Schuldenkrise vertagt - Jetzt ist die Fed wieder am Zug

Inhalt dieser Ausgabe:

  1. In eigener Sache
  2. Marktanalyse - Schuldenkrise vertagt - Jetzt ist die Fed wieder am Zug
  3. Termine der Woche
  4. Marktüberblick - Chartanalyse wichtiger Märkte
  5. Einzwelwert-Analyse - So erfolgreich sind die Analysen des Geldanlage-Briefs

 


 

›› In eigener Sache

von Geldanlage-Brief-Team

In der vorangegangenen Ausgabe des Geldanlage-Briefs haben wir aufgezeigt, dass Sie mit zum Teil sehr konservativen Anlagestrategien bereits durchschnittlich 26 Prozent und mit einzelnen Aktien sogar bis zu 62 Prozent Gewinn in nur 7 Monaten erzielen konnten, wenn Sie unseren Analysen gefolgt sind. Und dabei haben wir bislang nur die ersten 11 von 23 Einzelwerten besprochen.

Performance der Analysen im Geldanlage-Brief
(Tabelle: Entwicklung unserer Analysen bis zum 14. Oktober 2013)

Uns erreichten dazu viele E-Mails, in denen sich Leser für unsere Analysen bedankten, weil sie sich einige dieser Aktien ins Depot geholt haben und entsprechende Gewinne realisieren konnten. Uns hat dies natürlich sehr gefreut.

Allerdings wurde auch von einigen Lesern kritisch hinterfragt, warum wir denn nur diese 11 von 23 Werten dargestellt haben und ob wir die restlichen Entwicklungen verschweigen wollen, weil hier vielleicht Verluste entstanden seien.

Was ist aus den übrigen 12 der bislang 23 analysierten Einzelwerten geworden?

Doch das Gegenteil ist der Fall: Auch die restlichen bisher hier im Geldanlage-Brief besprochenen Werte liegen im Gewinn. Wir können damit sagen: 100 Prozent unserer Analysen haben Ihnen Gewinne gebracht oder aber, wie Sie nachfolgend noch feststellen werden, Sie vor verlusten bewahrt! Wir sind bei der Besprechung unserer Analysen lediglich chronologisch vorgegangen. Eine vollständige Analyse aller 23 Werte in nur einer Geldanlage-Brief-Ausgabe wäre aus unserer Sicht einfach inhaltlich zu umfangreich gewesen.

Um die Frage der Leser zu beantworten und damit auch gleichzeitig die Rückschau zu vervollständigen, lesen Sie daher in der heutigen Ausgabe am Ende eine genaue Besprechung der restlichen 12 Einzelpositionen und deren Verlauf seit unserer jeweiligen Analyse. Bitte sehen Sie es und nach, dass dadurch die heutige Ausgabe wieder sehr lang und umfangreich geworden ist. Allerdings ist sie auch sehr spannend und informativ, wie wir finden. Und wir hoffen, Sie sehen das genauso.

Ihre Feedback ist unser Antrieb

Über Feedback auch von Ihnen würden wir uns sehr freuen.

Wie haben Sie unsere bisherigen Analysen genutzt?

Konnten Sie ebenfalls Gewinne einfahren?

Was würden Sie sich von uns wünschen?

Wir können wir unseren Service für Sie noch weiter verbessern?

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Neuer Service: Wirtschaftskalender auf unserer Homepage

Unabhängig davon haben wir bereits wieder das Vergnügen, Ihnen eine weitere Verbesserung bzw. einen neuen Service zum Geldanlage-Brief anbieten zu können:
Ab sofort können Sie die „Termine der Woche“, die wir Ihnen regelmäßig hier im Geldanlage-Brief präsentieren, auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie in der Rubrik „Börsen-Wissen“ einen neuen Wirtschaftskalender implementiert, welcher von Investing.com zur Verfügung gestellt wird.

Wirtschaftskalender mit vielen zusätzlichen Informationen

Neben den hier im Geldanlage-Brief aufgelisteten Wirtschaftsdaten der aktuellen Woche (Termine der Woche) können Sie sich mit diesem Wirtschaftskalender auch die vorangegangenen und zukünftigen Termine anzeigen lassen. Zudem lassen sich viele zusätzliche Informationen anzeigen, wie zum Beispiel die jeweiligen vorherigen und die prognostizierten Werte. Daneben können Sie mit einem Klick auf die einzelnen Daten auch Erklärungen zu den einzelnen Daten, Charts und zukünftige Veröffentlichungstermine abrufen.

Beispiel: Konjunkturerwartungen des ZEW

Schauen Sie sich doch zum Beispiel einmal an, was in unserem neuen Wirtschaftskalender zu den Konjunkturerwartungen des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) steht, welche am vergangenen Dienstag um 11:00 Uhr veröffentlicht wurden. Klicken Sie dazu einfach oben rechts auf die Datumsfunktion und wählen Sie dann den 15. Oktober.

Mit einem weiteren Klick auf „Konjunkturerwartungen der Deutschen ZEW“ finden Sie die weiteren Infos. Dort erfahren Sie, dass dieser Index aktuell bei 52,8 Punkten notiert, obwohl die Prognosen nur auf einen unveränderten Stand von 49,6 Punkten lauteten. Sie erfahren dort auch, was der Wert von 49,6 Punkten bei diesem Wirtschaftsindikator eigentlich bedeutet.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser neuen Funktion einen zusätzlichen, informativen und nützlichen Wegweiser zur Börse an die Hand zu geben.

Ihr
Team vom Geldanlage-Brief

 

 


›› Marktanalyse
- Schuldenkrise vertagt - Jetzt ist die Fed wieder am Zug

von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

niemand hat ernsthaft damit gerechnet, dass es nicht zu einer Einigung im US-Schuldenstreit kommen wird. Und damit hat am Mittwoch auch quasi jeder Recht bekommen. Denn an diesem Tag wurde bekanntgegeben, dass sich Demokraten und Republikaner zu einer Lösung durchringen konnten. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen Kompromiss, bei dem sich die USA zunächst
bis zum 7. Februar kommenden Jahres wieder Geld borgen dürfen.

Unmittelbar nach der Einigung: US-Schulden bei über 17 Billionen Dollar

Bereits am Freitag vergangener Woche teilte das Finanzministerium in Washington mit, dass das Minus in der Kasse schon zwei Tage nach der Einigung auf über 17 Billionen US-Dollar hochgeschnellt ist. Zuvor hing die Zahl wochenlang offiziell genau an der gesetzlichen Schuldengrenze von knapp 16,7 Billionen Dollar fest.

Denn schon im Mai wurde die Schuldengrenze erreicht und die USA konnten nur deshalb ihre Rechnungen weiter begleichen, weil sich noch Geld aus den anderen Staatskassen, wie etwa den Währungsreserven, umschichten ließ. Und genau dies ist der Grund, warum nun die Schulden so schnell angestiegen sind: Diese Staatskassen wurden wieder aufgefüllt.

Schuldenprobleme wurden nur verschoben

Die Umschichtungsmöglichkeiten wären am 17. Oktober ausgeschöpft gewesen. Die Regierung hätte dann die Ausgaben allein durch Steuereinnahmen begleichen können. Doch die Ausgaben sind pro Tag durchschnittlich fast zwei Milliarden US-Dollar höher als die Einnahmen. Zum Glück ist dies nun vorerst kein Problem mehr – zumindest wenige Wochen lang. Denn statt eine ordentliche Lösung zu finden, wurden die Probleme nur notdürftig bis ins nächste Jahr verschoben.

Jetzt ist die Fed wieder am Zug

Und damit ist jetzt wieder die US-Notenbank Fed am Zug und sie steht aufgrund der verschobenen und nicht gelösten Schuldenprobleme gehörig unter Druck. Eigentlich möchte die Notenbank ja gerne die Höhe der monatlichen Anleihekäufe reduzieren, und Finanzexperten sehen für den Beginn des sogenannten Tapering den Dezember. Doch wenn im Februar bzw. im Januar schon wieder die Schuldenprobleme aufpoppen werden und dies die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen könnte, kann die Fed dann wirklich die Liquiditätszufuhr kurz vorher im Dezember drosseln?

Märkte freuten sich gleich zweifach

Beides freute die Märkte: Einerseits sorgte die Einigung für steigende Kurse, wenn auch nur leicht, weil dies zuvor bereits eingepreist wurde. Andererseits würde natürlich ein weiteres Herauszögern des „Tapering“ und das damit verbundene Mehr an Liquidität die Märkte weiter beflügeln.

Schlechte Quartalsberichte sprechen ebenfalls für weiteres Abwarten der Fed

Auch die laufende Quartalsberichtssaison könnte ein Indiz dafür sein, dass die Fed vorerst weiterhin die Füße stillhält. Denn die ersten Unternehmensbilanzen waren alles andere als ermutigend. Allerdings könnte sich dies auch als Problem herausstellen.

Denn die Kurse an der Börse spiegeln ja eigentlich nicht die Menge an Liquidität im Markt wider, sondern den Wert von Unternehmen und die Wachstums- und Gewinnchancen, welche die Anleger den Unternehmen noch zumuten. Wenn diese aber nun sinken, weil sich die Wirtschaft und die Unternehmen nicht wie erwartet entwickeln, dann muss dies auch mit fallenden Kursen quittiert werden.

Verdrängte Probleme könnten wieder in den Vordergrund rücken

Aktuell scheint heile Welt. Die Schuldenprobleme sind kurzfristig kein Thema mehr und die US-Notenbank wird noch eine Zeit lang die Geldschleusen offen halten. Doch was ist, wenn die Fed auf Ihrer nächsten Sitzung Ende Oktober deutlich macht, an ihrem Kurs festzuhalten?! Dann werden die Anleger sich vielleicht doch auf ein Ende der Anleihekäufe noch in diesem Jahr einstellen. Und dann wird auch schon sehr bald das Schuldenproblem der USA zurück auf die Agenda kommen. Und verbunden mit der bislang ernüchternden Bilanzsaison könnte dies ein gefährlicher Mix für die Aktienmärkte werden.

Eine Korrektur ist wahrscheinlicher denn je

Wir haben daher Zweifel an einem weiteren Anstieg der Märkte und sehen das Risiko für eine Korrektur zurzeit höher denn je. Wir können uns kaum vorstellen, dass eine Jahresendrallye startet, bevor es nicht zuvor einen heftigen Kursrutsch gab. Zumal auch die Aufwärtstrends in den Chart sehr ausgereizt aussehen (siehe „Marktüberblick“).

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

 


›› Termine der Woche

(KW 43: Handelswoche vom 21.10. bis 25.10.2013)

Sie können die „Termine der Woche“ nun auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie in der Rubrik „Börsen-Wissen“ einen neuen Wirtschaftskalender implementiert, der von Investing.com zur Verfügung gestellt wird.
Neben den hier im Geldanlage-Brief wöchentlich aufgelisteten Wirtschaftsdaten der jeweils aktuellen Handelswoche können Sie sich mit diesem Wirtschaftskalender auch die vorangegangenen und zukünftigen Termine anzeigen lassen. Zudem lassen sich viele zusätzliche Informationen anzeigen, wie zum Beispiel die jeweiligen vorherigen und die prognostizierten Werte. Daneben können Sie mit einem Klick auf die einzelnen Daten auch noch Erklärungen, Charts und zukünftige Veröffentlichungstermine zu den Daten abrufen.

Bitte beachten Sie bei der folgenden Auflistung, dass der „shutdown“ in den USA beendet ist. Die offiziellen US-Stellen können daher nun wieder ihre Zahlen veröffentlichen.

Montag, 21.10.2013

  • 08:00 - DE: Erzeugerpreise September
  • 14:30 - US: Chicago Fed National Activity Index September
  • 16:00 - US: Verkäufe bestehender Häuser September


Dienstag, 22.10.2013

  • 14:30 - US: Beschäftigte ex Agrar September
  • 14:30 - US: Arbeitslosenquote September
  • 14:30 - US: Stundenlöhne September
  • 14:30 - US: Wochenstunden September


Mittwoch, 23.10.2013

  • 14:30 - US: Einfuhrpreise September
  • 14:30 - US: Ausfuhrpreise September
  • 16:00 - US: FHFA Hauspreisindex August


Donnerstag, 24.10.2013

  • 09:30 - DE: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Oktober
  • 10:00 - EU: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone Oktober
  • 10:00 - EU: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone Oktober
  • 14:30 - US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US: Verkäufe neuer Häuser September


Freitag, 25.10.2013

  • 00:30 - JP: Verbraucherpreise September
  • 00:30 - JP: Verbraucherpreise Tokio Oktober
  • 10:00 - DE: ifo Geschäftsklimaindex Oktober
  • 10:00 - EU: Geldvolumen Eurozone September
  • 14:30 - US: Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter September
  • 15:55 - US: Verbraucherstimmung Uni Michigan Oktober

 


›› Marktüberblick
- Chartanalyse wichtiger Märkte

von Sven Weisenhaus


DAX

Bereits im Vorfeld der Einigung im US-Schuldenstreit konnten die wichtigsten Aktienindizes, und damit auch der DAX, ordentlich anziehen. Damit ist klar: Kaum jemand ging davon aus, dass es nicht zu einer Einigung kommen würde.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Rein charttechnisch wurden damit neue, klare bullische Signale geliefert. Der DAX konnte sich oberhalb des Zwischenhochs vom 19. September festsetzen. Durch diesen jüngsten Anstieg scheint sich der DAX auch nicht mehr an unseren prognostizierten Kursverlauf zu halten.

DAX - prognostizierter Kursverlauf

Allerdings hatten wir dies einkalkuliert als wir vor einer Woche schrieben: “Ergibt sich eine Einigung in den USA, dann dürften die Aktienmärkte im Allgemeinen und der DAX im Speziellen davon profitieren und es zu steigenden Kursen kommen.

Doch wir glauben, dass die zuvor bereits begonnene Korrektur noch einmal aufgegriffen wird, bevor es zu einer Jahresendrallye kommt. Hierzu verweisen wir auf den längerfristigen Chart, den wir hier vor rund einem Monat, in der Ausgabe vom 23. September, präsentiert haben.

DAX - langfristige Chartanalyse

Auch bei diesem Chart hatten wir dem DAX durchaus noch Restpotential bis auf ca. 9.000 Punkte zugebilligt. Es zeigt sich hier aber auch, dass weiteres Potential spätestens in diesem Bereich einfach stark begrenzt ist, weil der DAX kurz vor wichtigen Widerständen steht und der Aufwärtstrend (rechtes Rechteck) bereits sehr reif ist.
Behalten Sie also unseren prognostizierten Kursverlauf, auch vor dem Hintergrund des heute in der „Marktanalyse“ Geschriebenen, weiterhin im Auge.


S&P500

Vor einer Woche schrieben wir, man könne im S&P500 ganz klar sehen, dass die Streitigkeiten in den USA Wirkung auf die Aktienmärkte haben, weil der Index stärkere Kursverluste aufwies, während sich der DAX und die europäischen Märkte insgesamt noch recht stabil halten konnten.

Inzwischen sieht man allerdings auch, wie sich die Einigung im Schuldenstreit ausgewirkt hat: Der SP500 konnte das Verkaufssignal, welches durch den Bruch des Aufwärtstrends (grüne Trendlinie im folgenden Chart) entstanden war, mit einem Rebreak egalisieren.

S&P500 - Chartanalyse

Mehr noch: Dem US-Index gelang es sogar, die blaue Widerstandslinie zu überwinden und damit das Verkaufssignal in ein Kaufsignal umzukehren.

Auch hier mahnten wir vor einer Woche: „ABER: Eine Einigung in den USA kann jederzeit eine schnelle Gegenbewegung einleiten.“ Doch wir halten diesen Anstieg für einen Sondereffekt. In der heutigen „Marktanalyse“ haben wir ausführlich beschrieben, was uns in Zukunft noch erwarten kann.


EUR/USD

Der „faule“ Kompromiss im US-Schuldenstreit hat den US-Dollar gleich zweifach belastet. Einerseits belastet die Anhebung der Schuldenobergrenze und damit eine zukünftig höhere Staatsverschuldung die US-Währung, andererseits wurden die Probleme lediglich um einige wenige Wochen verschoben, weshalb das Vertrauen in den US-Dollar belastet bleibt. Der Euro konnte entsprechend profitieren.

EUR/USD - Chartanalyse

Allerdings konnte der Wechselkurs den nächsten Widerstand bei 1,371 US-Dollar noch nicht überwinden. Hier lag das Hoch vom 1. Februar 2013. Erst wenn dieser Widerstand gebrochen werden kann, stehen alle Ampeln auf Grün.

Sollte sich in den kommenden Wochen allerdings abzeichnen, dass die Fed ab Dezember die Käufe der Staatsanleihen reduziert, könnte sich der US-Dollar wieder erholen. Ein schneller, weiterer Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar ist weiterhin nicht zu erwarten. Zumal auch die Europäische Zentralbank EZB vor dem Hintergrund der Eurokrise definitiv kein Interesse an einer schnellen Aufwertung der heimischen Währung. Dies würde die Exporte und damit die wirtschaftliche Erholung Europas belasten. Aber vorerst stehen die Zeichen auf „long“, auch weil die Schuldenprobleme der USA schon in einigen Wochen wieder zum Thema werden. Denn die Anhebung der Schuldenobergrenze bringt nur bis Februar etwas Luft zum Atmen.


Gold

Gewöhnlich erhalten Sie hier an dieser Stelle auch eine charttechnische Analyse zum Gold. Ihr Chefredakteur des Geldanlage-Briefs, Sven Weisenhaus, hat aber am Dienstag bereits wieder ein Experten-Interview für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF geben. Dabei ging es um die Edelmetalle Gold und Silber. Statt der üblichen Analyse des Goldpreises erhalten Sie daher heute die Wiedergabe des Interviews inkl. der Analyse des Silberpreises.

Frage 1:
Herr Weisenhaus, in den letzten Tagen ging der Goldpreis mal wieder auf Talfahrt. Die
Entwicklung in den letzten Wochen gleicht einem Trauerspiel. Welche Faktoren belasten den Goldpreis denn am Meisten?

Es gibt aktuell 3 Themen, die den Goldpreis belasten:

  1. Die Problematik der Schuldenobergrenze in den USA schien gestern schon so gut wie gelöst. Das sieht zwar heute schon wieder etwas anders aus, aber immer wenn eine Lösung in Sicht ist, drückt dies auf den Goldpreis.
    Zwar verschärft sich mit einer Anhebung des Schuldenlimits eigentlich langfristig das Problem der Verschuldung, was den Goldpreis ja vor etwa 1,5 bis 2 Jahren erst so richtig angetrieben hatte, doch eine Finanzkrise wäre kurzfristig erst einmal abgewendet und daher bedarf es kurzfristig eben keiner Depotabsicherung – Gold ist daher weniger gefragt.
     
  2. Auf diese Problematik achtet derzeit die gesamte Welt und sie verdrängt noch alle anderen Themen. Doch wenn eine Einigung das Problem voraussichtlich ins kommende Jahr verschiebt, wonach es bislang aussieht, dann rückt natürlich wieder die Geldpolitik der US-Notenbank in den Fokus. Es ist wahrscheinlich, dass die US-Notenbank im Dezember das Anleihekaufprogramm reduzieren wird. Die Liquiditätsflut war eine weitere Treibfeder des Goldpreises. Doch wenn nun die Menge zusätzlicher Liquidität reduziert wird, drückt dies auf den Goldpreis.
     
  3. Die Liquiditätsflut sollte eigentlich zu erhöhter Inflation führen, was von den Goldbullen als weiterer Grund für steigende Goldpreise angeführt wurde. Doch die Realität sieht hier völlig anders aus. Inflation in Deutschland: 1,4 Prozent im September (Importpreise -3,4% im August, Erzeugerpreise -0,5% im August). Die jährliche Inflationsrate des Euroraums ist im September auf 1,1 Prozent gefallen. Die jährliche Inflation der G20 ist im August auf 3,0 Prozent gesunken. Durchschnittliche Inflationsrate der USA in 2013 ca. 1,8 Prozent. In allen wichtigen Regionen kann man sagen, dass die Inflationsraten sinken.

Inzwischen spricht deutlich mehr für weiter fallende Goldpreise als für steigende.


Frage 2:
Schauen wir auf die Charttechnik. Welche Marken im Umfeld des Goldpreises sind momentan besonders wichtig und interessant? Und welches Kursziel sehen Sie mittelfristig für das Gold?

Meinen Lesern in unserem Newsletter „Geldanlage-Brief“, den übrigens jeder kostenlos beziehen kann, hatte ich schon diverse Male geschrieben, dass sich der Goldpreis im Bereich von 1.300 USD recht wohl fühlt und er dort seitwärts tendieren wird.

Allerdings ist diese runde Marke rein psychologisch wichtig. Dass der Goldpreis aktuell wieder darunter notiert ist nicht wirklich schlimm. Man sieht nämlich in dem Chart, den ich heute mitgerbacht habe, dass sich der Goldpreis zurzeit in einem Abwärtstrend befindet, der sich leicht einkeilt.

 Gold - Chartanalyse

Die untere Trendlinie verläuft aktuell bei ca. 1.250 USD. Nicht ganz zufällig lag gestern das Tief exakt auf diesem Niveau und der Goldpreis anschließend prallte wieder nach oben ab.

In einem kurzfristigeren Chart, den ich heute ebenfalls mitgebracht habe, ist diese Situation mit einem grünen Kreis markiert.

Gold - kurzfristige Chartanalyse

Die obere Linie kreuzt sich in Kürze mit der 1.300 USD Marke, womit sich dort theoretisch ein Kreuzwiderstand ergeben könnte. Ich hatte aber eben gesagt, dass die 1.300 USD Marke als horizontale Linie nur psychologisch relevant ist. Damit ist der Kreuzwiderstand hinfällig.

Und da es sich bei dem Keil um einen bullischen Keil handelt, ein Ausbruch nach oben ist also wahrscheinlich, gehe ich davon aus, dass der Goldpreis auch bald wieder oberhalb von 1.300 USD stehen wird. Viel mehr Potential sehe ich dann aber nicht, weil ich eben von einer Seitwärtsbewegung auf diesem Niveau ausgehe.

Kurzfristig sind die relevanten Marken also die Trendlinien des Keils. Ihre Zuschauer sollten also einen Ausbruch aus diesem Keil abwarten. Ich würde jetzt schon auf einen Ausbruch nach oben setzen und entsprechend in die fallenden Kurse hinein kaufen.

Aber nur kurzfristig, denn langfristig wird der Goldpreis aufgrund der eingangs genannten fundamentalen Entwicklungen – Stichwort Notenbankpolitik der Fed und sinkende Inflationsraten – unter Druck bleiben.


Frage 3:
Wie verhält sich die Situation aktuell beim Silber? Sehen wir hier ebenfalls fallende Kurse? 

Werfen wir direkt auch zu dieser Frage auf einen mitgebrachten Chart.

Silber - Chartanalyse

Diesen Chart habe ich am 4. September, also vor ca. 1,5 Monaten, hier im Deutschen Anleger Fernsehen und natürlich auch meinen Lesern in unserem kostenlosen Newsletter „Geldanlage-Brief“ präsentiert.

Damals stand der Kurs noch bei fast 25 USD, womit zu diesem Zeitpunkt mein Kursziel für Long-Positionen erreicht war. Ich habe dies mit einem roten Kreis markiert. Daher riet ich Ihren Zuschauern und meinen Lesern im Geldanlage-Brief dazu, erst bei tieferen Kursen wieder zu kaufen. Konkret sagte ich: „Verkaufen Gold bei 1.460 USD und Silber bei 25 USD, Kaufen Gold bei 1.200 bis 1.250 USD und Silber bei 20 bis 22 USD.

Diese Kurse hatte ich genannt, weil ich im Silberpreis wieder eine Seitwärtsbewegung sah, so wie wir sie auch schon zuvor von 2011 bis 2013 gesehen haben. Die Range reichte in diesem Zeitraum von ca. 26 bis rund 35 USD, zu sehen am oberen blauen Rechteck im Chart. Die neue Range hatte ich mit Kursen von ca. 20 bis 26 USD beziffert und dies mit dem Rechteck rechts unten markiert. Ich wiederhole: vor 1,5 Monaten!
Mit Blick auf den Chart nach heutigem Stand zeigt sich, dass sich der Kurs bislang recht genau an diese Range hält.

Silber - kurzfristige Chartanalyse

Es gibt also für mich keinen Grund, meine damalige Prognose zu ändern.
Es gilt: Silber sollte man, genau wie Gold, kurzfristig ins Depot holen und bei steigenden Kursen wieder verkaufen. Langfristig, also auf Sicht der kommenden Monate, wird Druck auf den Edelmetallen bleiben und sich eine Seitwärtsbewegung etablieren. Die Edelmetalle eignen sich also nicht mehr zum Investieren, sondern jetzt eben zum Traden.

Das Interview wurde bereits ausgestrahlt. Sie können es sich jederzeit HIER ansehen.

 


›› Einzelwert-Analyse
- So erfolgreich sind die Analysen im Geldanlage-Brief

von Geldanlage-Brief-Team

In der vorangegangenen Ausgabe des Geldanlage-Briefs haben wir aufgezeigt, dass Sie mit zum Teil sehr konservativen Anlagestrategien bereits durchschnittlich 26 Prozent bzw. mit einzelnen Aktien sogar bis zu 62 Prozent Gewinn in nur 7 Monaten machen konnten, wenn Sie unseren Analysen gefolgt sind. Und dabei haben wir bislang nur die ersten 11 von 23 Analysen besprochen.

Was ist aus den übrigen 12 der bislang 23 analysierten Einzelwerten geworden?

Dies aber keinesfalls, weil wir die restlichen Entwicklungen verschweigen wollen. Im Gegenteil: Wir sind bei der Besprechung unserer Analysen lediglich chronologisch vorgegangen.

Lesen Sie daher nachfolgend eine Besprechung der restlichen 12 Einzelpositionen und deren Verlauf seit unserer jeweiligen Analyse. Die folgende Tabelle, die nun die 12 Analysen vom 10. Juni bis heute auflistet, gibt Ihnen bereits einen schnellen Überblick.

Wir haben hier aufgelistet:
- in welcher Ausgabe des Geldanlage-Briefs
- wir welche Aktie
- bei welchem Kurs analysiert haben,
- wo die Aktie heute notiert und
- was der seit der Analyse höchste Kurs war.
- Daraus resultiert die mögliche Rendite.

Performance der Analysen des Geldanlage-Briefs
(Tabelle: Entwicklung unserer Analysen vom 10. Juni bis zum 21. Oktober 2013)

Das Ergebnis dieser Rückschau: ALLE Analysen, in denen wir einen Kauf der Aktie befürwortet haben, sind im Gewinn gelandet! Und die Aktien, bei denen wir von einem Kauf abgeraten haben, wie zum Beispiel bei Biofrontera oder Catamaran, liegen im Minus, womit wir unsere Leser vor Verlusten bewahrt haben.

Die durchschnittliche Rendite, die Sie damit hätten erwirtschaften können, beträgt 31,50 Prozent – und dies in einem Zeitraum von nur rund 4 Monaten! In diesem kurzen Zeitraum stiegen einzelne Titel sogar um über 100 Prozent !!!

Der DAX schaffte in diesem Zeitraum, also seit dem 10. Juni 2013 übrigens lediglich einen Anstieg von rund 8.300 auf ca. 8.850 Punkte bzw. um 6,63 Prozent.

DAX - Performance seit 10. Juni

Nachfolgend werden wir Ihnen nun noch etwas genauer erläutern, wie es zu dieser beeindruckenden Rendite von durchschnittlich 31,50 Prozent bzw. den einzelnen Renditen von über 100 Prozent gekommen ist.


1. IVU Traffic Technologies AG

Die Aktie von IVU Traffic Technologies AG haben wir am 10. Juni (siehe blaue Linie im folgenden Chart) bei einem Kurs von 1,61 Euro besprochen. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass sich ein Investment sowohl für Trader als auch für langfristige Investoren eignet. Lange Zeit hing die Aktie unter der Marke von 2 Euro fest. Inzwischen sieht es aber sogar schon nach einem Ausbruch nach oben aus.

IVU Traffic Technologies

Interessierten Anlegern rieten wir, auf einen Rutsch bis 1,10 Euro zu warten und dort den Einstieg vorzunehmen. Bereits Anfang Juli wurde dieses Kursziel erreicht. Aktuell notiert die Aktie bei 2,06 Euro, im Hoch wurden sogar bereits 2,27 Euro erreicht. Damit waren Gewinne von über 100 Prozent (!!!) möglich.


2. GRENKELEASING AG

Am 24. Juni (siehe blaue Linie im folgenden Chart) erschien uns die Aktie von GRENKELEASING AG bei einem Kurs von 65 Euro nur noch langfristig interessant. Kurzfristig sei eine Menge Unternehmensstory bereits im Kurs enthalten. „10 Prozent Restpotential sind sicherlich rein charttechnisch noch drin“, schrieben wir.

GRENKELEASING

Und auch diese Strategie ging voll auf. Langfristanleger lagen zwischenzeitig mit einem Hochkurs von 72,70 Euro 11 Prozent im Gewinn. Damit wurde unser Restpotential ziemlich genau ausgereizt und es kam danach wieder zu fallenden Kursen. Der aktuelle Kurs von 64,50 Euro liegt sogar leicht unter dem Kurs zum Zeitpunkt der Analyse.

Somit waren, genau wie von uns erwartet, noch 11 Prozent Gewinn drin, doch damit das Restpotential der Aktie kurzfristig ausgereizt.


3. C.A.T. Oil

Die C.A.T. Oil-Aktie hatten wir am 1. Juli (siehe blaue Linie im folgenden Chart) bei einem Kurs von 12,10 Euro analysiert und sahen hier kaum einen Grund, warum man nicht einen sofortigen Einstieg wagen sollte.

C.A.T. Oil

Heute notiert die Aktie weit über dem Einstiegskurs bei aktuell 17 Euro. Von 12,10 Euro aus gesehen bedeutet dies einen möglichen Gewinn von rund 40 Prozent.

Als alternatives Investment hatten wir ein Open-End-Turbo-Zertifikat (DE000TB55RK0) vorgeschlagen, welches mit einem Hebel von 2,84 ausgestattet war. Wer gemäß unserer Analyse zum damaligen Kurs von ca. 4,30 Euro eingestiegen ist, könnte das Zertifikat heute bei über 9,20 Euro verkaufen und damit einen Gewinn von 115 Prozent (!!!)eintüten.


4. Biofrontera

Bei der Aktie von Biofrontera, die wir als Wunschanalyse aufgrund einer Leser-Mail unter die Lupe genommen hatten, haben wir keinen Gewinn, aber dafür ein anderes Ziel erreicht. Am 15. Juli hatten wir diese Aktie als „reines Spekulationsobjekt“ bezeichnet. „Mit einem sicheren Investment hat die Aktie von Biofrontera nichts gemeinsam“, schrieben wir zudem.

Biofrontera  

Und auch mit dieser Einschätzung behielten wir Recht. Seit der Analyse tendierte die Aktie nur noch seitwärts und droht sogar, aus dem Aufwärtstrend, welcher die Aktie um 540 Prozent hat steigen lassen, nach unten herauszufallen.

Der Kurs stand zum Zeitpunkt der Analyse bei 3,95 Euro, heute nur noch bei 3,50 Euro. Da wir von einem Kauf der Aktie abrieten, haben wir Ihnen einen Verlust von fast 12 Prozent erspart. Wir können also nicht nur Gewinne erzielen, sondern Sie auch vor Verlusten bewahren.


5. Apple

Bei der Aktie von Apple zeichnete sich ein Turnaround ab. Analysiert am 22. Juli (siehe blaue Linie im folgenden Chart) bei 426,71 US-Dollar bzw. 325 Euro, sah unser Gastautor Matthias Mecina eine solide Unterstützung bei 390 US-Dollar und ein Kurspotential auf 545 US-Dollar mit einer Widerstandmarke um 480 US-Dollar.

Apple

Tatsächlich konnte die Aktie den Widerstand hinter sich lassen und auf über 510 US-Dollar anstiegen. Das Kursziel von 540 US-Dollar wurde zwar noch nicht erreicht, doch immerhin blicken Anleger, die dieser Analyse gefolgt sind, auf eine Aktie in ihrem Depot, die mit einem aktuellen Kurs von 513 US-Dollar rund 20 Prozent im Gewinn liegt.


6. Vivacon

Etwas ganz ähnliches wie bei der Analyse von Biofrontera ist uns mit der Aktie von Vivacon gelungen. Hier ging es uns nicht darum, Gewinne zu erzielen, sondern Sie vor einem reinen Spekulationsobjekt zu schützen.

Bei der Analyse vom 29. Juli, in der wir die Aktie von Vivacon als weitere Wunschanalyse eines Lesers aufgriffen, blickten wir auf einen Wert, der sich aufgrund großer Probleme zu einem Pennystock entwickelt hatte. Wir schrieben: „Jederzeit kann eine neue negative Nachricht zu einer Kurshalbierung oder eine positive zu einer Kursverdopplung führen.“ Und diese Aussage stellte sich in beide Richtungen als 100 Prozent richtig heraus.

Vivacon

Denn seit unserer Analyse verdoppelte sich der Kurs einmal, und halbierte sich dann wieder. Man hätte den oben geschriebenen Satz also eigentlich nur umdrehen müssen, um ihn noch treffsicherer zu formulieren.

Finger weg“, rieten wir uns beschrieben die Aktie lediglich als „‘Zock‘ auf eine erfolgreiche Restrukturierung“. Wer dieses Risiko eingegangen ist, konnte zwischenzeitig zwar einen Gewinn von 125 Prozent erzielen, doch am Ende steht er heute wieder bei 0. Denn die Aktie notiert wieder genau auf dem Niveau unserer Analyse. Und genauso gut hätte die Sache auch in die andere Richtung laufen können. Die Aktie ist und bleibt vorerst unberechenbar.


7. K+S

Für K+S waren wir dann am 12. August schon etwas optimistischer. Die Aktie war zu diesem Zeitpunkt ein riesen Thema, weshalb auch wir uns dem Unternehmen widmeten.

Zwar verlief der Kurs der K+S-Aktie ganz ähnlich zu dem von Vivacon, doch ist hier die fundamentale Situation deutlich aussichtsreicher. Ausgehend von 18 Euro zum Zeitpunkt unserer Analyse stieg der Kurs der Aktie auf im Hoch über 24 Euro an. Danach fiel der Kurs wieder in sich zusammen und notiert aktuell in etwa auf dem Ausgangsniveau (Kurs aktuell: 18,765 Euro), also genau wie bei Vivacon.

K+S

Dennoch sind die beiden Unternehmen nicht vergleichbar. K+S ist absolut gesund und fundamental attraktiv bewertet. Hier sind die Probleme für die Kursverluste externer Natur. Entsprechend waren hier die zwischenzeitigen Kursgewinne besser zu kalkulieren und beliefen sich für unsere Leser auf bis zu 33 Prozent Gewinn.

Wir hatten aber auch durchaus den Kursrückgang einkalkuliert und rieten daher zu einem alternativen Investment, „welches selbst dann noch eine Rendite von 10,8 Prozent innerhalb von nur knapp 4 Monaten anbietet, wenn der Kurs bis zum 20.12.2013 jederzeit über 12 Euro notiert“. Das Bonuszertifikat mit der WKN DX89AK stieg auch bereits von 18,20 Euro am 12. August auf heute 19,69 Euro an, womit der Gewinn bereits heute bei 8,24 Prozent liegt. Und das Discount-Zertifikat mit der WKN DX873M stieg im selben Zeitraum von 15,40 auf nun 16,41 Euro an. Im Hoch waren hier ebenfalls bereits mehr als 8 Prozent Gewinn drin.


8. DAX

Am 19. August schlugen wir Ihnen erstmals Strategien für diverse Märkte anstatt für einzelne Aktien vor. Zum DAX stellten wir Ihnen ein Zertifikat vor, mit dem Sie 5,7 Prozent in nur 4 Wochen erzielen konnten. Das Reverse Bonus-Zertifikat mit der WKN DX73AK wurde tatsächlich Ende September bereits zum höchstmöglichen Kurs von 60 Euro ausbezahlt, womit die maximal mögliche Rendite von 5,7 Prozent erreicht wurde.


9. EUR/USD

Beim Wechselkurs EUR/USD boten wir Ihnen ebenfalls im Rahmen der Analyse vom 19. August sogar eine Rendite von 19 Prozent in nur knapp 2,5 Wochen an. Zwar stellten wir Ihnen dabei auch einen sehr spekulativen Double No Touch Optionsschein mit der WKN DX856F vor, da hier jedoch die Knock-Out-Schwelle sehr nah lag, rieten wir Ihnen dazu, auf den alternativen Schein mit der WKN DX856K zu setzen (Zitat: „Wir würden Ihnen hier eher zu letzterem Schein raten.“).

Dieser Schein schaffte es tatsächlich bis zum Ende der Laufzeit am 3. Oktober und wurde zu 10 Euro und damit zum maximal möglichen Kurs ausbezahlt. Die Rendite von 16 Prozent in nur 2,5 Wochen bzw. einer Rendite von rund 400 Prozent aufs Jahr hochgerechnet war unseren Lesern also sicher.


10. Gold

Zum Goldpreis hatten wir im Rahmen der Analyse vom 19. August zwar keine konkrete WKN benannt, wer aber unseren Angaben zu dem anvisierten Schein gefolgt ist, konnte sich das Capped-Bonus-Zertifikat mit der WKN AA7G1S auch selbst heraussuchen.

Dieses Zertifikat notierte am 19. August bei 171 Euro, heute bereits bei 174,60 Euro, womit bereits ein kleiner Gewinn von 2,11 Prozent aufgelaufen ist. Bis zum Laufzeitende am 20.12.2013 können die Anleger, welche das Zertifikat rechtzeitig gekauft haben, weiterhin die Maximalrendite einsacken.

Das Ziel dieser Strategie war und ist es ja, auch bei nur seitwärts tendierenden oder gar fallenden Goldpreisen Gewinne zu erzielen. Der Goldpreis notiert aktuell exakt auf dem Niveau vom 19. August. Alle Strategien, die wir Ihnen am 19. August für die verschiedenen Märkte (DAX, Euro und Gold) vorgestellt haben gingen also bislang voll auf.

Am 9. September (siehe blaue Linie im folgenden Chart) hatten wir Gold übrigens noch einmal im Rahmen eines DAF-Interviews besprochen. Kurs damals: ca. 1.390 USD. Klare Aussage in dem Interview von Sven Weisenhaus: „Ich würde aber erstmal die Gegenbewegung als beendet ansehen und von fallenden Kursen ausgehen.“ Kurs heute: 1.316 USD.

Gold - Chartanalyse

Im Tief lag der Goldpreis zwischenzeitig sogar bei nur noch knapp 1.250 USD. Auch hier also wieder die Leser des Geldanlage-Briefs vor klaren Kursverlusten bewahrt und zeitgleich mit dem Zertifikat eine Strategie gefahren, die trotz dieser Kursverluste im Gewinn liegt.

Und in dem Interview, welches wir heute im „Marktüberblick“ wiedergegeben haben, riet Sven Weisenhaus zum kurzfristigen Einstieg in Gold mit Kurszielen oberhalb von 1.300 USD und mit der Erwartung, dass der Goldpreis den (bullischen) Keil nach oben hin brechen wird. Aus heutiger Sicht sieht man bereits, dass er auch damit Recht behielt.


11. Catamaran Corp.

Am 2. September (siehe blaue Linie im folgenden Chart) hatten wir dann wieder eine einzelne Aktie analysiert und damit zeitgleich eine Wunschanalyse aufgrund einer Leser-Mail erstellt. Das untersuchte Unternehmen Catamaran Corp. war uns bei einem damaligen Aktienkurs von 54,91 USD zu hoch bewertet. Wir schrieben: „Weitere Kursanstiege sind wahrscheinlich, doch aufgrund der aktuell hohen Bewertung sollte man für einen Einstieg tiefere Kurse abwarten.

Catamaran

Mit Blick auf den Chart stellte sich auch diese Einschätzung als richtig heraus. Und genau wie bei Biofrontera oder bei Vivacon, haben wir hier die Anleger vor Kursverlusten oder wenig lohnenswerten Investments bewahrt. Von einem damaligen Kursniveau bei knapp 55 USD fiel die Aktie im Tief auf unter 44,5 USD, womit Kursverluste von fast 20 Prozent entstanden wären. Heute notiert die Aktie wieder bei 50 USD, doch auch dieses Niveau liegt noch rund 9 Prozent im Verlust.


11. GDF Suez

Am 16. September (siehe blaue Linie im folgenden Chart) titelten wir im Geldanlage-Brief „So erzielen Sie 35% Rendite als Value-Investor“ und meinten damit unsere Analyse der GDF-Suez-Aktie, die von einem weiteren Leser per E-Mail an uns herangetragen wurde. Und damit schlug er uns einen durchaus attraktiven Wert vor, weshalb wir einen Kauf auch für sinnvoll erachteten. Die Aktie hatte eine günstige Bewertung, eine hohe Dividendenrendite und eine solide Bodenbildung im Chart vorzuweisen.

GDF Suez

Im Anschluss an die Analyse stieg die Aktie bis auf über 19,60 Euro an. Vom Analyse-Niveau bei 18,20 aus gesehen immerhin schon ein Kursgewinn von 7,8 Prozent in nur einem Monat.


12. Eckert & Ziegler

Die bislang letzte Wunschanalyse für einen Leser nahmen wir am 30. September vor. Bei der Aktie von Eckert & Ziegler sahen wir „das vorläufige Kurspotential ausgereizt“. Der Kurs stand Ende September bei 27,90 Euro und heute bei 28,40.

Eckert & Ziegler

Hier ist der Zeitraum seit der Analyse eigentlich zu kurz, um schon Ergebnisse zu präsentieren, doch man sieht im Chart, dass es trotz des leichten Gewinns eigentlich nur zu einer Seitwärtstendenz gekommen ist.


Fazit

Wir haben uns heute, nachdem wir uns vor einer Woche die ersten 11 von bislang 23 analysierten Werten angesehen haben, die übrigen 12 Analysen angeschaut. Dieses Update haben wir mit Bezug auf den Gastbeitrag vor einer Woche erstellt, in dem Sie vor utopischen Gewinnversprechen gewarnt wurden.

Vielfach werden in Werbeanzeigen im Internet einzelne Trades, die besonders hohe Gewinne gebracht haben, herausgepickt und besonders beworben. Wichtig ist an der Börse jedoch nicht ein einzelner Gewinn, sondern kontinuierlich mehr Gewinne als Verluste (die es auch immer mal geben wird) zu erzielen.

Daher sind wir für Sie heute und auch vor einer Woche der Frage nachgegangen, ob denn wir vom Geldanlage-Brief in der Lage sind, nicht nur „mit einem einzelnen Trade möglichst schnell möglichst viel zu verdienen“, sondern „im Rahmen eines klaren Plans verantwortungsvoll zu agieren … und dies über eine große Anzahl an Trades hinweg.“

Unser eindeutiges Endergebnis: Jede Analysen ist entweder im Gewinn gelandet oder wir konnten Sie vor Verlusten oder schlechten Investments bewahren.

Es ist also eindeutig möglich, bei einer umfangreichen fundamentalen und charttechnischen Analyse, gute Ergebnisse an der Börse zu erzielen. Unsere Gewinne liegen zwischen 1,5 und mehr als 100 Prozent und wurden über den Zeitraum von zum Teil nur wenigen Wochen erzielt. Noch schnellere und höhere Gewinne sind IMMER mit entsprechend höheren Risiken verbunden. Und diese höheren Risiken führen auch meist zu häufigen Verlusten.

Transparent und nachvollziehbar - unsere Gewinne im Geldanlage-Brief

Unser positives Ergebnis des Rückblicks auf unsere bisherigen Analysen ist für Sie als Leser übrigens absolut transparent nachvollziehbar. Denn Sie haben alle Analysen von uns jeweils per E-Mail erhalten und können das hier Geschriebene somit in Ihrem Postfach nachlesen und nachprüfen. Bei den meisten Werbeanzeigen im Internet haben Sie diese Möglichkeit nicht. Dort werden Sie erst im Nachhinein feststellen, meist im Laufe von kostenpflichtigen Dienstleistungen, ob die Anbieter ihre teils recht hohen (oder gar utopischen) Gewinnversprechen auch wirklich einhalten können.

Seien Sie gewarnt und vertrauen Sie Ihr Geld nur seriösen und nachweislich dauerhaft erfolgreichen Dienstleistern an!


Ihr

Team vom Geldanlage-Brief

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