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Archiv > Steuern > EU-Zinsrichtlinie > Quellensteuer |
Quellensteuer Schweizer Banken umgehen Quellensteuer mit neuen Produkten |
von Ulrich Rieck, Steuerberater bei VRT Linzbach, Löcherbach & Partner, 53117 Bonn, www.vrt.de
Es sollte ein großer Wurf werden: Mit der EU-Zinsrichtline wollten Hans Eichel und seine europäischen Kollegen den Kapitalflüchtlingen ans Portemonnaie. Ab 2005 sind deshalb Kontrollmitteilungen über die im Ausland erhaltenen Zinseinkünfte deutscher Anleger die Regel. |
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Zins-Alternativen für Ihr Erspartes
Geldanlage-Brief −
Allerdings dürfen einige Länder, darunter die Schweiz, Österreich, Lichtenstein und Luxemburg und somit die wohl wichtigsten "Fluchthäfen" für deutsches Kapital ihr Bankgeheimnis wie bisher verteidigen und stattdessen eine Quellensteuer einbehalten. Ab dem Jahr 2005 sind dann fünfzehn Prozent, ab 2008 zwanzig Prozent und in der Endstufe ab 2011 gar 35 Prozent Quellensteuer zu entrichten, wobei die Steuererhebung in der Schweiz sogar noch unter dem Vorbehalt eines positiven Volksentscheids steht. Der jeweilige Quellenstaat überweist diese Quellensteuer - abzüglich einer deftigen Inkassoprämie von einem Viertel - an den Wohnsitzstaat des Anlegers; wer der Kontoinhaber ist, wird freilich nicht mitgeteilt.
Zum Leidwesen von Hans Eichel dürfte sich die neue Zinssteuer weitgehend als zahnloser Tiger entpuppen. Denn insbesondere die pfiffigen Schweizer Banker haben eine Reihe von Zinsprodukten entdeckt, die gar nicht unter die EU-Zinsrichtlinie fallen und somit nicht zum Quellensteuereinbehalt verpflichten. Denn die EU-Zinsrichtline betrifft im Wesentlichen nur reine Zinspapiere sowie Bankguthaben. Hingegen sind Anleihen, die vor dem 1.3.2001 ausgegeben wurden, bis zum Jahr 2009 ausgenommen; strukturierte Kapitalmarktprodukte (Zertifikate etc.) und Lebensversicherungen erfasst die Richtlinie erst gar nicht. Auch gemischte Fonds mit einer Aktienquote von mehr als vierzig Prozent und weniger als fünfzehn Prozent Liquiditätsreserve unterliegen keinem Quellensteuerabzug auf Zinserträge.
Die Schweizer Banker haben daher in den vergangenen Monaten ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 01/2005 (pdf, 274 kB), erschienen am 28.01.2005.
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