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Bonus- und Discount-Zertifikate
So nutzen Sie als Zertifikate-Anleger die Börsenkorrektur

Sicher sitzt auch Ihnen der Schreck über den Kursrutsch an den Börsen noch in den Knochen. Keine Frage, die Korrektur war heftig. Doch sie bietet Ihnen auch Chancen. Wenn Sie jetzt in geeignete Bonus- oder Discount-Zertifikate investieren, erhalten Sie Top-Konditionen.
Geldanlage-Brief − Beginnen wir mit Discount-Zertifikaten. Sie bieten Ihnen die Möglichkeit, Aktien oder Indizes mit Rabatt zu erwerben. Den Rabatt, der zugleich ein Polster vor Verlusten darstellt, finanziert der Emittent über den Verkauf von Call-Optionen, wodurch er eine Optionsprämie einnimmt. Der Clou: Je stärker die Ausschläge an den Märkten, desto höher die Prämien. Ergo fällt Ihr Rabatt in nervösen Märkten besonders üppig aus. Daher ist die Suche nach volatilen Basiswerten mit intakten Fundamentaldaten in diesen Tagen daher besonders aussichtsreich.

Deutsche Bank: schwacher Kurs, starke Fundamentals, hoher Rabatt
Die Kombination von beidem, schwacher Kurs und intakte Fundamentaldaten, bietet Ihnen die Aktie der Deutschen Bank (WKN 514000). Ausgehend vom Hoch im Mai 2007 gab der Kurs des größten deutschen Bankhauses um bis zu 36 Prozent nach. Aktuell steht der Branchenprimus bei 74 Euro. Die Besonderheit: Die Fundamentaldaten der Bank sind nach wie vor intakt. 2007 steigerte das Institut den Nettogewinn um fünf Prozent auf 8,7 Mrd. Euro, muss nach Aussagen von Vorstandschef Joseph Ackermann weger der US-Immobilienkrise keine weiteren Abschreibungen vornehmen und hält im Unterschied zu den meisten Branchenkollegen an seiner Prognose fest: Demnach wollen die Deutschbanker in 2008 vor Steuern 8,4 Mrd. Euro verdienen.
Das ist die Chance für risikobereite Anleger: Wenn Sie größere Kursverluste ausschließen, greifen Sie zu einem Rabattpapier mit steueroptimaler Laufzeit bis zum 26.06.2009 (WKN UB2W46). Das Discountpapier der UBS beteiligt Sie bis zur Kursobergrenze (Cap) von 60 Euro an der Performance der Deutsche Bank-Aktie. Es notiert derzeit bei 52,1 Euro. Ergo erzielen Sie selbst dann einen Gewinn von rund 15 Prozent, wenn die Anteilsscheine der „Blauen“ nochmals um weitere gut dreißig Prozent nachgeben sollten.

Hypo Real Estate: Dax-Wert für spekulative Anleger
Etwas anders gelagert der Fall bei der Hypo Real Estate (WKN 802770). Vorstandschef Georg Funke bestritt monatelang, im Zuge der US-Immobilienkrise Abschreibungen vornehmen zu müssen. Mitte Januar war es dennoch so weit: Funke gestand eine Wertberichtigung von 390 Mio. Euro ein und gab eine Gewinnwarnung aus. Mit fatalen Folgen: Die Aktie verlor binnen Minuten zweistellig, der Börsenwert schrumpfte um 2,5 Mrd. Euro, viele Analysten senkten ihre Kursziele. Gleichzeitig schnellte die Volatilität auf den Rekordwert von weit über einhundert Prozent.
Das Interessante: Gibt es keine weiteren Belastungen, ist die Aktie günstig. Ihr KGV für 2008 liegt bei einladenden fünf, das für 2009 bei vier. Spekulative Anleger (und nur diese) können die Sondersituation mit einem Deep-Discounter nutzen. Etwa mit dem Rabattpapier der BNP (WKN BN1KHM), das Ihnen bei einem Cap von 12 Euro bis zur Fälligkeit am 19.06.2009 ein bequemes Verlustpolster von 47 Prozent bietet. Ihre Ertragschance: bis zu 19 Prozent.

Deutsche Telekom: hohe Dividende, hoher Bonus
Der Kurssturz traf auch die T-Aktie (WKN 555750). Auf Basis des ermäßigten Niveau erreicht die Aktie nunmehr eine Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent. Die Höhe der Dividende mitbestimmt maßgeblich die Erträge, die Sie mit Bonuspapieren erzielen können. Dabei gilt: Je höher die Ausschüttung, desto höher Ihr Bonus. Nehmen Sie den Bonus der Commerzbank (WKN CB7YRJ). Das Zertifikat ist fällig am 17.06.2009. Sollte die T-Aktie bis dahin nicht auf oder unter 8 Euro fallen, erhalten Sie zur Fälligkeit in jedem Fall eine lukrative Rückzahlung von 16 Euro. Aktuell kostet das „T-Bonus-Zertifikat“ an der Börse 13,30 Euro und verspricht zur Fälligkeit bei einem mehr als üppig ausgelegten Abstand zur Untergrenze von fast 40 Prozent daher einen Gewinn von mehr als 20 Prozent beziehungsweise annualisiert knapp 15 Prozent.

Chance im MDax: Gildemeister
Prall gefüllte Auftragsbücher und eine – nach vorläufigen Angaben – Rekordbilanz verwöhnen derzeit die Aktionäre des Bielefelder Werkzeugmaschinenbauers Gildemeister (WKN 587800). Doch wenn Sie sich den Kurstrend anschauen, sehen Sie das Gegenteil: Er zeigt nach unten. Grund sind Ermittlungen gegen den Vorstandschef Rüdiger Kapitza sowie zwei Österreicher. Der Verdacht: Untreue, Bestechung, Steuerhinterziehung. Die Ermittlungen richten sich jedoch nicht gegen das Unternehmen, sondern gegen Kapitza & Co. privat. Gut möglich daher, dass die Börse in der Bewertung des Unternehmens überreagiert und Emotionen derzeit das Handeln der Akteure bestimmen.
Deshalb könnte auch Gildemeister ein Kandidat für eine Deep Discount-Spekulation sein – zumindest für risikobereite Anleger. Welche Konditionen die hohe Volatilität in der Aktie gegenwärtig bewirkt, sehen Sie am Rabattpapier der Commerzbank, fällig am 23.06.2009 (WKN CB9DAQ). Es beteiligt Sie bis zum Cap von 10 Euro an der Entwicklung der Aktie. Da die Aktie derzeit bei gut 15 Euro notiert, erhalten Sie folglich einen Rabatt beziehungsweise einen Puffer vor Verlusten von fast 44 Prozent. Ihr maximaler Ertrag bei Fälligkeit des Derivates: gut 16 Prozent.

Fazit: Die Kurskorrektur eröffnet Chancen, die Sie – je nach Ihrem Anlegernaturell – differenziert nutzen können. Während wir risikobereite Anleger in ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 03/2008 (pdf, 252 kB), erschienen am 15.02.2008.

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