DAX - Erst auf 10.000 und dann in eine stärkere Korrektur?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Erst auf 10.000 und dann in eine stärkere Korrektur?
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, S&P500, EUR/USD und Gold
  3. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- Erst auf 10.000 und dann in eine stärkere Korrektur?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Daten aus den USA konnten in dieser Woche nicht überzeugen. Am Dienstag enttäuschte zum Beispiel der NAHB Hausmarktindex mit dem kräftigsten Monatsverlust seit Berechnung dieser Zeitreihe. Der Index fiel um 10 auf 46 Punkte im Februar (Januar: 56 Punkte). Werte unter 50 deuten bei diesem Indikator auf eine Kontraktion des Immobiliensektors hin.

Leidet der US-Immobilienmarkt nur unter dem harten Winter?

Und dann enttäuschten auch noch die Baubeginne und Baugenehmigungen mit annualisiert 880.000 bzw. 937.000 Einheiten. Gerechnet hatte man hingegen mit 950.000 bzw. 975.000 Einheiten. Im Monat zuvor waren es noch 1048.000 bzw. 991.000.

US-Notenbank hält trotzdem am bisherigen Plan fest

Trotzdem will die US-Notenbank die Geldpolitik weiter straffen, wie aus dem Protokoll zur letzten Fed-Sitzung, welches am Mittwoch veröffentlicht wurde, hervorgeht.

DAX - Verlauf der WocheEntsprechend heftig fielen die Kursverluste im DAX zur Handelseröffnung am Donnerstag aus (siehe Chart).

Doch die Kurse erholten sich schnell wieder. Und so hat der DAX-Verlauf in dieser Woche wohl niemandem so richtig Freude bereitet. Erst tendierte der Index bis Mittwoch lediglich in einer engen Range seitwärts, dann lockte er einige Anleger in eine Bärenfalle, als er am Donnerstag mit der großen Abwärtslücke eröffnete, die Kursverluste aber schnell wieder aufholte.

Ohne Bewegung gibt es kaum Gewinner

So bleibt es seit dem 14. Februar nur bei einer recht engen Seitwärtsbewegung im DAX. Ein ähnliches Spiel kann man auch in anderen Indizes bzw. Anlageklassen feststellen. So tendierten auch die US-Indizes, Nikkei, Bund Future, Goldpreis und der Ölpreis (Brent) lediglich seitwärts (siehe folgender Chart).

Seitwärtsbewegungen
(erstellt mit: Ariva.de) Seitwärtsbewegung in vielen Märkten

In einem solchen Markt, in dem kaum Bewegung ist und in dem sich die Kurse unter geringer Schwankungsbreite lediglich seitwärts bewegen, gibt es so gut wie keine Gewinner.

An der Börse muss man sehr oft Geduld beweisen

Zwei Drittel aller Kursbewegungen an der Börse kann man übrigens solchen Seitwärtsbewegungen zuordnen. Lediglich in einem Drittel der Handelszeit bewegen sich die Kurse deutlich nach oben oder unten. Entsprechend oft muss man an der Börse Geduld beweisen – eine Tugend, die nur wenige „Börsianer“ beherrschen.

Langfristig erfolgreich sein

An der Börse muss man aber auf die Chancen warten und sich in Geduld üben. Nur so kann man langfristig Erfolg haben. Blinder Aktionismus führt in solchen Phasen zu unnötigen Transaktionen und damit zu Kosten – „Außer Spesen nix gewesen“ heißt es dann in vielen Fällen.

Bekommen die Anleger bald die 10.000 im DAX zu sehen?

Im Ergebnis stellt sich natürlich derzeit weiterhin die Frage, ob der DAX lediglich konsolidiert und anschließend noch etwas mehr als weitere 300 Zähler zulegen kann, damit die Anleger endlich die viel beobachtete Marke von 10.000 Punkten zu sehen bekommen oder ob es stattdessen zu einem erneuten deutlichen Kursrutsch kommt.

Ausblick

Wir gehen weiterhin davon aus, dass der DAX eine Weile zwischen ca. 10.000 und 9.000 Punkten hin und her pendeln wird. Im Rahmen dieser breiten und länger anhaltenden Seitwärtskonsolidierung sollte der Druck abgebaut werden, der sich durch die Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen und Monate aufgebaut hat.

Seitwärtsrange gewinnbringend nutzen

Eine solche Range kann man durchaus gewinnbringend nutzen. Im „Geldanlage Premium Depot“ haben wir zum Beispiel eine DAX-Long-Position in die fallenden Kurse hinein erworben und diese am Mittwoch mit einem Gewinn von über 10% innerhalb nur eines Monats wieder veräußert.

Wir gehen davon aus, dass es im DAX noch zu Kursen kommen wird, zu denen wir das Wertpapier deutlich günstiger wieder zurückkaufen können. Eine entsprechende Order haben wir bereits platziert. Wenn Sie derartige Trades mitmachen wollen, dann melden Sie sich doch zu einem kostenlosen Test des Geldanlage Premium Depot HIER an.


Ich wünsche auch Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, S&P500, EUR/USD und Gold
von Sven Weisenhaus

DAX

Da der DAX durch seinen rasanten Anstieg sehr wichtige Marken überwinden konnte (Beginn einer Keilformation, 61,80% Fibonacci-Retracement), gehen wir davon aus, dass eine mögliche erneute Abwärtsbewegung nicht weit unter das Tief von Anfang Februar reichen wird.

Eine Korrektur, die bis auf 9.000 Punkte führen kann, halten wir aber für recht wahrscheinlich, wir im Ausblick der „Marktanalyse“ bereits beschrieben. Dies passt auch einerseits zu den Aufwärtstrends im DAX. Eine zweite Abwärtswelle könnte zum Beispiel bis an die untere Linie des grünen Trendkanals führen, wie mit dem roten Pfeil im folgenden Pfeil symbolisiert.

DAX - Aufwärtstrends
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Andererseits würde diese Korrekturbewegung auch zu unserem Elliott-Wellen-Szenario passen, wonach es ebenfalls eine länger anhaltende Korrektur(welle 4) geben sollte. Diese muss nicht zwingend so ablaufen, wie im folgenden Chart dargestellt. Es gibt in der Elliott-Wellen-Theorie auch Formationen, die in einer breiten Seitwärtsbewegung ablaufen.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Daher kann der DAX nach wie vor unserer bereits vor zwei Wochen geschilderten Erwartung folgen und die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten noch einmal ansteuern. Ob er zuvor auf 10.000 Punkte steigt oder nicht bleibt abzuwarten.

S&P500

Auch im S&P500 erwarten wir, dass sich die begonnene Korrektur noch fortsetzen wird. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den folgenden Chart, den wir zuletzt am 19. Januar präsentiert hatten.

S&P500 - langfristige Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Kurzfristig wurden sämtliche bearishe Signale (grüner Kreis im folgenden Chart) egalisiert, doch angesichts der steilen Aufwärtsbewegung ist einfach eine längere Konsolidierungsphase nötig, um den aufgebauten Abwärtsdruck abzubauen.

S&P500 - langfristige Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Es bleibt dabei: Wenig Restpotential steht einem gehörigen Abwärtspotential gegenüber, welches wir auf 300 Punkte beziffert haben. Das Chance/Risiko-Verhältnis zwischen Short- und Long-Positionen war schon einmal so schlecht und es hat anschließend auch zu starken Kursverlusten geführt. Eine Wiederholung ist sehr gut möglich. Im „Geldanlage Premium Depot“ sind wir bereits entsprechend positioniert.

EUR/USD

Der Euro hat sich im Bereich der 1,37er Marke festgesetzt. Die gebrochene Aufwärtslinie (grün im folgenden Chart) scheint einem weiteren Vorankommen aktuell im Wege zu stehen.

EUR/USD - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) EUR/USD, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Der Kurs sollte sich unserer Erwartung nach „wenig weit von der 1,35er Marke entfernen“. Die Aufwärtsbewegung scheint zu ermüden. Ein Erreichen der oberen Trendkanalbegrenzung ist maximal noch erreichbar. Spätestens dort erwarten wir entsprechende Kursrücksetzer. Die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der EZB sprechen einfach gegen stärker steigende Kurse.

Gold

Wie eingangs beschrieben, gehörte auch der Goldpreis zu den Kandidaten, die nur seitwärts gelaufen sind in dieser Woche. Der Goldpreis konnte sich damit aber auf seinem erreichten Niveau festsetzen und musste keine stärkeren Kursverluste hinnehmen.

Gold - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Dies spricht dafür, dass unsere vor einer Woche formulierte Erwartung, wonach Gold die Gewinne noch ausbauen könnte, bald erfüllt. Solange die Gegenbewegungen auf den Aufwärtsimpuls gering ausfallen, spricht alles für einen weiteren Kursanstieg.



›› Termine der kommenden Woche

(KW 09: Handelswoche vom 24.02. bis 28.02.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 24.02.2014

10:00 - DE ifo Geschäftsklimaindex Februar
11:00 - EU Inflation Januar


Dienstag, 25.02.2014

08:00 - DE BIP 4. Quartal
14:30 - US Chicago Fed National Activity Index Januar
15:00 - US Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex Dezember
16:00 - US Verbrauchervertrauen Februar


Mittwoch, 26.02.2014

16:00 - US Verkäufe neuer Häuser Januar


Donnerstag, 27.02.2014

- DE Verbraucherpreise Februar
08:00 - DE Außenhandelspreise Januar
08:00 - DE Einzelhandelsumsatz Januar
09:55 - DE Arbeitsmarktdaten Februar
10:00 - EU Geldvolumen Eurozone Januar
11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung Februar
11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone Februar
14:30 - US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Januar
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)


Freitag, 28.02.2014

11:00 - EU Arbeitslosigkeit Januar
14:30 - US BIP 4. Quartal
15:45 - US Einkaufsmanagerindex Chicago Februar
15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar
16:00 - US Anstehende Hausverkäufe Januar

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