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Sauren Global Balanced und Carmignac Patrimoine
Chancenreiche Fonds für Langfristanleger

Haben Sie einmal einen Blick in die aktuelle Fondsstatistik geworfen? In der Finanzkrise zeigt sich, welcher Fonds Ihr Geld wirklich wert ist. Welche Investments heben sich von der grauen Masse ab? Wir stellen Ihnen zwei unserer Favoriten vor.
Geldanlage-Brief − Eine Einschränkung vorweg: Mit Blick auf die Abgeltungssteuer kommt längst nicht jeder Fonds für Sie in Frage. Gesucht sind vielmehr Fonds für die ausgesprochen langfristige Anlage. Fonds, die auf aktuelle Trends setzen, scheiden ebenso aus, wie Fonds, die permanent zu hohe Risiken eingehen oder Chancen ungenutzt lassen. Es geht um den Mittelweg, der auch im Bereich der Börse ein goldener ist: Fonds mit ausgewogener Anlagestruktur und zugleich hoher Flexibilität in den Anlagerichtlinien, um auf die jeweilige Marktlage adäquat reagieren zu können.

Langfristig erfolgreich: der Sauren Global Balanced
Ein solcher Fonds ist der 1999 aufgelegte und inzwischen rund 300 Mio. Euro schwere Dachfonds Sauren Global Balanced (WKN 930920), den wir Ihnen erstmals in Ausgabe 15/2007 vorgestellt hatten. "Wir investieren nicht in Fonds, wir investieren in Fondsmanager", lautet das Credo des Managers Eckhard Sauren. Um Fonds zu finden, die das Potenzial mitbringen, künftig besser als der Markt abzuschneiden, führt das Kölner Fondshaus daher pro Jahr rund 250 Gespräche mit Fondsmanagern.

Das Kalkül geht auf
Das Kalkül der Kölner, wer im Gespräch überzeugt, der überzeugt im Anschluss auch in punkto Rendite, geht auf: Knapp neun Jahre nach der unmittelbar zu Beginn der Baisse (2000 bis 2003) erfolgten Auflage liegt der Sauren Global Balanced mit gut sieben Prozent im Plus, während seine Benchmark, bestehend auf sechzig Prozent EuroStoxx und vierzig Prozent Rentenindex (REX), in der selben Zeit fast zehn Prozent an Wert verloren hat. Dieses Ergebnis verdankt der Fonds auch seiner hohen Flexibilität: Er kann Auswahl und Gewichtung nahezu frei austarieren.

Kein Kehraus in der Krise
Per Ende Oktober reduzierte er das in Aktienfonds angelegte Kapital zugunsten der Cash-Quote (30%), Immobilienfonds (6%) und Rentenfonds (8%) auf 39 Prozent. Dass die Aktienfondsquote angesichts der Dramatik an den Börsen noch niedriger hätte ausfallen können, zeigt Ihnen die Performance 2008: Per 31.10.2008 liegt der Mischfonds 22 Prozent "unter Wasser" (Benchmark: -15%). 2008 zeigt sich somit als das erste problematische Börsenjahr für die erfolgsverwöhnten Kölner. Zutrauen ist daher für Sie als Anleger gefragt, dass der Fonds rasch auf den Erfolgspfad zurückkehrt. Zumal mit Blick auf die Kosten: der Global Balanced kostet Sie knapp 1 Prozent pro Jahr plus 10 Prozent Erfolgsgebühr auf den 4 Prozent p.a. übersteigenden Wertzuwachs.

Glanzprodukt: der Carmignac Patrimoine
Eine Erfolgsbilanz par excellence finden Sie, wenn Sie in den Auslagen des französischen Fondshauses Carmignac Gestion stöbern. Patrimoine heißt das edle, 1989 aufgelegte, inzwischen fast 4 Mrd. Euro schwere Glanzprodukt der Franzosen. Der thesaurierende Mischfonds (WKN A0DPW0) investiert Ihr Kapital weltweit in risikoarme Rententitel und exotische Aktienwerte, vor allem in Schwellenländern. Bei hoher Flexibilität: Laut Satzung darf der Patrimoine bis zu fünfzig Prozent in Aktien anlegen und – sollten sich die Aktienmärkte von ihrer unschönen Seite zeigen – auch einen Großteil des Kapitals in Cash parken. Aktuell hält der von Firmengründer Edouard Carmignac (Jahrgang 1947) mitbetreute Fonds nur 15 Prozent Aktien, dafür 57 Prozent Renten und vor allem das Pulver trocken: 25 Prozent beträgt die Cash-Quote.
Bereits in der Vergangenheit hat das Fondsmanagement meist das Richtige getan: In der Baisse 2000 bis 2003 sicherte das Management sämtliche Positionen über den Terminmarkt ab, in der dann folgenden Aufwärtsphase setzte man auf die Themen Rohstoffe, grüne Energie und Schwellenländer. Aktuell heißt es nun abermals: absichern.

Wie das Empfehlungsschreiben eines Warren Buffet
Die bisherige Performance liest sich dann auch wie das Empfehlungsschreiben eines Warren Buffet: plus 438 Prozent seit Auflage, plus 5 Prozent im rabenschwarzen Jahr 2002 und nur ein leichtes Minus von bislang weniger als 3 Prozent im Crash-Jahr 2008. Die Kosten für Sie als Anleger: Sie zahlen 1,5 Prozent pro Jahr, dazu eine Erfolgsprämie von zehn Prozent auf Kursgewinne – üppig, aber angesichts der gezeigten Leistung gerechtfertigt.

Fazit: Beide Fonds haben gezeigt, dass sie mit wechselnden Marktlagen gut (Global Balanced) bis perfekt (Patrimoine) umgehen können. Abstriche gibt es beim Kölner Dachfondshaus für dessen Schlagseite in 2008. Der Global Balanced ist, obwohl er als Dachfonds daherkommt, zurzeit etwas risikoreicher. Er setzt mehr Vertrauen voraus. Am besten aufgehoben fühlen wir uns ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 14/2008 (pdf, 272 kB), erschienen am 28.11.2008.

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