DAX startet schwach ins neue Jahr +++ Chart-Check: DAX, S&P500, Euro, Gold

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - DAX startet schwach ins neue Jahr
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, S&P500, EUR/USD und Gold
  3. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- DAX startet schwach ins neue Jahr
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefmit dieser ersten „Geldanlage-Brief“-Ausgabe im neuen Jahr möchten wir Ihnen natürlich auch zunächst ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2014 wünschen!

Ein erfolgreiches Jahr 2013 ging zu Ende

Für das Team von Geldanlage-Brief.de ist ein sehr erfolgreiches Jahr 2013 zu Ende gegangen. Dass wir einen guten Job erledigt haben, zeigten insbesondere die Ergebnisse unserer Umfrage aus der vorangegangenen Ausgabe, die Sie in der heute angehängten PDF-Datei noch einmal nachlesen können.

(Das Ergebnis der Umfrage ist auch der Grund dafür, dass Sie den „Geldanlage-Brief“ bereits am heutigen Sonntag erhalten, und nicht erst, wie bisher, im Laufe des Montags. Am Mittwoch werden Sie dann erstmalig die neue, wöchentliche zweite Ausgabe zur Wochenmitte empfangen, die den „Konjunktur-Radar“ sowie „Einzel(wert)-Analysen“, Artikel mit „Börsen-Wissen“ oder „Gastbeiträge“ enthalten wird.)

Die richtige Strategie für Ihr Vermögen

Und auch das Jahr 2014 hat uns und unsere Abonnenten des neuen Börsendienstes „Geldanlage Premium Depot“ schon verwöhnt. Denn unserMusterdepot hat gleich zum Jahresbeginn 2014 einen neuen Rekordstand erreicht. Nach nur 1,5 Monaten beläuft sich die Summe der Gewinne schon auf 570,64 Euro!

Damit zeigt sich:
Das „Geldanlage Premium Depot“ ist die richtige Strategie für Ihr Vermögen!

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DAX startete schwach ins neue Jahr

Ganz anders ist der DAX in das neue Börsenjahr gestartet. Der deutsche Leitindex weist für die erste Handelswoche 2014 einen Verlust von rund 1,6 % auf. Vom Hoch bis zum Tief betrug das Minus sogar 2,63 %.

DAX - Verlauf der Woche
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen

Bei dünnen Umsätzen kommt es häufig zu Fehlsignalen

Vor einer Woche gab ich bereits zu bedenken, dass in der Zeit zwischen den Feiertagen nicht alle Marktteilnehmer an der Börse aktiv sind und deshalb die Kursgewinne unter dünnen Umsätzen stattfinden. Und bei geringen Umsätzen kommt es oft zu Fehlentwicklungen.

Kehren die übrigen Marktteilnehmer im neuen Jahr an die Börse zurück, kann es zu einer Korrektur kommen und ein Kursniveau erreicht werden, welches besser die Meinung des Gesamtmarktes widerspiegelt, als der aktuelle Kurs“, schrieb ich dazu und wies zudem auf den extrem hohen Optimismus im Stockstreet-Trader-Sentiment hin.

Warnhinweise kamen zum richtigen Zeitpunkt

Aus heutiger Sicht zeigt sich, wie berechtigt diese Warnhinweise waren. Denn tatsächlich schienen einige Marktteilnehmer das erreichte Niveau für zu hoch erachtet zu haben und sie nahmen Gewinne mit.
Ein „normales“ Handelsvolumen dürfte aber wohl erst ab der kommenden Woche erreicht werden. Erst im Verlauf dieser Woche dürften sich klarere Handelssignale abzeichnen.

Wichtige Termine in der kommenden Woche

Die wichtigsten Termine in der kommenden Woche sind die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch (ADP-Daten) und Freitag (offizielle Daten). Ähnlich wichtig ist das Ergebnis der Ratssitzung der europäischen Zentralbank (EZB). Beides betrifft die aktuell so wichtige Geldpolitik der beiden Regionen USA und Europa.


Ich wünsche Ihnen auch in 2014 viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, S&P500, EUR/USD und Gold
von Sven Weisenhaus

DAX

Anfang Dezember war der DAX aus einem seit Anfang Oktober gültigen Aufwärtstrendkanal (siehe grün im folgenden Chart) nach unten hin ausgebrochen (siehe linker roter Kreis). Im Anschluss an eine stärkere Korrektur legte der DAX ab Mitte Dezember von rund 9.000 Punkten wieder auf über 9.600 Punkte kräftig zu. Dadurch gelang es den Bullen, den Index wieder zurück an den ehemaligen Aufwärtstrend zu treiben.

DAX - Trendbruch bestätigt
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen

Doch durch den jüngsten Kursverlust wurde der Bruch des Aufwärtstrend lediglich bestätigt, denn der Kurs prallte an dem Trendkanal wieder nach unten hin ab (siehe rechter roter Kreis). Gleichzeitig scheiterte der Index damit an der oberen Trendkanalbegrenzung eines Aufwärtstrends, der schon seit Juni 2013 Bestand hat (siehe folgender Chart, roter Kreis).

DAX - kurzfristiger Aufwärtstrend
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen

Und dann wäre da noch ein Trendkanal, an den sich der DAX schon seit Juni 2012 hält (siehe folgender Chart). Auch hier hat der Index exakt die obere Begrenzung erreicht (siehe roter Kreis), weshalb der jüngste Rückfall nicht verwundert.

DAX - Trends seit Juni 2012
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Je weiter man in der Zeit zurückgeht, desto mehr Hinweise findet man, warum die Rallye im DAX ein vorläufiges Ende haben dürfte. In den vorangegangenen Ausgaben hatte ich auch häufig einen Chart präsentiert, in dem ein Aufwärtstrend eingezeichnet war, der seit Herbst 2011 Gültigkeit hat (siehe folgender Chart).

DAX - Trends seit Herbst 2011
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Ich habe hier die obere Trendlinie des ursprünglichen (dunkel)blauen Trendkanals auf das Hoch vom März 2012 parallel verschoben – und siehe da – auch an dieser Trendlinie ist der DAX exakt angestoßen und nach unten hin abgeprallt.

Die Trends im DAX sind innerhalb des blauen Trendkanals immer steiler geworden (erst blauer Trendkanal, dann grüne Aufwärtstrendlinie, jetzt rote Trendlinie). Doch die Trendlinien dieser verschiedenen Trendkanäle haben nun zu einem massiven Widerstand geführt. Eine größere Korrektur ist daher wahrscheinlich und auch nötig, um endlich Druck abzulassen.

Die Anleger reagieren auf kleinere Verluste zwar leicht panisch, doch genauso schnell verfallen sie derzeit auch wieder in Euphorie. Es bedarf einer größeren Korrektur, um die Skepsis in den Köpfen zu verankern, damit die Kurse wieder entlang einer „Mauer der Angst“ kontinuierlich steigen können.


S&P500

Zumal ich auch schon über die US-Indizes, hier im Speziellen zum S&P500, in den vorangegangenen Ausgaben auf charttechnische Widerstände hingewiesen habe, die analog zum DAX verlaufen.

S&P500 - Trends
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Ein Restpotential von ca. 50 Punkten billigte ich dem S&P500 noch zu. Anschließend sollte der Index im Rahmen einer Korrektur exakt auf sein Allzeithoch aufsetzen (roter Pfeil im folgenden Chart).

S&P500 - langfristige Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Ein geringes Restpotential im S&P500 bei einem 300-Punkte-Korrekturpotential klingt weiterhin nicht nach einem guten Chance/Risiko-Verhältnis.

Alles, was jetzt noch nach oben hin geschieht, sehe ich als Übertreibung. In diesen Phasen ist es zwar nicht unbedingt ratsam auf fallende Kurse zu setzen, aber ebenso spekulativ wäre es, noch auf weiter steigende Kurse zu bauen. Hier heißt es nun: einfach mal abwarten, bis sich klare Anzeichen einer Korrektur abzeichnen. Wobei ich bereits jetzt schon Short-Spekulationen bevorzugen und sogar eingehen würde.


EUR/USD

Beim Euro gab es seit der vorangegangenen Analyse vom 30. Dezember eine sehr dynamische Abwärtsbewegung. Diese führte den Wechselkurs von seinem neu markierten Zwischenhoch bei fast 1,39 US-Dollar zurück an die kurzfristige Aufwärtstrendlinie.

EUR/USD - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) EUR/USD, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Vor einer Woche beschrieben wir unsere Erwartung, wonach es im Euro eher weiterhin gemächlich zugehen dürfte und der Kurs „mal nach oben, dann wieder ein wenig nach unten“ tendieren wird. Nachdem der Kurs die obere Begrenzung seines breiten Trendkanals erreicht hatte, ging es nun eben mal wieder nach unten – eine aus unserer Sicht ziemlich normale Entwicklung.


Gold

Der Goldpreis hat inzwischen exakt sein Tief vom 28. Juni 2013 (siehe grüne Linie im Chart) bei 1.279,83 US-Dollar erreicht. Den Bullen ist es gelungen, genau an dieser horizontalen Unterstützung eine Gegenbewegung einzuleiten. Dabei konnte auch der kurzfristige Abwärtstrend überwunden werden.

Gold - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Vor genau einer Woche schrieb ich, dass der Goldpreis bald mit einer deutlicheren Gegenbewegung überraschen könnte. Denn die vorangegangene Korrektur hatte den Preis auf ein ordentliches, ja vielleicht sogar langfristig faires Niveau herabgesetzt. Daher war ich kurzfristig nicht mehr ganz so skeptisch wie bisher und erwartete steigende Notierungen. Diese hat es nun offensichtlich gegeben. Ich sehe kurzfristig auch noch Notierungen oberhalb der Marke von 1.250 US-Dollar.

Der Goldpreis hat unter der geldpolitischen Wende in den USA enorm gelitten. Dieser Druck dürfte auch längerfristig noch anhalten, weil die US-Notenbank in den kommenden Monaten weiter Stück für Stück weniger Liquidität in den Markt geben wird. Gold-Käufe, bei denen man auf einen erneuten Preisanstieg auf 1.900 US-Dollar oder mehr setzt, sind weiterhin dem Prinzip Hoffnung (oder eher Hoffnungslosigkeit) zuzuordnen, doch die gerade eingeleitete Gegenbewegung dürfte noch etwas anhalten.

Im „Geldanlage Premium Depot“ haben wir aufgrund dieser Einschätzung bereits einen Teil des Geldes in Gold investiert (ich berichtete). Allerdings nicht direkt in Gold, sondern wir haben über einen ETF breit auf Gold-Unternehmen gestreut. Gold erwirtschaftet keine Gewinne, Gold-Unternehmen hingegen schon – zumindest die guten. Und diese haben wir aufgrund einer breiten Streuung über den ETF in unser Depot geholt.

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›› Termine der kommenden Woche

(KW 02: Handelswoche vom 06.01. bis 10.01.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 06.01.2014

  • - DE Verbraucherpreise Dezember
  • 09:55 - DE Dienstleistungsindex Dezember
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Dezember
  • 16:00 - US Industrieaufträge November
  • 16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Dezember


Dienstag, 07.01.2014

  • 08:00 - DE Einzelhandelsumsatz November
  • 09:55 - DE Arbeitsmarktdaten Dezember
  • 11:00 - EU Vorabschätzung Inflation Eurozone Dezember 2013
  • 14:30 - US Handelsbilanz November


Mittwoch, 08.01.2014

  • 08:00 - DE Außenhandel November
  • 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone Dezember
  • 11:00 - EU Arbeitslosigkeit November
  • 11:00 - EU Einzelhandel November
  • 12:00 - DE Auftragseingang Industrie November
  • 14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht Dezember
  • 20:00 - US FOMC Sitzungsprotokoll


Donnerstag, 09.01.2014

  • 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung Dezember
  • 12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe November
  • 13:45 - EU EZB Sitzungsergebnis
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US Großhandel November


Freitag, 10.01.2014

  • 08:00 - DE Umsatz verarb. Gewerbe November
  • 14:30 - US Beschäftigte ex Agrar Dezember
  • 14:30 - US Arbeitslosenquote Dezember

 


 

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