Endlich Kaufkurse – bitte mehr davon! +++ DAX, S&P500, Bund Future und Silber im Chart-Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Endlich wieder Kaufkurse – bitte mehr davon!
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu S&P500, Bund Future und Silber
  3. Einzelanalyse – DAX voll im Plan unseres Elliott-Wellen-Szenarios
  4. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- Endlich wieder Kaufkurse – bitte mehr davon!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefmit 9.000 Punkten hat der DAX unser Kursziel auf der Unterseite erreicht. Damit hält sich der Index an unsere Prognose, wonach er eine Zeitlang zwischen 9.000 und 10.000 Punkten hin und her pendeln und damit den Abwärtsdruck aus den zuvor monatelangen Aufwärtsbewegungen abbauen sollte.

Es kommt sehr schnell Panik auf

Auffällig ist, dass sich durch den Bruch der 9.000er Marke bereits sehr schnell Panik unter Anlegern verbreitet hat. Dazu tragen natürlich insbesondere die Medien bei, welche sich mit ihrer plötzlich deutlich negativeren Berichterstattung wie üblich als Fähnchen im Wind entpuppen.

Angst kann der Boden für wieder steigende Kurse sein

Doch die Furcht der Anleger vor weiteren Kursverlusten oder gar einer Trendwende ist eigentlich positiv zu werten. Denn je mehr Angst unter den Anlegern und Investoren herrscht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass damit der Boden für wieder steigende Kurse gelegt wird. Und dieser ist eine Voraussetzung dafür, dass unsere Erwartungen an den DAX (pendeln zwischen 9.000 und 10.000 Punkten) weiterhin erfüllt werden.

Ruhe bewahren!

Für die (Klein-)Anleger sollte es nun daher besonders darum gehen, Ruhe zu bewahren und sich nicht in Panik versetzen zu lassen. Insbesondere gilt es, die weiteren Entwicklungen in Sachen Russland, Europa und USA einfach gelassen abzuwarten. Hier kann nach der heutigen Abstimmung auf der Krim zwar alles Mögliche passieren, doch bislang gibt es überhaupt keinen Grund zur Panik.

93 Prozent der Krim-Bewohner für Russland-Anschluss

Die Krim hat am heutigen Sonntag über den Beitritt zu Russland abgestimmt. 93% der Krim-Bewohner sollen nach ersten Prognosen für einen Russland-Beitritt gestimmt haben. Rund 1,8 Millionen Bürger waren aufgerufen, für einen Anschluss an Russland oder für den Verbleib in der Ukraine zu stimmen.

Der moskautreue Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow erklärte die Befragung bereits am Mittag für "erfolgreich", da die Mindestbeteiligung von 50% überschritten worden sei. Die Krim-Führung rechnete im Vorfeld damit, dass sich mehr als 80% der Wähler für einen Anschluss an Russland entscheiden.

Das Ergebnis der umstrittenen Abstimmung wird vom Westen, also von Europa und den USA, nicht anerkannt. Die EU nannte das Votum "illegal". Die Außenminister der Europäischen Union wollen am Montag über Sanktionen entscheiden. Geplant sind Einreiseverbote und Kontensperrungen. Aus dem Weißen Haus wurden der Regierung in Moskau weitreichende Folgen angekündigt. Russland werde für seine Militär-Intervention einen hohen Preis zahlen und schon in den kommenden Tagen mit Sanktionen rechnen müssen. Zudem werde das Land international isoliert, was die russische Wirtschaft schwächen werde.

Endlich Kaufkurse – bitte mehr davon!

Die bisherigen Kursverluste in DAX & Co. waren längst überfällig, weil viele Aktien inzwischen angesichts der gestiegenen Kurse nicht mehr zum Kaufen einluden und einige sogar deutlich überteuert waren (und auch noch sind). Ausgelöst wurde der Kursrutsch von den aktuellen Ereignissen in der Ukraine und angesichts des Abstimmungsergebnisses am heutigen Sonntag dürften er sich in der kommenden Woche fortsetzen.

Doch sinkende Kurse bedeuten auch Kaufkurse. Für unser Musterdepot im Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ hatten die Kursverluste bereits den Effekt, dass wir im Gewinn verkaufte Positionen inzwischen deutlich billiger zurückkaufen konnten. Bitte mehr davon!

US-Notenbank wird am Mittwoch in den Fokus rücken

Spätestens am Mittwoch werden Börsianer ihre Aufmerksamkeit aber zunächst wieder der US-Notenbank zuwenden. Es wird fest damit gerechnet, dass die Fed eine weitere Reduzierung ihrer monatlichen Wertpapierkäufe um 10 Mrd. US-Dollar auf dann 55 Mrd. USD ankündigen wird. Erstmals wird Janet Yellen als Präsidentin der Fed die geldpolitischen Weichenstellungen der Währungshüter in der anschließenden Pressekonferenz darlegen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu S&P500, Bund Future und Silber
von Sven Weisenhaus

S&P500

Vor einer Woche war im S&P500-Chart bereits klar zu erkennen, dass der Index an die obere Trendkanalbegrenzung stieß und daher kaum noch weiteres Aufwärtspotential bestand, während das Abwärtspotential immer größer wurde. Tatsächlich ist der Index an der Trendlinie abgeprallt (roter Kreis im folgenden Chart) und hat erste Verluste erlitten.

S&P500 - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Wir erwarten, dass sich die Kursverluste noch ausweiten werden. Doch im Chart ist zu sehen, dass viele Linien als Unterstützung bereitstehen. Die Aufgabe ist also für die Bären keine leichte.

Das Chance/Risiko-Verhältnis zwischen Short- und Long-Positionen war aber schon einmal so schlecht und es hat anschließend auch zu starken Kursverlusten geführt. Eine Wiederholung ist sehr gut möglich. Im „Geldanlage Premium Depot“ sind wir bereits entsprechend positioniert.

Bund Future

Der Bund Future hat sein Hoch vom Mai 2013 und auch das Hoch von Ende Februar/Anfang März in dieser Woche 2014 überschritten.

Bund Future - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Bund Future, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Damit bestätigt wieder das gegenläufige Verhalten von Aktien- und Rentenmarkt. Wenn es zu fallenden Aktienkursen kommt, dann findet häufig eine Umschichtung in den Rentenmarkt statt.

Dieser Effekt wird aktuell noch durch die Entwicklungen in der Ukraine verstärkt. Deutsche Anleihen galten bereits während der Euro-Krise als sicherer Hafen, und haben nun im Rahmen der Krim-Krise erneut zugelegt. Doch politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine, und so halten wir diesen Effekt für nur temporär.

Bereits vor einer Woche sahen wir genügend Anzeichen dafür, dass der Bund Future zuletzt zu hoch notierte. Die Short-Position, die wir im „Geldanlage Premium Depot“ bereits eingegangen waren, haben wir inzwischen sogar ausgebaut. Damit werden wir kurzfristig noch höhere Gewinne erzielen, wenn es bald wieder zu einem Rücksetzer im Bund Future kommt. Begleiten Sie uns doch bei diesem Trade und testen Sie unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ 3 Wochen lang kostenlos.


Silber

Silber hatten wir hier zuletzt am 29. Januar im Rahmen eines DAF-Interviews besprochen. Damals zeigte sich der Kurs deutlich schwächer als Gold. Und diese Situation hat bis heute angehalten. Während der Goldpreis seit dem Jahreswechsel 2013/2014 um fast 16% zugelegt hat (blau im folgenden Chart), hat Silber nur etwas mehr als 9% hinzugewonnen (rot). Und während man bei Gold eine klare Aufwärtsbewegung feststellen kann, ist es bei Silber eher eine Seitwärtstendenz.

Silber vs. Gold
(erstellt mit: Ariva.de) Silber vs. Gold

Wir hatten für den Silberpreis in der Vergangenheit stets die Prognose abgegeben, dass sich der Preis zwischen 18,50 und 25-26 US-Dollar hin und her bewegen wird. Seit Mitte des vergangenen Jahres predigen wir bereits diese Range und bis heute hat sich der Kurs hervorragend daran gehalten (dunkelblaues Rechteck im folgenden Chart).

Silber - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Silber, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Es besteht hier also derzeit aus unserer Sicht Nachholpotential zum Goldpreis. Dass Silber aber weder von der Schwäche am Aktienmarkt noch vom anziehenden Goldpreis profitieren kann, ist sehr bedenklich und ein Anzeichen von Schwäche.

Und kritisch könnte es werden, wenn Gold bald in eine Korrektur übergeht. Der Silber-Kurs dürfte dann ebenfalls abgeben und müsste in diesem Fall zwingend die 18,50 US-Dollar verteidigen, sonst drohen deutlich tiefere Kurse.

Unser Rat am 29. Januar lautete, auf dem damals aktuellen Niveau von unter 20 Euro Silber durchaus zu kaufen. Wer diesem Rat gefolgt ist, der kann heute auf Kursgewinne von immerhin über 7% blicken. Diese sollten mit engen Stopps gesichert werden, um dann später, im Falle einer Korrektur im Goldpreis, günstiger zurückkaufen zu können.



›› Einzelanalyse
– DAX voll im Plan unseres Elliott-Wellen-Szenarios
von Sven Weisenhaus

Auch in dieser Woche hat der DAX kräftig Federn lassen müssen. Insgesamt gingen fast 300 Punkte verloren, womit der Index die zweite Woche in Folge einen herben Verlust erlitt, der mit -3,15% in vergleichbarer Höhe zu den -3,52% der Vorwoche lag. Die gesamte Handelsspanne der Woche betrug mit 470 Punkten sogar rund 5%.

DAX - Kursverlauf der Woche
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen

Die Kursverluste der letzten beiden Wochen summieren sich auf rund 7% (zwischenzeitig sogar 8%) und damit entwickelt sich der DAX weiterhin deutlich schlechter als die US-Indizes. Der Dow Jones (grün im folgenden Chart) büßte im selben Zeitraum nur 1,6% ein, der S&P500 (rot) kam sogar mit einem Minus von nur 1% davon.

Vergleich von DAX, Dow Jones und S&P500
(erstellt mit Ariva.de) Vergleich von DAX, Dow Jones und S&P500

Vor einer Woche konnten Sie hier an dieser Stelle lesen, dass es „im DAX zu noch stärker fallenden Kursen und dann vermutlich auch wieder zu Notierungen um 9.000 Punkte kommen“ könnte, „wenn sich jetzt auch noch der Trend in den US-Indizes umkehrt und die hohen Kurse Verkäufer anlocken“. Bereits minimale Verluste in den US-Indizes haben ausgereicht, damit der DAX unser Kursziel erreicht, an dem ich in dem DAF-Interview vom Mittwoch noch ganz klar festgehalten hatte.

Damit hat er nun das untere Ende des Aufwärtstrendkanals erreicht, der seit Sommer 2012 läuft, genauso wie ich es zuletzt im DAF-Interview am 5. März geschildert hatte.

DAX - Aufwärtstrends
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen

Wenn diese Trendlinie bricht, dann wäre sogar ein Erreichen der unteren Trendbegrenzung des blauen Trendkanals möglich, was Kurse um 8.500 Punkte bedeuten würde.

Und damit kommt auch wieder unser Elliott-Wellen-Szenario ins Spiel, über das wir hier zuletzt am 2. März und zuvor bereits viele Male berichtet haben. Demnach sollte eine ABC-Korrektur zurück in Richtung ehemaliges Allzeithoch (8.151,57 Punkte) führen.

DAX - langfristige Elliott-Wellen-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Wochen-Kerzen

So schlimm muss es aber nicht kommen, denn wenn man diesen DAX-Chart etwas heranzoomt (siehe folgender Chart), dann kann man bereits in der bisherigen Abwärtsbewegung eine ABC-Korrektur ablesen.

DAX - ABC-Korrektur
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Tages-Kerzen

Wie weit die Welle C läuft ist unklar, aber vielleicht fällt die Korrektur nicht ganz so heftig aus. Unklar ist aber leider auch, ob es sich wirklich um die ABC-Bewegung handelt. Es könnte auch sein, dass bisher lediglich die Wellen 1, 2 und 3 der Welle A zu sehen sind (siehe folgender Chart).

DAX - mögliche Kursentwicklung nach Elliott-Wellen
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 1-Tages-Kerzen

Sollte sich die bisherige Abwärtsbewegung noch weiter fortsetzen, vielleicht auch erst nach einer stärkeren Gegenbewegung, dann könnte sich die aktuell noch 3-gliedrige Abwärtsbewegung (ABC im oberen Chart) in eine 5-gliedrige umwandeln (1, 2, 3, 4, 5 – grüne Ziffern im unteren Chart).

In diesem Fall könnte man die 5 Wellen (grün) zu einer übergeordneten Welle A (blau) zusammenfassen. Dann würde wieder das ursprüngliche Elliott-Wellen-Szenario aus dem längerfristigen Chart oben möglich werden, wonach es tatsächlich noch bis auf 8.300 Punkte oder sogar bis auf das alte Allzeithoch (8.151,57) abwärts geht.

Welches Szenario letztlich eintritt, bleibt abzuwarten. Leider ist es so, dass Ihnen kein Charttechniker der Welt garantieren kann, wie sich der DAX nun entwickeln wird. Aber wir sind mit unseren Analysen bislang ziemlich nah dran an der Realität. Wir glaubten bisher, dass der DAX eine längere Zeit zwischen ca. 10.000 und 9.000 Punkten hin und her pendeln wird. Dies ist unverändert der Fall. Aber es KANN eben auch noch tiefer gehen.

Im „Geldanlage Premium Depot“ haben wir uns eine entsprechende Strategie überlegt und diese auch zum Teil bereits durch Orders und Depotaufnahmen umgesetzt. Unter anderem haben wir bei 8.970 Punkten im DAX eine Long-Position erworben. Wenn auch Sie von solchen Trades profitieren möchten, dann melden Sie sich einfach zu einer kostenlosen 3-wöchigen Test-Phase an.



›› Termine der kommenden Woche

(KW 12: Handelswoche vom 17.03. bis 21.03.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 17.03.2014

11:00 - EU Inflation Februar
13:30 - US NY Empire State Index März
15:00 - US Internationale Kapitalströme Januar
15:15 - US Kapazitätsauslastung Februar
15:15 - US Industrieproduktion Februar
16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex März


Dienstag, 18.03.2014

11:00 - DE ZEW Konjunkturerwartung März
11:00 - EU Außenhandel Januar
14:30 - US Wohnbaugenehmigungen Februar
14:30 - US Wohnbaubeginne Februar
14:30 - US Verbraucherpreise Februar


Mittwoch, 19.03.2014

08:00 - DE Großhandelspreise Februar
11:00 - EU Produktion Baugewerbe Januar
20:00 - US Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis


Donnerstag, 20.03.2014

08:00 - DE Erzeugerpreise Februar
09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe März
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone März
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Verkäufe bestehender Häuser Februar
16:00 - US Philadelphia Fed Index März


Freitag, 21.03.2014

Keine wichtigen Termine

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