|
|
|
|
 |
| Jahrgänge:
2010
2009
2008/2
2008/1
2007/2
2007/1
2006/2
2006/1
2005/2
2005/1
2004/2
2004/1
2003/2
2003/1 |
Archiv > Steuern > Vorsorge & Rente > Rahmenbedingungen der Altersvorsorge |
Rahmenbedingungen der Altersvorsorge Neue Regeln ab 2005 |
von Ulrich Rieck, Steuerberater bei VRT Linzbach, Löcherbach & Partner, 53117 Bonn, www.vrt.de
Die Deutschen müssen mehr Geld zur Seite legen, wenn sie angesichts von Überalterung und Staatsverschuldung ihren Lebensstandard auch im Alter nur annähernd halten wollen. Denn Deutschland hat ein Demographieproblem. |
|
Zins-Alternativen für Ihr Erspartes
Geldanlage-Brief −
Die Bevölkerung wird immer älter und es gibt zu wenig Nachwuchs und damit Einzahler in die gesetzlichen Sozialsysteme. Ein Sinken des realen Rentenniveaus ist damit so sicher, wie das Amen in der Kirche. Auch wenn Politiker zuweilen ein Ende des "Angstsparens" fordern, so handeln die Deutschen mit ihrer im internationalen Vergleich relativ hohen Sparquote von knapp elf Prozent rational. In einem Szenario steigender Staatverschuldung, sinkender Rentenniveaus und hoher Arbeitslosigkeit ist Sparen für den Einzelnen ökonomisch sinnvoll, um den Lebensstandard langfristig zu sichern.
Die erforderliche Höhe der Sparquote in Deutschland beruht aber auch darauf, dass die Deutschen nicht besonders intelligent sparen, sondern immer noch viel Geld in niedrig verzinslichen Anlagen, wie etwa dem Sparbuch parken. Wer aber ein erkleckliches finanzielles Polster fürs Alter ansparen will, braucht vor allem drei Dinge: Zeit, Zins und Disziplin. Will heißen: regelmäßig einzahlen, überdurchschnittliche Erträge kassieren und Finger weg vom Ersparten! Was aus 100 Euro monatlicher Einzahlung in Abhängigkeit vom Ansparzeitraum und dem erzielten Zinssatz werden kann, zeigt die nebenstehende Tabelle. Deutlich zu sehen: Festgeld und Sparbuch sind keine geeigneten Altersvorsorgeformen.
Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge
Die Wahl der geeigneten Altersvorsorge ist ein schwieriges Unterfangen. Sinnvollerweise sollte die Altersvorsorge bei Arbeitnehmern auf drei Säulen basieren: der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Altersvorsorge. An der gesetzlichen Rentenversicherung kommen die meisten nicht vorbei, wenngleich das Vertrauen in die Stabilität des Rentensystems erhebliche Risse bekommen hat. Umso mehr müssen sich die Erwerbstätigen um die betrieblichen und privaten Vorsorge-Alternativen kümmern. Die Tatsache, dass sich die einzelnen Altersvorsorge-Varianten auch in der steuerlichen Behandlung noch unterscheiden, macht die Sache nicht leichter. Zudem entpuppen sich manche Banken und Versicherungen im Dschungel von "Riester" und "Rürup", Direktversicherung und Pensionsfonds zuweilen mehr als Produktverkäufer, denn als strategischer Wegweiser durch das Vorsorge-Dickicht.
Umlagefinanzierung versus Kapitaldeckung
Altersvorsorge-Systeme können umlagefinanziert oder nach dem Kapitaldeckungsverfahren aufgebaut sein.
Bei der Umlagefinanzierung - wie sie in der gesetzlichen Rentenversicherung stattfindet - werden die Renten der heutigen Rentner durch die Beiträge der derzeit Erwerbstätigen aufgebracht; deren Renten wiederum werden von der nachfolgenden Generation beglichen und so fort. Da künftig immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentner aufkommen, wird das Rentenniveau real eher sinken und die Beiträge zur Rentenversicherung sowie die Lebensarbeitszeit tendenziell steigen müssen, damit das System halbwegs stabil bleibt.
Bei kapitalgedeckten Systemen wird durch die während der so genannten Erwerbsphase geleisteten Beiträge und deren verzinsliche Anlage ein Kapitalstock aufgebaut. Dieser wird nach Eintritt in die Rente einerseits weiter verzinst, mindert sich aber andererseits nach und nach durch die laufenden Rentenzahlungen. Private und regelmäßig auch betriebliche Altersvorsorge-Modelle funktionieren nach diesem Kapitaldeckungsprinzip. Auch viele berufsständische Versorgungswerke sind überwiegend nach dem Kapitaldeckungsverfahren organisiert.
Steuerliche Rahmenbedingungen
Die Besteuerung von Vorsorge-Aufwendungen und Renten ist äußerst komplex. Theoretisch kann zwischen einer vorgelagerten und einer nachgelagerten Besteuerung unterschieden werden. Grundsätzlich nachgelagert war seit jeher die Besteuerung der Beamtenpensionen. Beamte zahlen keine Beiträge ein und versteuern dementsprechend in der Erwerbsphase auch nichts; dafür sind die späteren Pensionen in voller Höhe steuerpflichtig. Im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes werden künftig auch die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung nachgelagert besteuert. Die Beiträge sind daher im Grundsatz steuerlich abzugsfähig, die späteren Renten müssen voll versteuert werden. Die bis zum Jahr 2005 bei den gesetzlichen Renten angewandte vorgelagerte Besteuerung war vom Verfassungsgericht kassiert worden.
Die nachgelagerte Besteuerung bedingt eine steuerliche Entlastung in der Erwerbsphase und eine steuerliche Belastung in der Rentenauszahlphase. Allerdings sieht das Alterseinkünftegesetz eine 25jährige Übergangsphase vor, bis die Vorsorgeaufwendungen vollständig - bis zu bestimmten Höchstgrenzen - von der Steuer abgesetzt werden können. Für die vollständige steuerliche Erfassung der Rentenbezüge beträgt die Übergangsfrist sogar vierzig Jahre. Altersvorsorge ist also auch steuerlich ein sehr langfristiger Problemkreis.
Komplexität der Materie verunsichert
Die Vielzahl von Vorsorgeprodukten und deren komplizierte Förderung und Besteuerung führen dazu, dass ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 11/2005 (pdf, 259 kB), erschienen am 17.06.2005.
Weitere spannende Investment-Ideen finden Sie im Geldanlage-Brief – jetzt kostenfrei anmelden!
|
|
|
|
Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Vervielfältigung und Weiterverbreitung mit Quellenangabe einschließlich Link auf diese Website gestattet. Belegexemplar erbeten.
Haftungshinweise/Disclaimer
|
Jahrgänge:
2010
2009
2008/2
2008/1
2007/2
2007/1
2006/2
2006/1
2005/2
2005/1
2004/2
2004/1
2003/2
2003/1
Partnersites:
Geldanlage
Berufsunfähigkeit / Berufsunfähigkeitsversicherung
Private Krankenversicherung
Altersvorsorge |
|
|
|
Lieber Leser,
nehmen Sie das Thema Geld- anlage selbst in die Hand? Dann informieren auch Sie sich jetzt mit dem Geldanlage-Brief kostenfrei per E-Mail über
- chancenreiche Aktien,
- spannende Zertifikate,
- die besten Investmentfonds,
- geldwerte Steuer-Tipps für
- Privatanleger.
Tragen Sie einfach Ihre E-Mail- Adresse ein und Sie sind dabei!
Ja, ich möchte den Geldanlage- Brief ab der nächsten Ausgabe kostenfrei per E-Mail erhalten. .
PS. Der Geldanlage-Brief wurde mehrfach als 'Best-Newsletter der Kategorie Finanzen' aus- gezeichnet. Melden auch Sie sich jetzt kostenfrei an!
|