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Archiv > Börse > Zertifikate > Agrar-Zertifikate |
Agrar-Zertifikate Aussichtsreiche Agrar-Zertifikate für Ihr Depot |
| Wenn Sie die Agrarmärkte über Agrarzertifikate erschließen möchten, müssen Sie einige Besonderheiten beachten. Einige Emittenten setzen auf die Rohstoff(futures) selbst, andere auf Agrarunternehmen. Wir zeigen Ihnen, welche Strategien erfolgversprechend sind. |
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Geldanlage-Brief −
Fast schon ein Klassiker, weil bereits mehrere Jahre am Markt, ist der Soft Commodity-Basket aus dem Hause ABN Amro (WKN ABN1T5). Der Korb der Niederländer enhält von Kaffee bis Zucker ein überschaubares Menü von fünf Agrarrohstoffen in gleicher Gewichtung. Damit verknüpft ist jedoch ein Problem, das im Fachjargon „Contango“ heißt und Sie in jedem Fall kennen sollten: Agrarrohstoffe werden an der Börse in Form von Futures gehandelt. Dies sind Terminkontrakte mit exakt definierter Fälligkeit. Wenn Sie dauerhaft in einem Rohstoff investiert sein möchten, müssen Sie folglich regelmäßig von einem auslaufenden Future in den nächstfälligen umschichten. „Rollen“ nennt das der Börsianer. Und das geht bei vielen Rohstoffen ins Geld: Da die Preise länger laufender Futures zumeist über denen der Kurzläufer notieren, verlieren Sie beim Rollen häufig Kapital. Besonders deutlich tritt der Contango-Effekt beim Weizen-Future hervor. Aus diesem Grund sind Zertifikate, die auf Rohstoff-Futures setzen, allenfalls zweite oder dritte Wahl. Ertragreicher: Zertifikate, die in Agrarunternehmen investieren.
Bei Vontobel erhalten Sie ein repräsentatives Abbild der Branche
Ein solches Agrarpapier hat das Bankhaus Vontobel im Produktregal (WKN VFP5U6). Die Strategie der Schweizer: Sie unterteilen das Anlagefeld in die vier Bereiche Produktion und Handel, Pflanzenschutz, Ausrüstung und Fischfarmen und bestellen es – jährlich aufs Neue – mit den nach Handelsvolumen weltweit umsatzstärksten vier Aktien des jeweiligen Bereiches.
Für die so geschaffene Auswahl von 16 Werten zahlen Sie pro Jahr ein Prozent Managementvergütung, erhalten im Gegenzug die Dividenden und verfügen – open end – über ein durchaus repräsentatives Abbild des Agrarsektors weltweit. Doch die Ernte ist bislang noch mager. Fünf Monate nach der Emission steht das Papier der Schweizer mit acht Prozent im Minus.
HSBC Trinkaus setzt auf fundamentale Kriterien
Zielgerichteter geht HSBC Trinkaus vor. Ihr vor knapp einem Jahr aufgelegtes Agrar-Strategie-Zertifikat (WKN TB0SM0) bestücken die Investmentbanker mit bis zu zwanzig anhand fundamentaler Kriterien ausgewählten Unternehmen. Die Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung des Korbes erfolgt alle sechs Monate. Dividenden fließen Ihnen vollumfänglich zu.
Für den qualitativen, von Analysteneinschätzungen dominierten Ansatz zahlen Sie pro Jahr rund ein Prozent. Der Ertrag bislang: knapp 15 Prozent bei jedoch gleichzeitig hohen Kursschwankungen.
DAXglobal Agribusiness: hoher Gewinn bei geringer Schwankung
Weitaus repräsentativer und breiter gestreut investieren Sie, wenn Sie auf den im Juli 2007 von der Deutschen Börse ins Leben gerufenen DAXglobal Agribusiness-Index setzen. Das Barometer bildet die Wertentwicklung von vierzig internationalen Unternehmen aus dem Agrarbereich ab. Es ist ein Leitindex, der Ihnen den Sektor von Agrochemie-Herstellern über Biokraftstoff-Produzenten bis hin zu (Land)maschinenbauern in seiner gesamten Breite erschließt. Jedes Unternehmen muss laut Indexregeln mindestens fünfzig Prozent seines Umsatzes im Agrarbereich generieren, wobei die Deutsche Börse die Gewichte vier Mal jährlich anpasst und jeweils im September auch die Indexmitglieder selbst einer Überprüfung unterzieht.
Die Erfolgsbilanz beeindruckt: Hätte es den Leitindex bereits seit 2004 gegeben, lägen Sie bis heute bei stabilen Zuwächsen mit rund 250 Prozent vorn. Die Kosten des gleichnamigen, den Index abbildenden Zertifikates betragen bei ABN Amro (WKN AA0KGG) ein Prozent pro Jahr. Die Wertentwicklung seit der Emission bisher: ein Plus von gut 35 Prozent.
Fazit: Investitionen in futurebasierte Rohstoffkörbe bleiben aufgrund des vielfach beobachtbaren Contango-Effektes den Profis vorbehalten. Wenn Sie – als risikobereiter Anleger – stattdessen auf Agraraktien setzen, begeben Sie sich ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 04/2008 (pdf, 337 kB), erschienen am 29.02.2008.
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