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EU-Osterweiterung
Aufbau Ost: Jetzt oder nie!

Respekt. Nur 13 Jahre nach der Wiedervereinigung ist einigen "Managern" der Bundesrepublik Deutschland aufgefallen, dass beim "Aufbau Ost" so ziemlich alles schiefgelaufen ist: Statt blühender Landschaften regiert in den neuen Bundesländer großteils noch immer ernüchternde Tristesse.
Geldanlage-Brief − 47 Prozent aller Erwachsenen bestreiten ihren Lebensunterhalt überwiegend aus Sozialtransfers, von 15 Millionen Einwohnern arbeiten gerade einmal vierzig Prozent, die Abwanderung gut ausgebildeter junger Leute lässt die Bevölkerung dramatisch überaltern.

Derweil saugen die immensen Transferleistungen die alten Bundesländer zunehmend aus, zweigt der Westen doch sage und schreibe vier Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für die Kosten der Einheit ab. Da die Wachstumsrate deutlich darunter liegt, zehren diese Leistungen an der Substanz: Den alten Ländern wird so viel Energie entzogen, dass auch sie realwirtschaftlich schrumpfen statt wachsen. Langfristig schmälert die Dauersubventionierung also den Wohlstand in den alten wie auch den in den neuen Ländern.

Derweil macht uns das Ausland, allen voran - und in 14 Tagen noch viel heftiger als bisher - Osteuropa, mächtig Konkurrenz. Hier wird demonstriert, was den einst maroden Osten wirklich auf die Beine bringt: Weniger Regulierung, niedrige Steuern, mehr Flexibilität. Doch was wir im Moment noch als stürmische Konkurrenz empfinden, das werden wir bald rückblickend als laues Lüftchen belächeln. Wenn wir nicht sofort handeln, wird sich die Abwanderung von Arbeitsplätzen in Kürze dramatisch beschleunigen: Wieso sollte sich ein Unternehmer das starre überteuerte Deutschland antun, wenn er in den flexiblen günstigen Ost-EU-Ländern deutlich wettbewerbsfähiger ist?

Doch was ist die Lösung? Die Vorschläge für die neuen Bundesländer reichen von einer "Sonderwirtschaftszone Ost" über Steuererleichterungen, Arbeitsmarkt-Deregulierungen bis zu bekanntermaßen untauglichen Mitteln wie Lohnsubventionierung. Und kaum sind die Vorschläge öffentlich, schon werden sie ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 13/2004 (pdf, 180 kB), erschienen am 16.04.2004.

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