Damit müssen Sie in den Sommermonaten rechnen

Inhalt dieser Ausgabe:

Marktanalyse
Termine der Woche
Marktüberblick
Einzelwert-Analyse

Marktanalyse
von Sven Weisenhaus


Verehrte Leserinnen und Leser,

die abgelaufene Handelswoche verlief - was die Konjunkturdaten angeht - deutlich ereignisloser als die Woche zuvor. Wichtige (US-)Zahlen standen mit der US-amerikanischen Industrieproduktion und der Verbraucherstimmung der Uni Michigan erst am Freitag auf der Agenda. Sie fanden aber wesentlich weniger Beachtung als die US-Arbeitsmarktdaten, um die sich der gesamte Handel der Vorwoche drehte.

Den Bullen ging schnell die Luft aus

Der DAX konnte am Montag zunächst noch von dem Aufwärtsimpuls am Freitag profitieren, doch schon am Nachmittag verließen ihn wieder die Kräfte. Und so ging die Korrektur bzw. Konsolidierung an den Aktienmärkten im weiteren Verlauf der Woche in die nächste Runde.

DAX - Entwicklung der Woche

Keine neuen Impulse durch Geldpolitik der Bank of Japan

Auch die Bestätigung des expansiven geldpolitischen Kurses der japanischen Notenbank konnte hier nicht helfen. Die heimischen Märkte beobachten offenbar eher, was die Europäische Zentralbank (EZB) bzw. die US-Notenbank Fed zum Thema Geldpolitik preisgeben. Selbst der japanische Aktienmarkt reagierte nur begrenzt positiv auf den bestätigten Geldkurs.

Konsolidierung setzte sich fort

Wir hatten es in der vergangenen Woche angegeben und sehen uns nun bestätigt: Beendet war die begonnene Konsolidierung alleine durch den Kursanstieg von Freitag der Vorwoche nicht. Hierzu hätte es weiterer Kursgewinne bis über die jüngsten Hochs bedürft, die aber, wohl auch angesichts der saisonal schwachen Phase, ausgeblieben sind.

Ausblick

Die Konsolidierung dürfte sich noch fortsetzen. Je mehr wir in Richtung Urlaubssaison tendieren, desto geringer wird in den nächsten Wochen die Volatilität an den Märkten ausfallen. Insbesondere weil auch die Politik in die Sommerpause geht und von dieser Seite marktbewegende Einflüsse ebenfalls ausbleiben.

Zwar ist der Wirtschaftskalender in der kommenden Woche wieder etwas voller, doch gravierende Auswirkungen auf die Märkte erwarten wir von den einzelnen Daten nicht.

Die Sommermonate sind berüchtigt für ihren fast schon lethargischen Charakter. Häufig kommt es in dieser Zeit zu plötzlichen, nicht erklärbaren Kurssprüngen, die sich im Weiteren aber als Fehlsignale herausstellen bzw. sich egalisieren. Stellen Sie sich hierauf ein - und auf eine Fortsetzung der in Summe seitwärts gerichteten Konsolidierung.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus


Termine der Woche

(KW 25)


Montag, 17.06.2013

  • 08:00 - DE: Beschäftigte verarb. Gewerbe April
  • 11:00 - EU: Außenhandel April
  • 14:30 - US: NY Empire State Index Juni
  • 16:00 - US: NAHB/WF Hausmarktindex Juni


Dienstag, 18.06.2013

  • 06:30 - JP: Industrieproduktion April
  • 14:30 - US: Verbraucherpreise Mai
  • 14:30 - US: Wohnbaubeginne Mai
  • 14:30 - US: Wohnbaugenehmigungen Mai


Mittwoch, 19.06.2013

  • 10:30 - GB: BoE Sitzungsprotokoll
  • 11:00 - EU: Produktion Baugewerbe April


Donnerstag, 20.06.2013

  • 08:00 - DE: Erzeugerpreise Mai
  • 14:30 - US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US: Frühindikatoren Mai
  • 16:00 - US: Verkäufe bestehender Häuser Mai
  • 16:00 - US: Philadelphia Fed Index Juni


Freitag, 21.06.2013

  • 10:00 - EU: EZB Leistungsbilanz Eurozone April


Marktüberblick
von Sven Weisenhaus


DAX

Zwar konnte der DAX zum Wochenbeginn noch von dem Aufwärtsimpuls am Freitag der Vorwoche profitieren, doch schon am Nachmittag verließen ihn wieder die Kräfte. Im weiteren Verlauf der Woche setzte sich die Korrektur bzw. Konsolidierung fort.

DAX Wochenverlauf

Am Ende stand ein moderater Wochenverlust von 1,54 Prozent (Schlusskurs der Vorwoche: 8.254,68, Schlusskurs vom Freitag: 8.127,96), wobei jedoch die Verluste im Wochentief (7.968,13) bei immerhin fast 3,5 Prozent lagen. Und mit diesem Kurs wurde sogar ein neues 6-Wochen-Tief markiert.

DAX - mittelfristige Chartanalyse

Kommt es nun zu weiteren Kursverlusten, dann wäre der DAX im Rahmen einer Gegenbewegung lediglich von unten an das ehemalige Allzeithoch heran gelaufen, dort jedoch gescheitert (siehe Chart). Entstanden wäre dann ein nachhaltiger Rückfall unter das Allzeithoch, der weitere Kursverluste nach sich ziehen könnte.

Bislang gingen wir von einer Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau aus. Und im folgenden Chart zeigt sich auch, dass diese nach wie vor Bestand haben kann. Der DAX konnte sich gerade noch zurück in das blaue Rechteck retten. Es riecht aber nach weiteren Kursverlusten, wenn es nicht möglichst bereits zu Beginn der neuen Woche zu Kursgewinnen kommt.

DAX - wiederholt sich die Vergangenheit?

Zumal die Fibonacci-Marken noch weiteres Korrekturpotential andeuten. Bis zum Mindestkorrekturkursziel bei 38,20-Pozent der vorangegangenen Aufwärtsbewegung ist noch Platz bis auf 7.548 Zähler.

Was neue Long-Positionen angeht, bleiben wir weiterhin skeptisch. Je mehr Zeit nun vergeht, desto eher würden wir sogar in steigende Kurse hinein eine spekulative Short-Position in Erwägung ziehen. Denn spätestens im Herbst drohen aus saisonaler Sicht noch deutlichere Kursverluste.


S&P500

Auch beim zweiten Anlauf behielt der eingezeichnete Aufwärtstrend im S&P500 seine unterstützende Funktion. Sehr vielen weiteren Anläufen wird er vermutlich nicht Stand halten können. Unsere Einschätzung, dass der Kurs noch eine Zeit lang innerhalb des Trendkanals hin und her pendelt, war somit zu 100 Prozent korrekt.

S&P500 Chartanalyse

Fraglich bleibt die Erfüllung des zweiten Teils unserer Aussage, wonach der Kurs im weiteren Verlauf seitwärts aus dem Trend heraus tendieren wird.
Kommt es zu einem Bruch nach unten und dadurch zu Kursverlusten, wirkt sich dies nicht nur negativ auf den S&P500 selbst aus, sondern sicherlich auch auf den DAX. Solange der Trend aber intakt ist, besteht auch noch Grund zur Hoffnung, dass es sogar noch zu Kursgewinnen innerhalb des Trendkanals kommt.

Wir bleiben aber in den kommenden Wochen aber eher vorsichtig und behalten unsere Aussage aus den vergangenen Ausgaben bei: "Darüber hinaus bleibt es wahrscheinlich, dass es in den Monaten Juni/Juli in einer Art Sommerpause zu seitwärts bzw. leicht abwärts tendierenden Kursen kommt."
Sie werden voraussichtlich noch einmal zu deutlich tieferen Kursen einkaufen können.


EUR/USD

Der Euro ist inzwischen recht deutlich aus seiner Seitwärtsbewegung zwischen 1,28 und 1,32 nach oben hin ausgebrochen. Dies hatte sich in der vergangenen Ausgabe bereits angedeutet.

EUR/USD Chartanalyse

Vielleicht handelt es sich um einen ersten Vorboten der deutlichen "Besserung der europäischen Konjunkturdaten, die es aber wohl erst im zweiten Halbjahr 2013 geben wird." Was auch immer den Kursschub ausgelöst haben mag, er hat nun weiteres Potential bis auf 1,35 US-Dollar ausgelöst.

Damit kommen wir wieder zu den längerfristigen Angaben, die wir zuletzt am 15. April geäußert haben: "Zwischen 1,35 und 1,20 EUR/USD kann eigentlich alles passieren. Hier befindet sich der Euro in einem quasi luftleeren Raum. Dabei pendelt er im Prinzip nur um die Marke von 1,30 EUR/USD herum. Erst ein Sprung über 1,35 oder ein Fall unter 1,20 EUR/USD ändert etwas an der Situation."


Gold

Das "Seitwärtsgeschiebe" unterhalb der 38,20-Prozent-Fibonacci-Marke im Goldpreis will derweil kein Ende nehmen.

Gold Chartanalyse

Was bleibt uns anderes übrig, als die weitere Entwicklung abzuwarten, die wir unverändert wie folgt sehen: "Solange die Marke von 1.321,22 USD hält, steht die Börsenampel für Gold auf Gelb. Erst darunter gilt unser Kursziel bei 1.283 USD als aktiviert."

Und weiter: "Nach einem Doppelboden, den wir zuletzt noch für möglich hielten, sieht es inzwischen nicht mehr aus. Dennoch ist, wenn auch auf anderem Wege, noch eine stärkere Gegenbewegung nach oben möglich. Unsere vorübergehende Konsolidierungs-Range für den Goldpreis lautet daher weiterhin 1.300 bis 1.500 US-Dollar, wobei wir aber längerfristig weiter fallende Kurse sehen."



Einzelwert-Analyse
von Sven Weisenhaus

Urlaubsbedingt erhalten Sie heute keine Einzelwert-Analyse.

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Sie können uns aber für die kommende Ausgabe Ihr Wunsch-Unternehmen nennen, welches wir dann für Sie unter die Lupe nehmen. Senden Sie Ihre Vorschläge an
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