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Archiv > Börse > Fonds > ZZ-Fonds |
ZZ-Fonds ZZ-Fonds: Intransparent aber hoch rentabel |
| Was würden Sie von einem Fondshaus halten, das 10 Prozent Agio von Ihnen verlangt und im Gegenzug so gut wie keine Infos herausrückt, geschweige denn eine Internetseite unterhält? Sie winken ab? Diesen Anbieter gibt es wirklich. Sein Fonds ZZ2 zählt mit Renditen von rund 300 Prozent zur weltweiten Spitze. |
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Um die Besonderheit der ZZ-Fonds zu verstehen, müssen Sie zunächst deren Manager kennen: Peter Pühringer. Pühringer, Jahrgang 1942, studierte Bauingenieurwesen und verdiente seine ersten Sporen mit dem eigenen Bauunternehmen: Er plante und verkaufte Fertigteile für Saudi-Arabien. Die Einnahmen investierte er in Berliner Mietshäuser. Zwei Geschäfte – ein grandioser Erfolg: In den 90ern übertrug Pühringer seine Unternehmen auf die Töchter und widmet sich seither seinem Hobby: der reinen Geldvermehrung.
Geldanlage nach wissenschaftlichen Erkenntnissen
Den rechtlichen Rahmen dazu bilden Pühringers ZZ-Vermögensverwaltung sowie das Institut für Strategische Kapitalmarktforschung (Wien). Das ISK ist weltweit einzigartig, es ist eine Mischung aus Bildungsanstalt und privatem Consultant: Studenten erhalten dort die Möglichkeit, nach Vorbild großer Lehrmeister á la Sharpe und Markowitz reale Portfolios zu verwalten. Vor allem aber tritt das ISK als Berater der ZZ-Vermögensverwalter auf; und damit sind wir beim Kern: den Ende der 90er Jahre aufgelegten ZZ-Fonds.
Beispiellose Renditen mit Anleihen aus Schwellenländern
ZZ steht für Zinszyklus, und daran erkennen Sie die Spezialstrecke: Anleihen und Währungen, vorrangig aus Schwellenländern. Mit dem Rentenfonds ZZ1 (WKN 986462) setzen Pühringer und Co-Manager Christian Hirschmann auf die Erkenntnisse des Nobelpreisträgers William F. Sharpe, wonach Ertrag und Risiko einer Anlage in systematischer Beziehung zueinander stehen. Sie erwerben Hochzinspapiere und gleichen das Risiko durch zusätzlichen Erwerb von Papieren in stark abgewerteten Währungen auf. Noch mehr Würze bietet Ihnen der ZZ2 (WKN 987239): Hier wetten Pühringer und Hirschmann gezielt auf Währungsgewinne und Zinssenkungen, auch durch den Einsatz von Optionen.
Mit immensen Erfolgen für einen Rentenfonds: ZZ1 erreicht im 10-Jahresvergleich einen Zuwachs von etwa 90 Prozent. Die gehebelte Variante ZZ2 bringt es gar auf ein Plus von rund 300 Prozent – was Finanzkönige á la George Soros am Aktienmarkt erreichten, das gelang Pühringer & Co. am Rentenmarkt.
Rücksetzer als Kaufgelegenheit?
Doch beide Fonds, die noch 2005 nach erfolgreichen Engagements im brasilianischen Real und der türkischen Lira mit Renditen von 65 Prozent (ZZ1) und 95 Prozent (ZZ2) für Furore sorgten, schwächeln seit geraumer Zeit. Das Minus im Jahresvergleich: 27 Prozent beim ZZ1, 33 Prozent bei ZZ2. Der Grund: „Nichts genaues weiß man nicht“ – die ZZ-Vermögensverwalter halten sich mit Aussagen traditionell zurück. Fest steht: Vor zwei Jahren rief Pühringer die „beste aller Welten“ aus, in der Investoren keine steigenden Zinsen fürchten müssten – ein fundamentaler Irrtum. Fest steht aber auch, dass es scharfe „ZZ-Rücksetzer“ immer gegeben hat – rückblickend waren sie stets die Kaufgelegenheiten.
Fazit: Hoch intransparent und hoch rentabel. ZZ-Fonds sind Glaubenssache, ein Investment braucht viel Vertrauen, dass ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 09/2008 (pdf, 287 kB), erschienen am 04.07.2008.
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