Mario Draghi: Tut er es oder tut er es nicht?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Mario Draghi: Tut er es oder tut er es nicht?
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, S&P500, Bund Future und Gold
  3. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- Mario Draghi: Tut er es oder tut er es nicht?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdas Geldmengenwachstum M3 der Eurozone verbesserte sich im Januar 2014 leicht auf 1,2 % in der Jahresrate (Dezember 2013: 1,0%). Allerdings lag die Dynamik bei den Buchkrediten an den privaten Sektor weiterhin mit 2,2% gegenüber dem Vorjahr im roten Bereich (Dezember 2013: -2,3%).

Weiterhin zeigen nur die Sentimentindikatoren auf Erholung

Wir haben in den vorangegangenen Mittwochs-Ausgaben des Geldanlage-Briefs sehr ausführlich über die konjunkturelle Situation der europäischen Wirtschaft berichtet. Dabei kamen wir bislang zu dem Fazit, dass lediglich von den Sentimentindikatoren der vergangenen Monates konstruktive Signale in Richtung einer allmählichen konjunkturellen Erholung ausgesendet werden.

Die harten Fakten hingegen zeigten, abgesehen vom leichten Zuwachs beim Bruttoinlandprodukt, immer noch in der Mehrheit klar gen Süden. Und mit den oben genannten Zahlen kann bisher auch von der monetären Seite nicht von einer signifikanten Verbesserung berichtet werden.

Mario Draghi: Tut er es oder tut er es nicht?

Am kommenden Donnerstag verkünden der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und seine Kollegen, ob es eine weitere Zinssenkung geben wird. Die Entscheidung wird richtungweisend sein für Euro, Anleihen und Aktien. Selten war es so allerdings so schwer vorherzusagen, wie sich Mario Draghi entscheiden wird.

Der Fokus ist von der Fed zur EZB gewandert

Vor diesem Hintergrund sollte Ihnen auch klar sein, warum wir im „Konjunktur-Radar“ zuletzt nicht mehr die US-Wirtschaftsdaten betrachtet haben, sondern stattdessen die europäischen Daten analysiert haben. Die Strategie der Fed ist inzwischen klar und wurde kürzlich von Janet Yellen noch einmal bestätigt. Die Anleihekäufe werden bis Herbst beendet. Eine Planabweichung ist nur vorgesehen, wenn sich gravierendes an den US-Wirtschaftsdaten ändert. Entsprechend blicken die Märkte nun auf die EZB, denn nur diese Notenbank kann derzeit die Märkte noch kräftig durcheinanderwirbeln.

Zinssenkung oder alternative Maßnahmen?

Die EZB hatte den Leitzins zuletzt im November auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Entsprechend könnten sich Banken bei einer weiteren Zinssenkung Geld zum Nulltarif leihen. Doch es sind auch andere geldpolitische Maßnahmen denkbar, die gezielter die aktuell noch vorherrschenden Probleme bekämpfen würden.

Über mögliche alternative Maßnahmen berichteten wir bereits im Umfeld der vorangegangenen Notenbanksitzung am 08. und 12. Januar. „Eine mögliche weitere geldpolitische Maßnahme könnte als Ergebnis der EZB-Ratssitzung daher eine erneute Liquiditätsspritze für die Banken sein, wie sie bereits Ende 2011 und Anfang 2012 in zwei großen Tendern für drei Jahre vergeben wurde“, schrieben wir zum Beispiel am 8. Januar.

Unattraktive Anlagen bei sinkenden Zinsen

Sollte die EZB tatsächlich den Leitzins weiter senken, so würde dies auch die Verbraucher treffen, denn dies würde nicht nur die Kreditzinsen senken, sondern auch die Zinsen auf Spareinlagen weiter schrumpfen lassen. Lebensversicherungen, Tagesgeld und Festgeld würde noch unattraktiver. Sie liegen jetzt schon deutlich unterhalb der Inflationsrate in Deutschland.

„Geldanlage-Brief“ und „Geldanlage Premium Depot“ – ein unschlagbares Team

Wie gut, dass es da unseren kostenlosen Newsletter „Geldanlage-Brief“ und den neuen Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ gibt.

Hier im „Geldanlage-Brief“ haben wir Ihnen zum Beispiel erst kürzlich über die perfekte Anlagealternative Diamanten berichtet, die jährliche Renditen von 15% erwarten lässt und zu der Sie sich hier kostenlose Informationen zukommen lassen können.

Und im „Geldanlage Premium Depot“ informieren wir regelmäßig über ganz konkrete Wertpapiere, mit denen man vom Geschehen an den Börsen profitieren kann. Einige Beispiele dazu finden Sie im nachfolgenden „Chart-Check“.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Investieren
Ihr
Sven Weisenhaus



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, S&P500, Bund Future und Gold
von Sven Weisenhaus

DAX

Der DAX ist in dieser Woche wieder die meiste Zeit innerhalb seiner Seitwärtsrange zwischen 9.600 und 9.700 Punkten geblieben (siehe rotes Rechteck im folgenden Chart). Allerdings kam es, genau wie in der Vorwoche, am Donnerstag zu einer Bärenfalle. Der deutsche Leitindex brach um mehr als 150 Punkte ein, nur um kurze Zeit später wieder auf seinem Ausgangsniveau zu landen. Dadurch kann man nun eine weitere Range von 9.500 bis 9.700 Punkten beobachten.

DAX - gefangen in einer Seitwärtsrange
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen

Die Marktteilnehmer sind nun natürlich noch verunsicherter. Kaum jemand vermag einzuschätzen, in welche Richtung der DAX seine Seitwärtsphase auflösen wird. Sicher ist nur, dass er dies irgendwann tun wird.

Da die US-Indizes im Gegensatz zum DAX in dieser Woche ohne größere Verluste auskamen und der S&P500 am Ende sogar neue Allzeithochs erreichen konnte, stehen die Chancen für den DAX aus unserer Sicht durchaus gut, dass er nach oben aus seiner Seitwärtsbewegung ausbrechen kann. Wehe aber, wenn die Kursgewinne in den US-Indizes nicht anhalten und die aktuell hohen Kurse wieder Verkäufer anlocken. Dann wird es auch im DAX zu fallenden Kursen kommen und vermutlich auch wieder zu Kursen um 9.000 Punkte.

Sie sehen, wie verzwickt die Situation gerade ist. Es gibt gute Argumente dafür, dass die aktuelle Seitwärtsbewegung nur eine Konsolidierung im Aufwärtstrend ist. Aber gleichzeitig ist die Gefahr für neue Abwärtsbewegungen noch längst nicht gebannt.

Wir glauben daher weiterhin, dass der DAX eine längere Zeit zwischen ca. 10.000 und 9.000 Punkten hin und her pendeln wird. Demnach würde das Aufwärtspotential derzeit ca. 300 Punkte, das Abwärtspotential aber 700 Zähler betragen.

Eine Korrektur, die bis auf 9.000 Punkte führen kann, halten wir auch angesichts der vorherrschenden Trendkanäle im DAX für recht wahrscheinlich. Eine solche zweite Abwärtswelle könnte zum Beispiel bis an die untere Linie des grünen Trendkanals führen, wie mit dem roten Pfeil im folgenden Pfeil symbolisiert.

DAX - Aufwärtstrends
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Und eine solche Korrekturbewegung würde auch zu unserem Elliott-Wellen-Szenario passen, wonach es ebenfalls eine länger anhaltende Korrektur(welle 4) geben sollte. Diese muss nicht zwingend so ablaufen, wie im folgenden Chart dargestellt. Es gibt in der Elliott-Wellen-Theorie auch Formationen, die in einer breiten Seitwärtsbewegung ablaufen.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Daher kann der DAX nach wie vor unserer bereits vor drei Wochen geschilderten Erwartung folgen und die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten noch einmal ansteuern. Ob er zuvor auf 10.000 Punkte steigt oder nicht bleibt abzuwarten. Aufgrund der ungewissen Situation und des begrenzten Kurspotentials würden wir aber auch bei einem bullischen Ausbruch derzeit nicht Long gehen.

Der Verkauf unserer DAX-Long-Position im „Geldanlage Premium Depot“, der unseren Abonnenten binnen eines Monats einen Gewinn von über 10% eingespielt hat, erscheint vor diesem Hintergrund weiterhin perfekt getimet. Wir gehen davon ausgehen, dass es im DAX noch zu Kursen kommen wird, zu denen wir das verkaufte Wertpapier deutlich günstiger wieder zurückkaufen können. Eine entsprechende Order haben wir bereits platziert und die genauen Konditionen unseren Abonnenten des Börsendienstes „Geldanlage Premium Depot“ mitgeteilt. Wenn auch Sie von diesem Trade profitieren möchten, dann melden Sie sich doch einfach hier zu einer kostenlosen Test-Phase an.

S&P500

Wie in der DAX-Analyse bereits beschrieben, hat der S&P500 ein neues Allzeithoch markiert. Doch im (folgenden) Chart ist bereits zu sehen, dass der US-Index dadurch bereits bald an die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals stößt. Das Aufwärtspotential ist also auch hier begrenzt und das Abwärtspotential hoch.

S&P500 - Aufwärtstrends
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Wir erwarten, auch angesichts der extrem reifen Trendphase, die im folgenden Chart erst so richtig sichtbar wird, dass der S&P500 bald wieder Kursverluste vorweisen wird.

S&P500 - langfristige Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Das Chance/Risiko-Verhältnis zwischen Short- und Long-Positionen war schon einmal so schlecht und es hat anschließend auch zu starken Kursverlusten geführt. Eine Wiederholung ist sehr gut möglich. Im „Geldanlage Premium Depot“ sind wir bereits entsprechend positioniert.

Bund Future

Der Bund Future hat sein Hoch aus dem vergangenen Jahr von 145,08 Punkten erreicht, ist dort aber vorerst wieder nach unten abgeprallt.

Bund Future - langfristige Chartanalyse

Wir sind hier der festen Überzeugung, dass die Zinsen in Deutschland derzeit zu niedrig sind und der Bund Future entsprechend zu hoch notiert. Ein klares Indiz dafür, dass wir mit dieser Einschätzung richtig liegen, ist die Tatsache, dass die Bundesregierung erstmals seit 2012 bei Emissionen eigener Staatsanleihen nicht genug Investoren für die deutschen Schulden gefunden hat – und das gleich zweimal innerhalb einer Woche. Die Konsequenz wird über kurz oder lang ein Zinsanstieg bei deutschen Anleihen sein, mit dem sinkende Kurse beim Bund Future einhergehen werden.

Wir sind im „Geldanlage Premium Depot“ bereits Short-positioniert und planen sogar eine weitere Position aufzunehmen. Doch wir werden dabei die Charttechnik genau beobachten, um nicht zu teuer zu kaufen, denn aktuell drängt der Bund Future noch nach oben, weshalb wir vielleicht noch günstigere Kauf-Kurse bekommen. Hier ist das richtige Timing absolut entscheidend.

Begleiten Sie uns doch bei diesem relativ sicheren Trade und testen Sie unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ 3 Wochen lang kostenlos.

Gold

Der Goldpreis gehörte in dieser Woche weiterhin zu den Kandidaten, die nur seitwärts gelaufen sind. Das gelbe Edelmetall konnte sich damit aber weiter auf seinem erreichten Niveau festsetzen und musste erneut keine stärkeren Kursverluste hinnehmen.

Gold - langfristige Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) EUR/USD, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Dies spricht dafür, dass sich unsere in den vergangenen Ausgaben formulierte Erwartung, wonach Gold die Gewinne noch ausbauen könnte, bald erfüllt. Solange die Gegenbewegungen auf den gering bleiben, spricht alles für einen weiteren Kursanstieg.

Ein Gold-ETF, der sich in unserem „Geldanlage Premium Depot“ befindet, liegt mit über 20% im Plus und konnte damit bereits ungehebelt doppelt so stark zulegen wie der Goldpreis. Die richtige Strategie ist an den Börsen oftmals sehr entscheidend für die Höhe der Gewinne. Und das „Geldanlage Premium Depot“ ist die richtige Strategie für Ihr Vermögen.



›› Termine der kommenden Woche

(KW 10: Handelswoche vom 03.03. bis 07.03.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 03.03.2014

09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Februar
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Eurozone Februar
14:30 - US Persönliche Einkommen Januar
15:00 - US ISM Index Februar
16:00 - US Bauausgaben Januar


Dienstag, 04.03.2014

11:00 - EU Erzeugerpreise Industrie Januar


Mittwoch, 05.03.2014

11:00 - EU BIP 4. Quartal
11:00 - EU Einzelhandel Januar
14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht Februar
16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Februar
20:00 - US Beige Book


Donnerstag, 06.03.2014

12:00 - DE Auftragseingang Industrie Januar
13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
13:45 - EU EZB Sitzungsergebnis
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Industrieaufträge Januar
21:00 - US Verbraucherkredite Februar


Freitag, 07.03.2014

08:00 - DE Großhandelspreise Januar
12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe Januar
14:30 - US Beschäftigte ex Agrar Februar
14:30 - US Arbeitslosenquote Februar
14:30 - US Handelsbilanz Januar

Liebe Leser,

der Newsletter "Börse-Intern" (ehemals "Geldanlage-Brief") ist Ihre kostenlose Informationsquelle zur Börse, den Aktienmärkten und Finanzen.

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie sind kostenlos dabei!




Datenschutzhinweise anzeigen...