Im Juni platzt die Geld-Bombe +++ DAX, Bund Future und Dow Jones im Chart-Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - EZB bereitet die Märkte auf Interventionen im Juni vor
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, Bund Future und Dow Jones
  3. Termine der kommenden Woche
  4. Das "Geldanlage Premium Depot" - Schon wieder ein neuer Gewinnrekord!

 

›› Marktanalyse
- EZB bereitet die Märkte auf Interventionen im Juni vor
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Brieffür das Handelsblatt ist die Sache schon völlig klar: „Nicht nur EZB-Präsident Mario Draghi, sondern praktisch die gesamte Spitze der europäischen Notenbank hat jetzt die nächste milliardenschwere Geldspritze für kommenden Monat angekündigt. Die lange erwartete Bazooka wird kommen, die EZB hat sich definitiv festgelegt.“, war dort zu lesen.

Nach den Worten des EZB-Chefvolkswirts Peter Praet klingt die Sache noch etwas weniger klar. Er äußerte, dass negative Einlagenzinsen ein möglicher Teil einer Kombination von Maßnahmen seien.

BIP-Wachstum bleibt hinter Erwartungen zurück

Doch aktuelle Wirtschaftsdaten deuten tatsächlich darauf hin, dass die Redaktion des Handelsblatts durchaus Recht behalten könnte. So berichtete Eurostat in dieser Woche, dass die jährliche Inflationsrate im Euroraum im April 2014 zwar immerhin auf 0,7% leicht gestiegen ist, gegenüber 0,5% im März, …

Entwicklung der Inflation im Euroraum und der EU
(Quelle: Eurostat)

Inflationsraten der Länder im Euroraum
(Quelle: Eurostat)

… das BIP allerdings im Vergleich zum Vorquartal im ersten Quartal 2014 im Euroraum lediglich um 0,2% und in der EU um 0,3% gestiegen sei. Damit hat sich das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone überraschend nicht beschleunigt. Die Wirtschaft wuchs nur genauso stark wie im Schlussquartal 2013.

Inflationsraten der Länder im Euroraum
(Quelle: Eurostat)

Rechnet man Deutschland mit seinem erneut soliden Wachstum von 0,8% auch noch aus dem Gesamtwert heraus, hat die Wirtschaft im gesamten Rest der Eurozone zum Jahresauftakt lediglich stagniert.

Highlights waren dabei neben Deutschland mit besagtem 0,8%-Wachstum noch Spanien mit 0,4%. Eher enttäuschend hingegen fiel das Wachstum in Portugal und Zypern mit jeweils -0,7% und den Niederlanden mit -1,4% aus. Frankreich gelang aufgrund der Konsumzurückhaltung nach der Mehrwertsteuererhöhung im Januar lediglich ein Nullwachstum. Italien schrumpfte überraschend um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal.

Exportprobleme

Probleme macht auch der Export. So verringerten sich die Ausfuhren des Euroraums in den Rest der Welt im März 2014 gegenüber Februar 2014 (saisonbereinigt) um 0,5%. Da sich die Einfuhren mit 0,6% noch stärker reduzierten, stieg der Handelsbilanzüberschuss dennoch an, von 14,2 Mrd. Euro im Februar auf 17,1 Mrd. Euro im März.

Handelsbilanzüberschuss führt zu steigendem Euro

Der Handelsbilanzüberschuss ist übrigens auch ein Grund für den hohen Euro-Kurs, der derzeit so kritisiert wird. Denn wenn mehr Waren exportiert als importiert werden, wird auch der Euro stärker nachgefragt. Denn die Ausländer müssen die Waren aus dem Euro-Raum mit Euros bezahlen. Selbst wenn sie dies nicht tun, muss der europäische Exporteur die ausländische Währung, die er für seine Waren erhält, in Euro eintauschen. Diese Nachfrage nach dem Euro bei gleichzeitig höherem Angebot ausländischer Währungen führt zu einem steigenden Euro-Wechselkurs.

Verbale oder reale Interventionen?

Ob die Zentralbanker in Frankfurt vor diesem Hintergrund weiterhin nur mit lautem Nachdenken über eine weitere geldpolitische Lockerung die tatsächliche Umsetzung ersetzen, wird sich im Juni zeigen.
Dem Kauf von Staatsanleihen nach Vorbild der US-Notenbank Fed erteilte der eingangs erwähnte EZB-Volkswirt Praet jedenfalls eine Absage. „Ich denke, dazu würde es erst kommen, wenn sich die Konjunktur und die Inflation in der Euro-Zone deutlich schlechter entwickeln als von uns erwartet.“, sagte der Volkswirt. Trotz einiger Mäkel zeigen die jüngsten (BIP-)Daten jedenfalls nicht das Bild einer Währungsunion, die in eine bösartige Deflationsspirale abrutscht.

Die EZB bereitet die Märkte anscheinend auf reale Interventionen vor

Laut dem Handelsblatt soll das EZB-Ratsmitglied Yves Mersch am Donnerstag allerdings gesagt haben: „Wir arbeiten an einer breiten Palette von Instrumenten, die sogar die blühende Fantasie von Journalisten und Analysten übertreffen könnten.“ Und dann wurde es sogar noch konkreter: „Sie werden nach der nächsten Ratssitzung eine sehr genaue Vorstellung von diesen Instrumenten haben.

Es scheint also so, dass die EZB und ihre Mitglieder die Märkte aktuell mit kleineren, aber deutlichen Hinweisen auf neue Maßnahmen am 5. Juni vorbereiten. Bei Betrachtung der weiteren Konjunkturdaten zum Euroraum und der EU würde uns dies inzwischen auch nicht mehr verwundern. Aber dazu in einer der nächsten Ausgaben mehr.

Die Märkte positionieren sich entsprechend

An den Märkten sind die Botschaften jedenfalls bereits angekommen. In vorauseilendem Gehorsam verkauften Investoren den Euro und kauften Anleihen. So fiel der Euro innerhalb einer Woche von fast 1,40 Dollar unter 1,37 Dollar. Drei Cent in einer Woche sind auf dem Devisenmarkt Welten. Der Bund Future stieg dagegen im Eiltempo an. Die Renditen von Bonds aus Italien, Irland oder Belgien fielen sogar auf den niedrigsten Stand aller Zeiten. Für uns handelt es sich hierbei um eine Übertreibung am Rentenmarkt. Dazu in den folgenden Chartanalysen mehr…


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, Bund Future und Dow Jones
von Sven Weisenhaus

DAX

Vor einer Woche schrieben wir hier an dieser Stelle über die höhere Wahrscheinlichkeit, dass im DAX sowohl die enge als auch die breite Seitwärtsrange nach oben hin aufgelöst wird. Tatsächlich durchbrach der Index die 9800-Punkte-Marke und markierte mit 9810,29 Punkten ein neues Allzeithoch (roter Kreis im Chart). Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Spekulationen um die EZB. Allerdings traten die Kurse recht wieder schnell den Rückzug an, so dass lediglich eine Bullenfalle übrig blieb.

DAX - Chartanalyse

Aktuell testet der Index die obere Begrenzungslinie der Flaggenformation. Wenn diese bricht, dürfte sich die Abwärtsbewegung fortsetzen.

Auch die Elliott-Wellen deuten auf eher fallende Kurse hin, denn inzwischen lassen sich Überschneidungen im Kursverlauf feststellen, die gegen einen klaren Aufwärtstrend und damit für weitere Korrekturbewegungen sprechen.

Insbesondere durch die hohen Kurse in den US-Indizes könnte noch ein weitergehender Kursrutsch an unseren heimischen Märkten ausgelöst werden. Denn vergessen Sie nicht: Die US-Märkte sind die Weltleitbörsen, auch wenn dies bei den aktuellen Diskussionen um die EZB leicht in Vergessenheit geraten könnte!

Vorsorglich haben wir im „Geldanlage Premium Depot“ unsere DAX-Long-Position vollständig aufgelöst und dadurch erneut einen Gewinn in Höhe von über 20% für unsere Leser realisieren können. Es war der 17te Gewinn-Trade von insgesamt 18 abgeschlossenen Trades. Entsprechend haben wir hier schon wieder einen neuen Gewinnrekord vermelden.

Bund Future

Wir wollen aber nicht verschweigen, dass es in unserem Börsendienst auch Rückschläge zu verkraften gibt. So haben wir uns bei einem Trade auf den Bund Future eine blutige Nase geholt, weil der Rentenindex entgegen unserer Erwartung, ebenfalls durch die Aussagen Mario Draghis hinsichtlich einer geldpolitischen Lockerung im Juni verursacht, stark angestiegen ist (siehe rote Ellipse im Chart).

Bund Future - Chartanalyse

Wir gehen allerdings davon aus, dass es sich, ähnlich wie in anderen Blasen der Vergangenheit, um die letzte Übertreibungsphase im Aufwärtstrend handelt. Diese Bewegung kann sogar noch etwas weiter führen, zum Beispiel bis zur EZB-Sitzung am 5. Juni. Sollten dann neue Maßnahmen verkündet werden, könnte dies der Auslöser für das letzte Aufbäumen innerhalb der laufenden Rallye.

Spätestens danach sollte aber das Hoch markiert worden sein und eine Trendwende einsetzen. Sollte allerdings die EZB nicht wie erwartet eine „dicke Berta“ oder ähnliches auspacken, dann könnte die Trendwende sogar sehr stark ausfallen.

Entsprechend lautet der Rat an unsere Leser: Der aktuelle Kursanstieg im Bund Future ist ausschließlich auf einen externen Effekt, nämlich auf die jüngst klaren Aussagen der EZB hinsichtlich neuer geldpolitischer Maßnahmen, zurückzuführen. Der Markt wird hier also „manipuliert“. Ohne die (bislang verbalen) Interventionen der EZB wäre es wohl kaum denkbar, dass die Renditen von Bonds aus Italien oder Irland, die nach wie vor zu den Hauptproblemkindern der Euro-Krise zählen, kürzlich auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesunken sind.
Wir sind daher weiterhin der festen Überzeugung, dass der Bund Future zu hoch notiert und daher bleiben wir mit Short-Trading am Ball.

Dow Jones

Als wir zuletzt am 13. April den Dow Jones an dieser Stelle besprochen haben, geschah dies als Wiedergabe meiner Aussagen in einem vorangegangenen DAF-Interview. Der Moderatorin erklärte ich, dass mir der Dow Jones zu diesem Zeitpunkt insgesamt deutlich besser gefiel als der DAX. Wir hatten es in beiden Indizes nur mit Konsolidierungen zu tun, also keineswegs mit Trendwenden oder ähnlichem, aber der Dow Jones sah insgesamt freundlicher aus. Der US-Index war am Allzeithoch aus dem Jahr 2013 bei 16.588 Punkten gescheitert, markierte aber anschließend keine tieferen Tiefs.

Tatsächlich gelang es in der Folge auch dem Dow Jones ein neues Allzeithoch zu erreichen. Doch genau wie im DAX hielt die Freude nicht lange an und der Index fiel deutlich zurück. Es bleibt eine Bullenfalle (roter Kreis im Chart), was dazu führt, dass ich nun deutlich pessimistisch für die US-Märkte bin.

Dow Jones - Chartanalyse

Zwar wurde auch jetzt noch kein tieferes Tief gebildet, dennoch halte ich die Wahrscheinlichkeit für einen Bruch des gelben Aufwärtstrends aktuell für höher als ein neues Allzeithoch.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 21: Handelswoche vom 19.05. bis 23.05.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 19.05.2014

  • 11:00 - EU Produktion Baugewerbe März

Dienstag, 20.05.2014

  • 08:00 - DE Erzeugerpreise April

Mittwoch, 21.05.2014

  • 10:00 - EU EZB Leistungsbilanz Eurozone März
  • 20:00 - US FOMC Sitzungsprotokoll

Donnerstag, 22.05.2014

  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Mai
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone Mai
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone Mai
  • 14:30 - US Chicago Fed National Activity Index April
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US Verkäufe bestehender Häuser April

Freitag, 23.05.2014

  • 08:00 - DE BIP 1. Quartal
  • 10:00 - DE ifo Geschäftsklimaindex Mai
  • 16:00 - US Verkäufe neuer Häuser April

 



›› Das "Geldanlage Premium Depot"
- Schon wieder ein neuer Gewinnrekord!

Erneut konnten wir unseren Lesern einen dicken Gewinn bescheren. Mit dem vollständigen Ausstieg aus einem Long-Trade auf den DAX haben wir vom Anstieg des Index von 9.200 auf 9.750 Punkte profitiert. Während der DAX um rund 6% zugelegt hat, können wir uns über Gewinne von 26,86% und 20,43% freuen.
Bezogen auf den Investitionszeitraum von 64 und 67 Tagen errechnet sich sogar eine Rendite p. a. von 188,68% bzw. 175,30%.

Die durchschnittliche Rendite aller abgeschlossenen Trades ist durch den DAX-Trade von 10,78% auf 12,21% gestiegen.
Der Gesamtgewinn bei den realisierten Trades erhöht sich damit auf den Rekordwert von 1.338,78 Euro.

Seit dem 15. November 2013 haben unsere Abonnenten des "Geldanlage Premium Depot" die Möglichkeit, unsere Trades 1:1 nachzubilden. Dadurch konnten die Leser bereits 18 Trades durchführen, von denen 17 im Gewinn und nur ein einziger im Verlust endete. Letztlich haben die Abonnenten dadurch

  • eine durchschnittliche Rendite pro Trade von über 12% erzielt,
  • bei einer durchschnittlichen Laufzeit der Trades von 41 Tagen.
  • Dies entspricht einer durchschnittlichen Rendite pro Trade von über 170% p.a.!

Abgeschlossene Trades

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