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Alterseinkünftegesetz
Altersvorsorge: Neue Regeln zur Rentenbesteuerung ante portas

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: 'Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!' Und ich lachte und war froh - und es kam schlimmer. So oder so ähnlich fühlen sich dieser Tage wohl viele Rentner und solche, die die Rente vor Augen haben. Der diesjährige Ausfall der Rentenerhöhung, Zusatzbelastungen bei Kranken- und Pflegeversicherung sowie eine dauerhafte Absenkung des Rentenniveaus haben zu einer tief greifenden Verunsicherung vieler älterer Mitbürger geführt. Aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors fällt die jährliche Rentenerhöhung in Zukunft um mindestens 0,7 Prozent niedriger aus.
Geldanlage-Brief Der Zwang zur Privatvorsorge wächst
Aber auch die Jungen fragen sich, ob das Sozialsystem in seinem derzeitigen Zustand für Ihre Altersversorgung noch eine hinreichende Basis bildet. Gleichzeitig ist Deutschland in Punkto Privatvorsorge fast noch ein Entwicklungsland. Sicherlich ein Grund hierfür: Niemand legt sich auf Jahrzehnte hinaus für eine Zusatzrente krumm, wenn er fürchten muss, dass sein Vermögen zum Spielball von Politik und Steuern wird. So nehmen denn auch nur zehn Prozent der Berechtigten die Möglichkeiten der Riester-Rente war. Fakt ist aber: Wer nicht privat vorsorgt, wird im Alter sein blaues Wunder erleben. Denn bereits für einen Neurentner im Jahr 2030 wird der Rentenanspruch um etwa ein Viertel niedriger ausfallen als heute. Um weiterhin auf zumindest 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Rente zu kommen, muss etwa ein Durchschnittsverdiener, der 2020 mit 65 in Rente geht, Monat für Monat 8,5 Prozent seines Bruttogehaltes - nicht seines verfügbaren Nettogehaltes - zusätzlich sparen. Mit rund 4% seines Bruttogehaltes kommt allenfalls der Jahrgang 1985 aus, aber der hat auch noch 46 Jahre Zeit bis zur Rente. Alle älteren Jahrgänge müssen deutlich mehr privat vorsorgen; am meisten Arbeitnehmer mit hohem Verdienst, da die Rente an die Beitragsbemessungsgrenze gekoppelt ist.

Drohender Generationenkonflikt?
Gleichzeitig rückt das Thema Generationengerechtigkeit immer mehr in den Blickpunkt und bringt es gar zu vorderen Plätzen auf den Sachbuch-Bestenlisten. Anstatt mit wachstums- und beschäftigungsfördernden Maßnahmen das Sozialsystem auf ein breiteres Fundament zu stellen, droht Deutschland ein Verteilungskampf, dessen Verlierer alle sein könnten - unabhängig vom Alter! Dass es in anderen europäischen Ländern nicht viel besser aussieht, ist dabei nur ein schwacher Trost.

Neuordnung der Rentenbesteuerung
In die allgemeine Unsicherheit mischt sich die Frage, was die Neuordnung der Rentenbesteuerung durch das Alterseinkünftegesetz ab 2005 bringen wird. Aufgrund ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 19/2004 (pdf, 282 kB), erschienen am 04.06.2004.

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