So erzielen Sie auch bei leicht fallenden Aktienkursen noch Gewinne

Inhalt dieser Ausgabe:

  1. Marktanalyse - Enorme Risiken für die globalen Finanzmärkte
  2. Konjunktur-Radar - Dahin steuern die wichtigsten Volkswirtschaften
  3. Termine der Woche
  4. Marktüberblick - Chartanalyse wichtiger Märkte
  5. Einzelwert-Analyse - ThyssenKrupp - Bei fallenden Kursen noch Gewinn machen

 



Marktanalyse
- Enorme Risiken für die globalen Finanzmärkte
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

zum ersten Mal seit dem Jahr 1996, also seit 17 Jahren, müssen in den Vereinigten Staaten Bundesministerien und Behörden teilweise schließen. Die beiden Regierungsparteien fanden im Haushaltsstreit bis Dienstag der vergangenen Woche nicht zu einem Kompromiss.

800.000 bundesstaatlich Angestellte in Zwangsurlaub

Ohne Bewilligung kann die Regierung kein Geld ausgeben, und da diese zum Beginn des neuen Haushaltsjahres am Dienstag fehlte, teilte die Bundesregierung den Behörden mit, dass sie eine ordnungsgemäße Schließung einleiten sollten. Rund 800.000 bundesstaatliche Angestellte, etwa die Hälfte der etwa 2 Millionen Staatsdiener, wurden damit in den unbezahlten Urlaub geschickt.

Ein Opfer dieser Entwicklung wurde zum Beispiel auch der so wichtige monatliche US-Arbeitsmarktbericht, der eigentlich am vergangenen Freitag veröffentlicht werden sollte. Denn weil die jeweiligen Mitarbeiter derzeit nicht an ihren Arbeitsplätzen sein können, fallen natürlich auch alle Zahlenveröffentlichungen der offiziellen US-Stellen aus.

Belastung für fragile US-Konjunktur

Die verworrene Lage, die sich quasi alleine um die umstrittene Gesundheitsreform von Obama dreht, kann jederzeit gelöst werden, wenn die Parteien eine Budgetermächtigung beschließen. Wie lange dieser sogenannte „Government Shutdown“ (Schließung der Regierung) allerdings dauern wird, ist auch heute noch völlig unklar.

Doch je länger dies der Fall ist, desto höher ist die Belastung für die fragile Konjunktur, weil unter anderem durch die nicht ausgezahlten Gehälter teilweise Nachfrage wegfällt und die staatliche Auftragsvergabe zum Großteil ruht.

Nach Angaben der US-Regierung kostet jeder Tag des "Shutdown" die Wirtschaft rund 300 Millionen Dollar. Das jährliche Wachstum soll bei einer Dauer von 3 Wochen Schätzungen zufolge um 0,9 bis 1,4 Prozent sinken. Jeden Tag, den der Haushaltsnotstand also andauert, schrumpfen die Gewinnaussichten der Unternehmen. Die Börsen werden dies (weiterhin) Stück für Stück einpreisen.

Das Problem der Schuldenobergrenze rückt immer näher

Vor diesem Hintergrund dürfte nun auch dem Letzten klar geworden sein, warum die US-Notenbank Fed im September noch nicht begonnen hat, die Geldschleusen zuzudrehen. Zumal Mitte Oktober bereits die nächste Zerreißprobe für die Politik der USA ansteht. Denn dann muss die gesetzliche Schuldengrenze von 16,7 Billionen Dollar angehoben werden, um eine vollständige Zahlungsunfähigkeit der Regierung zu vermeiden. Zwar blieben der US-Regierung noch die zukünftigen Steuereinnahmen, doch decken diese die Ausgaben bei weitem nicht.

Diese Konsequenz hat es in der Geschichte allerdings noch nie gegeben und auch jetzt rechnet eigentlich jeder mit einer Einigung „in letzter Minute“. Im Jahr 2011 hatte es bei demselben Streit eine Stunde vor der Deadline eine Einigung gegeben.

Enorme Risiken für die globalen Finanzmärkte

Erfolgt diese dieses Mal nicht, werden auch die US-Bürger betroffen sein, weil dann auch keine Sozialhilfe und Renten mehr ausbezahlt werden können. Der Verlust der Zahlungsfähigkeit dürfte dann auch zu heftigen Verwerfungen an den globalen Finanzmärkten führen. Erste Anzeichen kann man bereits am US-Dollar oder am Ölpreis ablesen, die bereits in der Kursentwicklung belastet sind.

Vergleich Kursverlauf EUR/USD und Brent Öl
(erstellt mit: Ariva.de) Ölpreis fällt und der US-Dollar verliert zum Euro

In diesem Chart wird deutlich, dass der Ölpreis bereits ordentlich zurückgegangen ist um mehr als 5 Prozent in einem Monat und der US-Dollar im selben Zeitraum gegenüber dem Euro abgewertet hat, der Euro also zum US-Dollar gestiegen ist.

Ausblick

In der in dieser Woche anlaufenden Berichtssaison für das dritte Quartal werden sich diese Entwicklungen wohl noch nicht so stark ablesen lassen. Dennoch werden die Anleger versuchen, in den Unternehmensberichten bzw. im Ausblick,  den vielleicht einige Unternehmenslenker abgeben, Anzeichen für mögliche Auswirkungen bzw. Belastungen zu finden.

Käme es allerdings zur erhofften Einigung in Washington, dann dürften die Börsen mit einem Freudensprung reagieren. Wir raten daher weiterhin, die Positionen im Depot zwar abzusichern, aber möglichst zu halten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

Deutsche Bank Faktor-Zertifikate

 


Konjunktur-Radar
- Dahin steuern die wichtigsten Volkswirtschaften
von Sven Weisenhaus

Wie bereits in der „Marktanalyse“ beschrieben, fallen zurzeit aufgrund des „Government Shutdown“ (Schließung der Regierung) in den USA alle Zahlenveröffentlichungen der offiziellen US-Stellen aus. Prominentestes Opfer dieser Entwicklung ist der so wichtige monatliche US-Arbeitsmarktbericht, der eigentlich am vergangenen Freitag veröffentlicht werden sollte.

Wie steht es um den US-Arbeitsmarkt?

Einen Eindruck darüber, wie es um den US-Arbeitsmarkt steht, konnte man zumindest am Mittwoch anhand des Arbeitsmarktberichts des privaten Dienstleisters Automatic Data Processing Inc. (ADP) erhalten. Demnach ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA um 166.000 gestiegen. Der Wert des Vormonats wurde von zuvor veröffentlichten 176.000 auf 159.000 nach unten revidiert.

Einkaufsmanager blicken zuversichtlich in die Zukunft

Bereits am Montag wurde der Chicagoer Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Er stieg im September auf 55,7, nach 53,0 im Vormonat, und notiert damit weiterhin komfortabel über der wichtigen Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.

Chicagoer Einkaufsmanagerindex
(Quelle: Markt-Daten.de) Chicagoer Einkaufsmanagerindex

Am Dienstag wurde der dazu passende Index vom institut for supply management (ISM) veröffentlicht. Der ISM Index ist im September ebenfalls gestiegen und liegt nach 55,7 Punkten im Vormonat nun bei 56,2.

ISM Manufacturing Index
(Quelle: Markt-Daten.de) ISM Index

Lediglich der ISM-Index für den Dienstleistungsbereich, der Non-Manufacturing Index (NMI), fiel im September unter den Wert des Vormonats aus. Nach 58,6 notiert er nur noch bei 54,4. Doch auch hier liegt die Wachstumsschwelle bei 50 Punkten, weshalb auch der aktuelle Wert Optimismus versprüht.

ISM Non-Manufacturing Index (NMI)
(Quelle: Markt-Daten.de) ISM Non-Manufacturing Index

Die Einkaufsmanager blicken also insgesamt mit großer Zuversicht auf die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft.

Zahlenveröffentlichungen der offiziellen US-Stellen fielen aus

Neben den offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag wurden auch die US-Bauausgaben am Dienstag und die US-Industrieaufträge am Donnerstag nicht veröffentlicht. Damit blieb es in der vergangenen Woche bei den Einkaufsmanagerindizes.

 


Termine der Woche
(KW 41: Handelswoche vom 07.10. bis 11.10.2013)


Bitte beachten Sie bei der folgenden Auflistung, dass wegen des „shutdowns“ in den USA noch einige Zeit alle Zahlenveröffentlichungen der offiziellen US-Stellen ausfallen können.


Montag, 07.10.2013

  • 11:00 - EU: BIP 2. Quartal
  • 21:00 - US: Verbraucherkredite August


Dienstag, 08.10.2013

  • 08:00 - DE: Außenhandel August
  • 12:00 - DE: Auftragseingang Industrie August
  • 14:30 - US: Handelsbilanz August


Mittwoch, 09.10.2013

  • 01:50 - JP: BoJ Sitzungsprotokoll
  • 12:00 - DE: Produktion prod. Gewerbe August
  • 16:00 - US: Großhandel August
  • 20:00 - US: FOMC Sitzungsprotokoll


Donnerstag, 10.10.2013

  • 08:00 - DE: Umsatz verarb. Gewerbe August
  • 13:00 - GB: BoE Sitzungsergebnis
  • 14:30 - US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 14:30 - US: Einfuhrpreise September
  • 14:30 - US: Ausfuhrpreise September
  • 20:00 - US: Staatshaushalt September


Freitag, 11.10.2013

  • 08:00 - DE: Insolvenzen Juli
  • 08:00 - DE: Verbraucherpreise September
  • 14:30 - US: Erzeugerpreisindex September
  • 14:30 - US: Einzelhandelsumsatz September
  • 15:55 - US: Verbraucherstimmung Uni Michigan Oktober
  • 16:00 - US: Lagerbestände August

 


Marktüberblick
- Chartanalyse wichtiger Märkte
von Sven Weisenhaus


DAX

Die Konsolidierung im DAX nach dem Anstieg um 675 Punkte bzw. 8,3 Prozent innerhalb von nur 12 Handelstagen setzte sich in der abgelaufenen Handelswoche fort. Mit dem heutigen Handelsbeginn rutschte der Index dann etwas weiter ab, wobei er die Mitte September gerissene Kurslücke (blaue Ellipse im folgenden Chart) recht genau schließen konnte.

DAX - Chartanalyse

Die korrektiven Tendenzen dürften bis zu einer Einigung im Streit um den US-Haushalt weiter anhalten. Zumal die Möglichkeit besteht, dass auch die weiteren, noch offenen Kurslücken geschlossen werden.


S&P500

Auch die Korrektur in den US-Indizes, die richtungsweisend für den DAX sein sollten (siehe Chartanalysen der vorangegangenen Ausgabe), setzte sich weiter fort.  Der kurzfristige Abwärtstrend erreichte im Zwischentief bereits fast die untere Trendlinie der Keilformation.

S&P500 Chartanalyse

Wir gingen bislang davon aus, dass es zu einem Kippen des Kursverlaufs kommt und dann der bereits recht reife Aufwärtstrends (grüne Linie) bricht. Die Anzeichen dafür, dass es tatsächlich so kommt, verdichten sich. Auf die grüne Trendlinie sollte man nun ein besonderes Augenmerk richten.


EUR/USD

Zwischenzeitig konnte der Euro bis auf fast 1,365 US-Dollar zulegen. Doch so richtig vorwärts, wie es bei Ausbrüchen sonst meist der Fall ist, geht es mit dem Kurs nicht. Damit bestätigen sich unsere Zweifel an ein schnelles bzw. dynamisches Weiterkommen des Kurses. (Zitat: “Natürlich kann sich der erfolgte Ausbruch noch fortsetzen, doch schnelle Kursbewegungen sind nicht zu erwarten.“)

EUR/USD Chartanalyse

Der US-Dollar ist natürlich aktuell belastet durch die Streitigkeiten in den USA um den Haushalt und die Schuldenobergrenze, weshalb der Euro steigen konnte, doch hat die Europäische Zentralbank EZB vor dem Hintergrund der Eurokrise weiterhin definitiv kein Interesse an einer schnellen Aufwertung der heimischen Währung. Dies würde die Exporte und damit die wirtschaftliche Erholung Europas belasten. Sobald es nach einer Lösung in den USA ausschaut, dürfte der Euro seine Gewinne wieder abgeben.


Gold

Mit jeder Woche, die vergeht, wird nun auch für jeden sichtbarer, dass es wohl zu der von uns erwarteten Seitwärtsbewegung im Goldpreis kommt, die zwischen 1.180 und 1.433 USD ablaufen könnte.

Gold Chartanalyse

Der Goldpreis tendierte zuletzt klar in Richtung der Marke von 1.283 USD. Im Bereich von rund 1.300 USD sehen wir den Preis auch weiterhin.

 


Einzelwert-Analyse
- ThyssenKrupp - Bei fallenden Kursen noch Gewinn machen
von Sven Weisenhaus

Am 18. März dieses Jahres haben wir Ihnen die erste Ausgabe des Geldanlage-Briefs „im neuen Gewand“ präsentiert. Die erste Einzelwert-Analyse, welche wir damals in diesem neuen Rahmen vorgenommen haben, betraf die Aktie von ThyssenKrupp. Am 22. April hatten wir Ihnen dann ein Update zu dieser Analyse gegeben.

Unser Ziel: Ihre Investmententscheidungen zu erleichtern und zu begleiten

Ziel dieser Vorgehensweise war es, Ihnen durch die Analyse von einzelnen Aktien Ihre Investmententscheidungen nicht nur zu erleichtern, sondern Sie bei Ihrem Investment auch durch Updates zu begleiten. Wir wollten Sie mit einem einmal hier im Geldanlage-Brief analysierten Unternehmen nicht alleine lassen, sondern Sie kontinuierlich über die Entwicklung informieren.

ThyssenKrupp-Aktie: Trading-Range geschickt ausnutzen

Im Fazit der ersten Analyse vom 18. März lautete die Devise tief zu kaufen und hoch zu verkaufen, und zwar innerhalb einer Range von 15,50 bis 19,00 Euro. Betrachtet man aus heutiger Sicht den Kursverlauf der Aktie seit März, dann war diese Strategie für die Aktie von ThyssenKrupp genau richtig gewählt.

Chartanalyse - ThyssenKrupp 

Zwar fiel der Kurs der Aktie zwischenzeitig auch bis auf fast 13 Euro zurück, wer diese Schwächephase jedoch abwartete, konnte durch einen Wiederanstieg auf knapp 18,50 Euro sehr ordentliche Kursgewinne realisieren.

Beim Kurs von 13,60 Euro erneut zum Kauf geraten

Zumal wir in dem „Einzelwert-Analyse – Update“ am 22. April bekräftigten, dass es sich bei ThyssenKrupp um „eine günstig bewertete Aktie mit Aufholpotential“ handelt. Bei einem Kurs von 13,60 Euro erneuerten wir unsere „Kaufempfehlung“ (aus rechtlichen Gründen stellen unsere Analysen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar).
Wer dieser Analyse gefolgt ist, kann im Idealfall auf einen Kursgewinn von mehr als 35 Prozent seit der Analyse im April zurückblicken.

Am Widerstand angelangt – Was nun?

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob man bei diesem Wert weiterhin auf steigende Kurse setzen sollte. Denn schließlich hat der Kurs mit fast 18,50 Euro einen wichtigen Widerstand angelaufen, der weitere Kursgewinne verhindern könnte.
Und genau aufgrund dieser Problematik, der sich Anleger immer wieder konfrontiert sehen, haben wir die Analyse von ThyssenKrupp auch heute erneut zum Thema gemacht.

So erzielen Sie auch ohne Kursanstieg Gewinne

Es gibt Wertpapiere, mit denen man auch dann Gewinne erzielen kann, wenn sich die Aktie in einer Seitwärtsphase befindet oder sie sogar leicht fallende Kurse aufweist. Discount- oder Bonuszertifikate, mit denen man diese Renditen erzielen kann, haben wir Ihnen bei einigen Analysen bereits als alternative Investments präsentiert. Mit Aktienanleihen kann dieses Kunststück ebenfalls gelingen.

Aktienanleihen als alternatives Investment

Die grundlegende Funktionsweise einer Aktienanleihe möchten wir Ihnen hier an dieser Stelle nicht bis ins kleinste Detail erläutern. Hierzu gibt es genügend Informationen im Internet. Wir möchten Ihnen hingegen an einem ganz konkreten Beispiel die möglichen Vorteile einer Aktienanleihe in der speziellen Situation der ThyssenKrupp-Aktie erläutern.

Die spezielle Situation der ThyssenKrupp-Aktie

Die ThyssenKrupp-Aktie hat eine recht solide Unterstützung bei 12 Euro. Es ist daher anzunehmen, sowohl aufgrund des bisherigen Kursverlaufs als auch wegen der günstigen fundamentalen Bewertung, dass die Aktie oberhalb dieser Kursmarke verweilen dürfte.
Allerdings sehen wir kurzzeitig kein weiteres Kurspotential, weil der Gesamtmarkt aktuell eher korrektive Tendenzen aufweist (DAX und US-Indizes) und der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie am Widerstand von 18,50 Euro angelangt ist.

Erzielen Sie fast 7 Prozent Gewinn bei unverändertem Aktienkurs

Und hier kommt nun die Aktienanleihe ins Spiel. Nehmen wir zum Beispiel das Wertpapier mit der WKN DX4QX9. Diese Aktienanleihe hat eine Laufzeit bis zum 17.12.2013 und einen festen Zinssatz pro Jahr von recht ordentlichen 9 Prozent. Der Basispreis liegt bei 18,50 Euro. Für den potentiellen Käufer dieser Anleihe bedeuten diese Rahmendaten zum aktuellen Zeitpunkt folgendes:

Wenn der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie am Laufzeitende (20.03.2014) auf oder über dem Basispreis der Anleihe von 18,50 Euro steht, dann erhält der Anleger 100 Euro pro Aktienanleihe auf seinem Konto gutgeschrieben.
Da die Anleihe aber derzeit nur bei 95,10 Prozent (Briefkurs) notiert, ergibt sich alleine dadurch bereits ein Gewinn von 5,15 Prozent.

Anteilige Zinsgewinne

Und am Ende der Laufzeit wird auch noch der Zins in Höhe von 9 Prozent p.a. gutgeschrieben. Hier gibt es allerdings einen kleinen Haken:
Wenn man die Aktienanleihe heute kauft und bis zum Laufzeitende am 17.12.2013 hält, dann hat man sie nicht ein volles Jahr gehalten. Entsprechend bekommt man auch nicht den Zins für ein volles Jahr (9 Prozent p.a.), sondern nur den anteiligen Zins gutgeschrieben. Genauer gesagt, muss man beim Kauf der Aktienanleihe den bereits anteilig angefallenen Zinsgewinn (Stückzins) seit Emissionsdatum (07.01.2013) beim Kauf an den Verkäufer zahlen.

In Summe ergibt sich aber immer noch eine mögliche Gesamtrendite von 6,87 Prozent in nur knapp 2 Monaten und 10 Tagen, wenn die ThyssenKrupp-Aktie dann auf oder über 18,50 Euro notiert.

Kein Problem, wenn der Aktienkurs fällt

Liegt der Kurs der Aktie am Laufzeitende unter dem Basispreis der Aktienanleihe (18,50 Euro), so ist dies auch kein Beinbruch. Dann erhält man nämlich statt einer Rückzahlung einfach die Aktie ins Depot eingebucht (gemäß Bezugsverhältnis der Aktienanleihe). In diesem Fall kann man die Aktie dann einfach weiter halten oder sie über die Börse verkaufen.

Vorteil der Aktienanleihe ist also in dem hier vorliegenden Fall, vom geringeren Kaufkurs (95,10 Euro) der Anleihe im Vergleich zum Rückzahlungsbetrag (100 Euro) und zusätzlich von möglichen Zinsen zu profitieren, auch wenn der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie nicht weiter steigt.

Erzielen Sie 5 Prozent Gewinn, selbst wenn der Aktienkurs fällt

Es gibt auch Aktienanleihen, deren Basispreis unterhalb des aktuellen Aktienkurses liegt. Das Wertpapier mit der WKN DX6AD8 zum Beispiel hat einen Basispreis von nur 16 Euro. Selbst wenn die Aktie von ThyssenKrupp also bis zum Laufzeitende dieser Aktienanleihe am 20.03.2014 um rund 11,5 Prozent fällt, erhält der Käufer der Anleihe noch eine Rendite von fast 5 Prozent in knapp 5 Monaten.

Dies ist zumindest deutlich mehr, als man derzeit auf einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto erhält. Und man kann zudem einen Gewinn erzielen, selbst wenn der Aktienmarkt fällt.

Aktienanleihen bei der Deutschen Bank (db-X markets)

Insofern lohnt es, sich mit dem Thema „Aktienanleihen“ einmal genauer zu befassen. Viele weitere nützliche Informationen hierzu bietet die Deutsche Bank.

Hier geht's zu den Aktienanleihen

db-X markets Aktienanleihen im Fokus

Aktie WKN Basispreis Zins p.a. Bewertungstag Briefkurs
BASF DX62B5   68,00 Euro 7,5 % 19.06.2014 98,20 %
Lufthansa DX6V6P   14,00 Euro 8,0 % 17.04.2014 99,00 %
Volkswagen VZ DX92SP 165,00 Euro

6,5 %

18.12.2014 99,10 %
           

Briefkurse vom 30.09.13

Mehr Informationen zu diesen drei Produkten gibt es auf www.db-aktienanleihe.de

Chancen und Risiken:
 

Feste Zinszahlung p.a.
Basiswertabhängige Rückzahlung am Laufzeitende: Rückzahlung zum Nennbetrag, sofern die jeweilige Aktie zum Laufzeitende den festgelegten Basispreis nicht unterschreitet. Andernfalls erfolgt die Rückzahlung in Form von Aktien mit 1:1-Partizipation an der negativen Kursentwicklung der Aktie bis hin zum Totalverlust.

Die hier gemachten Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Der maßgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter www.dbxmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, db-X markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Informationen (einschließlich Pflichtangaben) zu einzelnen, innerhalb der EU tätigen Gesellschaften und Zweigniederlassungen des Konzerns Deutsche Bank finden Sie unter http://www.db.com/de/content/pflichtangaben.htm.

Deutsche Asset & Wealth Management ist der Markenname für die Asset Management & Wealth Management Geschäftsbereiche der Deutsche Bank AG und ihrer Tochtergesellschaften.

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