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Archiv > Börse > Fonds > DWS Multi Opportunities II, Carmignac Profil Reactif 100, Veritas A2A Basis |
DWS Multi Opportunities II, Carmignac Profil Reactif 100, Veritas A2A Basis Die besten Dachfonds für Ihr Depot |
| Erfolglos, teuer, langweilig. So lautete noch vor Jahren das Urteil über Dachfonds. Doch ein Blick auf die Performance der Anlagegattung zeigt inzwischen, dass viele Produkte sowohl klassische Aktienfonds, als auch die einschlägigen Börsenbarometer zuverlässig überrunden. Mit der geplanten Einführung der Abgeltungssteuer könnte den Dachfonds schließlich der Durchbruch bevorstehen. Wir zeigen Ihnen, weshalb Sie sich jetzt mit der „Vermögensverwaltung fürs kleine Geld“ beschäftigen sollten. |
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Geldanlage-Brief −
Acht Jahre nach seiner Zulassung in Deutschland ist der Dachfonds zum beliebten Anlageprodukt aufgestiegen. Inzwischen gibt es mehr als vierhundert solcher Produkte, in die Anleger bisher mehr als 40 Mrd. Euro investiert haben. Damit repräsentieren Dachfonds inzwischen gut ein Sechstel aller Publikumsfonds.
Umschichtungen lösen keine Steuerpflicht aus
Die Beliebtheit kommt nicht von ungefähr: Dachfonds sind eine Art Vermögensverwaltung fürs kleine Geld, die mit der geplanten Einführung der Abgeltungssteuer weiter an Attraktivität gewinnt: Indem Sie als Anleger noch vor dem Stichtag, dem 1. Januar 2009, in einen thesaurierenden Dachfonds investieren, sind Sie – je nach Investmentstil – dauerhaft in allen Märkten investiert. Und wenn der Fondsmanager das Portfolio für Sie umschichtet, löst er damit bei Ihnen keine Steuerpflicht aus. Das sichert Ihnen langfristig erhebliche Vermögensvorteile.
Welches sind die besten Dachfonds?
Sie sehen: Es geht um viel. Es geht für Sie darum, sich im Vorfeld der Abgeltungssteuer zu positionieren und an Ihrem Engagement lange, womöglich dauerhaft festzuhalten. Wir haben für Sie recherchiert und von defensiv bis offensiv die langfristig erfolgreichsten Produkte ausgewählt. Es sind Dachfonds, die sich in guten wie in schlechten Börsenzeiten bewährt, das heißt, ihre Benchmark bei geringer Volatilität regelmäßig übertroffen haben.
Flexibel: Der DWS Multi Opportunities II
Der erste kommt vom Deutsche Bank-Ableger DWS. Der vor gut fünf Jahren aufgelegte DWS Multi Opportunities II (WKN 794814) investiert Ihr Kapital in alle Anlageklassen: Aktienfonds, Misch-, Renten- und Geldmarktfonds. Seine Besonderheit: Sofern es die Marktlage erfordert, kann er das gesamte Fondsvermögen auch vollständig in nur eine Fondskategorie anlegen – und – Derivate selbst dann nutzen, wenn diese nicht der Absicherung dienen sollen. Das macht den von MorningStar mit der Bestnote von fünf Sternen ausgezeichneten Fonds zu einem chancenreichen und hoch flexiblen Anlageinstrument. Die bisherige Wertentwicklung zeigt es Ihnen: Der von Bettina Hönigmann gemanagte Fonds steht in allen Zeitfenstern im Plus. Er hat seit Auflage 70 Prozent hinzugewonnen (MSCI World: 25%). Seine Volatilität liegt bei kaum mehr als sechs Prozent.
Die Kosten: Fürs Agio zahlen Sie bis zu fünf Prozent, die laufenden Gebühren liegen bei knapp 0,9 Prozent. Hinzu kommt die Verwaltungsvergütung, die der Fonds an Zielfonds zahlt: pro nicht-hauseigenem Zielfonds bis zu 3,25 Prozent pro Jahr. Wesentlicher Nachteil vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer: Die Fondsgesellschaft legt aufgelaufene Erträge nicht wieder an; diese werden regelmäßig an Sie als Fondsanleger ausgeschüttet.
Offensiv: Der Profil Reactif 100 von Carmignac
Bereits in unserem Europa-Spezial hatten wir Ihnen die erfolgreiche französische Fondsgesellschaft Carmignac vorgestellt. Unter den besten Dachfonds ist sie wieder mit von der Partie. In der Kategorie Dach-Aktienfonds Welt finden Sie gleich mehrere Produkte der Franzosen. Vorn an steht der Profil Reactif 100 (WKN A0ETJB). Die Besonderheit: Der von Frédéric Leroux gemanagte Dachfonds investiert vornehmlich in hauseigene Zielfonds. Er nutzt dabei von Renten- über Rohstoff- bis hin zu Aktienfonds das gesamte Carmignac-Spektrum. Fast neunzig Prozent des Fondsvermögens von 273 Mio. Euro hat Fondsmanger Frederic Leroux gegenwärtig in Aktienfonds investiert, wobei rund die Hälfte der in den Zielfonds enthaltenen Position auf Europa und gut ein Viertel auf Nordamerika fällt. Cash- und Rententitel summieren sich dagegen auf kaum zwölf Prozent.
Der offensive Ansatz, bei dem je nach Markterwartung des Fondsmanagers bis zu 100 Prozent des Kapital in Aktienfonds investiert werden können, brachte Anlegern seit Auflage des Fonds im Januar 2002 einen Wertzuwachs von mehr als achtzig Prozent. Die Benchmark, der MSCI World, erreichte in derselben Zeit nur ein laues Plus von kaum neun Prozent. Der Preis ist gleichwohl eine höhere Schwankungsbreite von fast elf Prozent.
Die Kosten: ein Ausgabeaufschlag von bis zu vier Prozent und im Anschluss eine jährliche Verwaltungsvergütung von einem Prozent.
Eher konservativ: Der A2A Basis
Deutlich gemächlicher geht es beim A2A Basis (WKN 556163) zu. Der Dachfonds von Veritas (eine Tochter der Société Générale) legt Ihr Kapital vorrangig in Rentenfonds an. Aktienfonds dienen lediglich als Beimischung und Derivate erwirbt der Fonds nur zum Zweck der Absicherung. Das heißt in Zahlen: Selbst in besten Zeiten darf der A2A Basis entsprechend des selbst auferlegten Anlagegrundsatzes höchstens zu vierzig Prozent in Aktienfonds investiert sein. Den Anteil von Renten- und Geldmarkt-Fonds darf er hingegen auf bis zu achtzig Prozent anheben.
Gegenwärtig hält der von Markus Kaiser gemanagte Dachfonds dreißig Prozent des Fondsvermögens von 38 Mio. Euro in Aktien- und 62 Prozent in europäischen und internationalen Rentenfonds. Was uns besonders gefällt: Der von MorningStar mit vier Sternen bedachte Fonds setzt vielfach auf das kostengünstige Instrument Indexfonds („Exchange Traded Funds“).
Die Performance: Trotz der mauen Wertentwicklung in den zurückliegenden 24 Monaten stellt sich der Zuwachs seit Auflage (2002) auf vierzig Prozent. Hätten Sie dagegen den Fonds durch den Kauf zweier Indizes nachzubilden versucht und dreißig Prozent in den MSCI World sowie siebzig Prozent in den von JP Morgan berechneten Global Bond-Index investiert, wäre das ein Nullsummen-Spiel gewesen.
Leider sind ie Kosten für unseren Geschmack und für einen rentenbetonten Mischfonds hoch: Fürs Agio zahlen Sie bis zu vier Prozent und an laufenden Gebühren 1,5 Prozent pro Jahr.
Fazit: Alle drei vorgestellten Produkte haben sich langjährig bewährt. Sie bieten Ihnen gleichwohl keine Garantie, so doch aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, auch künftig besser als der Markt abzuschneiden. Während konservative Börsianer mit dem A2A Basis bestehende Renteninvestments steueroptimal ablösen können, sind Sie als ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 15/2007 (pdf, 166 kB), erschienen am 03.08.2007.
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