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Inflationsschutz-Zertifikate
Mit ausgewählten Zertifikaten von der Inflation profitieren

Es wird Ihnen sicher nicht entgangen sein: Der Schutz vor Inflation ist mittlerweile auch bei den Emittenten ein großes Thema geworden. Kaum ein namhafter Emittent, der kein Inflationsschutz-Zertifikat im Produktregal liegen hat. Wir sagen Ihnen, welche Lösung den wirksamsten Inflationsschutz bietet.
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Geldanlage-Brief − Verfügen Sie über ein gut diversifiziertes und sauber strukturiertes Depot, das auch Immobilien und Rohstoffe umfasst? Dann haben Sie bereits einen gewissen Schutz vor Inflation. Andernfalls, wenn Sie über liquide Mittel verfügen, die auch in einigen Jahren noch ihre heutige Kaufkraft erhalten sollen, lohnt es sich, einen Blick auf die neuen Inflationsschutz-Zertifikate der Banken zu werfen. Fast jeder namhafte Emittent hat ein solches Papier in die Produktvitrine gelegt; Sie als Anleger können aus vielen Produkten und unterschiedlichen Akzentuierungen wählen.

„Morgan Stanley verdoppelt die Inflation“
Fast schon einen Klassiker in Sachen Inflationsschutz offeriert die US-Investmentbank Morgan Stanley. Unter dem Namen 200% Inflationsanleihe III (WKN MS0JYW) bieten die Amerikaner schon das dritte Produkt, das Ihr Kapital vor Kaufkraftverlust schützen soll. Und es schützt nicht nur, es rentiert sich auch. Einzige Voraussetzung ist ein Fortbestand der hohen Teuerungsrate: Das Zertifikat basiert auf dem von EUROSTAT für die Eurozone berechneten Consumer Price Index. In den ersten beiden Jahren der dreijährigen Laufzeit erhalten Sie die Teuerungsrate mal zwei als Zinskupon, im letzten Jahr einen Festzins von fünf Prozent und im Anschluss mindestens Ihr Kapital zurück.

HSH Nordbank: Erst Festzins, dann das „Inflation-Linking“
Leicht variiert der Ansatz der HSH Nordbank. Die Nordic Horizon Inflationsschutz-Anleihe (WKN HSH2SC) läuft zwar ebenso über drei Jahre, doch kehrt sie den Mechanismus der Ausschüttung um: Im ersten Jahr gibt es fixe fünf Prozent, in den Jahren zwei und drei die doppelte Inflationsrate als Kupon und zur Fälligkeit am 24.07.2011 mindestens das eingesetzte Kapital zurück. Stückelung: 1.000 Euro.

ABN Amro: Kopplung über die gesamte Laufzeit
ABN Amro schickt unter dem Namen Inflation Linked Bonds gleich zwei Lösungen ins Rennen. Die „InLiBo's“ stehen in zwei- und fünfjähriger Ausstattung zur Wahl und koppeln Ihr Kapital während der gesamten Laufzeit an die Teuerung in der Eurozone, jedoch leider ohne Hebel. Dafür packt ABN Amro obendrauf Jahr für Jahr einen Fixkupon in Höhe von 1,5 beim fünfjährigen (WKN AA0XF3) und 1,0 Prozent beim zweijährigen Papier (WKN AA0XF2).

Die Deutsche Bank setzt ausschließlich auf Deutschland
Ebenso mit von der Partie: die Deutsche Bank. Sie hat für ihre am 01.08.2011 fällige Inflationsschutz Anleihe 2008/2011 (WKN DB0HP3) nicht die Konsumentenpreise der Eurozone, sondern den deutschen Verbraucherpreisindex gewählt. Im ersten Jahr erhalten Sie einen Festkupon von fünf Prozent und im Anschluss den Anstieg der Verbraucherpreise multipliziert mit 1,5 bis 1,75 als Zins. Ärgerlich: Sie zahlen ein Agio von einem Prozent.

Fazit: Am besten gefällt uns das Zertifikat von Morgan Stanley. Indem es Ihnen gleich in den ersten Jahren die doppelte Teuerung als Zins zahlt, erzielen Sie mit Beginn der Laufzeit ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 10/2008 (pdf, 264 kB), erschienen am 01.08.2008.

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