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Archiv > Finanzen > Börsenhandel > Der Anleihenhandel |
Der Anleihenhandel Anleihen handeln wie die Profis |
von Rune Hoffmann, Börse Stuttgart
Wie beim Handel mit Aktien gibt es auch bei Anleihen bei der Orderausführung von Börse zu Börse große Unterschiede. Daher ist es für den Anleger wichtig, den optimalen Handelsplatz zu wählen, und sich damit den besten Preis zu sichern. Über die Börse Stuttgart erhalten Privatanleger Preise, wie sie bisher nur institutionellen Anlegern zur Verfügung standen. |
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Geldanlage-Brief −
Was haben Wochenmärkte mit Anleihen gemein? Wer mehr kauft zahlt weniger. Bestellt etwa das Spezialitäten-Restaurant um die Ecke gleich mehrere Kisten Tomaten, zahlt es weniger für's Kilo als jede Hausfrau, die ein Pfund des roten Gemüses für den heimatlichen Abendbrottisch kauft. Bei Anleihen ist es kaum anders. Auch hier erhält der großvolumige Auftrag einen besseren Preis als der kleinere. Das liegt daran, dass viele Marktteilnehmer, beispielsweise Banken und Emittenten, am Handel mit kleineren Volumina kein Interesse haben. Folge: Institutionelle sind meistens besser gestellt als Privatanleger.
Prinzipiell gibt es für alle Anleihen zwei Kurse. Der Anleger kauft eine Anleihe zum Briefkurs und verkauft diese zum Geldkurs. Da der Briefkurs höher als der Geldkurs ist, ergibt sich zwischen beiden Kursen eine Spanne, der so genannte Spread. Und dieser Spread sollte möglichst gering bleiben. Denn schließlich kommt der Anleger erst dann in die Gewinnzone, wenn der Geldkurs seiner Anleihe über den Kaufpreis - also den Briefkurs zum Zeitpunkt des Einstiegs - geklettert ist.
Die Börse Stuttgart hat daher zwei Handelsinitiativen für Anleihen mit dem Ziel gestartet, dem Anleger einen besseren Preis als an allen anderen Börsen zu verschaffen.
Bond-X: Anleihen zu Großhandelspreisen
Die erste ist das bislang einzige Rentenhandelssegment in Deutschland überhaupt. Sein Name: Bond-X. Es bietet Anlegern verbindliche An- und Verkaufskurse innerhalb einer engen Spanne. Um das zu erreichen, wird aus den Preisen, die einzelne Marktteilnehmer für eine Anleihe stellen, in Stuttgart der jeweils beste An- und Verkaufskurs gebildet. Darüber hinaus ist der Spread bei allen Bond-X-Anleihen begrenzt und kann je nach Art und Laufzeit des Wertpapiers zwischen maximal 15 und 50 Ticks betragen. In Bond-X sind derzeit mehr als 450 liquide Anleihen mit hoher Bonität gelistet. Über welche "Ratingnote" einzelne Anleihen verfügen, ist im Internet der Börse Stuttgart ersichtlich. Während diese Großhandelspreise bislang nur den institutionellen Anlegern vorbehalten waren, gelten sie in Stuttgart bereits ab der kleinsten handelbaren Einheit. Diese liegt in der Regel bei 1.000 Euro nominal. Während die meisten Anleihen bis 20 Uhr handelbar sind, gelten die verbindlichen An- und Verkaufspreise aber nur bis 19 Uhr. Dies liegt daran, dass die Terminkontrakte auf Anleihen zwischen 19 und 20 Uhr nicht mehr gehandelt werden.
Bondbox: Spezialitäten-Papiere zu günstigen Kursen
Die zweite Handelsinitiative nennt sich Bondbox und wurde für Anleihen geschaffen, die aufgrund ihrer nur vorübergehend hohen Liquidität nicht dauerhaft in Bond-X gelistet sein können. Bei diesen nicht Bond-X-fähigen Papieren handelt es sich derzeit meist um ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 13/2005 (pdf, 262 kB), erschienen am 15.07.2005.
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