Was kommt nach dem 600-Punkte-Run im DAX?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Was kommt nach dem 600-Punkte-Run im DAX?
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, S&P500, EUR/USD und Gold
  3. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- Was kommt nach dem 600-Punkte-Run im DAX?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie ersten öffentlichen Äußerungen von Yellen als Chefin der US-Notenbank am Dienstag brachten zwar keine Überraschungen, aber eine klare Ansage.

Yellen wird den Plan der Fed fortsetzen

Nur eine merkliche Änderung beim Ausblick für die Wirtschaft würde die Währungshüter dazu veranlassen, das Tempo bei der Reduzierung der Anleihekäufe rauszunehmen und eine Pause bei dem so genannten „Tapering“ einzulegen.

Einigung im Schuldenstreit

Auch die Einigung im Repräsentantenhaus und Senat über die Anhebung der Schuldenobergrenze um gut ein Jahr spielte an der Börse praktisch keine Rolle. Wie das Repräsentantenhaus des US-Parlaments am Dienstagabend beschloss, wird die derzeit geltende Obergrenze für die Schuldenaufnahme (aktuell rund 17 Billionen US-Dollar) bedingungslos bis zum 16. März 2015 außer Kraft gesetzt. Eine Mehrheit von 221 zu 201 Abgeordneten stimmte für die höhere Schuldenaufnahme. Die Zustimmung des Senats, der zweiten Parlamentskammer, galt dadurch bereits als sicher.

Die Erwartungen der Börse wurden erfüllt

DAX - Kursverlauf der WocheMit beiden Themen haben sich die Anleger inzwischen mehrfach und umfangreich auseinandergesetzt. Und in beiden Fällen hatte man nichts anderes erwartet. Daher konnten die Aktienmärkte ihre begonnene Erholung ungestört fortsetzen. Der DAX legte wie am Schnürchen gezogen rund 360 Zähler bzw. 3,88% zu. Der US-Technologieindex Nasdaq100 überbot sogar sein Januar-Hoch.

„Geldanlage Premium Depot“ profitiert vom Anstieg des DAX

Unser Musterdepot – das Geldanlage Premium Depot – konnte (unter anderem) von diesem Anstieg im DAX profitieren. Denn wir hatten die Korrektur an den Aktienmärkten erwartet und sind erst bei den deutlich ermäßigten Kursen in den Markt eingestiegen. Alleine der Wochengewinn lag für unsere Leser bei rund 200 Euro. Unsere Long-Position auf den DAX liegt nun schon 11% im Plus, obwohl der DAX seit dem Tief unterhalb von 9.100 Zählern bislang nur um rund 6% zulegen konnte.

Was kommt nach dem 600-Punkte-Run?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob dieser fast 600 Punkte andauernde Run im DAX auch noch etwas mehr als weitere 300 Zähler anhält, damit die Anleger endlich die viel beobachtete Marke von 10.000 Punkten zu sehen bekommen.

Ausblick

Im Prinzip spricht aus unserer Sicht nichts dagegen. Wir gehen inzwischen davon aus, dass der DAX eine Weile zwischen ca. 10.000 und 9.000 Punkten hin und her pendeln wird. Statt einer Korrektur, die in einer größeren Abwärtsbewegung abläuft und damit die vorangegangenen monatelangen Kursanstiege verdaut, sehen wir nun eine breite und länger anhaltende Seitwärtskonsolidierung, die genauso gut wie eine Korrektur aufgebauten Druck aus dem Markt lassen kann.

In der kommenden Woche könnte es etwas gemächlicher zugehen. Wichtige Wirtschaftsdaten stehen nicht auf der Agenda. Zudem bleiben die US-Börsen aufgrund eines Feiertags am Montag geschlossen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, S&P500, EUR/USD und Gold
von Sven Weisenhaus


DAX

Durch den rasanten Anstieg hat der DAX unser Kursziel von 9.537 Punkten, welches sich aus der Keilformation (siehe folgender Chart) ergab, erreicht. Zudem konnte der Index eine sehr wichtige Marke überwinden. Im Bereich von ca. 9.520 Punkten hatte die Keilformation ihr Hoch. Zugleich lag dort das 61,80% Fibonacci-Retracement (blaue Linien).

DAX - Fibonacci-Marken
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Durch das Überwinden dieser Marken kann zunächst davon ausgegangen werden, dass es keine weitere starke Abwärtsbewegung gibt, die weit unter das Tief von Anfang Februar reicht.

Allerdings gehen wir weiterhin davon aus, dass es sich bei dem aktuellen Anstieg nicht um einen neuen Aufwärtstrend handelt. Vielmehr erwarten wir, wie in der „Marktanalyse“ bereits beschrieben, dass der DAX eine Weile zwischen ca. 10.000 und 9.000 Punkten hin und her pendeln wird.

Dies widerspricht auch nicht unserem Elliott-Wellen-Szenario, wonach es ebenfalls eine länger anhaltende Korrektur(welle 4) geben sollte, die in einer klassischen ABC-Form abläuft (siehe folgender Chart).

DAX - Elliott-Wellen
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Es gibt in der Elliott-Wellen-Theorie eine Reihe von Korrekturformationen, die auch eine breite Seitwärtsphase begründen können. Daher kann der DAX auch immer noch unseren vor einer Woche geschilderten Erwartungen folgen und die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten noch erreichen und unterschreiten.

S&P500

Der S&P500 konnte ähnlich stark zulegen wie der DAX. Dadurch wurden sämtliche bearishe Signale (grüner Kreis) egalisiert.

S&P500 - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Dennoch besteht auch im US-Index nach wie vor Korrekturbedarf, welches fundamental begründet ist. Wie wir vor einer Woche bereits berichteten, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für den S&P 500 bei knapp 17.

Wir haben daher nun wieder die Situation, dass wir nur wenig Restpotential – vielleicht bis zur oberen Trendlinie – aber nach wie vor höheres Abwärtspotential sehen, welches wir auf 300 Punkte beziffert haben. Das Chance/Risiko-Verhältnis zwischen Short- und Long-Positionen war schon einmal so schlecht und es hat anschließend auch zu starken Kursverlusten geführt. Eine Wiederholung ist sehr gut möglich.

EUR/USD

Der Euro hält sich brav an unser Szenario. Der Wechselkurs ist inzwischen wieder an die Marke von 1,37 US-Dollar zurückgekehrt und hat sich damit erneut von der 1,35er Marke entfernt.

EUR/USD - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) EUR/USD, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Der Kurs sollte sich unserer Erwartung nach „wenig weit von der 1,35er Marke entfernen“. Daher erwarten wir bald schon wieder entsprechende Kursrücksetzer.

Gold

Völlig anders die Situation bei Gold. Hier waren wir ganz klar von steigenden Kursen ausgegangen. Vor einer Woche schrieben wir: „Da der Goldkurs keine Anstalten macht, deutlich abzurutschen, besteht eine sehr hohe Chance, dass ihm bald der nachhaltige Ausbruch über diese Widerstände gelingt, was sehr bullish zu werten wäre. Ein Kursziel von 1.300 US-Dollar wäre dann erreichbar. Wir präferieren dieses Szenario.“ Mit „Widerständen“ war der Bereich um 1.250 US-Dollar gemeint, der nun bei einem aktuellen Kurs von 1.318 US-Dollar weit hinter uns liegt.

Auch hier liegen wir weiterhin voll im Plan. Der Goldpreis kann sich weiterhin in Reichweite des Widerstands bei 1.250 US-Dollar halten.

Gold - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) EUR/USD, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Auch von dieser Entwicklung hat unser „Geldanlage Premium Depot“ massiv profitiert. Unsere Gold-Position, über die wir hier bereits berichteten, hat einen neuen Rekordstand erreicht und liegt nun (ungehebelt) über 21% im Gewinn, während der Goldpreis seit seinem Tief bei 1.180 US-Dollar nur um etwas mehr als 10% und damit nur die Hälfte unseres Gewinns zulegen konnte.

Und die Gewinne dürften wir noch ausbauen können, weil wir gerade erst am Beginn einer größeren Bewegung sind. Melden Sie sich jetzt zu unserem Börsendienst HIER an und Sie können von den Entwicklungen an den Märkten ebenfalls profitieren.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 08: Handelswoche vom 17.02. bis 21.02.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 17.02.2014

  • - US Feiertag
  • - US Nasdaq geschlossen
  • - US New York Stock Exchange geschlossen
  • 01:50 - JP BIP 4. Quartal


Dienstag, 18.02.2014

  • 11:00 - DE ZEW Konjunkturerwartung Februar
  • 14:30 - US NY Empire State Index Februar
  • 15:00 - US Internationale Kapitalströme Dezember
  • 16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex Februar


Mittwoch, 19.02.2014

  • 11:00 - EU Produktion Baugewerbe Dezember
  • 14:30 - US Erzeugerpreisindex Januar
  • 14:30 - US Wohnbaugenehmigungen Januar
  • 14:30 - US Wohnbaubeginne Januar
  • 20:00 - US FOMC Sitzungsprotokoll


Donnerstag, 20.02.2014

  • 08:00 - DE Erzeugerpreise Januar
  • 09:30 - DE Dienstleistungsindex Februar
  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Februar
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone Februar
  • 14:30 - US Verbraucherpreise Januar
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US Philadelphia Fed Index Februar
  • 16:00 - US Frühindikatoren Januar


Freitag, 21.02.2014

  • 16:00 - US Verkäufe bestehender Häuser Januar

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