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Fidelity Target Funds und Deka Zielfonds
So sorgen Sie mit Zielfonds für Ihr Alter vor

Schauen wir heute einmal gemeinsam in die Zukunft. Was möchten Sie in zwanzig oder dreißig Jahren erreicht haben? Die bestmögliche Ausbildung Ihrer Kinder finanziert? Eine attraktive Zusatzrente gesichert? Es gibt viele Ziele, auf die es sich zu sparen lohnt. Und wenn Sie neben Ihrem Ziel zudem schon den voraussichtlichen Zeitpunkt Ihrer Geldentnahme kennen, hat die Fondsindustrie eine interessante Lösung für Sie parat.
Geldanlage-Brief − Die noch recht junge Fondsgattung heißt Targetfonds, auch Life-Cycle-Fonds genannt. Dies sind Fonds mit einem im Voraus fest definierten und zumeist weit in der Zukunft liegenden Ablaufdatum, die Sie bis dahin ohne jeden Pflegeaufwand durch Ihr Leben begleiten. Der Clou: Während der Laufzeit ändern sie ihr Anlageverhalten. Zunächst, in den Anfangsjahren, setzen sie verstärkt auf die Chancen des Aktienmarktes. Später, wenn Sie – in dann fortgeschrittenem Alter – Ihr Kapital gesichert wissen möchten, schichten die Manager der Fonds ohne Ihr Dazutun von Aktien in Renten um. Das bedeutet: Mit abnehmender Restlaufzeit verwandelt sich Ihr Fonds in eine sichere Anlage. Er enthält gegen Fälligkeit einen hohen Anteil Renten und Cash und steht termingenau für Sie zur Auszahlung bereit.

Fidelity bringt als erste Gesellschaft Target Funds nach Deutschland
In den USA gibt es dynamische Fonds mit integrierter Ablaufsteuerung seit vielen Jahren. Folgerichtig ist es dann auch eine US-Fondsgesellschaft, die den Trend nach Europa bringt: Fidelity emittierte bereits vor drei Jahren die ersten Target Funds in Deutschland und wirbt heute mit insgesamt sieben Produkten um die Gunst deutscher Sparfüchse. Jeder Target Fund ist als thesaurierende und ausschüttende Variante erhältlich. Der kürzest laufende Fonds ist bereits 2010 fällig (WKN A0J211). Ihm folgen in Fälligkeitsschritten von jeweils fünf Jahren sechs weitere Zielfonds.

Zunächst setzen Sie auf Rendite, dann auf Sicherheit
Wie Fidelity das Zielsparen anpackt, zeigt Ihnen beispielhaft der Target Fund 2040 – der Zielfonds mit der gegenwärtig längsten Lebensdauer (WKN A0J22D). Fondsmanager Richard Skelt (46) investiert Ihr Kapital zu 95 Prozent in Aktien und zu fünf Prozent in Renten. Diese Quote hält er über viele Jahre konstant. Etwa zwanzig Jahre vor Endfälligkeit beginnt er den Aktienanteil zunächst leicht und im Fortgang der Jahre immer stärker zugunsten des Rentenanteils zu reduzieren. Etwa fünf Jahre vor Ablauf – wir schreiben das Jahr 2035 – ist der Target Fund bereits zu zwei Dritteln in Renten und Cash investiert, während der Aktienanteil auf ein Drittel abgeschmolzen ist. Die Besonderheit dann: Skelt reduziert den Aktienanteil auch zur Fälligkeit nicht auf Null. Er behält bis zum Ablauf eine – wenn auch sehr geringe – Aktienquote bei. Der Rentenanteil steht zu dieser Zeit bei etwa 25 Prozent, und knapp drei Viertel des Fondsvermögens stecken in geldmarktnahen Anlagen.

Fidelity senkt über die Laufzeit die Gebühren
Auch in punkto Gebühren geht Fidelity eigene Wege. Das Agio liegt bei bis zu 3,5 Prozent und damit unter dem Niveau eines Fonds ohne eingebaute Ablaufsteuerung. Die Managementgebühr startet zunächst bei 1,5 Prozent pro Jahr und sinkt im Laufe der Jahre. Gegen Ende der Laufzeit beträgt sie nur noch 0,85 Prozent pro Jahr. Der Mindestbetrag für Ihre Einmalanlage beträgt 2.500 Euro, der für Folgeanlagen jeweils 750 Euro und die Mindestrate für monatliches Sparen 50 Euro.

Die DekaBank setzt auf das Dachfondskonzept
Die gleiche Strategie, nämlich Wertzuwächse in der Ansparphase und hohe Sicherheit gegen Fälligkeit, verfolgt auch die DekaBank. Nur die Mittel sind andere: Die Fondsgesellschaft der Sparkassen investiert mit ihren Zielfonds nicht in einzelne Aktien oder Anleihen. Sie bestückt ihre Targetfonds mit Fonds (Dachfondskonzept). Die Auswahl erfolgt dabei nach der Top-Down-Strategie. Zunächst kommen die Märkte unter die Lupe, dann die aussichtsreich erscheinenden Fonds. Die DekaBank wählt vor allem hauseigene Fonds, nutzt aber auch Produkte ihrer Kooperationspartner, wie etwa Threadneedle oder Templeton.
Die Ablaufsteuerung der DekaBank unter Verantwortung von Steffen Selbach birgt weitere Unterschiede. Er investiert Ihr Kapital in den ersten drei bis vier Jahren komplett in Aktienfonds. Anschließend schichtet Selbach peu á peu in Rentenfonds um – bis er schließlich fünf Jahre vor Fälligkeit den Aktienfondsanteil auf Null reduziert und den der Rentenfonds auf einhundert Prozent erhöht hat. In der dann beginnenden letzten Phase veräußert er auch die Rentenfonds und hält bereits einige Jahre vor Fälligkeit einhundert Prozent Cash.

Günstige Gebühren-Struktur, überschaubare Produkt-Palette
Bei der Deka stehen Ihnen gegenwärtig ein Dutzend, erst vor gut einem Jahr aufgelegte, Zielfonds zur Verfügung. Das Produkt mit der kürzesten Laufzeit ist der Zielfonds 2015-2019 (WKN DK0A0D), das mit der längsten Laufzeit der Zielfonds 2050-2054 (WKN DK091C). Die Gemeinsamkeit aller: Bei allen Deka-Zielfonds kommen Sie mit vergleichsweise niedrigen Kosten zum Zuge. Das Agio liegt bei bis zu 3,5 Prozent und die Jahresgebühr bei einem Prozent.

Fazit: Die Unterschiede beider Fondsgesellschaften in der Ablaufsteuerung sind marginal. Beide investieren Ihr Kapital in der Startphase vollständig (Deka) beziehungsweise nahezu komplett (Fidelity) in den Aktienmarkt. Bei Fidelity haben Sie auch gegen Ende der Laufzeit noch einige Eisen im Feuer, sprich im Aktienmarkt. Bei der Deka hingegen nicht. Zusammen mit dem ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 02/2008 (pdf, 315 kB), erschienen am 01.02.2008.

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