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Archiv > Steuern > Vorsorge & Rente > Kosten und Gebühren |
Kosten und Gebühren Altersvorsorge kostet Zeit und leider auch Gebühren |
von Ulrich Rieck, Steuerberater bei VRT Linzbach, Löcherbach & Partner, 53117 Bonn, www.vrt.de
Laut einer im Auftrag der Commerzbank erhobenen Studie nehmen sich die Deutschen für den Kauf eines Autos oder einer Einbauküche deutlich mehr Zeit als für die Planung ihrer Altersvorsorge. Demnach braucht der Bundesbürger im Durchschnitt 37 Stunden, um sich für ein neues Auto zu entscheiden. Vor dem Kauf einer Einbauküche wird etwa 25 Stunden überlegt. Demgegenüber wird die finanzielle Absicherung im Alter nur in etwa 21 Stunden geplant. |
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Dieses Ergebnis hängt wohl auch damit zusammen, dass die Deutschen zwar richtige Autofreaks sind, das komplexe und langfristige Thema Altersvorsorge und Finanzen aber lieber vor sich her schieben. Wir Deutschen entpuppen uns insoweit als finanzielle Analphabeten.
Dabei ist gerade die private Altersvorsorge - sei es mit einer Riester- oder Rürup-Rente, mit einer Lebensversicherung, einer Immobilie oder einem Fonds- oder Zertifikate-Sparplan - ein Thema, dem man nicht nur einmalig, sondern in regelmäßigen Abständen seine volle Aufmerksamkeit widmen sollte. Zu groß die Anzahl der Alternativen und die Gefahr, ein Produkt zu erwerben, das nicht passt oder schlicht zu teuer ist.
Statt der Auto-Bild sollte es daher auch mal eine Finanzzeitschrift, eine gelehrtes Buch zum Thema Altersvorsorge oder ein Blick in die Informationsschriften der Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest sein. Mindestens ein Mal jährlich sollte man zudem einen Kassensturz vornehmen und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen planen.
Kosten im Blick haben
Der gut informierte Sparer wird stets auch die Kosten der jeweiligen Produkte im Auge behalten. Während beim Vergleich der Preise von Aldi und Lidl meist nur wenige Cent gespart werden können, lassen sich bei der Vorsorge über die Jahre oft viele tausend Euro sparen. Auch vor dem Hintergrund der "Geiz ist geil"-Welle wundert es daher, dass sich der gemeine Bundesbürger gerne mit dem Vergleich der Handy- oder Benzinpreise befasst, gleichzeitig aber zwischen Tür und Angel eine Lebensversicherung abschließt, die ihn womöglich lebenslänglich finanziell bindet.
Verheimlichte Gebühren
Banken, Versicherer und Fonds verheimlichen gern, was ihre Angebote wirklich kosten. Den Fondsparern sticht der einmalige Ausgabeaufschlag, der teilweise bis zu sechs Prozent beträgt, noch ins Auge. Bei einem Online-Broker ist meist nur noch die Hälfte fällig. Wer zu einem so genannten Fondsshop wechselt, zahlt meist gar keinen Ausgabeaufschlag mehr. Aber die jährlichen Managementgebühren der Fonds, die jeweils bis zu zwei Prozent betragen, bleiben oft unbemerkt. Sie schmälern die Rendite im Verborgenen. Und zu welchen Konditionen der Fonds die enthaltenen Wertpapiere handelt, bleibt völlig im Dunkeln; auch hier kann aber durchaus ein weiteres Prozent Rendite im Jahr verloren gehen. Da wundert es denn kaum mehr, dass nur wenige Fonds den Index schlagen können.
Aufpassen auch bei Kapital-Lebensversicherungen
Ebenfalls intransparent sind die Kosten beim Abschluss einer Kapitallebensversicherung. Auch weiß der Kunde kaum, welcher Anteil der am Kapitalmarkt erwirtschafteten Erträge ihm letztlich zugute kommt. Das Bundesverfassungsgericht hat hier in einem kürzlich gesprochenen Urteil Abhilfe durch den Gesetzgeber gefordert. Bei der Wahl der richtigen Versicherung hilft daher letztlich nur der Blick in die einschlägigen Versicherungsvergleiche der Finanzpresse.
Aber auch die in den vergangenen Jahren boomenden Anlage-Zertifikate sind ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 17/2005 (pdf, 256 kB), erschienen am 09.09.2005.
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