9.000 Punkte im DAX erreicht – Was jetzt noch möglich ist

Inhalt dieser Ausgabe

  1. In eigener Sache – Neuer Börsendienst wird an den Start gehen
  2. Marktanalyse - Darum könnte diese Woche richtungsweisend sein
  3. Konjunktur-Radar - Dahin steuert die US-Wirtschaft
  4. Termine der Woche
  5. Marktüberblick - Chartanalyse wichtiger Märkte
  6. Einzelwert-Analyse - 9.000 Punkte im DAX erreicht – Was jetzt noch möglich ist

 



›› In eigener Sache

von Geldanlage-Brief-Team

Wir haben festgestellt, dass das Kontaktformular auf unserer Homepage zeitweise nicht richtig funktioniert hat. Nachrichten, die über dieses Formular erstellt wurden, sind uns leider nicht zugegangen.

Kontaktformular-Fehler: Bitte senden Sie gegebenenfalls Ihre Nachrichten erneut

Wenn Sie uns in der Vergangenheit eine Nachricht über dieses Formular gesendet haben, dann möchten wir Sie bitten uns diese noch einmal zu schicken. Wir bitten diesen technischen Fehler zu entschuldigen.

Leser-Feedback: Wunsch nach einem Börsendienst

In den beiden vorangegangenen Ausgaben des Geldanlage-Briefs haben wir ausführlich aufgezeigt, dass Sie mit zum Teil sehr konservativen Anlagestrategien bereits durchschnittlich über 30 Prozent und mit einzelnen Aktien sogar mehr als 100 Prozent Gewinn in maximal 7 Monaten erzielen konnten, wenn Sie unseren Analysen gefolgt sind.

Es ist uns gelungen, durch umfangreiche fundamentale und charttechnische Analysen, dass ALLE Analysen, in denen wir einen Kauf befürwortet haben, im Gewinn gelandet sind! Und die Aktien, bei denen wir von einem Kauf abgeraten haben, landeten im Minus, womit wir unsere Leser vor Verlusten bewahrt haben.

Wir haben dazu viele Leser-Mails erhalten, in denen der Wunsch nach einem Börsendienst geäußert wurde. Wir wurden sogar gefragt, warum wir durch Werbeanzeigen auf entsprechende Dienstleistungen anderer Anbieter verweisen, statt einen eigenen Börsendienst zu starten.

Der Geldanlage-Brief ist und bleibt für Sie kostenlos!

Der Geldanlage-Brief ist ein für Sie kostenloser Service und das soll und wird er auch bleiben! Für uns verursacht er aber natürlich Kosten und diese sollen gedeckt werden. Daher sind wir auf Werbung angewiesen. Der Geldanlage-Brief ist und bleibt dadurch für Sie kostenlos!

Wir starten für Sie einen zusätzlichen Börsendienst

Wir haben aber aufgrund der vielen Anfragen von Lesern, die uns auch schon in den Wochen und Monaten zuvor erreicht haben, dennoch beschlossen, auch einen zusätzlichen Börsendienst anzubieten.

Ein solcher Dienst benötigt in der Planung und Realisierung zunächst ein wenig Zeit. Doch in Kürze werden wir Sie bereits in einer separaten Mail über das Konzept dieses Börsendienstes informieren können. Achten Sie also in den kommenden Tagen auf Ihr E-Mail-Postfach!

Die Anzahl der Teilnehmer wird begrenzt

Wenn wir klare Empfehlungen geben, und diese von den Lesern nachgehandelt werden, dann könnte der Verdacht entstehen, dass wir die Kurse einzelner Aktien durch unsere Empfehlungen beeinflussen. Es gab in der Vergangenheit genügend Fälle, in denen „schwarze Schafe“ solche Möglichkeiten für sich ausnutzten. Dies wollen wir gleich zu Beginn im Keim ersticken, weshalb wir die Plätze für den neuen Dienst in der Anzahl begrenzen werden.

Lassen Sie sich jetzt schon für den neuen Dienst vormerken!

Sie haben daher jetzt schon die Möglichkeit, sich einen der Plätze zu sichern. Wenn Sie Interesse an unserem neuen Börsendienst haben, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir werden Ihnen dann die Informationen zu diesem Dienst einen Tag früher zusenden als den restlichen Lesern des Geldanlage-Briefs.

 
Ihr
Team vom Geldanlage-Brief

 




›› Marktanalyse
- Diese Woche könnte richtungsweisend sein

von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

nach langem Ringen und Zerren ist es den Bullen endlich gelungen: Sie hievten den DAX über die runde Marke von 9.000 Punkten. Schon ab Dienstag geriet dieses vielbeachtete Kursniveau in Reichweite, doch erst am Freitag erschien beim DAX-Stand vorne die 9 auf der Anzeigetafel.

Aktienmärkte steigen trotz oder wegen schwacher US-Arbeitsmarktdaten

Auslöser der Kursgewinne in der vergangenen Woche war der wegen des vorübergehenden Verwaltungsstillstands in den USA verspätet veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für September.

Dieser fiel eigentlich recht schwach aus. Statt der erwarteten 180.000 neuen Stellen wurden nur 148.000 neue Arbeitsplätze (Nonfarm Payrolls) gemeldet. Im Jahresdurchschnitt beträgt damit das monatliche Plus bislang nur 178.000, womit es unter dem Durchschnittswert des Jahres 2012 liegt.

Anleger deuten schlechte Wirtschaftsdaten als Zeichen für mehr Liquidität

Doch die Aussichten der Wirtschaft sind den Börsianern aktuell offenbar nicht so wichtig. Stattdessen deuten sie die schlechten Daten als Zeichen dafür, dass die Notenbank weiter Liquidität bereitstellt und die Kurse dadurch noch höher steigen. Dies könnte sich allerdings bereits in dieser Woche als Irrglaube herausstellen.

Folgen die Anleger falschen Annahmen?

Denn viel wichtiger als die Zahl der neuen Stellen ist eigentlich die Arbeitslosenquote. Im Dezember 2012 hat die Fed ihre geldpolitischen Maßnahmen an die Entwicklung der Arbeitslosenquote gekoppelt. Der US-Leitzins soll so lange auf seinem historisch niedrigen Niveau verweilen, wie die Arbeitslosenquote das Niveau von 6,5 Prozent nicht erreicht.

Arbeitslosenquote auf bestem Weg zur Zielrate der Fed

Inzwischen ist die Arbeitslosenquote allerdings bereits mit 7,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit November 2008 gefallen. Sollte sie in der aktuellen Geschwindigkeit weiter sinken, könnte im Oktober 2014 die Zielmarke der Fed erreicht werden. Dann könnte die Fed geneigt sein, den Leitzins anzuheben. Viel früher würde sie allerdings mit dem Tapering, also der Rückführung der Anleihekäufe, beginnen. Und eventuell wird die Fed bereits nach der Sitzung in dieser Woche ankündigen, genau dies im Dezember zu tun.

Wann startet die Fed das Tapering?

Mit Blick auf die nur temporäre Lösung im US-Haushaltsstreit ist ein Beginn des „Taperings“ (d.h. die Rückführung der Asset-Käufe) schon in 2013 für die meisten Marktteilnehmer fraglich geworden. Sollte die Fed aber an ihrem bisherigen Plan festhalten, der den Beginn des Taperings in diesem Jahr vorsieht, dann könnte die Mehrzahl der Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt werden, was mit fallenden Aktienkursen begleitet werden dürfte.

Märkte hängen ausschließlich am Tropf der US-Notenbank

Die Märkte hängen im Moment ganz klar am Tropf der US-Notenbank Fed. Alles was zurzeit passiert, insbesondere in den USA (Schuldenprobleme, Arbeitsmarktdaten), wird dahingehend abgeklopft, ob es eine verzögernde Wirkung auf das geplante Tapering hat. Mehr Liquidität bedeutet steigende Kurse, weniger billiges Geld fallende Kurse. Wie es den Unternehmen bzw. der Realwirtschaft geht ist sekundär.

Fed-Sitzung in dieser Woche könnte richtungsweisend sein

Entsprechend muss die Sitzung der Fed in dieser Woche (29./30. Oktober) besonders beachtet werden. Sie könnte richtungsweisend sein für die nächsten Wochen. Zumal in dieser Woche auch bereits die neuen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Oktober veröffentlicht werden und diese in die Entscheidung der Fed mit einfließen werden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

 




›› Konjunktur-Radar
- Dahin steuert die US-Wirtschaft

von Sven Weisenhaus

Im „Marktüberblick“ haben wir bereits über die Arbeitsmarktdaten berichtet, die relativ schwach ausgefallen sind, wobei die von der US-Notenbank beachtete Arbeitslosenquote sich trotzdem mit einem Rückgang von 7,3 auf 7,2 Prozent weiterhin der Zielrate der Fed von 6,5 Prozent nähert.

Setzen die Anleger derzeit auf das falsche Pferd?

Die Frage lautet daher, ob die Märkte mit der Freude über das schwächere Stellenwachstum nicht gleich in zweifacher Hinsicht auf das falsche Pferd setzen. Einerseits könnte die sinkende Arbeitslosenquote dafür sprechen, dass die Fed bereits im Dezember an der „Liquiditätsschraube“ dreht, andererseits spiegelt die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt letztlich auch die Entwicklung der US-Wirtschaft wieder. Und wenn sich das Wirtschaftswachstum abschwächt, dann wirkt sich dies auch auf die Unternehmensgewinne aus. Die Folge: sinkende Gewinne müssten auch zu fallenden Aktienkursen führen.

Sinkender Ölpreis als Gradmesser der wirtschaftlichen Entwicklung?

Es könnte also sein, dass die Kurse inzwischen der Realwirtschaft davon gelaufen sind. Blicken Sie doch einmal auf den Ölpreis, der durchaus als Gradmesser der wirtschaftlichen Entwicklung herangezogen werden kann. Wenn die Wirtschaft auf Hochtouren läuft, wird auch viel Energie und damit insbesondere der Rohstoff Öl verbraucht. Entsprechend müsste der Preis steigen oder zumindest auf hohem Niveau verharren. Doch Fakt ist, dass der Ölpreis (der nachfolgende Chart zeigt die US-Ölsorte WTI) zuletzt stark gesunken ist.

Fallende Ölpreise seit September 2013

Natürlich kann dies auch an einem Überangebot liegen, weil sowohl die USA als auch die OPEC recht hohe Fördermengen haben. Doch der Preisrückgang könnte auch auf eine sinkende Nachfrage zurückzuführen sein.

Sinkender Ölpreis kann positiv und negativ gewertet werden

Nun kann man den Ölpreis-Rückgang, ähnlich wie den schwachen Stellenaufbau, sowohl negativ als auch positiv werten. Zwar kann ein sinkender Ölpreis auch auf eine nachlassende Wirtschaftsleistung hindeuten, was schlecht für die Unternehmen und damit auch schlecht für die Aktien ist, doch im Hinblick auf die Geldpolitik ist er wiederum positiv zu werten. Die Notenbank könnte den sinkenden Ölpreis ebenfalls als Zeichen wirtschaftlicher Schwäche deuten und entsprechend die Märkte unverändert stark mit Geld fluten. Zumal ein sinkender Ölpreis auch die Inflationsrate weiter nach unten drückt.

Sinkender Ölpreis führt auch zu sinkender Inflation

Wie am Mittwoch berichtet wurde, sind die US-amerikanischen Importpreise im September nur um 0,2 Prozent gestiegen nach zuvor ebenfalls 0,2 Prozent (nach oben revidiert von 0,0 Prozent). Der Preisanstieg dürfte sich im Oktober wegen dem gesunkenen Ölpreis wieder abschwächen, was der Fed mehr Spielraum für Liquidität gibt bzw. im Hinblick auf mögliche deflationäre Tendenzen sogar die Notenbank zu mehr Liquidität zwingen könnte.

Weitere schwache Signale vom US-Immobilienmarkt

Auch vom US-Immobilienmarkt hat man in der vergangenen Woche wieder Zeichen für weiteren Unterstützungsbedarf erhalten. So ist die Zahl der US-amerikanischen Verkäufe bestehender Häuser ("Existing Home Sales") im September auf 5,29 Mio. gefallen. Zudem wurde der Vormonatswert von 5,48 Mio. auf 5,39 Mio. Häuser nach unten revidiert. Es bleibt also bei einer Konsolidierung bzw. einem leichten Rückgang der Verkäufe auf hohem Niveau. Doch reicht der Fed dies oder will sie mehr?

US-Verbraucher werden immer skeptischer

Zumal auch die Verbraucher zunehmend skeptischer und damit beim Konsum gegebenenfalls zurückhaltender werden. Bereits vor einem Monat, am 30. September, berichteten wir, dass es mit dem Vertrauen der US-Verbraucher weiter abwärts geht. Der am vergangenen Freitag veröffentlichte endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im Oktober sogar nur noch bei 73,2, nach 77,5 Punkten im Vormonat. Dies ist damit bereits der 3. Rückgang in Folge.

Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan
(Quelle: Markt-Daten.de)

Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter erholen sich wieder

Einziger Lichtblick: Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, zu denen am Freitag Daten veröffentlicht wurden, sind im September um 3,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat August lag das Plus nur bei 0,1 Prozent.

US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter
(Quelle: Markt-Daten.de)

In dieser Grafik zeigt sich, dass die Auftragseingänge stark schwanken. Nach einem heftigen Rückgang im Juli hat es nun wieder eine Erholung gegeben. Aber vielleicht will auch hier die Fed erst einen kontinuierlich stabilen Auftragseingang sehen, bevor sie die Liquidität drosselt.

Es werden wieder Zahlen veröffentlicht, über die wir berichten können

In den vorangegangenen beiden Ausgaben haben wir den „Konjunktur-Radar“ wegen dem Shutdown in den USA ausgesetzt, weil von den offiziellen Stellen keine Zahlen veröffentlicht wurden. Inzwischen kehrt wieder Normalität ein, weshalb wir Ihnen aus der Vorwoche wieder erste Zahlen zur US-Wirtschaft präsentieren konnten.

Derzeit hängt alles von der US-Notenbank ab

Doch diese Zahlen können derzeit einfach nicht eindeutig gewertet werden. Es lassen sich für den Aktienmarkt sowohl positive als auch negative Signale herauslesen. Letztlich hängt es einzig und alleine davon ab, wie die US-Notenbank Fed diese Zahlen wertet. Zu diesem Fazit kamen wir bereits im „Marktüberblick“ („Fed-Sitzung in dieser Woche könnte richtungsweisend sein“) und zu diesem Fazit kommen wir auch hier.

 




›› Termine der Woche

(KW 44: Handelswoche vom 28.10. bis 01.11.2013)

Sie können die  folgenden „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 28.10.2013

  • 15:15 - US: Industrieproduktion
  • 15:15 - US: Kapazitätsauslastung
  • 16:00 - US: Anstehende Hausverkäufe September


Dienstag, 29.10.2013

  • 14:30 - US: Einzelhandelsumsatz
  • 14:30 - US: Erzeugerpreise
  • 15:00 - US: Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex Juli
  • 16:00 - US: Verbrauchervertrauen Conference Board Oktober


Mittwoch, 30.10.2013

  • 09:55 - DE: Arbeitsmarktdaten September
  • 11:00 - EU: Geschäfts- u. Verbraucherstimmung September
  • 11:00 - EU: Geschäftsklimaindex Eurozone Oktober
  • 14:15 - US: ADP-Arbeitsmarktbericht Oktober
  • 14:30 - US: BIP 3. Quartal
  • 14:30 - US: Verbraucherpreise
  • 18:30 - US: Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis


Donnerstag, 31.10.2013

  • 08:00 - DE: Einzelhandelsumsatz September
  • 08:00 - DE: Außenhandelspreise September
  • 08:00 - DE: Gfk Konsumklima
  • 11:00 - EU: Arbeitslosigkeit September
  • 11:00 - EU: Vorabschätzung Inflation Eurozone Oktober
  • 14:30 - US: Persönliche Auslagen September
  • 14:30 - US: Persönliche Einkommen September
  • 14:30 - US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 15:45 - US: Einkaufsmanagerindex Chicago Oktober


Freitag, 01.11.2013

  • 14:30 - US: Beschäftigte ex Agrar Oktober
  • 14:30 - US: Arbeitslosenquote Oktober
  • 16:00 - US: ISM Index Oktober
  • 16:00 - US: Bauausgaben September 

 




›› Marktüberblick
- Chartanalyse wichtiger Märkte

von Sven Weisenhaus


DAX

Die Bullen haben es in der abgelaufenen Handelswoche nach einigem Zerren und Ziehen geschafft, den DAX über die runde Marke von 9.000 Punkten zu hieven (grüner Kreis im folgenden Chart). Schon ab vergangenem Dienstag (das blaue Rechteck markiert die gesamte Handelswoche) geriet diese Marke in greifbare Nähe, doch erst am Freitag machten die Bullen den finalen Hüpfer und sie konnten kurzzeitig über die vielbeachtete Hürde blicken.

 DAX erreicht die Marke von 9.000 Punkten

Das Kurshoch lag bei 9.010,65 Punkten, für einen Schlusstand oberhalb von 9.000 Punkten reichte es allerdings nicht.

Damit ist der DAX im Rahmen des aktuellen Aufwärtstrends, der seit Herbst 2011 läuft (rechtes Rechteck im folgenden Chart), genauso weit gelaufen, wie in der Aufwärtsbewegung von März 2009 bis Mai 2011 (rechtes Rechteck im folgenden Chart). Auch zeitlich liefen die beiden Trends nahezu exakt gleich lang.

Wellengleichheit im DAX

Nur noch wenig Restpotential billigem wir dem DAX daher noch zu. Die obere Begrenzung des blau eingezeichneten Trendkanals verläuft aktuell bei 9.085 Punkten.


S&P500

Der S&P500 hat ein weiteres bullisches Signal gesendet. Nach dem Ausbruch über die blaue Widerstandslinie (grüner Kreis im folgenden Chart) fiel der Kurs auf diese zurück und konnte sich dann wieder nach oben hin abstoßen. Der Ausbruch gilt damit als bestätigt.

S&P500 - Chartanalyse

Die Börsenampeln stehen hier ganz klar auf grün und man kann diesen bullischen Signalen durchaus folgen. Absichern sollte man die Positionen nun allerdings eng. Es würde sich anbieten, den StoppLoss unterhalb der blauen Trendlinien zu platzieren. Sollte der Kurs in den Keil zurückfallen, dann könnte sich auch hier wieder ein „false break“ bilden, genau wie wir ihn beim Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie erlebt haben (wir berichteten).


EUR/USD

Vor einer Woche schrieben wir, dass beim Euro vorerst die Zeichen auf „long“ stehen. Nachdem der Euro bereits vom Haushaltsstreit in den USA ordentlich profitieren konnte, trieben nun die schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt die europäische Gemeinschaftswährung auf ein Zweijahreshoch. Der letzte verbliebene Widerstand bei 1,371 US-Dollar konnte inzwischen überwunden werden, womit auch hier, genau wie beim S&P500, alle Börsenampeln auf Grün stehen.

EUR/USD - Chartanalyse

Sollte sich auf der in dieser Woche stattfindenden Sitzung abzeichnen, dass die Fed ab Dezember die Käufe der Staatsanleihen reduziert, dürfte sich der US-Dollar ein wenig erholen. Andernfalls wird der Euro wohl von dem bullischen Chartbild weiter profitieren können.


Gold

Wir hatten bereits in der Ausgabe vor einer Woche geschrieben, dass der Goldpreis tatsächlich, wie im DAF-Interview angegeben, aus einem bullischen Keil nach oben hin ausbrechen konnte.

Gold - Chartanalyse

Gewöhnlich ist es bei solchen Chartformationen so, dass das Kursziel bei einem Ausbruch am Beginn der Formation liegt. Im Falle des Goldpreises bedeutet dies ein mögliches Kurspotential bis auf rund 1.433 USD.

Man kann also die Long-Positionen, die Sie hoffentlich in Folge unserer Analysen aufgebaut haben, durchaus noch ein wenig halten. Zitat aus dem DAF-Interview: „Ich würde jetzt schon auf einen Ausbruch nach oben setzen und entsprechend in die fallenden Kurse hinein kaufen.“ Dieser Tipp ging 100-prozentig auf.

Viel mehr Potential sehen wir dann aber nicht, weil wir lediglich von einer längeren Seitwärtsphase zwischen 1.180 und 1.433 USD ausgehen. Der Goldpreis wird aus unserer Sicht aufgrund der fundamentalen Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die Notenbankpolitik der Fed und die derzeit sinkenden Inflationsraten, unter Druck bleiben.

 




›› Einzelwert-Analyse
- 9.000 Punkte im DAX erreicht – Was jetzt noch möglich ist

von Sven Weisenhaus

Jahrelang mussten die DAX-Anleger auf Kurse jenseits von 8.160 Punkten warten. Im Jahr 2000 erzielte der DAX ein spektakuläres Hoch bei 8.136,16 Punkten (siehe folgender Chart). Die Blase am Neuen Markt beförderte die Kurse auf dieses aus damaliger Sicht viel zu hohes und fundamental kaum gerechtfertigtes Niveau. Entsprechend heftig fiel der anschließende Crash aus, der bis in das Jahr 2003 anhielt.

Allzeithochs im DAX

Doch die Märkte erholten sich und klopften 7 Jahre später wieder an das alte Hoch. Die Unternehmen waren zu diesem Zeitpunkt in die Bewertung hineingewachsen, so dass ein neues Kurshoch von 8.151,57 Punkten im Jahre 2007 wesentlich akzeptabler war.

Aktienmärkte - Auf Crashs folgten immer wieder Erholungen

Leider kamen dann die Krisen: Nach der US-Immobilienkrise folgte die weltweite Finanzkrise. Und die Anleger wurden vom DAX erneut in die Tiefe gerissen.

Es dauerte ähnlich lange, dieses Mal 6 Jahre, bis der DAX wieder das Niveau von knapp 8.150 Punkten erreichte. (Übrigens starteten beide Aufwärtsbewegungen – im Jahr 2003 und im Jahr 2009 jeweils im März.)

Aufgrund vergangener Erfahrungen glaubte kaum jemand an den Ausbruch

Durch die vorangegangenen Hochs bildete sich dort ein horizontaler Widerstand (blaue Linie im Chart), weshalb viele Anleger skeptisch bezüglich eines weiteren Anstiegs waren. Viele befürchteten einen erneuten Kurseinbruch und man konnte sich einfach nicht vorstellen, dass die Kurse angesichts der andauernden Euro-Krise und der Schuldenprobleme in den USA einen Ausbruch über die alten Allzeithochs vollziehen würden.

Skepsis ist der beste Nährboden für steigende Aktienkurse

Doch genau diese Skepsis legte erst den Boden für das Erreichen der nächsten runden Marke von 9.000 Punkten im DAX am vergangenen Freitag. Denn an der Börse gibt es die Weisheit, dass die Kurse entlang der „Mauer der Angst“ immer weiter steigen können. Bullenmärkte werden durch Angst und Skepsis befeuert und enden in der Euphorie.

Charttechnische Methoden wiesen auf den Ausbruch nach oben hin

Aus Sicht verschiedener charttechnischer Methoden ist der aktuelle Anstieg des DAX gar nicht ungewöhnlich. Sowohl die klassische Charttechnik als auch die Elliott-Wellen-Theorie kennen das sogenannte aufsteigende Dreieck. Es bildet sich, wenn die Kurse immer wieder bis auf das gleiche Kursniveau ansteigen, dabei aber höhere Tiefs ausgebildet werden. Die folgende Abbildung stellt die Chartformation des „aufsteigenden Dreiecks“ mustergültig dar.

Chartformation aufsteigendes Dreieck
Abbildung: aufsteigendes Dreieck

Konsolidierung durch aufsteigendes Dreieck

Die Punkte B und D liegen exakt auf der Höhe des vorangegangenen Hochs und die Punkte A, C und E markieren höhere Tiefs. Der Kurs setzt im Anschluss an diese Formation die Kursrichtung fort, welche er zuvor eingeschlagen hatte - im vorliegenden Fall also den Aufwärtstrend.

Entsprechend kommt es am Ende eines aufsteigenden Dreiecks zum Ausbruch nach oben und einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Das aufsteigende Dreieck ist also eine „Konsolidierungsformation“.

DAX konsolidierte lediglich den zuvor enormen Kursanstieg

Im DAX sieht die Situation ganz ähnlich aus, wie der folgende Chart zeigt.

aufsteigendes Dreieck im DAX

Auch wenn Punkt C hier die (grüne) Trendlinie nicht exakt trifft und er diese ein wenig unterbietet, so erkennt man dennoch durch die horizontale (blaue) Linie sowie die ansteigenden Tiefpunkte ganz klar ein aufsteigendes Dreieck im DAX.

Der DAX hat also offenbar den enormen Kursanstieg, welcher den Index von knapp 2.000 Punkten im Jahr 1995 bis auf über 8.000 Punkte in nur 5 Jahren nach oben katapultierte, lediglich verdaut, indem er 13 Jahre lang im Rahmen der Dreiecksformation seitwärts tendierte. Ein derartiges Verhalten findet man auch in sehr viel kurzfristigeren Zeitfenstern immer wieder.

Übrigens spielt es hier keine Rolle, ob man eine lineare Charteinstellung wählt oder, wie man es bei langfristigen Charts eigentlich tun sollte, eine logarithmische.

Kursanstieg im DAX ist mustergültig

Sowohl nach der klassischen Charttechnik als auch nach der Elliott-Wellen-Theorie erfolgt am Ende einer solchen Dreiecksformation, meist wenn der Kurs zu zwei Dritteln in die Spitze des Dreiecks hineingelaufen ist, also der Ausbruch nach oben. Sie sehen damit, der aktuelle Anstieg im DAX ist aus charttechnischer Sicht überhaupt nicht ungewöhnlich.

Welches Kursziel ergibt sich nun für den DAX?

Das langfristige Kursziel, welches sich aus der idealtypischen Auflösung eines aufsteigenden Dreiecks ergibt, ermittelt man, indem man die breiteste Stelle des Dreiecks einfach oben auf die horizontale Linie aufsetzt. In einer Grafik sieht dies wie folgt aus.

Kurszielermittlung beim aufsteigenden Dreieck
Abbildung: Kursziel beim Ausbruch aus einem aufsteigenden Dreieck

Bezieht man dies auf den DAX, dann beträgt die breiteste Stelle 5.947,41 Punkte. Denn vom Hoch bei 8.136,16 fiel der DAX bis Punkt A auf 2.188,75 Punkte (8136,16 – 2.188,75 = 5.947,41).
Legt man diese Strecke nun auf die horizontale Linie, dann ergibt sich ein Kursziel für den DAX von ca. 14.100 Punkte (8151,57 + 5.947,41 = 14.098,98).

DAX - Kursziel aus dem aufsteigenden Dreieck

DAX - 14.100 Punkte im August 2017

Für die Strecke von 5.947,41 Punkten hat der DAX vom Tief im März 2003 bis zum Hoch im Juni 2007 ca. 4,25 Jahre benötigt. Können Sie sich vorstellen, dass der DAX im August 2017 bei 14.100 Punkten steht? Ich kann mir dies vorstellen!

Kurzfristig vorsichtig, langfristig sehr bullisch

Da wir in dieser und auch in den vorangegangenen Ausgaben des Geldanlage-Briefs im „Marktüberblick“ eher skeptischere Töne angeschlagen haben, möchten wir Ihnen mit dieser DAX-Einzelwert-Analyse zum besseren Verständnis unsere Grundhaltung einmal aufzeigen. Wir zählen uns nicht zu den Bären. Im Gegenteil: Wir sehen im DAX langfristig noch eine ganze Menge Aufwärtspotential.

Nur den aktuellen Aufwärtstrend, der bereits seit September 2011 läuft (Punkt E oben im Chart), sehen wir als nahezu ausgereizt an. Wir erwarten und erhoffen uns lediglich eine ordentliche Korrektur, um dann in die fallenden Kurse hinein billiger einkaufen zu können.

Investmentstrategien zur aktuellen DAX-Situation

Um den Zeitraum bis zur erfolgten Korrektur überbrücken zu können und dennoch in dieser Zeit Gewinne zu erzielen, bieten sich  Reverse Bonus Zertifikate auf den DAX an. Schon in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 19.08.2013 hatten wir Ihnen zu einem solchen Schein geraten und dieser wurde nur einen Monat später zum höchst möglichen Kurs ausbezahlt, womit ein ordentlicher Gewinn möglich war.

21 Prozent in 2 Monaten - wenn der DAX nicht auf 9.400 Punkte steigt

Nun kann man erneut auf einen solchen Schein setzen. Anbieten würde sich aus unserer Sicht das Wertpapier mit der WKN GT0PJ8. Wenn der DAX bis zum 20.12.13 nicht auf oder über 9.400 Punkte steigt, winkt ein Gewinn von 21 Prozent in weniger als 2 Monaten. Und das selbst dann, wenn die erwartete Korrektur einsetzt.

25 Prozent in 3 Wochen - wenn der DAX nicht auf 9.200 Punkte steigt

Wenn Sie kurzfristiger agieren wollen und gleichzeitig spekulativer, und wenn Sie davon ausgehen, dass der DAX bis zum 15.11.2013 nicht über 9.200 Punkte steigt, also einen Anstieg von weiteren 2,2 Prozent in 3 Wochen nicht hinbekommt, dann können Sie mit dem Reverse Bonus Zertifikat WKN DX57J3 sogar fast 25 Prozent erzielen.

10 Prozent in 3 Wochen - wenn der DAX nicht auf 9.300 Punkte steigt

Leicht defensiver kommt das Zertifikat mit der WKN DX57JC daher. Hier liegt die Barriere bei 9.300 Punkten und das Gewinnpotential immerhin bei fast 10 Prozent, ebenfalls in nur 3 Wochen (Bewertungstag also ebenfalls 15.11.2013), wenn der DAX bis dahin nicht um mehr als 3,3 Prozent steigt.

10 Prozent in 2 Monaten - wenn der DAX nicht auf 8.400 Punkte fällt

10 Prozent Rendite kann man aber auch erzielen, wenn man kurzfristig keine (stärker) fallenden Kurse erwartet. Bei dem Bonus-Zertifikat mit der WKN GT6EZK geht es darum, dass der DAX bis zum 20.12.2013 nicht auf oder unter 8.400 Punkte bzw. um mehr als 6,7 Prozent fällt. Hiermit können also die kurzfristigen Optimisten einen schnellen, aber durchaus konservativen Gewinn erzielen.

Konkrete Empfehlungen im neuen Börsendienst

Wenn Sie derartige konkrete Hinweise zu bestimmten Investments, die hier aus rechtlichen Gründen der Haftung keinen Aufruf zum Kauf- oder Verkauf darstellen, zukünftig häufiger erhalten wollen, die wir auch für Sie in einem Musterdepot kontinuierlich weiterverfolgen, dann lassen Sie sich für unseren neuen Börsendienst vormerken.

Schreiben Sie uns hierzu einfach eine kurze, formlose E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Sie erhalten dann die konkreten Informationen vor allen anderen Lesern.

Ich wiederhole, was eingangs bereits beschrieben wurde: Die Plätze für den neuen Börsendienst werden begrenzt!


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

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