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ABN Amro Emerging-Europe-50
Was bringt der neue Emerging-Europe-50-Index?

Haben Sie sich auch schon ‘mal gefragt, was es eigentlich mit den vielen osteuropäischen Aktienindizes auf sich hat? Nun, diese Frage stellt sich in der Art jetzt nicht mehr. Denn inzwischen haben der Indexprovider Stoxx und die niederländische ABN Amro für die Wachstumsmärkte im Osten das erste repräsentative Marktbarometer aus der Taufe gehoben.
Geldanlage-Brief − Wenn Sie bisher länderübergreifend in Osteuropa investieren wollten, haben Sie sicher schon Bekanntschaft mit dem CECE-Index geschlossen. Sein Nachteil: Er enthält nicht alle Länder und überbetont zudem in erheblichem Maße den Dreierblock Polen, Tschechien und Ungarn. Beim nun von Stoxx und ABN Amro vorgestellten Emerging Europe 50-Index haben Sie es besser: Das Barometer bündelt mit Ausnahme der Ukraine und Serbien alle Länder Osteuropas.

Der Emerging-Europe-50 folgt der Leistungskraft
Das wirklich Neue aber: Der Index orientiert sich an der wirtschaftlichen Leistungskraft des jeweiligen Landes. Je größer das BIP, desto höher das Gewicht: Russland kommt demzufolge auf 40 Prozent. Weitere 40 Prozent entfallen auf Tschechien, Polen und Ungarn; die restlichen 20 Prozent fließen je zur Hälfte a) in die Balkanstaaten Slowenien, Rumänien, Bulgarien und Kroatien sowie b) in das Baltikum.
Insgesamt finden Sie im Emerging-Europe-50 die fünfzig größten und liquidesten Titel aus Osteuropa, wobei – laut Indexregel – aus keinem Land mehr als 15 Titel stammen dürfen. Klumpenrisiken sind folglich ausgeschlossen. Und damit es so bleibt, erfährt der Index im Turnus von sechs Monaten eine Überprüfung und gegebenenfalls Neujustierung. Die größten Einzelgewichte entfallen zurzeit auf Rohstofftitel: Auf Position 1 thront Gazprom (17%), auf Platz zwei Lukoil (8%).
Wenn Sie als Anleger in den Index investieren, so geht dies nur über ein korrespondierendes Index-Zertifikat, das den Index eins zu eins nachbildet (WKN AA0H8J). Die Kosten sind dabei erheblich höher als bei einem Index-Investment in der westlichen Hemisphäre: Sie erhalten zwar die volle Dividenden-Anrechnung, müssen jedoch einen Spread von stolzen 2,5 Prozent und laufende Gebühren von einem Prozent pro Jahr in Kauf nehmen.

Unsere Wertung: Der Index lässt keine Fragen offen. Er ist ausgewogen und kombiniert durch Hinzunahme von Russland die EU-Fantasie mit einem Rohstoff-Investment. Wie rentabel eine solche Kombination ist, zeigt Ihnen die Rückrechnung: Hätte es das Zertifikat bereits 2004 gegeben, lägen Sie heute mit mehr als 250 Prozent im Plus. Dennoch: Erste Wahl ist er für uns nicht.

Die Alternative: Mit Blick auf die Abgeltungssteuer empfehlen wir Ihnen eine Fondslösung: Der thesaurierende DKB Osteuropa-Fonds (WKN 795321) ist in seiner Schwerpunktsetzung Polen, Ungarn, Tschechien und Russland ähnlich aufgestellt wie der Emerging-Europe-50-Index. Er ist zudem in allen Zeitfenstern bester seiner Klasse und erzielte mit aktiver Titelauswahl seit der Auflage im Mai 2001 einen stolzen Wertzuwachs von rund 400 Prozent. Für ein langfristig angelegtes, steueroptimales Osteuropa-Engagement ist er daher unser Favorit.
Für beide, Fonds wie Zertifikat, aber gilt: ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 16/2007 (pdf, 176 kB), erschienen am 17.08.2007.

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