Geldanlage-Brief: Ihr Newsletter für Geldanlage, Börse und Finanzen (Logo)
Geldanlage-Brief: Ihr Newsletter für Geldanlage, Börse und Finanzen (Subtitel)
Jahrgänge: 2012 2011 2010 2009 2008/2 2008/1 2007/2 2007/1 2006/2 2006/1 2005/2 2005/1 2004/2 2004/1 2003/2 2003/1

Archiv > Private Finanzen > Immobilienfinanzierung >

Immobilienfinanzierung
Zahlen Sie noch oder wohnen Sie schon? Die richtige Finanzierung fürs Eigenheim

Seitdem die Zinsen im Keller sind, treibt es immer mehr Bauherren in die Bank. Doch manch' einer unterschätzt die tatsächlichen Finanzierungskosten erheblich. Binnen kurzer Zeit schuldenfrei ist nämlich nur, wer mit der Bank auf Augenhöhe verhandeln kann. Der Geldanlagebrief nennt die wichtigsten Fallen und Frustfaktoren.
Geldanlage-Brief − Des einen Freud' ist des anderen Leid: Während Sparer über mickrige Guthabenzinsen klagen, haben Bauherren allen Grund zur Freude. Zwar hat sich das Baugeld in den letzten Wochen leicht verteuert. Doch im langjährigen Vergleich sind die Kosten für eine Immobilienfinanzierung nach wie vor ausgesprochen günstig. Was viele Bauherren jedoch nicht wissen, allenfalls erahnen: Auch und gerade im Zinstal kämpft die Branche der Immobilienfinanzierer mit harten Bandagen. Mitunter werden die "weichen Kosten" unter den Teppich gekehrt oder teure Überfinanzierungen verkauft. Dagegen hilft vor allem eines: Um nicht in die Tilgungsfalle zu stolpern, sollten Bauherren den Weg zum eigenen Haus gezielt planen.

Die Geldsuche mit der Maus setzt eine gründliche Bestandsaufnahme voraus

Los geht es mit einer peniblen Bestandsaufnahme, dem Grundstein einer jeden soliden Finanzierung. Neben dem (Kauf)preis der Immobilie gilt es zunächst die monatlich mögliche Kreditbelastung auszuloten. Experten raten, keinesfalls mehr als dreißig bis vierzig Prozent des Nettoeinkommens für Zins und Tilgung vorzusehen. So gerüstet, geht es zur Hausbank. Sie kann anhand der Daten bereits ein unverbindliches Angebot erstellen, das zumindest eines ist: eine Hausnummer, anhand derer sich feststellen lässt, wie viel Haus man sich überhaupt leisten kann.

Im zweiten Schritt geht es dann mit der Maus auf Geldsuche. Viele Banken und Baufinanzierer bieten im Internet Rechenprogramme an. In deren Eingabemasken können dann die Parameter der Hausbank eingegeben werden. So erhält man rasch mehrere Vergleichsangebote. Zwar bieten die meisten der im Internet vertretenen Discounter kein Vier- oder Sechsaugengespräch. Doch die Antworten auf wichtige Fragen gibt es meist in wenigen Tagen per E-Mail oder Post. Unbedingt erfragen sollte man: Werden für das Darlehen Bereitstellungszinsen, Schätzkosten, Kontoführungsgebühren oder Teilauszahlungszuschläge berechnet? Erfahrungsgemäß ist bei diesen Kosten der Verhandlungsspielraum besonders groß.

Sonderwünsche werden von Discountern oft nicht erfüllt

Probleme gibt es bei den Discountern jedoch, wenn der Finanzierungswunsch vom Standard abweicht. Die sind oft gegeben, wenn die Darlehenssumme deutlich unter 100.000 EUR liegt, das Gebäude denkmalgeschützt oder teilgewerblich genutzt werden soll. Auch Immobilien, die bereits mehr als 25 Jahre auf dem Putz haben, werden von den Banken meist kritisch beäugt. Nicht selten kommt postwendend die Ablehnung.

Die letzte Phase vor der Unterschrift gilt schließlich der Kreditoptimierung. Das heißt: Erklärt sich die Bank bereit, Anträge für öffentliche Fördermittel zu beantragen? Darunter fällt beispielsweise ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder ein Darlehen der gewöhnlichen Wohnbauförderung. Beide sind meist günstiger als die Konditionen am freien Markt. Selbst ein Zinsvorteil von nur 0,5 Prozent kann sich im Laufe der Jahre zu erklecklichen Beträgen im Bereich von einigen tausend Euro summieren.

Gezieltes Einbinden von Bausparverträgen senkt die Kreditkosten

Darüber hinaus interessant: Wer über einen Bausparvertrag verfügt, der zum Kaufzeitpunkt der Immobilie noch nicht zuteilungsreif ist, sollte prüfen, ob die Bank eine Zwischenfinanzierung bereit stellen kann. Verhandlungsspielräume sollte ferner nutzen, wer mit einem steigenden Einkommen oder einer Erbschaft rechnet. Beides kann, wenn die Bank mitspielt und sich zu einer flexiblen Spanne bei der Tilgung bereit erklärt, die Kreditbelastung erheblich reduzieren.

Wichtig: Alle Sonderbedingungen müssen schriftlich im Darlehensvertrag festgehalten werden. Unterschrieben werden sollte der Vertrag im Übrigen erst, wenn auch der Kaufvertrag für die Immobilie unterzeichnet ist. Der Grund: Wer das Darlehen wider Erwarten nicht benötigt oder ein günstigeres Angebot gefunden hat, muss empfindliche Vorfälligkeitsentschädigungen an die Bank leisten.

Eine weitere Falle auf dem Weg zum Eigenheim liegt im Timing: Nimmt der Häuslebauer das Darlehen nicht zum vereinbarten Zeitpunkt ab, zahlt er meist kräftig drauf. Bei vielen Banken werden schon ab dem dritten Monat monatlich Bereitstellungszinsen in Höhe von 0,25 Prozent der Darlehenssumme fällig. Bei einem Darlehen von 175.000 EUR und einer um sechs Monate verzögerten Abnahme sind das immerhin 1.750 EUR.

Bequemlichkeit bei der Anschlussfinanzierung kann teuer werden

Bleibt die Frage: Wie lange soll man sich derzeit binden? Finanzierungsexperten raten aktuell eher zu einer ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage brief 22/2003 (pdf, 92 kB), erschienen am 15.8.2003.

Weitere spannende Investment-Ideen finden Sie im Geldanlage-Brief – jetzt kostenfrei anmelden!
Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Vervielfältigung und Weiterverbreitung mit Quellenangabe einschließlich Link auf diese Website gestattet. Belegexemplar erbeten.    Haftungshinweise/Disclaimer
Jahrgänge: 2012 2011 2010 2009 2008/2 2008/1 2007/2 2007/1 2006/2 2006/1 2005/2 2005/1 2004/2 2004/1 2003/2 2003/1
Partnersites: Geldanlage   Berufsunfähigkeit / Berufsunfähigkeitsversicherung   Private Krankenversicherung   Altersvorsorge  
Geldanlage-Brief kostenfrei per E-Mail
Lieber Leser,

nehmen Sie das Thema Geld- anlage selbst in die Hand? Dann informieren auch Sie sich jetzt mit dem Geldanlage-Brief kostenfrei per E-Mail über

- chancenreiche Aktien,
- spannende Zertifikate,
- die besten Investmentfonds,
- geldwerte Steuer-Tipps für
- Privatanleger
.

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail- Adresse ein und Sie sind dabei!
Unterschrift Herausgeber Geldanlage-Brief

Ja, ich möchte den Geldanlage- Brief ab der nächsten Ausgabe kostenfrei per E-Mail erhalten.
.
Anrede

Vorname

Nachname

E-Mail*


PS. Der Geldanlage-Brief wurde mehrfach als 'Best-Newsletter der Kategorie Finanzen' aus- gezeichnet. Melden auch Sie sich jetzt kostenfrei an!