Syrien, Notenbanken und US-Arbeitsmarkt - Sommerpause ist definitiv beendet

Inhalt dieser Ausgabe:

  1. Marktanalyse - Syrien, Notenbanken und US-Arbeitsmarkt - Sommerpause beendet
  2. Konjunktur-Radar - Wohin steuern die wichtigsten Volkswirtschaften?
  3. Termine der Woche
  4. Marktüberblick - Chartanalyse wichtiger Märkte
  5. Fonds-Report - Live Übertragung der "Sauren Golden Awards" 2013
  6. Einzelwert-Analyse - Catamaran Corp.


Marktanalyse:
- Syrien, Notenbanken und US-Arbeitsmarkt - Sommerpause ist definitiv beendet

von Sven Weisenhaus

 

Verehrte Leserinnen und Leser,

ein Angriff mit Giftgas in Syrien sei nicht mehr zu leugnen, teilte der amerikanische Außenminister John Kerry am Montag vergangener Woche mit. Die Vereinigten Staaten und die internationale Gemeinschaft müssten darauf antworten.

Möglicher Militärschlag ließ die Aktienmärkte einknicken

Ein dadurch wahrscheinlich gewordener militärischer Einsatz ließ die Kurse an der Wall Street am Montagabend einknicken. Der DAX vollzog diese Vorgaben am Dienstag früh durch starke Kursverluste nach.

Wie üblich, wenn es im Nahen Osten zu Problemen kommt, stieg der Ölpreis deutlich an und drückte zusätzlich auf die Aktienkurse. Denn ein zu hoher Ölpreis kann sich sehr schnell als Bremsklotz für die Weltwirtschaft herausstellen.

Schuldenobergrenze in den USA wird wieder zum Thema

Als wäre dies nicht schon Belastung genug für die Aktienmärkte, rückte zeitgleich der Streit über den Bundeshaushalt in den Vereinigten Staaten wieder in den Fokus der Anleger. Mitte Oktober stoßen die Vereinigten Staaten nach Angaben von Finanzminister Jacob Lew an die gesetzliche Schuldenobergrenze. Es wird also in den kommenden Wochen darum gehen, eine erneute Anhebung des Limits zu beschließen, um die Zahlungsunfähigkeit der USA abzuwenden.
Derzeit beträgt die Obergrenze für die Staatsschulden 16,7 Billionen Dollar (12,5 Billionen Euro).

US-Wirtschaft wächst deutlich stärker als erwartet

Da half es auch nicht, dass am Donnerstag das Wachstum der US-Wirtschaft in der vorläufigen Fassung für das zweite Quartal mit aufs Jahr hochgerechnet 2,5 Prozent angegeben wurde, was deutlich über der offiziellen Vorabschätzung von 1,8 Prozent lag. Das Wachstum fiel damit mehr als doppelt so hoch aus, wie im ersten Quartal, als das Bruttoinlandsprodukt "nur" um 1,1 Prozent anstieg.

Derart positive Nachrichten rückten natürlich vor dem Hintergrund des Syrien-Konflikts in den Hintergrund. Allerdings wurden zu gute Wirtschaftsdaten an der Börse zuletzt auch eher skeptisch betrachtet, weil dies die US-Notenbank Fed veranlassen könnte, schneller den Geldhahn zuzudrehen.

Heftige Kursverluste an den Aktienmärkten

Insofern wurden die Kurse in der vergangenen Woche gleich dreifach belastet: vom möglichen Militärschlag in Syrien, von der Schuldenobergrenze der USA und von einem starken US-BIP-Wachstum. Konsequenz: Der Dow Jones gab auf Wochensicht 1,4 Prozent, der S&P 1,9 Prozent und die Nasdaq ebenfalls 1,9 Prozent nach. Mit einem Minus von 4,5 Prozent verzeichnete der Dow im August den größten Verlust auf Monatssicht seit Mai 2012.

Weiterhin Kursverluste erwartet

Damit haben sich unsere Warnungen, die wir in den vorangegangenen Ausgaben so oft wiederholt haben, nun eindeutig bestätigt. Wir haben Sie nicht nur schon frühzeitig vor der saisonal üblichen Schwäche gewarnt, sondern wir sahen auch kurzfristig eine Fortsetzung der Abwärtstendenz in den US-Indizes und glaubten, dass dann auch der DAX diesem Trend folgen wird. Dass es nun genau so gekommen ist, lässt sich an dem folgenden Chart, den Sie auch schon aus vorangegangenen Ausgaben kennen, eindrucksvoll ablesen.

Vergleich Kursverlauf DAX, Eurostoxx50, Dow Jones und S&P500
(erstellt mit: Ariva.de) Vergleich Kursverlauf DAX, Eurostoxx50, Dow Jones und S&P500

Gegenbewegung in den US-Indizes endete und die Korrektur im DAX startete

Exakt zum Wochenanfang am 26. August endete die kleine Gegenbewegung in den US-Indizes und startete die Korrektur im DAX und im EuroStoxx50. Und die Kursverluste dürften sich weiter fortsetzen, solange Unsicherheit über das weitere Vorgehen bezüglich Syriens herrscht.

Es ist schon merkwürdig, wie manchmal externe Ereignisse zu sonst üblichen Kursmustern an der Börse passen. Auf die saisonale Schwäche hatten wir hier an dieser Stelle längst hingewiesen. Nun scheint der mögliche Militärschlag den Startschuss für diese Kursverluste gegeben zu haben.

Die Sommerpause ist eindeutig beendet!

Am Montag bleiben die US-Börsen übrigens wegen des Feiertags "Labor Day" geschlossen. Die Woche dürfte dennoch weiterhin sehr bewegt bleiben. Neben den genannten Problemen rücken auch wieder sehr wichtige Wirtschaftstermine auf die Agenda: Die so wichtigen monatlichen US-Arbeitsmarktdaten werden veröffentlicht und die Notenbanken Bank of England und Europäische Zentralbank (EZB) entscheiden wieder über ihre zukünftige Geldpolitik. Die Sommerpause ist eindeutig beendet!


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

 


Konjunktur-Radar:
- Wohin steuern die wichtigsten Volkswirtschaften?

von Sven Weisenhaus


Mit der vorangegangenen Ausgabe haben wir den "Konjunktur-Radar" eingeführt. Wir wollen für Sie anhand einer Analyse der wichtigsten Konjunkturdaten aus den USA, aus Europa und natürlich speziell aus Deutschland herausfinden, ob die Kurse an den Börsen zukünftig steigen oder fallen. Davon können wir dann ableiten, mit welchen Investments Sie in den jeweiligen konjunkturellen Phasen, die wir durchlaufen, die besten Gewinnchancen haben.

Analyse der wichtigsten Konjunkturdaten

Doch welche Konjunkturdaten sind "die wichtigsten" und welche Daten werden eigentlich regelmäßig veröffentlicht? Diese Frage zu beantworten wird einige Zeit benötigen. In den kommenden Ausgaben werden wir uns Stück für Stück an die Antwort heranarbeiten. Heute beginnen wir mit den Daten aus den USA.

US-Notenbank Fed verfolgt zwei Ziele

Wie es um die wirtschaftliche Entwicklung in den USA steht, ist die aktuell wichtigste Frage an den Börsen. Denn die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) richtet ihre Geldpolitik so aus, dass ein möglichst hohes Wirtschaftswachstum erreicht werden kann. Dabei verfolgt die Zentralbank zwei Ziele: eine möglichst geringe Arbeitslosigkeit bei gleichzeitig stabiler Preisentwicklung. Dabei wird eine Inflationsrate von 2 Prozent angestrebt.

US-Notenbank steuert die US-Wirtschaft mit Geldpolitik

Aufgrund von verschiedenen Krisen, welche die USA in der jüngeren Vergangenheit durchlief (Immobilienkrise, Finanzkrise), befand sich (nicht nur) die dortige Wirtschaft in einer konjunkturell schwierigen Phase. Der Wirtschaftsmotor stotterte und die Arbeitslosigkeit stieg. Die US-Notenbank steuerte mit verschiedenen Maßnahmen gegen, senkte zum Beispiel die Zinsen und kaufte am Markt Staatsanleihen auf.

Die Strategie der Fed scheint aufzugehen

Inzwischen zeigen diese Maßnahmen Wirkung und die US-Wirtschaft befindet sich wieder auf dem Weg der Besserung. Daher hat Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, die Märkte darauf vorbereitet, die Anleihekäufe auf absehbare Zeit zu reduzieren und somit die bislang sehr expansive Geldpolitik etwas zurückzunehmen.

Liquidität und Börse

Da die Märkte aber insbesondere auch aufgrund der massiven Liquiditätsprogramme (Quantitative Easing) stark zulegen konnten, befürchten die Anleger nun, ein Ende der Anleihekäufe könnte die Aktienkurse einbrechen lassen. Gute Konjunkturdaten werden daher aktuell häufig von fallenden Kursen begleitet und neue Aussagen von Notenbankmitgliedern sehr kritisch beobachtet. Und dies ist der Grund, warum die wirtschaftliche Entwicklung bzw. deren Konsequenzen für die Geldpolitik derzeit das wichtigste Thema der Börse ist.

Aktuelle Konjunkturdaten aus den USA

Bevor wir uns weiter mit dem Grundlagenwissen zur Konjunktur befassen (in den kommenden Ausgaben erfahren Sie mehr darüber), werfen wir nun zunächst einen Blick auf die Konjunkturdaten aus den USA der vergangenen Handelswoche.

Einbruch bei den US-Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter

Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Juli um 7,3 Prozent gefallen. Es wurde zwar ein Rückgang erwartet, doch ist dieses Minus sehr heftig. Geht es der US-Wirtschaft also doch nicht so gut?

Man darf einen einzelnen Wert bei der Analyse einer Volkswirtschaft nie isoliert betrachten. Sondern man muss

  1. die Entwicklung eines einzelnen Wertes im Zeitablauf betrachten und
  2. Konjunkturdaten in einen Kontext setzen, sie also zusammen mit weiteren Daten beobachten.

Nur dann erhält man ein vollständiges Bild über die Entwicklung einer Wirtschaft und man erkennt, an welcher Stelle man sich im Konjunkturzyklus gerade befindet und wohin sich die Wirtschaft entwickelt.

Einbruch relativiert sich bei genauerer Betrachtung

Was die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern betrifft, so sind diese zum Beispiel im Vormonat noch um 3,9 % geklettert. Auch in den Monaten April und Mai gab es einen ordentlichen Zuwachs (siehe blaue Linie in der folgenden Grafik). Damit relativiert sich der aktuelle Rückgang etwas, zumal er besonders belastet ist von weniger Großaufträgen im Luftfahrtbereich.

US-amerikanische Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter
(Quelle: Markt-Daten.de) Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern in den USA

Was die Höhe der Auftragseingänge im Juli angeht, also die Summe der Aufträge in Mrd. USD (graue Balken in der Grafik), so lagen diese immer noch leicht über dem Durchschnitt der vergangenen 12 Monate. Also auch hier relativiert sich der Einbruch etwas.
Dennoch ist dieser Rückgang mit Vorsicht zu genießen und muss in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

US-Verbraucher haben hohes Vertrauen in die Wirtschaft

Das Vertrauen der Verbraucher in die US-Wirtschaft, ist hingegen relativ hoch. Das Conference Borad ermittelte bei seinem Vertrauensindex für August einen Wert von 81,5, nachdem er im Vormonat bei 81 stand. Auf Jahressicht wurde damit der zweithöchste Wert erreicht. Gleichzeitig ist dies auch der zweithöchste Wert seit 2008.

Verbrauchervertrauen des Conference Boards
(Quelle: Markt-Daten.de) Verbrauchervertrauen des Conference Boards

In dasselbe Horn bläst auch der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan. Dieser notiert im August bei 82,1. Zwar lag es im Monat zuvor mit 85,1 Punkten höher, doch bedeutet der aktuelle Wert auch hier, dass wir uns auf einem Niveau befinden, welches zuletzt vor mehreren Jahren, in diesem Fall im Jahr 2007, erreicht wurde.

Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan, seit 1990
(Quelle: Markt-Daten.de) Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan

Ein hohes Verbrauchervertrauen ist wichtig, weil die US-amerikanische Wirtschaft zu rund zwei Drittel vom Konsum abhängig ist. Ein hohes Vertrauen der Verbraucher wird mit einer hohen Konsumlust verbunden.

Positive Stimmung auch bei den Einkaufsmanagern

Eine ähnlich positive Stimmung herrscht auch bei den Einkaufsmanagern. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im August bei 53,0. Im Vormonat hatte der Index noch bei 52,3 gestanden.
Werte unter 50 deuten bei diesem Index auf ein Schrumpfen der Wirtschaft hin, Werte über 50 dagegen auf Wachstum.

Die Einkaufsmanager haben natürlich einen guten Eindruck von der Verfassung der Wirtschaft, weil sie im Prinzip am Beginn der Wertschöpfungskette stehen. Alles was produziert oder konsumiert wird, muss zunächst beschafft werden. In der Wertschöpfungskette steht die Beschaffung weit vorne, gefolgt von der Produktion und dem Konsum.
Wenn die Einkaufsmanager also viel zu tun haben, dann wird auch viel produziert und letztlich auch konsumiert - ein positives Zeichen für die (US-)Wirtschaft.

US-Immobilienpreise steigen

Der US-amerikanische Case Shiller Home Price Index notiert im Mai bei 12,1 Prozent. Bereits in den Monaten zuvor wurden jeweils starke Anstiege verzeichnet.

Case Shiller Hauspreisindex
(Quelle: Markt-Daten.de) Case Shiller Home Price Index

Besonders den US-Immobilienmarkt hat die US-Notenbank Fed sehr genau im Auge, den seit der Immobilienkrise versucht die Notenbank insbesondere über diesen Sektor durch niedrige Zinsen die US-Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Steigende Häuserpreise lassen die Immobilienbesitzer bzw. Immobilienverkäufer reicher erscheinen, was wiederum gut für den Konsum ist.
Die Grafik zeigt, wie stark sich die Erholung seit der Krise im Jahr 2008 bereits fortgesetzt hat. Auch hier also ein klares Signal für eine weniger expansive Geldpolitik der Fed.

Index zu anstehenden Hausverkäufen - Rückgang auf vom hohen Niveau

Dagegen zeigt der US-amerikanische Index zu den anstehenden Hausverkäufen im Juli Schwäche. Er sinkt um 1,3 Prozent gefallen. Doch auch hier erweist sich der Tipp, einen einzelnen Wert nicht isoliert zu betrachten, als goldrichtig. Schaut man nämlich in die Entwicklung der Vergangenheit, dann erkennt man auch hier eine bereits sehr weit fortgeschrittene Erholung.

Index zu den anstehenden US-Hausverkäufen (Pending Homes Sales)(Quelle: Markt-Daten.de) Index zu den anstehenden Hausverkäufen

Bei dem aktuellen Rückgang handelt es sich also lediglich um einen kleinen Rückgang von einem schon recht hohen Niveau aus.

US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Bei all diesen positiven Eindrücken von den Konjunkturdaten, die alleine nur in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, verwundert es kaum, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal 2013 stärker gewachsen ist als erwartet. Am Donnerstag wurde bekannt, dass das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum von April bis Juli um 2,5 Prozent gestiegen ist. Damit wurde die offizielle Vorabschätzung von 1,8 Prozent nach oben revidiert. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum 1,8 Prozent betragen.

Daten zur Analyse der US-Wirtschaft

Sie haben heute bereits viele Konjunkturdaten zur Analyse der US-Wirtschaft kennengelernt. Dabei konnten Sie sehen, dass aus ganz verschiedenen Sektoren einer Wirtschaft Daten erhoben werden. Wir haben Daten zur Industrie (Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter, Einkaufsmanagerindex), von den Verbrauchern (Verbraucherstimmung), zum Immobilienmarkt (Preisindex, Index zu anstehenden Hausverkäufen) und zum Wirtschaftswachstum insgesamt gesehen.

In dieser Woche erhalten wir Informationen zur Geldpolitik und zum Arbeitsmarkt. Und dann gibt es noch die Preisentwicklung.

Die Bereiche einer jeden Volkswirtschaft

Damit können wir eigentlich bereits eine Einteilung einer Volkswirtschaft in die verschiedenen zu betrachtenden Bereiche vornehmen:

  • Grundlegende Daten (BIP, Verschuldung)
  • Geldpolitik (Leitzins, Wirtschaftsindikatoren von Notenbanken)
  • Arbeitsmarkt (z. B. Arbeitslosenquote)
  • Verbraucher (Stimmung)
  • Industrie (Auftragseingang, Produktion, Kapazitätsauslastung, Einkaufsmanager)
  • Immobilienmarkt
  • Preisentwicklung

Jeden Monat mehr als 60 verschiedene Daten

Diese Einteilung kann man zu jeder Volkswirtschaft vornehmen, egal ob USA, Europa, Deutschland, China oder Japan (etc.). Und zu jedem dieser Bereiche werden unterschiedlich viele Daten veröffentlicht.
Im Fall der USA haben wir heute 7 Daten kennengelernt. Ich persönlich beobachte weitere 25 Daten zu den USA (insgesamt also 32) und damit erfasse ich nicht mal alle Daten, die zu den USA veröffentlicht werden.
Für Europa kommen weitere 14 Daten hinzu. Dabei wird noch (fast) jedes Mal unterschieden zwischen EU und Eurozone.
Für Deutschland kommen noch mal 17 Daten hinzu.

Um also alleine nur einen Eindruck über die wirtschaftliche Entwicklung in den USA, in Europas und Deutschland zu gewinnen, muss man ca. 63 verschiedene Zahlen beobachten, die man auch noch im Zeitablauf und im Kontext mit anderen Daten betrachten muss. Und das jeden Monat aufs Neue.
Wenn Ihnen also jemand anhand eines einzelnen Wertes erzählen möchte, wie es um ein Land oder eine Region bestellt ist, dann wissen Sie nun, dass dies Unsinn ist.

 


Termine der Woche

(KW 36: Handelswoche vom 02.09. bis 06.09.2013)


Montag, 02.09.2013

  • 09:55 - DE: Einkaufsmanagerindex August
  • 10:00 - EU: Einkaufsmanagerindex Eurozone August


Dienstag, 03.09.2013

  • 07:45 - CH: BIP 2. Quartal
  • 11:00 - EU: Erzeugerpreise Industrie Juli
  • 16:00 - US: ISM Index August
  • 16:00 - US: Bauausgaben Juli


Mittwoch, 04.09.2013

  • 11:00 - EU: Einzelhandel Juli
  • 11:00 - EU: BIP 2. Quartal
  • 14:15 - US: ADP-Arbeitsmarktbericht August
  • 14:30 - US: Handelsbilanz Juli
  • 20:00 - US: Beige Book


Donnerstag, 05.09.2013

  • 09:55 - DE: Dienstleistungsindex August
  • 10:00 - EU: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone August
  • 12:00 - DE: Auftragseingang Industrie Juli
  • 13:00 - GB: BoE Sitzungsergebnis
  • 13:45 - EU: EZB Sitzungsergebnis
  • 16:00 - US: Industrieaufträge Juli
  • 16:00 - US: ISM Dienstleistungsindex August


Freitag, 06.09.2013

  • 08:00 - DE: Außenhandel Juli
  • 12:00 - DE: Produktion prod. Gewerbe Juli
  • 14:30 - US: Arbeitslosenquote August
  • 14:30 - US: Beschäftigte ex Agrar August
  • 14:30 - US: Stundenlöhne August
  • 14:30 - US: Wochenstunden August

 


Marktüberblick:
- Chartanalyse wichtiger Märkte

von Sven Weisenhaus

DAX

Nun hat es also auch den DAX erwischt. Mehr als 3 Prozent ging es für den deutschen Leitindex in der vergangenen Woche abwärts.

DAX - Verlauf der Vorwoche

Schaut man sich den Verlauf der Woche und insbesondere die Bewegung zum Ende der Woche hin an (siehe Chart oben), dann deutet alles auf weiter fallende Kurse hin. Zumal der DAX seine fast 6 Wochen andauernde Seitwärtsbewegung, die unter geringer Volatilität stattfand und sich in einer engen Range von nur ca. 200 Punkten abspielte, nach unten hin gebrochen hat (siehe folgender Chart).

DAX bricht nach unten aus

Damit hat er ein klares Verkaufssignal generiert, welches erst dann wieder egalisiert ist, wenn der Kurs auf über 8.240 Punkte (grüne Linie) und damit in die Seitwärtsrange zurückkehren kann.

Aktuell macht sich der DAX aber erst einmal auf, unser längst benanntes Kursziel von 8.065 Punkten zu erreichen. Dort (genauer gesagt bei 8.066,48 Punkten) hätte der Index die große Aufwärtslücke von Mitte Juli vollständig geschlossen. Wir hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass solche Gaps in den überwiegenden Fällen geschlossen werden.


S&P500

Vor einer Woche gingen wir davon aus, dass es sich bei der kleinen Aufwärtsbewegung im S&P500 "lediglich um eine kleine Flagge in der Abwärtsbewegung handelt und sich die zuvor begonnene Korrektur noch fortsetzt". Tatsächlich stieg der US-Index kaum weiter und fiel stattdessen unter sein jüngstes Tief (rote Linie im folgenden Chart) bei 1.640 Punkten zurück. Auch hier lagen wir mit unserer Prognose also 100%ig richtig.

S&P500 Chartanalyse

Etwas bullischer wird es nun, wenn der S&P500 sein letztes Hoch bei 1.670 Zählern überwinden kann. Bis dahin befinden wir uns nun in einer echten Korrektur, die sich durch einen kurzfristigen Abwärtstrend innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends auszeichnet.

Und Unterstützung erhält der Kurs ausgerechnet exakt auf dem aktuellen Niveau durch eben einen solchen übergeordneten - also längerfristigen - Aufwärtstrend (grüne Trendlinie im folgenden Chart).

S&P500 Chartanalyse

Doch dieses Kursverhalten zeigt für uns nun nicht, dass die Abwärtsbewegung jetzt bereits ein Ende gefunden hat lediglich. Sie zeigt lediglich, wie präzise charttechnische Marken sehr häufig angesteuert werden. Die Aufwärtstrendlinie liefert also nach unserer Erwartung kurzfristig Unterstützung, dürfte dann aber im Rahmen weiterer Kursverluste gebrochen werden. Wir könnten uns ein Erreichen des ehemaligen Allzeithochs vorstellen.


EUR/USD

Die Marke von 1,34 US-Dollar war also doch ein zu harter Widerstand. Die Bullen gaben den Kampf auf und die Bären konnten in der Folge ganze 2 Cent an Boden zurückgewinnen. Dabei fiel der Euro auf seine ehemalige Seitwärtsrange zurück.

EUR/USD Chartanalyse

Im Prinzip kann man nun wichtige Marken im Abstand von jeweils 2 Cent ausmachen. Das untere Ende der ehemaligen Seitwärtsrange liegt bei 1,28 US-Dollar. 2 Cent darüber liegt die 1,30er Marke, der wir mehrfach eine hohe Anziehungskraft attestierten. Bei 1,32 liegt die obere Begrenzung der ehemaligen Seitwärtsrange und bei 1,34 US-Dollar der aktuell scheinbar unüberwindbare Widerstand.

EUR/USD Chartanalyse

Immer wenn der Kurs also eine dieser Marken unter- oder überschreitet, muss man damit rechnen, dass auch die nächste Linie angesteuert wird. Auch aus diesem Wissen kann man eine erfolgsversprechende Trading-Strategie entwickeln: Kann sich der Kurs nun oberhalb von 1,32 halten, könnte man auf einen Anstieg auf 1,34 US-Dollar setzen. Fällt er allerdings nachhaltig unter 1,32, dann könnten sich Short-Positionen mit Kursziel 1,30 lohnen.


Gold

Bei der S&P500-Analyse oben haben wir über die Präzision der Charttechnik geschrieben. Im Goldpreis zeigt sich ein weiteres Beispiel für das Funktionieren charttechnischer Methoden.

In der vorangegangenen Ausgabe schrieben wir, dass sich bei 1.433 US-Dollar das 61,80-Prozent-Fibonacci-Retracement (aus der Abwärtsbewegung von Anfang April bis Ende Juni) befindet, welches in der Charttechnik als Maximalkorrekturkursziel gilt. "Gegenbewegungen laufen selten weiter, als bis zu dieser Marke", schrieben wir dazu.

Gold Chartanalyse

Im Chart ist sehr schön zu sehen, wie exakt der Goldpreis bis zu dieser Marke ansteigen konnte und genau dort dann scheiterte.

Nun wird es für Trader recht einfach: Kann diese Marke, die als Maximalkorrekturkursziel gilt, überwunden werden, ist der Abwärtstrend seit April beendet. Solange dies dem Kurs nicht gelingt, muss man davon ausgehen, dass nun wieder der Abwärtstrend aufgenommen wird. Man könnte also jetzt Short-Positionen eingehen und diese oberhalb der Fibonacci-Marke absichern.

Allerdings, und auch das schrieben wir bereits, gilt diese Fibonacci-Marke nur für die Kursbewegung seit April 2013. "Der eigentliche Abwärtstrend im Goldpreis begann schon früher, weshalb man in den Chart auch noch andere Fibonacci-Retracements einzeichnen kann", hieß es vor einer Woche.
Es ist also derzeit entscheidend, wie sich der Goldpreis an der 61,80-Prozent-Marke verhält.

Wie hoch der Goldpreis kurzfristig noch steigt, spielt für uns aber eigentlich keine Rolle. Denn wir erwarten nach wie vor, dass der Goldpreis erst einmal eine Weile seitwärts tendieren wird. Die Range, in der er das tun soll, wird dabei gerade aus unserer Sicht abgesteckt. Das Kurstief haben wir bereits bei rund 1.180 US-Dollar gesehen. Die Frage ist also, wo das Kurshoch der Range liegen wird. Vielleicht haben wir dieses nun mit dem exakten Erreichen der 61,80-Prozent-Marke gesehen.
Kurse von über 1.522 Punkten sind aber aufgrund der Bedeutung dieser Marke nicht zu erwarten.

 


Fonds-Report

In der vorangegangenen Ausgabe des Geldanlage-Briefs haben wir Sie durch einen Beitrag von Herrn Eckhard Sauren über die Probleme der "Zinsfalle" und die Risiken im Niedrigzinsumfeld informieren lassen. In diesem Kontext erschienen professionell verwaltete Fonds interessant. Allerdings sollte man nur auf Fonds setzen, die von erfahrenen und vor allem erfolgreichen Fondsmanagern verwaltet werden. Doch nur die wenigsten Fondsmanager schaffen es, über einen langen Zeitraum die Benchmark zu schlagen und Ihren Kunden eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften. Welchem Fondsmanager sollte man also sein Geld anvertrauen? Hierzu verweisen wir auf den folgenden Veranstaltungshinweis.

Sauren Golden Awards 2013 - Live-Übertragung

von Eckhard Sauren

Eckhard Sauren verwaltet in seiner Rolle als Dachfondsmanager aktuell 14 eigene Dachfonds nach der bewährten und langjährig erfolgreichen personenbezogenen Investmentphilo-sophie "Wir investieren nicht in Fonds – wir investieren in Fondsmanager".

Verehrte Leserinnen und Leser,
Eckhard Sauren - Unternehmensgründer und Vorstand der Sauren Fonds-Service AG

am 5. September 2013 wird sich die internationale Elite der Fondsmanager in Frankfurt am Main versammeln, wenn die Sauren Golden Awards zum zehnten Mal im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung verliehen werden.

Ausgezeichnete Fondsmanager

Vor Ort persönlich ausgezeichnet werden die Fondsmanager, deren Leistungen beim qualitativen Sauren Fondsmanagerrating besonders hervorstachen. Bei dem Ratingansatz der Sauren Fonds-Research AG stehen die Person des Fondsmanagers und dessen qualitative Beurteilung im Mittelpunkt. Von der Vielzahl der in persönlichen Gesprächen analysierten Fondsmanager erhalten nur die erfolgversprechendsten Fondsmanager eine Auszeichnung von bis zu drei Goldmedaillen.

Die vielbeachtete Verleihung der Preise in verschiedenen Kategorien wird ab ca. 21:00 Uhr im Internet auf www.sauren.de live zu verfolgen sein. Dabei wird sich eine hochkarätige Auswahl an Fondsmanagern in Frankfurt präsentieren, auf deren Ausführungen man besonders gespannt sein kann. Inhaltlich können die Zuschauer daher Einiges erwarten. Die Liveübertragung ist die Gelegenheit, die Begründung für die jeweilige Auszeichnung sowie die Ausführungen der ausgezeichneten Fondsmanager zu ihrer Anlagephilosophie und insbesondere zum aktuellen Marktgeschehen direkt zu verfolgen. Ein weiteres Highlight ist die Auszeichnungen zur "Fondspersönlichkeit 2013" um ca. 21:50 Uhr.

Weitere Informationen zu den Sauren Golden Awards erhalten Sie unter:

http://www.sauren.de/golden-awards.html

 


Einzelwert-Analyse

- Catamaran Corporation - Endloser Aufwärtstrend trotz hoher Bewertung?

von Sven Weisenhaus

Bereits am 12. August berichteten wir Ihnen, dass uns noch einige Leser-Mails erreicht haben, in denen wir um die Analyse einiger Unternehmen gebeten wurden. Heute möchten wir eines dieser Unternehmen aufgreifen: Die Catamaran Corp. (WKN: A1J08W / ISIN: CA1488871023).


Kurzportrait

Die Catamaran Corporation ist ein Arzneimittelhändler aus Nordamerika. Genauer gesagt handelt es sich um einen sogenannten Pharmacy Benefits Manager. Dies sind öffentliche Unternehmen, welche im Auftrag amerikanischer Krankenkassen für den Versandhandel von Arzneimitteln verantwortlich sind.
Catamaran verwaltet über 250 Millionen Verschreibungen pro Jahr und bedient über 25 Millionen Kunden in den USA und Kanada. Das Unternehmen bearbeitet jedes fünfte Arzneirezept innerhalb der USA.


Geschäftsentwicklung

Das Unternehmen befindet sich in einer Phase starken Wachstums. Der Umsatz kletterte in den Jahren 2010 bis 2012 von knapp 2 auf 10 Mrd. USD.

Beim Jahresüberschuss ist Geschwindigkeit des Wachstums nicht ganz so rasant, doch auch hier können sich die Zahlen sehen lassen. Erzielte das Unternehmen in 2010 noch einen Gewinn von 65 Mio. USD, so waren es in 2012 schon 117 Mio. und damit etwas mehr als doppelt so viel.

Pro Aktie bedeutet dies ein Ergebnis von 0,70 USD in 2012.


Geschäftsausblick

Setzt sich das bisherige Wachstum fort, könnten in 2013 15 Mrd. USD Umsatz erzielt werden. Beim Umsatz lag das Wachstum zuletzt bei rund 100 Prozent zum Vorjahr. Wir gehen nun konservativ geschätzt von nur noch +50 Prozent in 2013 aus. Das Unternehmen kalkuliert hier sogar noch etwas konservativer mit 13,16 Mrd. USD.

Schreibt man auch beim Gewinn das Wachstum der vergangenen beiden Jahre fort, so könnte der Jahresüberschuss in 2013 bei 135 Mio. Euro liegen. Beim Gewinn lag das Wachstum in 2012 bei ca. 27 Prozent, für 2013 gehen wir von einem knapp 16-prozentigen Wachstum aus. Hier ist die Unternehmensprognose mit 178 Mio. USD optimistischer.

Beim Ergebnis pro Aktie gab es von 2011 auf 2012 keine Verbesserung, der Wert lag unverändert bei 0,70 USD. Dies lag allerdings daran, dass sich der Gewinn auf mehr Aktien verteilte. Die Aktienanzahl stieg in dem Zeitraum von 126 auf 168 Millionen. Für 2013 sieht das Unternehmen einen Anstieg des Gewinns pro Aktie auf 0,90 USD.


Bewertung

Nun liest sich die Geschäftliche Entwicklung, bei der wir hier nur die wichtigsten Kennzahlen wiedergegeben haben, recht ordentlich. Leider sehen dies auch bereits die Anleger so, denn das ordentliche Wachstum spiegelt sich bereits deutlich im Kurs wider.

Die Marktkapitalisierung beträgt bei inzwischen 206 Mio. Aktien und einem aktuellen Kurs von 54,91 USD an der Nasdaq 11,3 Mrd. USD.

Dieses Bewertungsniveau liegt oberhalb des 2012er Umsatzes, womit sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 1,14 errechnet. Zieht man allerdings den vom Unternehmen prognostizierten Umsatz für 2013 von 13,16 Mrd. USD heran, dann errechnet sich ein günstigeres KUV von 0,86.
Ein KUV von 1 oder gilt in der Fundamentalanalyse als fair. Aufgrund des starken Wachstums wäre sogar ein höherer Wert angemessen. Hier spräche die Bewertung als durchaus für einen Kauf der Aktie.

Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis ist aber nicht sehr aussagekräftig, weil Aktionäre auf die Gewinne abzielen. Der Umsatz sagt wenig über die Ertragskraft eines Unternehmens aus. Lediglich die Umsatzentwicklung ist einen Blick wert. Diese ist aber bei der Catamaran Corp. sehr positiv.

Kritischer muss man einen eventuellen Kauf aber sehen, wenn man sich nun mit der Bewertung bezogen auf den Gewinn des Unternehmens anschaut. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) lag im Geschäftsjahr 2012 bei 0,70 USD und soll nach Unternehmensangaben in 2013 auf 0,90 USD steigen. Teilt man den aktuellen Aktienkurs von 54,91 USD durch den Gewinn pro Aktie, also gemäß der Formel für das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), dann erhält man ein Ergebnis von rund 60. Ein Wert von 60 gilt allgemein als sehr ambitioniert.

Ein derartig hohes KGV ist nur dann gerechtfertigt, wenn das Unternehmen ein sehr hohes Gewinnwachstum vorweisen kann. Um das KGV in die richtige Relation zum Gewinnwachstum zu setzen, bedient man sich des Kurs-Gewinnwachstums-Verhältnisses (PEG). Wie der Name schon sagt, setzt man hier den Kurs bzw. eigentlich das KGV ins Verhältnis zum Gewinnwachstum.
Der Gewinn soll laut Unternehmensangaben von 117 auf 178 Mio. USD in 2013 ansteigen. Das entspricht einem Gewinnwachstum von 52 Prozent. Dies ergibt ein PEG von 1,15. Dies ist nicht unerhört hoch, doch Werte von über 1 gelten als überbewertet.

Da das Unternehmen keine Dividende ausschüttet, kann auch hier kein Grund für einen Erwerb der Aktie gefunden werden.

Und auch bei Betrachtung des Substanzwertes, den man beim Kauf von Anteilen an dem Unternehmen erhält, findet man keine Pro-Argumente. Der Buchwert je Aktie liegt bei nur 23 USD. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) liegt damit bei fast 2,35, was als sehr teuer gilt. Auch beim KBV gilt allgemein ein Wert von 1 als fair.

Das Eigenkapital liegt bei 4,6 Mrd. USD. Die Eigenkapitalrendite ist mit rund 40 Prozent sehr solide. Allerdings kann sie nicht über die hohe Bewertung hinwegtäuschen.


Chartanalyse

Am 15. Juli wurde der Wunsch an uns herangetragen, dieses Unternehmen zu analysieren. Obwohl seit dem 1,5 Monate vergangen sind, kommen wir mit der Analyse nicht zu spät. Der Kurs hat sich in diesem Zeitraum zwar von 50 auf 58 USD erhöht, er befindet sich damit aber immer noch in Bandbreite, in der er sich schon seit März dieses Jahres aufhält (siehe blaues Rechteck).

Catamaran Corp. - kurzfristige Chartanalyse

Interessant wird der Chart erst, wenn man ihn längerfristig betrachtet. Von 2009 bis April 2012 hat der Kurs richtig Gas gegeben. Seitdem ist der Kursanstieg deutlich moderater.

Catamaran - langfristige Chartanalyse

Interessant ist, dass sich der Kursverlauf mit dem Zeitraum des stärksten Unternehmenswachstums deckt. Vor dem Jahr 2008 lag der Umsatz nur bei unter 100 Mio. USD. Im Jahr 2008 vervielfachte er sich auf fast 900 Mio. USD. In den Jahren 2009 und 2010 war das Wachstum wieder moderater und in 2011 zündete dann der nächste Turbo. Jetzt zeichnen sich wieder moderatere Jahre ab.


Fazit

Der Aufwärtstrend in der Aktie kann begeistern und ist noch vollkommen intakt. Doch sowohl in dem Kursanstieg als auch im Unternehmenswachstum zeichnet sich ein abnehmendes Momentum ab. Weitere Kursanstiege sind wahrscheinlich, doch aufgrund der aktuell hohen Bewertung sollte man für einen Einstieg tiefere Kurse abwarten.
Empfehlenswert wäre es sicherlich, die aktuelle Range von ca. 47 bis 58 USD zu nutzen und erst am unteren Ende einzusteigen, um dann am oberen Ende wieder Gewinne einzustreichen.


Alternative Investments

Zertifikate, mit denen man diese Strategie umsetzen könnte, zum Beispiel durch Discount-Zertifikate, mit denen man die Aktie mit Rabatt erwerben könnte oder durch Bonus-Zertifikate, mit denen man auch bei seitwärts tendierenden Kursen profitieren könnte, gibt es leider nicht.


Lassen Sie Ihre Wunschaktie analysieren

Welches Unternehmen sollen wir für Sie unter die Lupe nehmen? Senden Sie Ihre Vorschläge an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Liebe Leser,

der Newsletter "Börse-Intern" (ehemals "Geldanlage-Brief") ist Ihre kostenlose Informationsquelle zur Börse, den Aktienmärkten und Finanzen.

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie sind kostenlos dabei!




Datenschutzhinweise anzeigen...