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Archiv > Steuern > Steuersparmodelle > Leasingfonds |
Leasingfonds Der Blick auf die Nachsteuerrendite |
| Der Markt der Steuersparmodelle ist kräftig in Bewegung geraten. Investments, die vor Jahren als Geheimtipp galten, können Anlegern heute mitunter teuer zu stehen kommen. Andere Sparmodelle dagegen feiern neue Triumphe. Der Geldanlage-Brief zeigt, wem der Bundesfinanzminister künftig in die Parade fährt und wo der Dreh am Steuerrad auch weiterhin eine runde Sache ist. |
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Geldanlage-Brief −
Es ist eine beeindruckende Zahl: Stolze 8 Mrd. EUR investierten die Deutschen in den letzten fünf Jahren in Medienfonds. Damit zeichneten sie zuletzt für zwanzig Prozent des Produktionsbudgets von Hollywood verantwortlich. Doch glaubt man den Einschätzungen von Branchenbeobachtern, dürfte dies eher den Wendepunkt als den Beginn eines Trends markieren. Der Grund: Parallel zu den Produktionen der Traumfabriken feilen die Finanzbehörden derzeit an einem eigenen Drehbuch, das - obwohl noch nicht ganz fertig - der Branche bereits heute einen kalten Schauer über den Rücken jagt.
Geschlossene Medienfonds sind ohne steuerliche Anreize kaum überlebensfähig
Demnach dürfen Anleger zwar auch weiterhin die gesamte Investition steuerlich absetzen. Doch dazu müssen sie dem Fiskus nachweisen, dass sie tatsächlich unternehmerisch engagiert sind. Das heißt: Künftig reicht es nicht mehr, den Vertrag nur zu unterzeichnen. Vielmehr muss er, dem Entwurf des neuen Medienerlasses zufolge, von den Anlegern selbst gestaltet worden sein. Folglich gilt es, sämtliche Entscheidungen, die früher von Profis im Fondsmanagement erledigt wurden, nunmehr in Absprache und Abstimmung unter den Anteilseignern durchzuführen. Gelingt das nicht, wird aus dem vermeintlichen Steuersparmodell ein Abschreibemodell: Statt der vollen und sofortigen Abzugsfähigkeit aller Kosten muss die Investition dann über einen Zeitraum von fünfzig Jahren mit jeweils zwei Prozent pro Jahr abgeschrieben werden.
Obwohl die Fachleute von Bund und Ländern seit Monaten um die Details des endgültigen Medienerlasses ringen, sind sich Experten sicher: Für Steuersparer wird es eng. Mehr noch: Ohne steuerliche Anreize, so ihre Argumentation, wird kaum ein Anleger die Risiken eines geschlossenen Medienfonds tragen wollen. Denn floppt der Filmstreifen, ist die Mindestanlage, die sich meist zwischen 25.000 EUR und 50.000 EUR bewegt, in der Regel weg. Und dieser Fall ist eher typisch als selten: Im Schnitt spielt nur jede vierte Filmproduktion ihr Geld an der Kinokasse ein.
Leasingfonds bieten einen eleganten wie einfachen Ausweg aus der Steuerfalle
Angesichts dieser Unsicherheiten wenden sich erfahrene Anleger anderen Steuersparmodellen zu. Beispielsweise den geschlossenen Leasingfonds. Das Konzept: Der Anleger erwirbt über seine Beteiligung ein bewegliches Wirtschaftsgut, das die Fondsgesellschaft in seinem Namen über eine feste Laufzeit vermietet. Das kann beispielsweise ein Schiff, ein Flugzeug oder gleich eine ganze Flotte unterschiedlicher Modelle sein.
Fracht-Container als Globalisierungsgewinner
Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich kleinere Objekte, allen voran die Fracht-Container. Bereits Ende der sechziger Jahre als Norm für den internationalen Warentransport eingeführt, sind Fracht-Container der eigentliche Gewinner der Globalisierung. Sie erlauben den schnellen und gesicherten Transport von Gütern aller Art und reduzieren die Stücktransportkosten auf ein Minimum. Die Kostenkappung wiederum gestattet es, entfernte Märkte zu bedienen und den Umsatz zu erhöhen.
Die Entwicklung in Zahlen: Marktuntersuchungen zufolge wird das Containerumschlagsvolumen von 1999 bis 2012 um 161 Prozent steigen. Zurzeit beträgt die Wachstumsrate zirka acht Prozent pro Jahr.
Kein Wunder also, dass der Containerkauf für die Reedereien einen beständig wachsenden Kostenfaktor darstellt. Vielen Reedern sind die Kosten inzwischen zu hoch. Da sie neben der Containerflotte vielfach noch die Schiffsflotte, eine LKW-Flotte und nicht selten Bahngleisanlagen unterhalten müssen, nehmen sie inzwischen verstärkt die Dienste von Leasinggesellschaften in Anspruch. Diese garantieren den Reedern mittlerweile einen recht umfangreichen Service, übernehmen beispielsweise Wartung, Inspektion und Reparatur der Container und stellen den Reedern genau die Menge an Containern zur Verfügung, die sie aktuell benötigen. Befanden sich 1973 rund ein Drittel aller Container im Besitz von Leasingfirmen, sind es heute bereits fünfzig Prozent aller zehn Millionen Container weltweit.
Auch für Investoren pflegeleicht
Privatanleger, die sich am Wachstum des internationalen Logistikmarktes beteiligen möchten, kommen vergleichsweise einfach zum Zug. Im Gegensatz zu Medienfonds, bei denen der Finanzminister die Steuervergünstigung nur gewährt, wenn der Anleger ein direkt unternehmerisches Engagement nachweist, sind Containerfonds ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 23/2003 (pdf, 60 kB), erschienen am 22.8.2003.
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