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Archiv > Börse > Fonds > DWS Vermögensmandat & Union Vermögenskonzept |
DWS Vermögensmandat & Union Vermögenskonzept Professionelle Vermögensverwaltung für Jedermann? |
| Sie haben kein Sparziel, kennen aber dennoch Ihre Risikobereitschaft und Renditeerwartung? Dann scheiden Targetfonds für Sie vorerst aus. Die interessante Alternative: Sie maßschneidern sich mit einem exakt auf Ihr Naturell abgestimmten Fonds Ihre eigene Vermögensverwaltung. |
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Geldanlage-Brief −
Wer träumt nicht davon, einmalig (s)einem Vermögensverwalter das Anlageziel zu definieren und sich dann – aller Überlegungen befreit – zurückzulehnen zu können. Die Einstiegshürde für eine private Vermögensverwaltung liegt jedoch mit 100.000 Euro und mehr hoch auf – für viele Anleger zu hoch. Ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, ist dies jedoch noch lange nicht. Bereits seit einigen Jahren hält die Fondsindustrie Alternativen bereit. Die Besonderheit der Vermögensverwaltung im Fondsmantel: Sie ist fast so maßgeschneidert, wie große, häufig erst ab Anlagesummen von 100.000 oder 500.000 Euro verfügbare Vermögenskonzepte.
Vermögensmandat versus Vermögenskonzept: Wer bietet mehr Leistung?
Der jüngste Spross der beiden Produktfamilien, die wir Ihnen heute vorstellen, kommt aus dem Hause DWS und trägt die anspruchsvolle Bezeichnung Vermögensmandat. Zu den DWS-Vermögensmandaten zählen insgesamt vier Mischfonds, von denen Ihnen einer zusätzlich eine Garantieleistung bietet. Jedes Vermögensmandat, jeder Fonds, steht dabei für ein spezifisches Anlegernaturell. Die Besonderheit: Die Verantwortung der Anlageentscheidungen liegt in Händen eines Expertenteams, das seit Jahren Großkunden wie beispielsweise Pensionskassen oder Stiftungen betreut.
Das Vermögensmandat Defensiv richtet sich an konservative Börsianer...
Am ruhigsten schlafen Sie mit dem DWS-Vermögensmandat Defensiv (WKN DWS0NK). Es investiert maximal dreißig Prozent Ihres Kapitals in chancenreiche Assetklassen wie Aktien, Renten aus Schwellenländern und Rohstoffe. Die restlichen siebzig Prozent legt die DWS im Geldmarkt, in offene Immobilienfonds und Anleihen der westlichen Hemisphäre an. Die Zielrendite des so geschaffenen Ruhekissens liegt dann auch mit Dreimonatszins plus einem Prozentpunkt niedrig auf. Ihre Kosten: bis zu drei Prozent fürs Agio und im Anschluss Gebühren von 1,45 Prozent pro Jahr.
...und die Varianten Balance und Dynamik an risikobereite Anleger.
Das Vermögensmandat Balance (WKN DWS0NL) hingegen setzt auf Ausgewogenheit. Bei ihm erhalten risikoreiche Anlagen mit höherer Renditechance eine Gewichtung von 30 bis 70 Prozent. Es steigen aber auch die Kosten: Für eine im Vergleich zur Defensiv-Anlage um ein Prozentpunkt höhere Zielrendite zahlen Sie bereits ein Agio von bis zu vier Prozent und pro Jahr 1,75 Prozent.
Noch höhere Renditeerwartungen – und natürlich auch Risiken – bietet Ihnen das Vermögensmandat Dynamik (WKN DWS0NM). Es investiert Ihr Kapital zu jeder Zeit mindestens hälftig in Aktien, hochverzinsliche Anleihen sowie Rohstoffe und kann die Quote bis auf einhundert Prozent anheben. Parallel dazu steigt die Zielrendite nochmals um einen Prozentpunkt.
Das Vermögensmandat Protekt 80 schützt Ihr Kapital vor Turbulenzen
Das vierte Mandat der DWS richtet sich an risikoscheue Naturen, die dennoch einen Fuß im Aktienmarkt haben möchten. Protekt 80 heißt es (WKN DWS0NN), ist in der Aufstellung mit der Variante Dynamik vergleichbar und bietet Ihnen nach Ablauf von jeweils fünf Jahren eine Kapitalgarantie. Derzeit beträgt sie achtzig Prozent des Erstausgabe-Preises von 100 Euro und gilt für den 01.11.2012. Der Clou: Die Garantie ist dynamisch. Klettert der Fonds während eines Fünf-Jahres-Zyklus' um zehn Prozent, hebt die DWS das Garantieniveau an und startet einen neuen Fünfjahres-Zyklus. Für diesen Aufwand müssen Sie eine im Vergleich zur Dynamic-Variante leicht um 0,75 Prozentpunkte reduzierte Zielrendite im Kauf nehmen und zahlen nach einem Agio von bis zu fünf Prozent pro Jahr Gebühren von 1,85 Prozent.
Was leistet das Vermögenskonzept von Union Investment?
Bei Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volksbanken Raiffeisenbanken, heißen die Mandate schlicht Vermögenskonzept. Der wesentliche Unterschied zur DWS: Union Investment setzt auf das Dachfondskonzept. Statt in Einzelwerte, investieren die Volksbanker in (zumeist hauseigene) Fonds.
Das Vermögenskonzept gibt es in vier Chance-/Risiko-Abstufungen: Bei der Variante A30 (WKN 531416) investiert Union Investment Ihr Kapital zu dreißig Prozent in weltweit anlegende Aktienfonds und zu siebzig Prozent in Rentenfonds, die überwiegend auf Euro lautende Anleihen erwerben. Bei der Variante A50 (WKN 531417) halten sich Aktien- und Rentenfonds die Waage. Die Variante A70 (WKN 531418) überbetont Aktien- gegenüber Rentenfonds im Verhältnis 70:30 und mit dem offensivsten Produkt A100 (WKN 532666) setzen Sie ausschließlich auf Aktienfonds. Die Gebührenstruktur ist bei allen Varianten einfach. Jedes Vermögenskonzept kostet Sie ein Agio von bis zu drei und Jahresgebühren von maximal 1,8 Prozent.
Fazit: Auf den ersten Blick ähneln Vermögensmandat und Vermögenskonzept einander. Tatsächlich aber sind die Unterschiede erheblich. Die Fondsfamilie der DWS punktet vor allem mit einem hochkarätigen Management. Doch es gibt die Vermögensmandate der DWS erst seit vier Monaten. Sie befinden sich daher noch in der Feuertaufe. Ob sie die hohen Kosten rechtfertigen, kann erst die Zukunft zeigen. Vorläufig sind sie für uns ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 02/2008 (pdf, 315 kB), erschienen am 01.02.2008.
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