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HSBC Entry Standard-Zertifikat
Herbe Verluste für HSBC-Kunden

Hoch spekulative Aktienkäufe können eine feine Sache sein: Geht das Kalkül auf, winken binnen kürzester Zeit Renditen, für die Sie bei Standardwerten oft Jahre benötigen. In diesem Kontext stellten wir Ihnen vor einem Jahr das Entry Standard-Zertifikat von HSBC Trinkaus vor. Und die Bilanz heute?
Geldanlage-Brief − Den Entry Standard kennen Sie: Das schwach regulierte Börsensegment soll kleineren Unternehmen einen einfachen Zugang zur Börse eröffnen. 200.000 Euro – mehr braucht es für das Unternehmen kaum, um Mitglied zu werden und sich von der Masse der rund 5.000 im Freiverkehr gelisteten Werte abzugrenzen. Und wem selbst das zu viel ist, entscheidet sich für ein „IPO-Light“: die Privatplatzierung ohne Börsenprospekt zu einem Fünftel der Kosten. Der Erfolg: 33 Monate nach Gründung tummeln sich schon mehr als 110 Werte im Entry Standard; allein in 2007 kamen rund zwei Dutzend hinzu. Das Spektrum des Entry Standard reicht von der Insolvenz Eutex bis hin zu „Kursraketen“ á la Impreglon.

Gespannt waren wir daher, als sich vor einem Jahr mit HSBC Trinkaus der erste Emittent bequemte, dem Entry Standard ein Zertifikat zu spendieren (WKN TB0T7J). Die erschreckende Bilanz seither: ein sattes Minus von rund 45 Prozent. Mit dieser „Performance“ trat ein, wovor wir Sie bereits in Ausgabe 12/2007 gewarnt hatten: „Das Zertifikat ist weder Fisch noch Fleisch. Es krankt am Basiswert – dem Entry Standard-Index.“ Dieser enthält nicht wie sonst üblich, die schwersten Werte des Segmentes, sondern die Titel mit dem höchsten Handelsumsatz. Modewerte, wenn Sie so wollen.

Unsere Meinung: Der Entry Standard listet hoch riskante, aber auch chancenreiche Werte. Stockpicking ist Trumpf und oberstes Gebot. Querbeetein via Index-Zertifikat zu investieren, ergibt ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 09/2008 (pdf, 287 kB), erschienen am 04.07.2008.

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