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Archiv > Finanzen > Geldanlage > |
Geldanlage Aktien-, Fonds- und Anleihe-Empfehlungen in der Rückschau |
| Schon allein die Anzahl nimmt sich beeindruckend aus: Immerhin 64 Empfehlungen lieferte Ihnen der Geldanlage-Brief in den vergangenen zwei Jahren aus den Bereichen Aktien, Fonds und Anleihen. Kostenlos und frei Haus, doch alles andere als umsonst, wie unsere Rückschau auf Gewinner und Verlierer nun zeigt. |
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Geldanlage-Brief −
Zumal: Mit der überwiegenden Mehrzahl, nämlich 48 Einschätzungen, führten wir Sie zu üppig sprudelnden Renditequellen mit hohen zweistelligen, teils dreistelligen Gewinnen. Nicht zu verschweigen: Mit etwa zwölf Einschätzungen hätten Sie bislang nur Geld gewechselt. Vier Werte entpuppten sich gar als schmerzliche Verlustbringer.
Spitzenrenditen mit TUI und Peru
Erinnern Sie sich? Vor zwei Jahren rieten Rentenexperten fast aller Couleur zum Ausstieg aus Festverzinslichem, zumal aus Unternehmensanleihen. Begründung: Der Spread zu Bundesanleihen sei inzwischen zu gering, das Abwärtsrisiko zu groß. Wir meinten es besser zu wissen, sahen in 2003 noch keine Anzeichen einer Inflation und rieten mehrmals zum Kauf, selbst zum Einstieg in Hochzinspapiere. So zur Jamaika-Anleihe im April 2004 (WKN A0ACPU), drei Monate später zu TUI und im Herbst schließlich zu Peru und Bombardier (WKN 856315, 610858). Der Mut, gegen den vorherrschenden Meinungsstrom zu schwimmen, zahlte sich für Sie aus. Mehr noch: Er erwies sich gleichsam als Lizenz zum Gelddruck. Inklusive Stückzinsen liegen Sie mit ausnahmslos allen Bonds satt im Plus.
Vorn an: TUI. Die Anleihe des Touristik- und Logistikkonzerns (WKN A0A8CY) warf seither rund 24 Prozent ab - ein Spitzenwert im Bereich der Corporate Bonds. Und das, obwohl der TUI-Konzern - nun endlich mit einem Rating - nur auf eine miese Kreditnote von BB+ kommt. Wenn Sie die Schuldscheine noch im Depot haben, bleiben Sie bitte engagiert. Mit 102 Prozent ist Ihr Einstiegskurs so günstig, dass Sie Rücksetzer nun aussitzen können.
Das gleiche gilt für Peru, dessen vom Geldanlage-Brief ausgewählte Schuldtitel (WKN A0DD93) seit Empfehlung um mehr als 15 Prozent kletterten. Hinzu kommen Stückzinsen von gut sieben Prozent. Während Gläubiger anderer Titel nun Inflationssorgen umtreiben, profitieren die Südamerikaner von der Inflationsursache selbst: den hohen Rohstoffpreisen. Grund: Peru ist Rohstoff-Exporteur. Wenn Sie so wollen, sanieren die Latinos mit dem Inflationsgespenst ihren Haushalt. Ergo: engagiert bleiben.
392 Prozent mit MPC, 70 Prozent mit der Software AG
"Trotz rasanter Klettertour weiter interessant". So lautete im April 2004 unsere zweite Kaufempfehlung für die Aktien des Münchener Finanzdienstleisters MPC (WKN 518760). Wer bereits der ersten Empfehlung im Jahr zuvor folgte, hat seinen Einsatz seither fast verfünffacht. Doch selbst wenn Sie erst im April 2004 eingestiegen sind, können Sie sich noch über mehr als fünfzig Prozent freuen. MPC ist damit die beste unserer bisherigen Empfehlungen. Dicht gefolgt übrigens vom Personal-Dienstleister DIS und Turbinen-Bauer MTU (je 123%), der - vielleicht einige Wochen zu früh abgegriffenen - Software AG (70%), BASF (44%), Conergy (43%) sowie Sixt, Fuchs Petrolub und Heidelberger Druck. Mit den drei letztgenannten Werten fuhren Sie immer noch zwischen 24 und 34 Prozent ein. Kein schlechtes Ergebnis, wie wir meinen.
Essenziell ferner im Aktienbereich: Einschätzungen, die Sie vor teuren Fehl-Investments bewahren. Der Geldanlage-Brief ließ sich vom Medienrummel um die Premiere-Aktie (WKN PREM11) nicht beeindrucken. Unser Resümee war eher das eines Spielverderbers. "Premieres langfristige Perspektive ist derzeit nicht seriös prognostizierbar", analysierten wir gut eine Woche vor dem Börsendebüt. Ihr Nutzen: Ihnen blieben Verluste von bislang 25 Prozent erspart.
Zweiter Abstürzler: Beate Uhse (WKN 755140). Nachdem wir den viel diskutierten Wert im Juli 2004 zum Verkauf stellten ("Die Lustaktie lädt auch fünf Jahre nach dem Börsengang nicht zum Sündigen ein"), halbierte sich der Kurs abermals. Für Sie als Leser des Geldanlage-Briefs aber ebenfalls kein Thema.
Mit Mifa auf dem Holzweg
Summa summarum: Von 35 Anlageeinschätzungen erwiesen sich 28 als sehr erfolgreich. Doch es gab auch Ausrutscher: Bechtle (-19%), Funkwerk (-17%) und Mifa. Mit unserer Einschätzung "Auch wer nicht Mifa fährt, fährt nie verkehrt", befanden wir uns leider auf dem Holzweg. Wegen schwacher Umsätze und massiver Konkurrenz aus China verlor die Aktie des ostdeutschen Drahtesel-Produzenten bislang mehr als fünfzig Prozent. Ein Ärgernis, auch heute noch, anderthalb Jahre nach unserer Empfehlung. Doch: So bitter es für die Erstzeichner ist: Verluste können Sie nie wirklich ausschließen. Sie gehören sogar dazu. Ein Grund, weshalb wir Ihnen gerade beim Kauf von Small Caps immer wieder raten, Ihre Position stets mit einem Verlustbegrenzer zu versehen.
Gewinne satt bei unseren Fondsempfehlungen
Sie zählen sich zu den Anlegern, die Ihre Entscheidung eher an einen Fondsmanager delegieren? Dann kommen sie mit dem Geldanlage-Brief voll auf Ihre Kosten. Mit Ausnahme des (zur Fälligkeit Kapital garantierten) Activest Global Return (WKN 260849) brachten Ihnen die von uns selektierten Produkte Gewinne satt. Egal, ob Sie den vielfach ausgezeichneten Top European Players Fund von Pioneer (+43%), den renommierten Indian Equity Find von HSBC (+67%) oder Merrill Lynchs voluminösen Rohstoff-Fonds, den World Mining (+45%) nehmen: Es lohnt sich, bei der Fondsauswahl stets auf die Erfolgreichsten und im Wortsinn ausgezeichneten Produkte zu setzen. Nur sie bieten Ihnen eine Legitimation für die doch recht hohen Ausgabeaufschläge.
Auch sehen wir keinen Grund, sich von den Engagements zu trennen. Wenn Sie die Fonds im Portfolio haben, so halten Sie bitte an ihnen fest.
Fazit: Die Anlage-Empfehlungen des Geldanlage-Briefs sind zwar für Sie auch weiterhin kostenlos, aber keinesfalls umsonst. Bleiben Sie ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2005 (pdf, 261 kB), erschienen am 16.12.2005.
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