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Archiv > Geldanlage > Immobilien > Geschlossene Immobilienfonds |
Geschlossene Immobilienfonds Geschlossene Gesellschaft - Rendite im elitären Kreis |
| Die Flucht aus Aktien bescherte den offenen Immobilienfonds bislang ungeahnte Mittelzuflüsse, die kaum mehr Gewinn bringend anzulegen sind. Erfahrene Investoren, die auf die Vorteile einer Immobilienkomponente dennoch nicht verzichten möchten, wenden sich daher den geschlossenen Fonds zu. Jetzt gibt es den ersten mit eingebauter Ausstiegsgarantie. Der Geldanlagebrief hat sich den Neuling genauer angeschaut und einen Blick hinter die Fassade geworfen. |
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Geldanlage-Brief −
Nach dem Platzen der New-Economy-Blase vor drei Jahren flüchteten viele Anleger aus dem Aktienmarkt und suchten ihre Rettung in offenen Immobilienfonds. 29 Mrd. EUR fanden so ihren Weg zurück zu einer klassischen Anlageform, die bei den Deutschen traditionell als sicher und krisenfest gilt. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kamen noch einmal 7,1 Mrd. EUR hinzu. Inzwischen stellt sich das verwaltete Vermögen der Fondsbranche auf 70 Mrd. EUR - zu viel für den heimischen Markt.
"Wenn das Geld so weiter fließen würde, bekämen die Anbieter ernste Probleme", lässt Carsten Krüger, Sprecher beim Bundesverband Investment und Asset Management (BVI), bereits durchblicken. Zwar ist das Angebot an Immobilien nach wie vor riesig. Doch geeignete und bezahlbare Objekte, die mehr abwerfen als den risikolosen Zins von Bundesanleihen, sind zunehmend schwer zu finden. Die Folge: Offene Fonds legen im Schnitt knapp ein Drittel ihres Vermögens in Anleihen und Bankguthaben an. Das zehrt an der Rendite, die mittlerweile auf vier Prozent pro Jahr gesunken ist.
Geschlossene Fonds sind zweckgebunden und daher tendenziell lukrativer
Einen Ausweg aus dem Rückbau der Renditen bieten die geschlossenen Immobilienfonds. Im Gegensatz zu den an der Börse notierten Publikumsfonds, bei denen jederzeit Anteile ge- und verkauft werden können, steht hinter den geschlossenen Fonds jeweils ein konkretes Investitionsvorhaben mit klar definiertem Kapitalbedarf. Ist das Kapital eingeworben, wird das Zeichnungsfenster geschlossen. Fortan gibt es für Investoren kaum mehr eine Möglichkeit, sich zu beteiligen.
Für das Fondsmanagement und mehr noch für den Anleger bietet dieser Ansatz jedoch eine Reihe von Vorteilen. Zum einen müssen die Initiatoren keine Liquidität vorhalten, um Anleger, die ihre Anteile vorzeitig zurück geben möchten, auszuzahlen. So kann das gesamte eingeworbene Kapital direkt in die angestrebten Vorhaben fließen. Zum anderen kennt das Konzept keinen Anlagezwang, wie er bei offenen Fonds regelmäßig entsteht, wenn Anleger neue Anteile zeichnen. Kurzum: "Closed Funds", wie sie im Branchenjargon heißen, können sich nach Ablauf der Zeichnungsfrist ganz ihrer Aufgabe widmen: Der rentablen Verwertung von Immobilien auf einem sicheren Planungsfundament.
Exit inklusive: Der "Ertragsfonds 5" bietet erstmals einen Einstieg in den Ausstieg
Dennoch haderten in der Vergangenheit Anleger oft, wenn es galt, Anteile an geschlossenen Fonds zu zeichnen. Der Grund: Bislang gab es für die Fondsgattung keinen funktionierenden Zweitmarkt. Wollte ein Anleger vorzeitig aussteigen, musste er selbst einen Käufer für seine Anteile finden.
Doch damit soll nun Schluss sein. In Zusammenarbeit mit der IFB Beteiligungs AG, dem ersten Fondsinitiator, der sich auf den Erwerb von Zweitmarktanteilen spezialisiert hat, bringt die IVG-Tochter Wert-Konzept mit dem Ertragsfonds 5 den ersten geschlossenen Immobilienfonds mit Ausstiegsgarantie auf den Markt. Die Mindestanlagedauer haben die Verantwortlichen mit Blick auf die Spekulationsfrist auf zehn Jahre fest gesetzt. Innerhalb dieser Zeit können Anleger ihre Anteile - wie bei anderen geschlossenen Fonds auch - nur nach Eintritt außergewöhnlicher Ereignisse zurück geben - etwa im Zuge einer Scheidung.
Eine vorzeitige Anteilsrückgabe ist teuer. Doch immerhin: Es gibt sie.
Nach Ablauf der Spekulationsfrist jedoch haben Investoren die Wahl, ihre Beteiligung ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage brief 15/2003 (pdf, 59 kB), erschienen am 20.6.2003.
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