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Krisencheck
Wie sicher ist die Geldanlage in Zertifikaten?

Schätzungsweise 130 Mio. Euro haben deutsche Anleger in Zertifikate von Lehman Brothers investiert – und ihr Kapital durch die Insolvenz der US-Bank mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren. Sicher stellen auch Sie sich nun die Frage: Wie sicher ist die Geldanlage in Zertifikaten?
Geldanlage-Brief − Zunächst müssen Sie wissen: Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen. Im Unterschied zu Fonds bilden sie daher kein Sondervermögen, das im Falle einer Bankpleite ungeschmälert den Anlegern zusteht. Und anders als bei Tages-, Fest-, Termin- oder Giro-Einlagen greift auch kein gesetzlicher Einlagenschutz. Die Rückzahlung von Zertifikaten, egal ob Garantie-, Discount- oder Bonuspapier, ist vielmehr direkt von der Bonität des Emittenten abhängig. Geht er pleite, stehen Sie als Gläubiger zumeist in der letzten Reihe – oft ohne Aussicht auf Erfolg.

Ob es neben Lehman Brothers noch zu einem weiteren Insolvenzfall kommen wird, kann derzeit niemand seriös prognostizieren. Doch es gibt aufschlussreiche Anhaltspunkte für Emittentenqualität. So veröffentlicht der Deutsche Derivate Verband auf seiner Website die Kosten, die ein Investor aufzuwenden hat, wenn er sich gegen den Ausfall eines Emittenten versichern möchte. Dabei gilt: Je geringer die Emittentenqualität, desto höher die Kosten.

Zweite Möglichkeit: Sie recherchieren auf einem der einschlägigen Finanzportale nach einem Discount-Zertifikat auf einen liquiden Basiswert mit identischer Ausstattung. Auch hier gilt: Je höher die Rendite, desto schlechter die Bonitätseinstufung durch den Markt. Beispiel Dax-Discount, Cap 4.000 Punkte, fällig im Dezember 2010: Bei Goldman Sachs (WKN GS1AEP) beträgt Ihre Maximalrendite 30 Prozent, bei UBS (WKN UB2D7W) hingegen nur 23 Prozent.

Fazit: So groß die Unsicherheit derzeit (noch) ist, so wenig ist eine Verteufelung von Zertifikaten per se angezeigt. Für die Feinsteuerung eines Depots und Umsetzung individueller Markterwartungen bleiben – gezielt ausgewählte – Zertifikate auch weiter ein hilfreiches Instrument, gleichwohl ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 13/2008 (pdf, 309 kB), erschienen am 24.10.2008.

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