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Börse
Das turbulente Börsenjahr 2007 in der Rückschau

Noch zehn Tage, dann geht das turbulente Börsenjahr 2007 zu Ende. Haben Sie bereits Ihr Depot inspiziert und eine Bilanz Ihres Anlageerfolges gezogen? Die Redaktion des Geldanlage-Briefes hat es getan. Es ist die Bilanz eines spannenden und für viele Anleger überraschenden Jahres.
Geldanlage-Brief − Hätten Sie es für möglich gehalten? Die wenigsten Marktteilnehmer haben es, auch die Banken nicht: Als der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Stand von 6.614 Punkten in das Börsenjahr 2007 startete, traute ihm die Mehrheit der Analysten ein Plus von nicht einmal 400 Punkten zu. Schon nach zwei Monaten war das Jahresziel erreicht: Der Dax knackte die Marke von 7.000 Zählern, setzte im Zuge einer heftigen Kurskorrektur in China noch einmal kurz und scharf zurück und nahm sodann zügig die alten Bestmarken jenseits der 8.000 Punkte-Grenze ins Visier.
Kurzum: Alles sah nach einem bekömmlich-versöhnlichen Börsenjahrgang aus: Die Zinsen standen niedrig und Inflation war nicht wirklich ein Thema. Doch als Leser des Geldanlage-Briefes wissen Sie: „Erstens kommt es anders, zweitens als die Mehrheit denkt.“

Das Börsengewitter: Für Leser des Geldanlage-Briefs kaum ein Thema
Und es kam anders. Als im Juli die ersten Nachrichten über Zahlungsschwierigkeiten am Markt für nachrangige Hypotheken-Darlehen in den USA über die Ticker liefen, fand der kurze Börsensommer ein jähes Ende. Für Sie als Leser des Geldanlage-Briefes glücklicherweise kaum ein Thema. Bereits in Ausgabe 16/2007 („Alarmstufe Rot an den Weltbörsen“) rieten wir Ihnen, Ihre Aktienquote zurück zu fahren und so das Risiko aus Ihrem Depot heraus zu nehmen. Es war eine lohnende Entscheidung für all' jene, die sie beherzigten: Das deftige Dax-Minus von 700 Punkten blieb Ihnen ebenso erspart, wie die sich anschließende volatile, letztlich aber doch richtungslose „Sägezahnbörse“.

Dem durchwachsenen Jahrgang schmackhafte Prozente entlockt
Das Gute an solch' trüber Börsenzeit: Wer sich auf die Suche nach aussichtsreichen Investments begibt, findet oft günstige Gelegenheiten: Unternehmen, deren Aktien zu Unrecht unter Druck geraten sind oder von Investoren geschmäht werden. Die Berliner Solon zum Beispiel, die wir Ihnen in Ausgabe 16/2007 als fundamental günstig bewerteten Titel vorstellten und von dessen Management wir schon bald eine Anhebung der Planzahlen erwarteten. Zwar dauerte es drei Monate, bis die Berliner nach starken Quartalszahlen Umsatz- und Gewinnprognose kräftig anhoben. Doch Ihrem Kursgewinn tat die lange Zeitspanne keinen Abbruch. Im Gegenteil: Seit unserer Einschätzung, wonach spekulative Anleger die Möglichkeit nutzen und in Schwächephasen zugreifen sollten, gewann Solon nicht nur zahlreiche Aufträge und Kunden, sondern auch Ihre Position in der Aktie signifikant an Wert, nämlich stolze sechzig Prozent.

Haben Sie Google im Depot?
Solon ist nur ein Beispiel dafür, welche Anlageerfolge gezielte Aktienlese selbst in durchwachsenen Jahrgängen zeitigen kann. Haben Sie sich bei BASF, Daimler, Metro oder Google engagiert? „Gleichwohl sich der Kurs seit Emission 2004 mehr als verfünffacht hat, bietet er gegenwärtig eine durchaus günstige Einstiegsgelegenheit“, urteilten wir inmitten der Börsenkrise, in Ausgabe 17/2007, zur damals auf Konsolidierungskurs befindlichen Internetaktie Google (WKN A0B7FY). Ihr Kurs legte seither um 24 Prozent zu.

Licht und viel Schatten bei Alpha-Produkten
Und welche Neuerungen brachte das Jahr auf der Produktseite? Anders als in den Vorjahren, als Emittenten viele zuvor nur professionellen Investoren vorbehaltene Strategien als Zertifikat verbrieften und damit Ihnen als Anleger zugänglich machten, blieb die große Innovation in 2007 aus. Das Jahr stand stattdessen unter dem Zeichen der Ausdifferenzierung und der Variation bestehender Strategien.
Nehmen Sie exemplarisch die Alpha-Strategie. Bei ihr versucht der Emittent, dem Markt eine Überrendite zu entlocken und Ihnen diese zu extrahieren. Fortan ist es für Sie unerheblich, wohin die Reise an der Börse geht. Es zählt einzig und allein die (hoffentlich weiterhin) positive Differenz aus Mehr- und Marktrendite.
Das Neue in 2007: Emittenten übertrugen das Konzept auf neue, von der Alpha-Idee ehedem nicht durchdrungene Märkte und machten es überdies auch weniger risikobereiten Anlegern zugänglich. So etwa Merrill Lynch mit dem ersten Alpha-Zertifikat für den Rohstoffmarkt (WKN ML0BS2), das wir Ihnen in Ausgabe 07/2007 vorstellten, die Société Générale mit ihrem kapitalgarantierten Produkt Best of Alpha (WKN SG2NK7), das sich an risikoaverse Naturen richtet, oder die Landesbank Berlin mit ihrem neuen Zertifikat Alpha Systematik Global (WKN LBB1ZT), das wir in Ausgabe 20/2007 für Sie unter die Lupe nahmen. Das Problem dabei: Viele Alpha-Strategien machen zwar in der historischen Simulation der Emittenten eine gute bis exzellente Figur, versagen dagegen aber unter Live-Bedingungen ihren zuvor rechnerisch ermittelten profitablen Dienst. Dies ist ein Grund, weshalb wir Ihnen ein ums andere Mal empfehlen, den vermeintlichen Renditekönig vorerst nur unter Beobachtung zu nehmen – ein wirksamer Schutz wie sich in vielen Fällen zeigte.

Die Musik spielt(e) an den Exotenbörsen
Die richtig großen Börsengewinne erzielten Sie in 2007, wenn Sie an exotischen Börsen investierten. Dank des Engagements vieler Emittenten, die in 2007 die verbliebenen weißen Flecken von der Landkarte tilgten, gelingt dies nun auch bequem via Zertifikat. Gleich welches aufstrebende Land Sie nehmen, ob Bulgarien, Rumänien, Serbien oder, ungleich größer, die BRIC-Familie Brasilien, Russland, Indien und China – überall waren ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 25/2007 (pdf, 201 kB), erschienen am 21.12.2007.

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