Ist Charttechnik nur Kaffeesatzleserei? +++ Aktien bleiben das bevorzugte Investment

Inhalt dieser Ausgabe

  1. In eigener Sache - Osterpause
  2. Marktanalyse - Ist Charttechnik nur Kaffeesatzleserei?
  3. Aktien – Trotz erreichter Kursniveaus derzeit das beste Investment

›› In eigener Sache
- Osterpause
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserinnen und Leser,

die Osterfeiertage stehen vor der Tür und damit ein paar Tage, an denen man sich ein wenig erholen und hoffentlich viel Sonne genießen kann.

Am kommenden Freitag und auch am Ostermontag bleiben einige Börsen geschlossen. Viele Teilnehmer bleiben dem beschränkten Handel fern, so dass nicht viel passieren wird.

Auch unsere Redaktion gönnt sich deshalb über das verlängerte Wochenende eine kleine Pause. Am nächsten Mittwoch sind wir wieder für Sie da.


Wir wünschen Ihnen erholsame Tage mit möglichst viel Sonnenschein.
Ihr
Team von www.geldanlage-brief.de

 



›› Marktanalyse
- Ist Charttechnik nur Kaffeesatzleserei?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Volatilität an den Börsen hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Ob dies nun an immer neuen Meldungen zum Ukraine-Konflikt oder an rein technischen Marktreaktionen liegt, darüber kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Kurse halten sich aktuell exakt an markante Chartmarken

Unseren Standpunkt hatten wir zuletzt deutlich gemacht. Von den Medien werden lediglich irgendwelche passenden Nachrichten gesucht, um die Kursverluste zu begründen, auch wenn hier nicht zwingend ein Zusammenhang besteht.

Wir sehen in den aktuellen Kursrücksetzern dagegen lediglich eine völlig normale Korrektur auf die vorangegangenen Kursgewinne. Auch wenn viele Anleger nichts mit der Charttechnik anfangen können oder diese gar der Kaffeesatzleserei zuordnen, so können wir (nachfolgend) eine Reihe von Charts präsentieren die belegen, dass sich die Kurse ziemlich exakt an markanten Marken orientieren und die Verluste rein charttechnischer Natur sind.

Beispiel DAX

Im DAX haben wir zum Beispiel eine recht klar definierte Seitwärtsrange (blau im folgenden Chart), innerhalb der sich der Index auf und ab bewegt. Die Hochs der Wellen B und D lagen exakt auf dem gleichen Niveau.

DAX - Chartanalyse

Auf dem Weg nach unten orientiert sich der Index immer wieder an einer (grünen) Aufwärtslinie, die wir schon vor Monaten in den Chart eingezeichnet und diesen hier veröffentlicht haben.

Beispiel Dow Jones

Der Dow Jones hält sich derweil exakt an den gelben Trendkanal, der seinen Ursprung im November 2012 (!) - also vor 1,5 Jahren - hat. Glauben Sie beim Blick auf den folgenden Chart wirklich an reinen Zufall, dass der Index zuletzt ein Tief bei 16.015 Punkten exakt an der gelben Trendlinie markiert hat und dann dort wieder nach oben hin abgeprallt ist?!

Dow Jones - Chartanalyse

Sicherlich war es auch kein Zufall, dass der Index zuvor ziemlich genau an dem Hoch bei 16.588 Punkten (rote Linie im Chart) gescheitert ist. Zwar lag das zweite Hoch bei 16.631 Zählern etwas oberhalb der Linie, doch bedeuten 43 Punkte bezogen auf 16.588 nur eine Abweichung von 0,26%, was bei Märkten, die von Millionen von Teilnehmern bewegt werden, quasi Nichts ist.

Beispiel S&P500 und Nasdaq100

Hinzu kommt auch noch die zeitliche Komponente. Man könnte es dem Zufall zuordnen, wenn die diversen Märkte solche Kursmarken zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreicht hätten. Doch aktuell ist es so, dass viele charttechnisch relevanten Marken in unterschiedlichen Basiswerten zeitgleich angesteuert wurden.

So haben nicht nur der DAX (dunkelgrüne Linie im Chart oben) und der Dow Jones (gelbe Linie im entsprechenden Chart) nahezu zeitgleich wichtige Unterstützungen erreicht, sondern die Reihe lässt sich mit dem S&P500 (grüner Kreis im folgenden Chart)…

S&P500 - Chartanalyse

… und dem Nasdaq100 (grüne Linie im folgenden Chart) erweitern.

Nasdaq100 - Chartanalyse

Alle Indizes erreichten also quasi zeitgleich wichtige Unterstützungen. Die Liste ließe sich mit weiteren Beispielen unendlich fortsetzen. Und natürlich findet sich derartiges Kursverhalten nicht nur in der aktuellen Situation, sondern auch aus der Vergangenheit könnte man unzählige weitere bestätigende Chartanalysen hervorholen.

Wie lässt sich die Präzision der Charttechnik erklären?

Doch woran liegt es, dass sich die Kurse so oft an wichtigen oder offensichtlichen Chartmarken orientieren? Diese Frage könnte man mit den Schlagworten „self fulfilling prophecy“ (übersetzt: selbsterfüllende Prophezeiung) beantworten, was schlicht und einfach bedeutet, dass offensichtlich relevante Kursmarken von entsprechend vielen Charttechnikern gesehen werden.

Diese legen an Unterstützungen ihre Kauforders in den Markt, die bei Erreichen zu wieder steigenden Kursen führen. Umgekehrt gilt das gleiche für das Ansteuern von Widerständen. Durch die mehrfache Platzierung von Verkaufsordern nah an diesen Linien kommt es dort zur Auflösung von Positionen und damit zu fallenden Kursen.

Charttechnik ist im kurzfristigen Bereich sehr nützlich

Die Charttechnik kann also gerade für aktive Trader, die besonders im kurzfristigen Bereich kleinere Kursbewegungen gewinnbringend nutzen wollen, sehr hilfreich sein. Aber auch für längerfristige Investoren kann die Charttechnik wertvolle Hinweise liefern. So lässt sich zum Beispiel mit einer Analyse längerfristiger Charts erkennen, ob es sich bei (den aktuell) stärkeren Kursverlusten um eine größere Trendwende oder lediglich eine gesunde Korrektur handelt.

Charttechnik im „Geldanlage-Brief“ und im „Geldanlage Premium Depot“

Entsprechend hat die Charttechnik seit dem Redaktionswechsel Ende 2012 im „Geldanlage-Brief“ deutlich höheres Gewicht in unseren Publikationen erhalten. Da wir die Märkte hier im kostenlosen Börsennewsletter zwei Mal wöchentlich und damit recht kurzfristig analysieren, betrachten wir dazu passend auch die kurzfristigen Kursbewegungen.

Wir agieren aber im „Geldanlage Premium Depot“ auch längerfristig und setzen in unserem Musterdepot unter anderem auf Aktien. Deshalb schauen wir auch auf längerfristige Chartformationen um feststellen zu können, in welche Richtung der übergeordnete Trend läuft.

Im Bullenmarkt wollen wir mit dem Trend gehen, indem wir auf steigende Kurse und verstärkt in Aktien investieren. Im Bärenmarkt wollen wir ebenfalls mit dem Trend gehen und auf eine Investition in Aktien verzichten, dafür aber eventuell auch Short-Trades eingehen.

Kombination von Chartanalyse und Analyse der Fundamentaldaten

Aber die Charts verraten nicht alles. Und daher analysieren wir neben den Kursbewegungen auch kontinuierlich die fundamentalen Rahmenbedingungen (Konjunkturdaten, Verhalten der Notenbanken etc.). Meist bestätigen sich Kursrichtung und fundamentale Entwicklung gegenseitig. Durch eine Kombination aus Chartanalyse und Analyse der Fundamentaldaten erzielt man nach unseren Erfahrungen die besten Ergebnisse.

Dies gilt auch bei der Aktienanalyse

Dies gilt auch bei der Aktienanalyse. Auch hier konnten Sie in der Vergangenheit feststellen, dass wir stets sowohl die Fakten als auch die Charts haben sprechen lassen. Und dass dies eine sehr gute Strategie ist, spiegelt sich im aktuellen Erfolg unseres Musterdepots im Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ wider.

Fazit

Daher unser Fazit bzw. unser Tipp an Sie:

Nutzen Sie die Fundamentalanalyse und die Analyse langfristiger Charts, um die übergeordnete Trendrichtung zu identifizieren. Agieren Sie dann nur in Trendrichtung, also eröffnen Sie Long-Positionen in Bullenmärkten (Haussen) und Short-Trades in Bärenmärkten (Baissen).

Wenn Sie kurzfristig agieren, spielen hingegen die fundamentalen Daten kaum eine Rolle. Sie ändern sich nicht so schnell. Konjunkturdaten werden in den meisten Fällen nur monatlich erhoben, Unternehmen liefern sogar nur quartalsweise ihre Berichte ab. Daher ist die Charttechnik das wichtigere Instrument in kurzen Zeiträumen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

P.S.: Für unsere Leser des „Geldanlage Premium Depot“ konnten wir alleine im März 7 Trades durchführen, von denen 7 im Gewinn endeten. Dadurch haben wir einen zusätzlichen Ertrag in Höhe von 694,20 Euro erzielt (bei jeweils 1.000 Euro Kapitaleinsatz pro Trade).
Bezogen auf den Einsatz von 7.000 Euro bedeutet dies eine Rendite von 10% nach nur einem Monat.
Und auch der April hat mit einem ersten Trade, der uns eine Rendite von 12,04% innerhalb von nur 15 Tagen brachte, bereits gut begonnen.
Sie sollen auch von solchen Investments profitieren? Dann melden Sie sich hier zu einem kostenlosen Probe-Abonnement an!

 



›› Aktien
– Trotz erreichter Kursniveaus derzeit das beste Investment
von Sven Weisenhaus

Eine Möglichkeit zur Geldanlage hat man nicht nur an den Börsen. Man muss sich also nicht zwingend mit Indizes, Aktien, Rohstoffen oder Devisen befassen.

Es gibt viele Möglichkeiten der Geldanlage

So gibt es neben Aktien auch Sparbücher, Festgeld, Tagesgeld, Anleihen, Fonds, ETFs, Zertifikate, Optionen, Optionsscheine, CFDs, Immobilien, Diamanten, und so weiter und so fort. Einige Anlageformen davon haben wir auch bereits angesprochen:
- über Tages- und Festgeld am 26. März
- über Diamanten schon mehrfach, zuletzt ebenfalls am 26. März
- über Inline-Optionsscheine am 12. März
- über Aktienanleihen am 7. Oktober 2013
- über (Reverse-)Bonus-Zertifikate am 28. Oktober 2013
- etc.

Doch besonders viel berichten wir über das Geschehen an den Börsen und oft haben Sie hier in der jüngeren Vergangenheit über die Notenbanken EZB und Fed gelesen. Da stellt sich dem einen oder anderen (langjährigen) Leser vielleicht die Frage, warum das eigentlich (seit dem Redaktionswechsel Ende 2012) so ist. Diese Frage und die Frage, warum Aktien denn derzeit trotz der erreichten Kursniveaus das beste Investment sind, wollen wir Ihnen gerne beantworten.

Die Finanzmärkte hängen zusammen

Alle Finanzmärkte hängen zusammen, egal ob man dies regional betrachtet oder über verschiedene Assetklassen hinweg. Wenn sich die Märkte in den USA oder Asien bewegen, dann betrifft dies auch die in Europa oder Deutschland. Und wenn sich an den Aktienmärkten etwas tut, dann kann sich dies auch auf Rohstoffe oder Rentenmärkte auswirken.

Die Notenbanken steuern die Wirtschaft und die Finanzmärkte

Das Zusammenspiel der Märkte erkennt man auch insbesondere im Vorfeld von Sitzungen der Notenbanken. Für unsere heimischen Finanzmärkte ist in erster Linie das Verhalten der Europäischen Zentralbank (EZB) entscheidend. Die Zinspolitik des EZB-Chefs Mario Draghi hat direkte Auswirkungen auf alle möglichen Geldanlagen.

Notenbanken bestimmen das Zinsniveau

Aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfelds (der Leitzins der EZB liegt bei nur 0,25%) sind Tages- und Festgelder derzeit unattraktiv, da sie nur sehr geringe Zinsen abwerfen (siehe Beitrag vom 26. März). Die ist von der Notenbank durchaus gewünscht, denn es macht Sparen weniger lukrativ und soll den Konsum ankurbeln.

Immobilien sind wegen der geringen Kreditkosten (die so niedrig sind, weil sich die Banken sehr günstig bei der EZB refinanzieren können) bereits vielerorts im Preis gestiegen und damit oft schon zu teuer. Auch dies also eine Folge der Geldpolitik.

Notenbanken beeinflussen die Geldmengen

Über die Geldpolitik der Notenbanken wird aber nicht nur das Zinsniveau festgelegt, sondern auch die gesamte Menge des umlaufenden Geldes bestimmt. Von der US-Notenbank Fed wurden zum Beispiel (Staats-)Anleihen aufgekauft (QE-Programme), um dadurch mehr Geld in Umlauf zu bringen. Die Anleihekurse sind durch die Käufe gestiegen und die Zinsen entsprechend gesunken.
Aber die Aktion hat nicht nur durch die direkten Käufe die Rentenmärkte bewegt, sondern durch das mehr an Liquidität auch die Aktienmärkte beflügelt.

Ähnliche Effekte in den USA und Europa

Einen gleichen Effekt hat die EZB hier in Europa auf ähnliche Weise erreicht. Die Krisenstaaten können sich durch Rettungsmaßnahmen und verbale Interventionen inzwischen wieder zu deutlich geringeren Zinsen als noch inmitten der Eurokrise verschulden. Griechenland hat zum Beispiel kürzlich über eine Staatsanleihe mehrere Milliarden am Kapitalmarkt eingesammelt zu einem Zinssatz von unter 5%. Im Hoch der Krise musste Griechenland noch knapp 20% berappen.
Durch die Bekämpfung der Krise haben sich auch die Aktienmärkte erholt und die Kurse sind auf das aktuelle Niveau gestiegen.

Das Zinsniveau ist unattraktiv

Geldanlagen, bei denen der Sparer auf regelmäßige Zinserträge setzt (Tagesgeld, Festgeld, Anleihen), sind also derzeit durch die Geldpolitik der Notenbanken unattraktiv. Zumal bei Anleihen während der Laufzeit auch noch ein Kursrisiko besteht und angesichts der hohen Kurse bzw. niedrigen Zinsen eher mit Kursverlusten gerechnet werden muss.

Nachteile anderer Anlageformen

Bei Fonds hat man zwar den Vorteil, dass erfahrene Manager die Selektion attraktiver Investments übernehmen, doch bedeutet ein Kauf meist zunächst einen hohen Ausgabeaufschlag von bis zu 5% der investierten Summe, was die Rendite gleich zu Beginn in den Keller reißt. Zudem sind die meisten Fonds nicht in der Lage, die eigene Benchmark zu schlagen.

Mit Zertifikaten kann man zum Teil sehr spezielle Anlageziele verfolgen und besondere Marktsituationen ausnutzen. Doch sie sind vielfach zu kompliziert konstruiert oder für die derzeitige Marktsituation ungeeignet. Ein Investment in Zertifikate setzt zudem eine hohe Kenntnis der Materie voraus.

Aktien sind trotz erreichter Kursniveaus derzeit das beste Investment

Und so kommen wir zu dem Fazit, dass für viele Anleger Aktien, trotz der erreichten Kursniveaus, derzeit das beste Investment sind. Aber es kommt dabei auf die Selektion der richtigen Titel an. Denn viele Unternehmen sind irrsinnig hoch bewertet, während andere noch durchaus Kurspotential haben. (Im “Geldanlage Premium Depot“ übernehmen wir die Selektion für Sie.)

Fazit

Das, was an den Börsen geschieht, bzw. das, was dort als das wichtigste Thema gilt, ist meist auch für alle anderen Formen der Geldanlage entscheidend. Unser thematischer Fokus im „Geldanlage-Brief“ liegt daher klar hierauf.

Wenn sich in irgendeinem der heute hier genannten Bereiche attraktive Möglichkeiten der Geldanlage ergeben, dann werden wir auch darüber wieder verstärkt berichten. Doch derzeit sind Aktien einfach unsere bevorzugte Anlagekategorie.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Das "Geldanlage Premium Depot"
- Die richtige Strategie für Ihr Vermögen

Seit dem 15. November 2013 haben unsere Abonnenten des "Geldanlage Premium Depot"die Möglichkeit, unsere Trades 1:1 nachzubilden. Dadurch konnten die Leser bereits 16 Trades durchführen, von denen 15 Trades im Gewinn und nur ein einziger im Verlust endete. Letztlich haben die Abonnenten dadurch

  • eine durchschnittliche Rendite pro Trade von 10,78% erzielt,
  • bei einer durchschnittlichen Laufzeit der Trades von 40 Tagen.
  • Dies entspricht einer durchschnittlichen Rendite pro Trade von knapp 160% p.a.!

Abgeschlossene Trades im

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