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Die individuelle Altersvorsorge-Strategie
Die Mischung macht's!

von Ulrich Rieck, Steuerberater bei VRT Linzbach, Löcherbach & Partner, 53117 Bonn, www.vrt.de

Gibt es die optimale Altersvorsorge und wie sieht diese aus? Die Antwort auf diese, vielen auf den Nägeln brennende Frage führt meist zur Ernüchterung. Der seriöse Ratgeber muss wohl antworten: Nein, die Altersvorsorgeform schlechthin gibt es nicht.
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Geldanlage-Brief − Jeder muss für sich die Anlageform finden, die seinen Bedürfnissen, seiner Risikoneigung und seinen finanziellen Möglichkeiten entspricht. So können etwa vermietete Immobilien für einen gut verdienenden Unternehmer eine interessante Option der Vorsorge sein, für einen Angestellten können sie zum Alptraum werden. Wie so häufig im Leben gilt: Die Mischung macht's!

Basisbausteine: Riester- und Betriebsrente
Den idealen Einstieg bieten für Angestellte sicherlich die staatlich geförderte Riester-Rente sowie die betriebliche Altersvorsorge. Mit diesen Instrumenten sollte begonnen werden, wenn das erste Gehalt auf dem Konto landet. Hiermit lässt sich die potenzielle Rentenlücke bereits früh angehen und zumindest teilweise schließen. Beide Vorsorgeformen führen zu späteren Rentenzahlungen, mit denen relativ sicher kalkuliert werden kann. Zwar wachsen die Bäume trotz staatlicher Zuschüsse renditemäßig nicht in den Himmel, sie liegen aber immer noch deutlich über den derzeit für sichere Sparformen erzielbaren Minizinsen. Gerade für Familien mit Kindern ist die vereinfachte Riester-Rente erste Wahl.

Basis-Rente und private Rentenversicherung
Besserverdienende, Selbständige und Unternehmer werden unter steuerlichen Gesichtspunkten auch einen Blick auf die neue Basis- oder Rürup-Rente werfen. Hier sollte man sich allerdings nicht von den steuerlichen Absetzungsmöglichkeiten blenden lassen. Entscheidend ist allein die Nachsteuer-Rendite. Und hier muss sich die Rürup-Rente mit der klassischen Rentenversicherung messen lassen. Bei letzterer sind zwar die Einzahlungen nicht absetzbar, dafür werden aber auch die späteren Rentenzahlungen nur mit dem Ertragsanteil und damit in sehr geringem Umfang steuerpflichtig. Zudem unterliegt die private Rentenversicherung weniger strengen Restriktionen als die Rürup-Rente. Was sich besser rechnet, muss im Einzelfall analysiert werden.

Sparpläne, Immobilien und alternative Investments
Der psychologische Haken an der Rürup-Rente ist für viele Vorsorge-Sparer, dass sie im Falle eines frühzeitigen Todes, ähnlich wie bei der gesetzlichen Rente, vergebens gespart haben; es gibt keinen Kapitalstock, der zumindest den Erben noch etwas Trost bringen könnte. Andererseits sind Rürup-, Riester- und Betriebsrenten sicher vor Hartz IV, was für viele Anleger ein gewichtiges Argument für den Fall der Arbeitslosigkeit ist. Damit sitzen Anleger psychologisch in der Falle. Lösen lässt sich dieses Dilemma nur, indem Leibrenten-Produkte mit Kapital bildenden Sparformen kombiniert werden. Und das heißt in erster Linie: Sparen mit Fonds und Anlage-Zertifikaten. Und dabei führt auch für risikoscheue Naturen kein Weg an einer gewissen Aktienquote vorbei. Sinnvoller Investmentaufbau verlangt nach einer individuell angepassten Mischung von Zinsanlagen und Unternehmensbeteiligungen. Achten sie darauf, dass auch bei kleinen monatlichen Sparleistungen die Gebühren nicht ins Kraut schießen. Vergleichen lohnt sich.

Alternative Investments
Auch Immobilien und Alternative Investments in Private Equity, geschlossene Fonds oder Rohstoffe können ein sinnvoller Altersvorsorge-Baustein sein, um Chancen und Risiken auszutarieren. Als Basisinstrument der Altersvorsorge sind diese Anlagekategorien aber sicherlich weniger wichtig; es handelt sich eher um Anlageoptionen für Besserverdienende.
Völlig ungeeignet für die Altersvorsorge sind die lockenden Angebote des so genannten Grauen Kapitalmarktes. Hinter den hier oftmals angebotenen stillen Unternehmensbeteiligungen oder Timesharing-Angeboten verbinden sich fast immer hohle Versprechungen, die auch noch mit horrenden Provisionsleistungen verbunden sind. Vielfach werden die Verträge zudem über Kredite finanziert; hält die Anlage dann nicht, was sie verspricht, sind die geprellten Anleger gleich doppelt bestraft.

Berufsunfähigkeitsabsicherung nicht vergessen
Bei allen Bemühungen um ein Finanzpolster fürs Alter sollte eines nicht vergessen werden: Das wichtigste Kapital, das es zu schützen gilt, ist die eigene Arbeitskraft. Nicht von ungefähr raten Verbraucherschützer eindringlich ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 19/2005 (pdf, 275 kB), erschienen am 07.10.2005.

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