexpapier. Die Strukturierung ist eher dem Bereich der geschlossenen Fonds entlehnt: Die Mindestanlage beträgt 10.000 Euro, die Laufzeit endet erst Ende 2017. Aussteigen können Sie frühestens nach drei Jahren. Die Kosten: Wenn Sie bis zum 30.03.2007 zeichnen, zahlen Sie ein Agio von 4,5 Prozent. Im zweiten, sich am 20.07.2007 schließenden Zeichnungsfenster liegt das Agio bei fünf Prozent. Hinzu kommen in beiden Fällen: eine Strukturierungsgebühr von einem Prozent, eine Management-Gebühr von 0,375 Prozent pro Jahr sowie eine Beratungsgebühr von 0,5 Prozent pro Jahr. Daneben zahlen Sie für die Verwaltung der deutschen Policen 0,4 Prozent, für die der britischen 0,15 Prozent – jeweils pro Quartal. Die Haben-Seite indes wartet mit einer Überraschung auf: Anders als bei geschlossenen Fonds zahlen Sie keine Performance-Fee.
Die Rendite dürfte sich in etwa auf dem von Hochzinsanleihen vergleichbarer Laufzeit bewegen: Die Verantwortlichen rechnen – kumuliert über die Gesamtlaufzeit – mit Rückflüssen von rund zweihundert Prozent auf das eingesetzte Kapital. Das entspricht einer Rendite von gut sieben Prozent pro Jahr.

Fazit: Auf den ersten Blick mag Ihnen das Zertifikat mit zu vielen Kosten überhäuft erscheinen. Verglichen mit einem geschlossenen Fonds ist es dennoch die ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 05/2007 (pdf, 157 kB), erschienen am 16.03.2007.

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