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Archiv > Börse > Zertifikate > ABN Amro DAXplus Minimum Variance-Zertifikat |
ABN Amro DAXplus Minimum Variance-Zertifikat Die Markowitz’sche Nobelpreistheorie als Zertifikat |
| Rendite erhöhen und das Risiko senken: Wie Sie mit moderner Portfoliotheorie den Spagat meistern, hatten wir Ihnen in der vorigen Ausgabe anhand der Erkenntnisse des Nobelpreisträgers William F. Sharpe gezeigt. Mindestens genauso rentabel sind jedoch die Erkenntnisse seines Kollegen: Harry M. Markowitz. |
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Markowitz ist der eigentliche Begründer der modernen Portfoliotheorie. Bereits in den 50er Jahren zeigte er, wie Sie als Anleger durch gezielte Kombination von Wertpapieren das Chance-/Risikoprofil Ihres Portfolios gezielt steuern können. Markowitz’ Kernaussage: Das Risiko eines Wertpapierdepots entspricht keinesfalls dem Durchschnittswert der Einzelpositionen. Es ergibt sich stattdessen aus einer ganzen Reihe von Parametern: den historischen Renditen, der historischen Schwankungsbreite (Volatilität) sowie – wesentlich – der Korrelationen der ausgewählten Aktien untereinander.
Aktienindizes bergen erhebliches Optimierungspotenzial
Lassen Sie nun die Zusammensetzung der einschlägigen Aktienbarometer, also etwa die dreißig Werte des Dax, durch das Markowitz’sche Rechenmodell laufen, werden Sie feststellen, dass Ihnen keiner der Aktienindizes ein optimales Risikoprofil bietet. Dieses erreichen Sie erst, wenn Sie die Gewichtungen der einzelnen Aktien im Index ändern und sich auch nicht scheuen, einzelne Werte zu entfernen. Beispielsweise, indem Sie nur einen von drei Automobilproduzenten in Ihre Auswahl nehmen, weil dieser die Branche bereits hinreichend abbildet und die Hinzunahme jedes weiteren Branchenvertreters nur noch einen ungenügenden Diversifikationsbeitrag leistet.
Beeindruckende Anlageergebnisse
Die niederländische Bank ABN Amro hat sich, gleichwohl nicht ganz uneigennützig, dieser Aufgabe angenommen. Sie hat die Zusammensetzung des Dax so verändert, dass er Ihnen als Anleger eine minimale Risikostruktur bietet und den daraus resultierenden Anlageerfolg bis ins Jahr 2002 zurückgerechnet. Das Ergebnis ist beeindruckend: Nach Anwendung des Markowitz’schen Rechenmodells steigt die jährliche Durchschnittsrendite signifikant von 4,9 auf 10,8 Prozent. Gleichzeitig sinkt das Risiko der Anlage, gemessen anhand der Volatilität, von rund 36 auf etwa 23 Prozent.
„Markowitz-Dax“ als Zertifikat
Keine Frage: Das Verfahren, das immerhin eine quartalsweise Neujustierung beinhaltet, ist für Sie als Privatanleger zu aufwändig. Es selbst nachzubilden, scheidet aus Kostengründen aus. Wollen Sie es dennoch anwenden, müssen Sie in das korrespondiere Zertifikat der Niederländer investieren. Es hört auf den Namen DAXplus Minimum Variance Germany Index-Zertifikat (WKN AA0KFZ), kommt als Endlospapier daher und ist mit Kosten von einem Prozent pro Jahr belastet – akzeptabel.
Fazit: Die Anlage-Idee bzw. die Umsetzung der Markowitz-Methode gefällt uns. Erneut haben die Niederländer eine echte Innovation auf den Markt gebracht. Schade nur, dass sich das Papier auf den Dax und nicht den Euro Stoxx 50 bezieht.
Interessierten Anlegern empfehlen wir, ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 18/2007 (pdf, 200 kB), erschienen am 14.09.2007.
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