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Archiv > Börse > Fonds > ESPA Bond Europe-High Yield |
ESPA Bond Europe-High Yield Bleiben die Märkte stabil, erzielen Sie gut zehn Prozent pro Jahr! |
| Haben Sie in letzter Zeit den Anleihemarkt beobachtet? Das Interessante: Während Investoren aus Furcht vor der Finanzkrise in sichere Staatsanleihen flüchten, geraten risikoreiche hoch verzinsliche Papiere massiv unter Abgabedruck. Kein Wunder, wer möchte bei drohenden Ausfällen schon Titel säumiger Schuldner im Depot haben? Dennoch gibt es findige Fondsmanager, die sich gefährlich nah ans Epizentrum wagen – mit Erfolg. |
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Geldanlage-Brief −
Einer von ihnen ist Herbert Matzinger, der bei der österreichischen Fondsgesellschaft SparInvest (einer Tochter der Erste Bank) die Geschicke eines besonderen Fonds leitet. ESPA Bond Europe-High Yield heißt er (WKN 607916), und schon am Namen erkennen Sie das feurige Anlageuniversum: Die Österreicher erwerben für ihren inzwischen auf 261 Mio. Euro angewachsenen Fonds Unternehmensanleihen, deren Bonität mit Kreditnoten von „Baa“ und niedriger zumeist deutlich unter der von Staatsanleihen liegen.
Vielfältige Investitionsmöglichkeiten
Die Besonderheit: Bei ihren Anlageentscheidungen hat das Team um Matzinger weitgehend freie Hand. Je nach Marktlage kann das Fondsmanagement sowohl benchmarkorientiert als auch mit gezielter Auswahl nach Ratings und Emittenten abseits von Benchmarks investieren. Das A und O der Titelselektion bleiben jedoch die Fundamentaldaten der Unternehmen.
Das derzeitige Portfolio präsentiert sich als ausgewogen: Gut 22 Prozent des Depots entfallen auf Schuldner aus dem Telekommunikationsbereich, gefolgt von Industrie-Anleihen (15,5%) sowie – riskant, aber lukrativ – Banken und Versicherungen (13%). Interessant: Matzinger setzt mit acht Prozent des Depots risikomindernd auf Floating Rate-Notes.
In punkto Währungen lassen Sie sich bitte nicht verunsichern. Der Fonds setzt zwar mit 20 Prozent seiner Mittel auf Dollar-Anleihen und mit 8 Prozent auf Pfund-Bonds, betreibt jedoch eine aktive Sicherungsstrategie, um Währungsrisiken auszuschalten. Die Kosten für Sie als Anleger: bis zu 3,5 Prozent fürs Agio und im Anschluss 1,2 Prozent fürs Management pro Jahr.
Die nächsten Monate versprechen Spannung pur
Den „Ertrag der freien Hand“ finden Sie auf der Performance-Seite: Das Renten-Crash-Jahr 2007 hat das Produkt mit einem nur marginalen Verlust von 1,1 Prozent beendet. Gemittelt über fünf Jahre (der vom Management empfohlenen Haltedauer) beträgt sein Wertzuwachs 7,4 Prozent pro Jahr. Damit hat der von S&P mit drei Sternen ausgezeichnete Fonds sein Anlageziel, Ihnen als Anleger eine Alternative zu Aktien zu bieten, tatsächlich erreicht.
Eine wichtige Feuerprobe steht den Österreichern allerdings noch bevor. Dazu müssen Sie wissen, dass die Ausfallraten von Schuldnern im spekulativen Bereich bis Mitte 2007 auf ein historisches Tief gefallen waren. Inzwischen antizipiert der Markt jedoch einen Anstieg um das 4,5- bis 5-fache. Sie sehen es an der Rendite des ESPA-Depots, die mit gegenwärtig 10,2 Prozent sehr hoch aufliegt. Der Reiz: Bleibt die Rate unter dem erwarteten Niveau, dürften die Kurse der momentan noch geschmähten hoch verzinslichen Unternehmensanleihen im Laufe des Jahres rasch wieder steigen.
Fazit: Während die Akteure am Aktienmarkt von nur leicht sinkenden Gewinnen der Unternehmen ausgehen, regiert im Hochzinsbereich des Anleihenmarktes die Angst. Der 1999 aufgelegte ESPA Bond Europe High-Yield hat gezeigt, dass ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 06/2008 (pdf, 204 kB), erschienen am 18.04.2008.
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