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Inflationsindexierte Fonds
Inflation Linked Bond-Fonds: der kostengünstige Schutz für Pessimisten

Gehören Sie dazu? Laut repräsentativer Umfrage der WGZ-Bank befürchten vierzig Prozent der Deutschen einen weiteren Durchmarsch der Inflation auf über vier Prozent pro Jahr. Die Frage: Wie sieht eine kostengünstige Geldanlage aus, die auch in einem Umfeld mit kerniger Inflationsrate noch punktet?
Geldanlage-Brief − Sie muss mindestens zwei Funktionen erfüllen: Erstens sollte sie Ihnen die Inflationsrate als Zins ausschütten und zweitens auch von der Konzeption her krisensicher sein – mit möglichst vernachlässigbarem Ausfall-/Emittentenrisiko. Genau das ist der Schnittpunkt zweier Märkte: Inflation Linked-Bonds und – als deren rechtlicher Rahmen – Exchange Traded Funds.

Kostengünstig via ETF investieren
ETFs kennen Sie als Leser des Geldanlage-Briefes bereits: Es sind börsengehandelte Indexfonds, die mit zumeist passiver Anlagestrategie zu geringen Kosten eine Benchmark nachbilden. Weltweit gibt es bereits 1.200 ETFs; ihr Volumen hat sich seit 2000 mehr als verzehnfacht und stieg allein 2007 um 64 Prozent auf 230 Mrd. US-Dollar. Privatanleger steuern dazu allerdings nur zehn Prozent bei. Der Rest: institutionelle Anleger, Pensionsfonds beispielsweise.

Inflation Linked-Bonds sichern reale Erträge
Interessant für Zeiten mit steigender Teuerung sind ETFs, die ein hoch spezielles Segment innerhalb des Rentenmarktes fokussieren und auf so genannte Inflation Linked-Bonds setzen. Anders als gewöhnliche Wertpapiere setzt sich der Kupon vieler „Linker“, wie die Papiere auch heißen, aus zwei Teilen zusammen: einem Festzins sowie einem variablen Anteil in Form der Teuerungsrate – meist an die Verbraucherpreise gekoppelt. Das bedeutet: Ihr Zins bleibt auch nach Abzug der Teuerung immer gleich. Das Problem: Die Inflation muss über die Erwartung des Marktes hinaus steigen. Nur dann sind Linker gegenüber Standard-Anleihen im Vorteil. Andernfalls fällt ihre Rendite hinter der klassischer Papiere zurück.

iShares setzt auf Schuldner mit bester Bonität
Ein ETF, mit dem Sie breit gestreut in den Markt der „Linker“ investieren, ist der 2005 aufgelegte iShares € Inflation Linked Bond (WKN A0HG2S). Er kostet Sie 0,25 Prozent p.a. und investiert Ihr Kapital mit je unterschiedlichen Gewichtungen in rund zwei Dutzend an die Verbraucherpreis-Entwicklung gekoppelte Staatsanleihen europäischer Emittenten. Rund zwei Drittel der (zumeist deutschen und französischen) Schuldner genießt dabei die begehrte Bestnote „AAA“, das restliche Drittel erreicht die sehr gute Note „A“. Die Rendite im Jahresvergleich: 5,2 Prozent.

Die Deutsche Bank packt das Thema weltweit an
Ein junger Spross ist der vor einem Jahr aufgelegte Global Inflation Linked-ETF der Deutschen Bank (WKN DBX0AL) – ebenfalls zu Kosten von 0,25 Prozent pro Jahr. Sein Spektrum ist breiter. Er enthält auch japanische, kanadische und britische Linker (ausschließlich große Emissionen), gewichtet nach Kapitalisierung. Als Sicherung gegen die Inflation im Euroraum eignet er sich daher nur bedingt, gleichwohl die Rendite im Jahresvergleich mit rund zehn Prozent hoch ausfällt. Grund: der hohe Anteil an US-Inflation-Linkern; in den USA hat die Inflation im Juli auf Monatsbasis ein 26-Jahreshoch erreicht.

Lyxor bildet den Markt repräsentativ ab
Der dritte im Bunde kommt vom hiesigen ETF-Marktführer Lyxor (WKN A0F7AM). Die Besonderheit: Der Exchange Traded Fund EuroMTS Inflation Linked nutzt als Underlying einen Index, der den europäischen Markt für inflationsindexierte Anleihen repräsentativ abbildet. EMTXi heißt der Index und enthält europäische Inflation-Linker mit einem Emissionsvolumen von mindestens 2 Mrd. Euro und einer Mindest-Restlaufzeit von einem Jahr. Die Rendite in den vergangenen zwölf Monaten: 5,5 Prozent. Ihre Kosten: 0,20 Prozent pro Jahr.

Fazit: Am besten gefällt uns die Strategie von ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 10/2008 (pdf, 264 kB), erschienen am 01.08.2008.

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