Gold (und Silber) - Sind bald wieder Kurse von 2.000 USD denkbar?

Inhalt dieser Ausgabe:

  1. Marktanalyse - Der gefährlichste Börsenmonat hat begonnen!
  2. Konjunktur-Radar - Wohin steuern die wichtigsten Volkswirtschaften?
  3. Termine der Woche
  4. Marktüberblick - Chartanalyse wichtiger Märkte
  5. Einzelwert-Analyse - Gold (und Silber) - Interview im DAF


Marktanalyse
- Der gefährlichste Börsenmonat hat begonnen!

von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

mit dem September hat ein an der Börse als besonders gefährlich geltender Monat begonnen. Und tatsächlich zeigt sich statistisch für ganz unterschiedliche Märkte und Zeiträume, dass diese Furcht nicht unbegründet ist. Und auch der bekannte Spruch "Sell in May and go away – but remember to come back in September" hat mit Blick auf entsprechende Statistiken durchaus seine Berechtigung.

Der gefährlichste Börsenmonat hat begonnen!

Durchschnittlich schwächeln die Börsen ab Mai und tauschen ab Ende Juli sogar ab, wobei der September in allen Märkten der mit Abstand schlechteste Monat des Börsenjahres ist.
Daraus resultiert in Bezug auf die beiden oben genannten Börsenweisheiten, dass die Rückkehr an die Märkte erst spät im September erfolgen sollte und noch offene Aktienmarktpositionen gerade jetzt eng abgesichert werden sollten.

In Nachwahljahren ist der Herbst besonders schwach

Im laufenden Jahr 2013 hat diese Erkenntnis eine noch größere Bedeutung, denn nach dem 4-Jahres-US-Präsidentschaftszyklus kommt es besonders in Nachwahljahren zu ganz erheblichen Verlusten (siehe folgender Chart).

Dow Jones - saisonaler Verlauf in Nachwahljahren
(Quelle: www.seasonalcharts.de) Dow Jones Nachwahljahre

Weitere Belastungsfaktoren

Zu diesen rein statistischen Warnsignalen, welche viele Anleger bereits sehr vorsichtig agieren lassen, kommen auch noch fundamentale Belastungsfaktoren hinzu. Zu nennen wäre da natürlich an erster Stelle die jüngste Eskalation im Syrienkonflikt. Aber auch die weiterhin bestehende Unsicherheit über die Geldpolitik der Fed, besonders in Bezug auf den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm, führt immer wieder zu teils dynamischen und plötzlichen Kursverlusten.

Die bevorstehende Bundestagswahl in Deutschland ist im Vergleich dazu schon fast zu vernachlässigen, jedoch auch aktuell ein Thema an den Börsen. Und die zu erwartenden Auseinandersetzungen um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA stellen dürften sich zukünftig noch deutlicher als bisher als fundamentaler Belastungsfaktor herausstellen.

Damit wird sehr viel Wasser auf die Mühlen der Befürworter saisonaler Anlagestrategien gegossen.

Märkte reagieren zum Teil sehr stark auf schlechte Nachrichten

Wie stark diese "Störfaktoren" aktuell die Märkte beherrschen, konnte man sehr eindrucksvoll in der vergangenen Woche erleben. Der offizielle monatliche US-Arbeitsmarktbericht fiel leicht unter den Erwartungen aus (genaueres hierzu im Konjunktur-Radar). Weil Anleger in schlechten US-Wirtschaftsdaten die Möglichkeit sehen, dass die Fed den Ausstieg aus ihren Anleihekaufprogrammen später beginnt, fiel die Marktreaktion am Freitag zunächst entsprechend positiv aus.

DAX - Reaktion auf Daten zum US-Arbeitsmarkt

Doch die Freude war verfrüht. Die Arbeitslosenquote wurde nämlich trotz des geringeren Stellenwachstums mit nur noch 7,3 Prozent und damit dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008 angegeben.
Die US-Notenbank orientiert sich bei der Geldpolitik offiziell nicht am Stellenwachstum sondern an der Arbeitslosenquote und diese fällt bereits seit ca. einem Jahr kontinuierlich. Dieser Zusammenhang wurde offenbar auch im weiteren Tagesverlauf den Anlegern bewusst, und so schickten sie die Börsen auf Talfahrt (siehe Chart).

Später wurde der Kursrutsch auch mit Aussagen im Rahmen des G20-Gipfels begründet, wonach sich die USA einen Alleingang in Syrien vorstellen können, während Russland dem syrischen Machthaber Assad Unterstützung zusagte. Diese Konstellation birgt natürlich viel Gefahrenpotential.

Welche dieser beiden Umstände nun den Kursrutsch am Freitag verursacht hat ist sekundär - vielleicht hat auch beides zusammen die Kurse so stark gedrückt. Wichtig ist nur, dass derartige Nachrichten aktuell zu stärkeren Kursverlusten führen.

Es kann jederzeit zu einem Crash kommen

Damit sind wir auch schon beim nächsten Belastungsfaktor und einem weiteren Beispiel, wie schnell es dadurch zu fallenden Kursen kommen kann. In der Syrien-Frage bekam man nämlich bereits am Dienstag einen Vorgeschmack darauf, wie der Markt reagieren wird, wenn die USA tatsächlich einen Angriff starten.
Nach Informationen verschiedener Nachrichtenagenturen wurden am Dienstag um 8:16 Uhr MEZ von einer russischen Radarstation zwei Starts ballistischer Raketen im Mittelmeerraum registriert. Die Kurse rasten unmittelbar nach Verbreitung der Nachricht am Dienstag abwärts (siehe folgender Chart).

DAX - Reaktion auf Nachrichten zum Thema Syrien

Die Marktreaktion wiederholte sich sogar im weiteren Tagesverlauf, als sich um 17:18 Uhr die Nachricht verbreitete, dass John Boehner, der Sprecher des US-Repräsentantenhaus und Mitglied der republikanischen Partei, mitgeteilt hat, einen Angriff auf Syrien zu unterstützen. Dies führte zu einem erneuten dynamischen Einbruch (siehe rechter Rand vom Chart).

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass momentan vieles danach aussieht, dass es auch in diesem Jahr einen "heißen" Herbst an den Märkten geben wird. Stellen Sie sich also besser auf fallende Kurse ein.
Prüfen Sie aber dennoch permanent, ob die Kursentwicklung die negativen historischen Vorgaben (Saisonalität) und die gegenwärtigen Belastungen tatsächlich widerspiegeln. Denn oft kommt es an den Börsen auch ganz anders, als die Mehrheit der Anleger denkt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus


Konjunktur-Radar
- Wohin steuern die wichtigsten Volkswirtschaften?

von Sven Weisenhaus

In den beiden vorangegangenen Ausgaben des Geldanlage-Briefs haben wir den "Konjunktur-Radar" eingeführt und Ihnen besonders zu den Wirtschaftsdaten aus den USA bereits viele Informationen geliefert. Wir wollen Ihnen damit jetzt und in Zukunft kontinuierlich aufzeigen, ob die fundamentale Entwicklung weiter steigende Aktienkurse rechtfertigt oder fallende Kurse erwartet werden müssen.

US-Wirtschaftsdaten zeigen anhaltende Erholung

Dabei ließ sich bislang feststellen, dass die Daten aus den USA eine klare Erholung der dortigen Wirtschaft anzeigen. Und auch die Zahlen, die wir Ihnen heute präsentieren - nämlich die in der vergangenen Woche veröffentlichten US-Wirtschaftdaten - unterstützen diesen Eindruck.

Einkaufsmanager blicken optimistisch in die Zukunft

Über das Thema Einkaufsmanagerindex hatten wir vor einer Woche bereits berichtet. Von der Stimmung dieser Berufsgruppe versucht man die Entwicklung der Wirtschaft abzuleiten.
Der in der vorangegangenen Ausgabe besprochene Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist ein erster Indikator zur Stimmung der Einkaufsmanager. Ein weiteres, von den Börsen sehr stark beachtetes Konjunkturbarometer für die gesamtwirtschaftliche Lage ist der sogenannte ISM-Index vom Institute of Supply Management (ISM) - ebenfalls ein Einkaufsmanagerindex.

Der ISM-Index hat für die USA ein ähnliches Gewicht wie der ifo-Index für Deutschland und funktioniert ganz ähnlich wie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex: Werte unter 50 deuten auf ein Schrumpfen der Wirtschaft hin, Werte über 50 dagegen auf Wachstum.
Das Institute of Supply Management befragt landesweit 400 Einkaufsmanager über die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage des Unternehmens, für welches sie im Einkauf tätig sind. Es werden 5 Teilgebiete abgefragt:

1. Auftragseingang
2. Produktionstätigkeit
3. Beschäftigung
4. Lieferfristen
5. Zu-/Abnahme der Lagerbestände

Am Dienstag wurde bekanntgegeben, dass der ISM-Index für August bei 55,7 notiert. Entsprechend positiv blicken also die Einkaufsmanager auf die zukünftige Entwicklung der US-Wirtschaft.

ISM Manufacturing Index
(Quelle: Markt-Daten.de) ISM Index

Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor

Bei den ISM-Indizes wird unterschieden zwischen dem Index für das verarbeitende Gewerbe ("ISM-Index manufacturing") und dem Index für den Dienstleistungsbereich ("ISM Non-Manufacturing Index"). Der oben betrachtete Index ist der für das verarbeitende Gewerbe. Der ISM Non-Manufacturing Index (NMI) wurde am Donnerstag veröffentlicht und notiert für August bei 58,6.

ISM Non-Manufacturing Index (NMI)
(Quelle: Markt-Daten.de) ISM Non-Manufacturing Index (NMI)

Auch hier also ein klares Signal in Richtung stärkeres US-Wirtschaftswachstum.

Gute Zahlen zum US-Immobilienmarkt

Die US-amerikanischen Bauausgaben sind im Juli um 0,6 Prozent geklettert und deuten damit für die Wirtschaft bzw. speziell für den US-Immobiliensektor ebenfalls auf weiteres Wachstum hin. Zumal der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten -0,6 Prozent auf +-0 nach oben revidiert wurde.

US-Bauausgaben
(Quelle: Markt-Daten.de) Bauausgaben, seit 1993

Diese Grafik zeigt, genau wie die vor einer Woche vorgestellten Charts zum US-Immobilienmarkt, wie stark die Erholung bereits fortgeschritten ist. Aktuell zeichnet sich eine Stabilisierung bzw. Konsolidierung auf hohem Niveau ab.

Trotz geringerem Stellenwachstum sinkt die US-Arbeitslosenquote

In der Einleitung des heutigen Geldanlage-Briefs sind wir bereits kurz auf die monatlichen Arbeitsmarktdaten eingegangen. Hierüber berichteten wir auch bereits zeitnah auf unserer Facebook-Seite.

Konkret ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im August laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des privaten Dienstleisters Automatic Data Processing Inc. (ADP) in den USA um 176.000 gestiegen. Dies entspricht im etwa dem Durchschnitt der vergangenen 12 Monate und lag auch auf Höhe der Erwartungen. Entsprechend schwach fiel die Marktreaktion aus.

Am Freitag wurde dann der offizielle Arbeitsmarktbericht vom Bureau of Labur Statistics bekanntgegeben. Außerhalb der Landwirtschaft wurden demnach in den USA im August 169.000 zusätzliche Stellen geschaffen und damit weniger als erwartet. Analysten hatten mit 175.000 bis 180.000 Stellen gerechnet. Die Vormonatszahlen von Juni und Juli wurden zudem um insgesamt 74.000 Stellen nach unten korrigiert. Im Juli wurden die gemeldeten 162.000 Stellen auf nur noch 104.000 nach unten revidiert und damit auf den niedrigsten Wert des Jahres.

Die US-amerikanische Arbeitslosenquote sank aber trotz des geringeren Stellenwachstums im August um 0,1 auf 7,3 Prozent.
Möglich ist dies, weil die Quote durch eine separate Haushaltsbefragung ermittelt wird.

US-amerikanische Arbeitslosenquote
(Quelle: Markt-Daten.de) US-amerikanische Arbeitslosenquote

Beachten Sie: Die US-Notenbank Fed hat ihre Geldpolitik an eben diese Zahl gekoppelt. Am 18. September fällt sie hierzu die nächste Entscheidung!

Aus unserer Sicht, und auch dies schrieben wir bereits auf Facebook, gewöhnt sich der Markt so langsam an die Vorstellung, dass positive Daten über kurz oder lang zu einem Ende der Anleihekäufe führen werden. Dadurch dürfte sich mehr und mehr abzeichnen, dass positive US-Wirtschaftsdaten nicht mehr abverkauft werden, wie es in der jüngeren Vergangenheit aus Angst vor einem Ende der expansiven Geldpolitik noch oft der Fall war.

Die Strategie der US-Notenbank Fed, den Markt sanft auf ein Ende der Liquiditätsflut vorzubereiten, geht offenbar sehr gut auf. Die häufige Kritik vieler anderer Medien und Experten an der Notenbankpolitik teilen wir daher nicht.

Industrieaufträge gesunken

Aber es gibt natürlich nicht nur Positives zu berichten. Die US-amerikanischen Industrieaufträge zum Beispiel sind im Juli um 2,4 Prozent gefallen.

US-Industrieaufträge
(Quelle: Markt-Daten.de) US-amerikanische Industrieaufträge

Im Vormonat waren die Industrieaufträge allerdings um 1,6 Prozent gestiegen und mit Blick auf die Grafik zeigt sich, dass diese Daten recht sprunghaft sind.

Fazit

Daher schrieben wir Ihnen ja bereits über die Betrachtung von Konjunkturdaten, dass man diese nie isoliert betrachten soll, weil sich dadurch ein falsches Bild zeichnen könnte.

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich unter eine Vielzahl positiver US-Daten einige wenige negative mischen und sich die US-Wirtschaft schon eine Weile erholt und sich diese Erholung auch fortzusetzen scheint.

Für die weitere Aktienkursentwicklung sind wir entsprechend langfristig optimistisch, auch wenn es im Herbst noch stürmisch werden könnte an den Börsen.


Termine der Woche

(KW 37: Handelswoche vom 09.09. bis 13.09.2013)


Montag, 09.09.2013

  • 01:50 - JP: BIP 2. Quartal
  • 21:00 - US: Verbraucherkredite Juli


Dienstag, 10.09.2013

  • Keine wichtigen Termine


Mittwoch, 11.09.2013

  • 08:00 - DE: Verbraucherpreise August
  • 16:00 - US: Großhandel Juli


Donnerstag, 12.09.2013

  • 08:00 - DE: Großhandelspreise August
  • 10:00 - EU: EZB Monatsbericht September
  • 11:00 - EU: Industrieproduktion Juli
  • 14:30 - US: Einfuhrpreise August
  • 14:30 - US: Ausfuhrpreise August
  • 20:00 - US: Staatshaushalt August


Freitag, 13.09.2013

  • 06:30 - JP: Industrieproduktion Juli
  • 11:00 - EU: Außenhandel Juli
  • 14:30 - US: Erzeugerpreisindex August
  • 14:30 - US: Einzelhandelsumsatz August
  • 15:55 - US: Verbraucherstimmung Uni Michigan September

Marktüberblick
- Chartanalyse wichtiger Märkte

von Sven Weisenhaus

DAX

Beim Blick auf den folgenden Chart könnte man meinen, der DAX sei in der abgelaufenen Handelswoche in Summe kaum vom Fleck gekommen. Dies stimmt auch zum Teil, denn trotz durchaus interessanter Ereignisse, wie zum Beispiel die US-Arbeitsmarktdaten oder Nachrichten zur Syrien-Problematik, die zwischenzeitig für heftige Kursbewegungen sorgten, sieht es in diesem Chartausschnitt nur nach einer Seitwärtsbewegung aus und die gesamte Handelsspanne der Woche betrug genau wie in der Sommerpause erneut nur ziemlich genau 200 Punkte.

DAX - Verlauf der Vorwoche

Doch in diesem Chart ist die Aufwärtslücke vom Montag nicht zu sehen und im Vergleich zum Schlussstand der Vorwoche stand zum Handelsschluss am Freitag ein ordentliches Plus von 2,13 Prozent auf der Anzeigetafel. Und das obwohl zuvor charttechnisch eigentlich alles auf fallende Kurse hindeutete, weil der DAX mit seinem Minus der Vorwoche seine 6-wöchige Seitwärtsphase nach unten hin auflöste (siehe folgender Chart).

DAX - Chartanalyse

Mit dem jüngsten Anstieg über 8.240 Punkte konnte der DAX ein klares Verkaufssignal zunächst abwenden. Solange er sich nun oberhalb dieser Marke hält, haben die Bullen die Oberhand. Fällt er allerdings wieder darunter, dann muss man davon ausgehen, dass es sich bei der derzeitigen Bewegung zwischen 8.091 und 8.294 Punkten lediglich um eine Konsolidierung innerhalb einer Abwärtsbewegung handelt. Weitere Kursverluste wären dann zu erwarten, was unser aktuell favorisiertes Szenario ist.

Wir sehen unser Kursziel von 8.065 Punkten also immer noch als aktiviert an, auch wenn der DAX es bereits fast erreicht hatte, und könnten uns sogar noch tiefere Kurse vorstellen. Denn dann (genauer gesagt bei 8.066,48 Punkten) hätte der Index die große Aufwärtslücke von Mitte Juli vollständig geschlossen. Wir hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass solche Gaps in den überwiegenden Fällen geschlossen werden.


S&P500

Vor einer Woche hatten wir eine Unterstützung in Form einer Aufwärtstrendlinie für den S&P500 ausgemacht. Tatsächlich konnte sich der Index bis heute oberhalb dieser Linie (grüne Trendlinie im Chart) halten.

S&P500 Chartanalyse

Bullischer wird es aber, wie vor einer Woche schon geschrieben, erst, wenn der S&P500 sein letztes Hoch bei 1.670 Zählern überwinden kann. Dies hat er bislang nicht geschafft. Daher befinden wir uns weiterhin in einer Korrektur, die sich durch einen kurzfristigen Abwärtstrend (rote Trendlinie im Chart) innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends (grüne Trendlinie) auszeichnet.

Hier zeigt sich auch erneut die Präzision der Charttechnik: Der S&P500 scheiterte mit seiner jüngsten Aufwärtsbewegung exakt an der im Chart eingezeichneten roten Abwärtstrendlinie.

Der Kurs keilt sich dadurch nun genau zwischen den beiden Trendlinien ein, so dass ein Bruch einer dieser beiden Trendlinien wohl den Impuls für die kommende Bewegung liefern wird. Aufgrund der saisonalen Situation erwarten wir einen Ausbruch nach unten. Wir könnten uns weiterhin ein Erreichen des ehemaligen Allzeithochs vorstellen.


EUR/USD

Der Euro konnte sich in der abgelaufenen Handelswoche zwar im Bereich der Marke von 1,32 US-Dollar stabilisieren, fiel allerdings dabei unter diese Marke zurück.

EUR/USD Chartanalyse

Zwischen 1,34 und 1,30 oder sogar 1,28 US-Dollar kann derzeit alles passieren und es kann ständig zu schnellen Richtungswechseln kommen.

Charttechnisch am wichtigsten ist aktuell das obere Ende der im Chart blau eingezeichneten Seitwärtsrange bei 1,34 US-Dollar, weil es sich dabei bislang um einen scheinbar unüberwindbaren Widerstand auf dem Weg nach oben zu handeln scheint.

Die zweite wichtige Marke ist das untere Ende der Range bei 1,28 US-Dollar, welches aktuell jedoch noch in scheinbar weiter Ferne liegt. Die Gemeinschaftswährung fühlt sich im Moment wohl oberhalb von 1,30 und unterhalb von 1,34 US-Dollar am wohlsten.

Zwischen 1,34 und 1,28 US-Dollar haben wir für Trader, welche die Seitwärtsbewegung handeln wollen, Hilfslinien eingezeichnet. Die Marke von 1,30 US-Dollar hat schon mehrfach eine hohe Anziehungskraft ausgeübt. Bei 1,32 liegt die obere Begrenzung einer ehemaligen Seitwärtsrange, die ebenfalls eine hohe Relevanz hat. Immer wenn der Kurs also eine dieser Marken unter- oder überschreitet, muss man damit rechnen, dass auch die nächste Linie angesteuert wird.


Gold

Da der Goldpreis am 61,80-Prozent-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung seit April scheiterte, rieten wir dazu, Short-Positionen einzugehen und diese oberhalb des Retracements abzusichern. Diese Spekulation ging bis heute sehr gut auf. Der Goldpreis verlor wieder deutlich an Wert. Nun könnte man den StoppLoss der Position auf Einstandskurs nachziehen und man würde keine Verluste mehr riskieren.

Gold Chartanalyse

Es bleibt recht einfach beim Goldpreis: Steigt der Kurs über 1.433 USD, ist der Abwärtstrend seit April beendet. Aktuell tendiert Gold aber wie erwartet wieder abwärts. Es scheint damit zu der von uns erwarteten Seitwärtsbewegung zu kommen, die nun zwischen 1.180 und 1.433 USD ablaufen könnte.

Langfristig gesehen, das schrieben wir bereits in den vorangegangenen Ausgaben, gelten die eingezeichneten Fibonacci-Marken nur für die Kursbewegung seit April 2013. "Der eigentliche Abwärtstrend im Goldpreis begann schon früher, weshalb man in den Chart auch noch andere Fibonacci-Retracements einzeichnen kann", schrieben wir mehrfach.

Wie hoch der Goldpreis kurzfristig noch steigt, spielt für uns aber eigentlich keine Rolle. Denn wir erwarten nach wie vor, dass der Goldpreis erst einmal eine Weile seitwärts tendieren wird. Die Range, in der er das tun soll, wird dabei gerade aus unserer Sicht abgesteckt. Das Kurstief haben wir bereits bei rund 1.180 US-Dollar gesehen. Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass das Hoch der Range bei 1.433 USD liegen könnte.


Einzelwert-Analyse
- Gold (und Silber) - Interview im DAF

von Geldanlage-Brief-Team

Aus gegebenem Anlass möchten wir heute im Rahmen der "Einzelwert-Analyse" den Goldpreis, neben den Angaben im "Marktüberblick", noch etwas genauer unter die Lupe nehmen. Denn auf unserer Facebook-Seite informierten wir am Dienstag bereits, dass Ihr Chefredakteur Sven Weisenhaus vom Deutschen Anleger Fernsehen DAF für ein Experten-Interview angefragt wurde.

Am Mittwoch stellte er sich in der Sendung "Rohstoffmonitor" den Fragen des Moderators. Dabei ging es nicht nur um den Goldpreis sondern auch um seine Einschätzungen zu Silber. Im Rahmen dieses Interviews konnten die Zuschauer nicht nur charttechnische Hinweise auf die weitere Entwicklung der beiden Edelmetalle erhalten, sondern auch die fundamentale Marktsituation wurde beleuchtet.

Da vermutlich nicht alle Leser des Geldanlage-Briefs das Interview im Fernsehen bzw. Internet verfolgt haben, möchten wir nun die Informationen Ihnen allen zukommen lassen. Wir wünschen Ihnen damit viel Erfolg an der Börse.

Ihr Team vom Geldanlage-Brief


Interview im DAF: Gold & Silber könnten auf die Nase fallen

Frage 1:
Herr Weisenhaus, in der letzten Woche startete der Goldpreis eine kleine Erholungsrallye. Die hat nun zwar wieder an Dynamik verloren. Aber dennoch: Sehen wir vielleicht jetzt einen länger anhaltenden Aufwärtstrend? Waren die Gewinne letzte Woche erst der Anfang?

Hier muss man auf der zeitlichen Ebene differenzieren. Zwar hat kurzfristig noch kein neuer Aufwärtstrend begonnen - wir sehen bislang nur eine Gegenbewegung - dies könnte jedoch langfristig der Anfang einer Trendwende sein.

Kurzfristig stellen sich die fundamentalen Fakten so dar, dass sich der Nachfragerückgang bzw. der Angebotsüberhang, der den Goldpreis seit Herbst 2011 fallen lässt, auch im 2. Quartal 2013 fortsetzte. In diesem Zeitraum fiel die Nachfrage nach Gold um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zwar ging auch das Angebot zurück, aber mit 6 Prozent nur halb so stark, womit es erneut einen klaren Angebotsüberhang gab.

Was die charttechnische Lage angeht, so schaue ich mir auch immer an, bevor ich hier mit Ihnen spreche, was ich im letzten Interview für Prognosen abgeliefert habe und wie sich die Kurse seitdem entwickelt haben.
Das letzte Interview vom 14. August liegt 20 Tage zurück. Damals stand Gold bei ca. 1.360 USD und es war ein Ausbruch aus einem kurzfristigen Abwärtstrend zu sehen. Daher sollte es aus meiner Sicht noch zu weiteren Kursgewinnen kommen.

Gold in USD - langfristige Charttechnik

Tatsächlich stieg Gold in der Folge weiter bis 1.433 USD. Hier zeigte sich dann erneut die Präzision der Charttechnik, die man auch schon im Rahmen des Abwärtstrends gesehen hat: Der Goldpreis prallte drei Mal an der Abwärtstrendlinie ab und stieß beim dritten Mal exakt an das 38,20-Prozent-Fibonacci-Retracement. Seit dem Ausbruch stieg der Kurs nun exakt bis an das 61,80-Prozent-Retracement. Dieses Level gilt in der Charttechnik als "Maximalkorrekturkursziel", wo gewöhnlich Gegenbewegungen enden.

Und nun ist die charttechnische Lage eigentlich ganz einfach: Bleibt der Kurs unterhalb dieser Marke bei 1.433 USD, dann muss man einfach davon ausgehen, dass es zu weiter fallenden Kursen kommen wird. Erst bei einem Anstieg darüber kann man sagen, der Abwärtstrend seit April ist definitiv gebrochen und man könnte weiteres Potential sehen.

Ich würde aber erstmal die Gegenbewegung als beendet ansehen und von fallenden Kursen ausgehen.


Frage 2:
Soviel zur Charttechnik. Schauen wir auch auf die fundamentale Lage: Wie stark wird die Syrien-Problematik den Goldpreis in den nächsten Tagen und Wochen beeinflussen können?

Die Brisanz der Syrien-Problematik lässt sich wunderbar am Goldpreis ablesen. Der Goldpreis reagiert also sehr stark auf Nachrichten zu dem Thema. Je näher ein Militärschlag rückt, desto stärker steigt der Goldpreis. Wird eine solche militärische Aktion unwahrscheinlicher, fällt der Preis.

Daher habe ich dem Goldpreis auch ganz bewusst Restpotential nach oben eingeräumt. Wenn die USA tatsächlich in Syrien eingreifen, dann kann der Goldpreis einen weiteren Anstieg schaffen. Entspannt sich die Lage aber nach einer Art militärischem "Nadelstich", also einer nur kurzen Intervention, dann dürfte der Goldpreis auch wieder Kursrückgänge verzeichnen aufgrund der fundamentalen Situation im Goldmarkt.


Frage 3:
Schauen wir auf den Silberpreis. Wie gestaltet sich die Lage hier? Welcher Trend lässt sich feststellen?

Hier lässt sich ein Seitwärtstrend feststellen. Zwar haben wir es aktuell, genau wie beim Gold, mit einer Aufwärtsbewegung zu tun, - auch hier habe ich mir das letzte Interview angeschaut, als der Silberpreis bei rund 20 USD stand. Mein Kursziel lautete vor rund 20 Tagen rund 26 USD. Inzwischen ist der Silberpreis auf über 25 USD gestiegen. Hier waren rund 25 Prozent Kursgewinn seit dem Tief Ende möglich. - allerdings sehe ich bei der Marke von rund 26 USD zurzeit den Deckel auf dem Silberpreis.

Silber in USD - langfristige Chartanalyse

Diese Marke hat eine sehr hohe Relevanz, abzulesen im Chart, weil es in der Vergangenheit diverse Anlaufpunkte an diese Marke gab, der Kurs dann darunter fiel und sich die ehemals solide Unterstützung dadurch in einen massiven Widerstand umwandelte.

Wir haben von Anfang 2011 bis Ende 2013 eine zweijährige Seitwärtsphase zwischen rund 35 und 26 USD gesehen und ich glaube, dass sich nun unterhalb von 26 USD wieder eine Seitwärtsrange etablieren wird.


Frage 4:
Welches der angesprochenen Edelmetalle ist Ihr Favorit? Wo lohnt sich aktuell für den Anleger der Einstieg?

Die Tiefs sehe ich bei ca. 20 USD bei Silber und 1.200 USD bei Gold. Wenn jetzt also wieder die Kurse zurückgehen, dann kann man auf diesen Niveaus den erneuten Einstieg wagen.

Ich hatte eingangs gesagt, man müsse auf der Zeitebene differenzieren. Kurzfristig sehe ich das Potential ausgereizt, ein neuer Aufwärtstrend hat noch nicht begonnen, aber langfristig sind die jüngsten Kursgewinne tatsächlich erst der Anfang. Dies mache ich an dem Anlageverhalten im Goldmarkt fest. Ich will Ihnen dazu konkrete Zahlen zu nennen:

Die physische Nachfrage nach Gold stieg im 2. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 53 Prozent auf 1.083 t. Zeitgleich wurden aber auch 400 t durch die Verkäufe von goldbesicherten ETFs auf den Markt geworfen. Insgesamt sank dadurch die Nachfrage um 12 Prozent.

Dabei lässt sich eine Verschiebung von West nach Ost am Goldmarkt feststellen. Während im Westen, insbesondere in den USA, spekulative Positionen aufgelöst werden, kaufen die Länder im Osten physische Bestände auf. Langfristig ist dies positiv, denn irgendwann sind alle spekulativen Positionen geschlossen, die physischen Bestände werden aber langfristig gehalten.

Wenn irgendwann der Großteil an spekulativen Positionen aufgelöst ist, könnte der Angebotsüberhang beendet sein. Dies wäre dann der Nährboden für wieder langfristig (leicht) steigende Kurse.


Interview als Video auf www.daf.fm

Sie können sich das Interview als Video inzwischen auch HIER in voller Länge ansehen.


Die Fakten zum Goldmarkt:

Wir möchten speziell den Lesern des Geldanlage-Briefs, neben den Informationen aus dem Interview, noch einige weitere interessante Fakten zum Goldmarkt liefern.

Sie haben vielleicht gelesen oder gehört, dass die Nachfrage nach Gold besonders in Ländern wie China oder Indien sehr hoch ist und immer weiter steigt. Doch ist dies alleine schon ein Argument für steigende Goldpreise? Wenn Sie die folgenden Informationen lesen, dann können Sie sich diese Frage selbst beantworten.

Die weltweite Gold-Nachfrage

Die Goldnachfrage kann in vier große Bereiche unterteilt werden:
- physische Gold-Nachfrage (Nachfrage nach Schmuck, Barren und Münzen)
- Nachfrage nach Gold durch Notenbanken
- Nachfrage nach Gold durch die Industrie (industrielle Verwendung)
- Investmentnachfrage nach Gold (zum Beispiel Fonds, ETFs etc.)

Physische Nachfrage (1.084 t)

Weltweit stieg die Nachfrage nach Schmuck im 2. Quartal 2013 um +37 Prozent auf 576 Tonnen (t), von 421 t im gleichen Quartal des Vorjahres, und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 3. Quartal 2008.
Dieser Anstieg war insbesondere durch eine Nachfrage in China und Indien bedingt, wo die Nachfrage jeweils um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal anstieg. Aber auch im Nahen Osten und in der Türkei legte die Nachfrage um jeweils über ein Drittel zu.

Die Nachfrage nach Barren und Münzen stieg sogar noch stärker. Hier legten im 2. Quartal die Investitionen weltweit um +78 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres auf 507,7 t zu. Erstmals in der Geschichte wurde eine nachgefragte Menge nach Barren und Münzen von 500 t in einem Quartal erreicht.
Auch hier waren China und Indien die größten Käufer, mit einem Anstieg um 157 bzw. 116 Prozent. Alleine Indien kaufte Barren und Münzen in einem Volumen von 122 t und war damit für ein Viertel der weltweiten Nachfrage verantwortlich.

Zusammengenommen war die physische Nachfrage nach Gold (Schmuck, Barren und Münzen) mit 1.084 t (576 t + 507,7 t) um +53 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Nachfrage der Notenbanken (71 t)

Die Notenbanken waren ebenfalls erneut auf der Käuferseite zu finden. Zum 10. Mal in Folge wurde hier mehr Gold nachgefragt als verkauft wurde. Netto legte der Bestand der Notenbanken um 71 t zu. Dies ist allerdings bereits deutlich weniger (-57 Prozent) als die 165 t des Vorjahreszeitraums.

Nachfrage der Technologiebranche (104 t)

Dagegen blieb die Nachfrage in der Technologie-Branche stabil. Mit 104 t wurde hier zumindest ein leichter Anstieg um +1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

Investmentnachfrage (ETF) (-402 t)

Allerdings, und daher kommt der fallende Goldpreis zustande, wurden von goldbesicherten ETFs rund 400 t Gold auf den Markt geworden, weil Hedge-Fonds und spekulative Anleger, insbesondere aus den USA, ihre Positionen auflösten.

Zusammenfassung der Gold-Nachfrage

Insgesamt fiel die weltweite Gesamtnachfrage nach Gold auch im 2. Quartal dieses Jahres weiter - um -12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf netto 857 Tonnen (1.084 t + 71 t + 104 t - 402 t).


Das weltweite Gold-Angebot

Das Goldangebot kann ebenfalls in (zwei) Bereiche unterteilt werden: Gold kann entweder neu aus der Erde geholt, also gefördert werden, oder es wird recycelt.
(Im Prinzip ist das Goldangebot unendlich hoch, weil es permanent wiederverwendet werden kann.)

Minenproduktion

Die Minenproduktion stieg im 2. Quartal um +4 Prozent auf 732 t.

Gold-Recycling

Das Gold-Recycling reduzierte sich im 2. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um -21 Prozent.

Zusammenfassung des Gold-Angebots

In Summe sank das weltweite Gold-Angebot um -6 Prozent gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres. Dennoch lag ein Angebotsüberhang vor. Es wurde also mehr Gold auf den Markt gebracht als Nachgefragt wurde.


Nur eine Gesamtmarktanalyse kann Auskunft über den Goldpreis geben

Und damit können Sie nun auch die Frage beantworten, ob alleine die (gestiegene) physische Nachfrage von Indien und China zu einem steigenden Goldpreis führen kann. Die Antwort muss hier ganz klar "Nein" lauten. Denn um Rückschlüsse auf den Goldpreis ziehen zu können, muss man stets den weltweiten Goldmarkt betrachten, also nicht nur die Nachfrage einzelner Länder, sondern stets die weltweite Gesamtnachfrage.

Und diese muss man dann auch noch dem Angebot gegenüberstellen. Herrscht ein Angebotsüberhang, kommt es meist zu fallenden Kursen (wie es in den vergangenen knapp zwei Jahren der Fall war), kommt es hingegen zu einem Nachfrageüberhang (Nachfrage übersteigt das Angebot), steigt im Normalfall der Goldpreis (wie in den Jahren zuvor, als Gold von knapp 300 USD auf ca. 1.900 USD stieg.)


Weitere charttechnische Hinweise

Neben den fundamentalen Fakten möchten wir Ihnen zum Abschluss der Edelmetall-Analyse auch noch weitere charttechnische Hinweise liefern.

Wir schrieben Ihnen in den vorangegangenen Ausgaben bereits und auch in dieser Ausgabe wieder in dem jeweiligen Marktüberblick, dass die in den Gold-Chart eingezeichneten Fibonacci-Marken nur für die Kursbewegung seit April 2013 gelten. Der eigentliche Abwärtstrend im Goldpreis begann schon früher, weshalb man in den Chart auch noch andere Fibonacci-Retracements einzeichnen kann. Dazu haben wir Ihnen heute folgenden längerfristigen Chart mitgebracht, in den die übergeordneten Fibonacci-Marken (in grün) eingezeichnet sind.

Gold in USD - langfristige Charttechnik

Hier sind die Fibonacci-Marken an das langfristige Hoch vom Herbst 2011 und das Tief von Juni 2013 angelegt. Und da sieht man, dass die jüngste Gegenbewegung noch nicht das "Mindestkorrekturkursziel" dieser Fibonacci-Marken von 38,20 Prozent erreicht hat, welches bei 1.462,934 USD liegt.

Spätestens dort könnte man weitere Short-Positionen eingehen, denn in den vergangenen Ausgaben hatten wir geschrieben, dass Kurse von über 1.522 USD lange Zeit nicht wahrscheinlich sind, sondern wir eher von einer Seitwärtsbewegung unterhalb dieser Marke ausgehen.
Das heißt im Bereich irgendwo zwischen 1.430 bis 1.522 USD sehen wir das Hoch dieser Seitwärtsbewegung und beim Tief von Ende Mai/Anfang Juni das untere Ende der Seitwärtsrange.

Aktuell befinden wir uns demnach am oberen Bereich der Seitwärtsrange, weshalb sich Long-Positionen derzeit nicht mehr lohnen dürften, sondern spekulative Anleger sogar Short-Positionen eingehen könnten mit Kursziel 1.300 oder sogar 1.250 USD.


Silber in der kurzfristigen Betrachtung

Auch zum Silberpreis möchten wir Ihnen noch kurz einige charttechnische Hinweise geben.

Silber in USD - kurzfristige Chartanalyse

In diesem kurzfristigen Chart ist sehr schön eine Abwärtstrendlinie zu sehen, bei der sich erneut die Präzision der Charttechnik zeigt. Zusammen mit dem 38,20%-Fibonacci-Retracement bildete diese Trendlinie im Silberpreis einen massiven Widerstand und der Kurs prallte ganz exakt an der Trendlinie ab (siehe roter Kreis).

Dieses jüngst markierte Hoch bietet sich daher nun im Silberpreis für die Seitwärtsrange an, die wir auch auch im Goldpreis erwarten. Und weil Gold und Silber recht gleich laufen, passen die Chartanalyse im Goldpreis und die hier im Silberpreis sehr gut zusammen.

In beiden Werten würden wir daher in der Nähe des aktuellen Niveaus Gewinne einstreichen oder sogar Short-Positionen aufbauen. Letzteres aber nur, wenn klar ist, was in Syrien passiert. Kommt es dort zu militärischen Maßnahmen, könnten die Edelmetalle noch einen Satz nach oben machen. Spätestens auf diesem Peak würden wir verkaufen.

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