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Russland-Fonds
Die besten Russland-Fonds für spekulative Anleger

Sind Sie dabei? Wer vor einigen Jahren in Russland investiert hat, kann sich selbst nach dem Kurssturz noch immer über massive Gewinne freuen. Inzwischen sind die Zeiten rauer geworden und bei den Russlandfonds trennt sich die Spreu vom Weizen. Wir zeigen Ihnen, welches Produkt Ihr Geld verdient.
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Geldanlage-Brief − Recherchieren Sie nach Fonds mit Anlageschwerpunkt Russland, finden Sie gut zwei Dutzend Produkte. Fast jede größere Gesellschaft hat mindestens einen Fonds im Angebot. Doch der Wald lichtet sich schnell: Viele Fonds sind erst seit kurzer Zeit am Markt; es sind zumeist Produkte der Hausse in Russland, deren Performance es bislang noch an Aussagekraft mangelt.

DWS Russia: das Flaggschiff unter den Russlandfonds
Ein Klassiker mit inzwischen schon fast achtjähriger Erfolgsbilanz und einem Volumen von mehr als 1,4 Mrd. Euro zugleich der mit Abstand schwerste Russlandfonds ist hingegen der DWS Russia (WKN 939855).
Seine Besonderheit: Er verfügt über keine feste Branchengewichtung, dafür jedoch über klare Auswahlkriterien. Der DWS Russia wählt Aktien nach fundamentalen Kriterien. Es entscheiden: Marktstellung, Wachstumsperspektive und Bewertung der Aktie, wobei sowohl Standard- als auch Kleinstwerte in die engere Wahl gelangen. Auf Platz 1 der Top-Positionen finden Sie Gazprom (8,9%), gefolgt von Norilsk Nickel (8,4%), der Sparkasse Sberbank und LukOil (je 7,7%).
In der Branchenverteilung ist der DWS Russia dennoch typisch für einen erfolgreichen Russlandfonds: 39 Prozent Energie, 16 Prozent Grundstoffe, 15 Prozent Telekommunikation und 11 Prozent Finanzwerte. Ebenso in der Performance: Knapp sieben Jahre nach Auflage steht er mit 157 Prozent im Plus.
Und wie ging der Fonds mit den jüngsten Krisen um? Fondsmanager Dzhaparov (seit 2006 bei der DWS) sah sie als Gelegenheit und kaufte nach. Dennoch verbleibt, verglichen mit dem Jahresauftakt 2008, für Anleger ein Minus von 35 Prozent. Die Kosten des thesaurierenden Fonds sind hoch: Die DWS lässt sich ihr Flaggschiff mit zwei Prozent p.a. vergüten.

Stock Russia: risikoreich unter den Erfolgreichen
Ebenfalls seit 2002 am Markt ist der mit einem Volumen von 75 Mio. Euro ungleich kleinere Stock Russia von Pioneer Funds Austria, einer Fondstochter der Bank Austria (WKN 594867). Fondsmanager Peter Bodis (seit September 2007 an Bord) setzte lange Zeit auf Ölwerte. Obwohl er schon im zweiten Quartal erste Umschichtungen in Telekommunikations- und Konsumwerte vornahm, erwischte ihn der Kursrutsch in Moskau auf dem falschen Fuß: Minus 35 Prozent, lautet der vorläufige Zwischenstand 2008 mit einer immer noch hohen Gewichtung von Energie (41%) und Grundstoffen (21%). Vor allem aber ist seine Volatilität hoch: Die Schwankungsbreite der letzten zwölf Monate beträgt mit fast 34 Prozent in etwa das Doppelte eines Dax-Investments. Die Kosten: zwei Prozent pro Jahr.

Baring Russia: kostengünstig und rentabel
Langfristiger Top-Performer ist der Baring Russia, den Sie in einer thesaurierenden (WKN 926107) und einer ausschüttenden Variante (WKN A0MUZ6) erwerben können. Der Fonds zielt auf langfristiges Kapitalwachstum, setzt nicht nur auf Russland, sondern bezieht einschließlich der Ukraine auch andere Staaten der früheren Sowjetunion ein und bringt zwei Alleinstellungsmerkmale mit: Es gibt ihn schon seit 1997 – einer Zeit, in der Russland noch hoch verschuldet war und bei den Ratingagenturen weit unter Investment Grade rangierte. Mindestens genauso lang ist die Erfahrung der Fondsmanagerin Dr. Ghadir Abu Leil-Copper, die zugleich den Baring Eastern Europe verantwortet und der mit Jonathan Blake ein erfahrener Rohstoffanalyst als Co-Manager zur Seite steht.
Der Branchenmix beim Baring Russia – ein Drittel Energie, ein Fünftel Grundstoffe, je gut zehn Prozent Telekommunikation und Finanzen – unterscheidet sich nur unwesentlich von dem der DWS und Pioneer Austria. Dennoch hat der Fonds, obwohl er als einziger in US-Dollar notiert, auf Dreijahressicht (+64%) die Nase vorn. In punkto Gebühren ist er mit 1,5 Prozent pro Jahr günstiger als die Konkurrenz, legt jedoch die Einstiegshürde mit 10.000 US-Dollar (Folgezahlungen ab 1.000 US-Dollar) hoch auf.

Fazit: In ihrem Branchenmix und Anlagerisiko (Volatilität) unterscheiden sich die erfolgreichsten Russlandfonds nur marginal. Doch bei den Kosten und – entscheidend – der Performance sind die Differenzen durchaus von Belang. Die beste Performance zu geringsten Kosten erhalten spekulative Russland-Investoren beim Baring Russia, wobei Sie – der Fondsphilosophie folgend – Ihr Investment auf mehrere Jahre angelegt sehen sollten. Mit Blick auf die Abgeltungssteuer ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 12/2008 (pdf, 325 kB), erschienen am 26.09.2008.

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