Geldpolitik der EZB: Sparer werden enteignet - So entgehen sie der Zinsfalle

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Geldpolitik der EZB - Sparer werden enteignet – So entgehen sie der Zinsfalle
  2. Gastbeitrag - Die Europawahl und ihre Auswirkungen auf die Finanzmärkte
  3. Gastbeitrag - Ein einziges Investment reicht eigentlich für den Ruhestand
  4. Das "Geldanlage Premium Depot" - Die richtige Strategie für Ihr Vermögen

›› Geldpolitik der EZB
- Sparer werden enteignet – So entgehen sie der Zinsfalle
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefzu den jüngsten geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) bemängelte der Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon dass dadurch eine schleichende Enteignung der Sparer erfolgt.

15 Mrd. Euro weniger Zinseinnahmen

Fahrenschon sagte weiterhin, dass den deutschen Sparern durch die lockere Geldpolitik der EZB pro Jahr schätzungsweise 15 Mrd. Euro an Zinseinnahmen entgehen würden.

Politik zieht Betroffenen „elegant“ das Geld aus den Taschen

Börse Zungen sagen, Vater Staat könnte theoretisch auch in ähnlicher Höhe die Steuern erhöhen, doch der Weg über die Niedrigzinspolitik, die eine extrem günstige Refinanzierung der Staatsschulden ermöglicht, sei natürlich viel eleganter. So würden die Betroffenen oft gar nicht merken, dass ihnen das Geld aus den Taschen gezogen wird.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille

Doch ganz so einseitig sollte man die Sache nicht betrachten. Denn wo steht eigentlich geschrieben, dass man für das Horten von privatem Vermögen auf Konten von Banken Zinsen erhalten muss?!
Offenbar hat sich über Jahrzehnte in den Köpfen der Menschen verankert, dass es einen risikolosen Zins geben muss, der einem zusteht, wenn man sein Geld zu einer Bank trägt.

Doch Zinsen können nur dann gezahlt werden, wenn sich das Geld der Banken vermehrt. Und dies passiert nur dann, wenn die Banken das Geld an Unternehmen weitergeben – in Form von Krediten – die dann damit etwas (wie der Begriff schon sagt) unternehmen.
Genau diese Systematik hat aber zuletzt nicht mehr funktioniert und soll nun wieder, mithilfe der jüngsten Beschlüsse der EZB, reaktiviert werden. – Insofern tut die EZB das Nötige und genau das Richtige.

Nicht der kluge Anleger ist der Dumme, sondern der mutlose Sparer

Investitionen von Unternehmen können gut oder schlecht laufen. Und der Zins drückt die Höhe des Risikos aus. Unternehmen, die hohe Risiken eingehen, müssen für ihre Kredite hohe Zinsen zahlen. Und Anleger, die keine Risiken eingehen, werden ihr Geld im aktuellen Umfeld kaum vermehren. Entsprechend ist nicht der kluge Anleger der Dumme, sondern der mutlose Sparer.

Aktionäre konnten im Niedrigzinsumfeld hohe Renditen erzielen

Aktionäre wissen dies und konnten in den vergangenen Jahren auch ohne hohe Zinsen auf Bankeinlagen beträchtliches Vermögenswachstum betreiben. Doch Deutschland gehört weltweit zum Schlusslicht der Industrieländer, wenn es darum geht, wie viele Menschen eines Landes Aktien besitzen. Während der DAX im vergangenen Jahr um 25% zulegte, schrumpfte die Zahl der Aktionäre um 600.000. Seit der Jahrtausendwende sank sie Anzahl an Besitzern von Aktien oder Aktienfonds sogar um 4 Millionen. Weniger als jeder neunte Deutsche besitzt Aktien.

Für Immobilienbesitzer könnte es kaum noch besser laufen

Doch nicht nur Aktionäre, sondern auch Schuldner können der jüngsten EZB-Entscheidung Positives abgewinnen – wie z. B. der oben bereits erwähnte Vater Staat. Daneben gehören aber auch Immobilienbesitzer, die Ihr Eigentum per Kredit finanzieren, zu den Schuldnern.

Während Sparer in Sorge sind, könnten die Zeiten für Immobilienbesitzer kaum besser sein. Einerseits sind die Preise für Betongold in verschiedenen Regionen bereits deutlich gestiegen (siehe folgende Grafik), andererseits gab es selten (wenn überhaupt schon) so niedrige Bauzinsen. Egal ob kreditfinanziert oder bereits abbezahlt – Eigentümer von Immobilien freuen sich.

Entwicklung der Immobilienpreise

Die Gunst der Stunde für die eigenen vier Wände nutzen

Wer sich langfristig den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen will, sollte jetzt die Gunst der Stunde nutzen. Denn derzeit sind die Bauzinsen extrem niedrig. Mit einem Bausparvertrag können sich potentielle Erwerber dieses günstige Zinsniveau sogar für die Zukunft sichern und ihre Immobilienfinanzierung langfristig auf ein solides Fundament stellen.

Zusätzlich von der Wohn-Riester-Förderung profitieren

Zusätzlich können vor allem Bausparer von der Wohn-Riester-Förderung profitieren. Denn hier fließen die staatlichen Zulagen sowohl in der Spar- als auch in der Darlehensphase – das gibt es nur beim Bausparvertrag.

Seit diesem Jahr kann Riester-Guthaben jederzeit für die Entschuldung einer Immobilie eingesetzt werden. Zuvor war dies nur zu Beginn der Riester-Auszahlungsphase, in der Regel bei Renteneintritt, möglich.
Auch eine Umschuldung bereits bestehender Immobilienfinanzierungen ist jetzt mit einem Riester-Darlehen bzw. -Bauspardarlehen möglich – unabhängig davon, wann das Objekt gekauft wurde. Voraussetzung ist lediglich, dass der ursprüngliche Kredit zum Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt wurde.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Gastbeitrag
- Die Europawahl und ihre Auswirkungen auf die Finanzmärkte
von Deutsche Asset & Wealth Management

Deutsche Asset & Wealth Management

EVP bleibt stärkste Partei, Euroskeptiker legen zu

Die christdemokratische/konservative Fraktion EVP (Europäische Volkspartei) bleibt mit ca. 28% der Sitze stärkste Fraktion im neu gewählten Europaparlament. Im Vergleich zu den letzten Europawahlen konnten die euroskeptischen Parteien Sitze dazu gewinnen; wie groß letzten Endes jedoch ihr Einfluss sein wird, lässt sich erst nach Abschluss der Koalitionsbildung einschätzen. Diese Parteien könnten von der geringen Wahlbeteiligung von etwa 43% profitiert haben.

Die Länder im Einzelnen

Obwohl euroskeptische Parteien in vielen Ländern ihr Stimmanteil vergrößern konnten, ist das Ergebnis der Europawahl aufgrund möglicher Auswirkungen auf die nationale Politik für einige Länder besonders wichtig.

  • GB: Die europafeindliche Ukip hat die Europawahl in Großbritannien gewonnen (ca. 27%) und auch bei den Kommunalwahlen gut abgeschnitten. In der regierenden konservativen Partei werden zunehmend Stimmen laut, die eine engere Zusammenarbeit mit der Ukip fordern.
    Risikoszenario: Möglicherweise eine stärker europaskeptische Haltung der Regierung.
  • Frankreich: Der euroskeptische Front National erwies sich mit ca. 25% als stärkste Partei bei der Europawahl, während die sozialistische Partei von Präsident Hollande starke Einbußen hinnehmen musste (ca. 14%).
    Risikoszenario: Politische Instabilität, Neuwahlen.
  • Griechenland: Die euroskeptische linke Partei Syriza war der große Gewinner (ca. 26%), während der sozialdemokratische Koalitionspartner der regierenden Konservativen lediglich ca. 8% der Stimmen für sich verbuchen konnte.
    Risikoszenario: Politische Instabilität, Neuwahlen.

Wahlergebnis weitgehend eingepreist, positive Fundamentaldaten

Wie erwartet, nutzten die Bürger einiger Länder die Wahl, um ihre Unzufriedenheit über die Arbeit der Regierung während der Eurokrise auszudrücken. Die Finanzmärkte wurden von diesem Ergebnis allerdings nicht überrascht, zudem bleiben die Fundamentaldaten positiv.

Unsere Einstellung zu Europa bleibt positiv. Die Renditeabstände für Anleihen der Euro-Peripheriestaaten dürften sich verringern, die Aktienmärkte einen neuen Aufschwung erleben. Die Koalitionsbildung euroskeptischer Parteien und in einigen Ländern eventuell auftretende politische Risiken sind genau zu beobachten.


Neue Sitzverteilung im Europäischen Parlament (vorläufig)

Neue Sitzverteilung im Europäischen Parlament (vorläufig)
Quelle: Das Europäische Parlament; Stand 25. Mai 2014, 11:58 Uhr


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Frank Bremser
Tel: +49 (0)69 / 9101 4941
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Claus Gruber
Tel: +49 (0)69 / 9101 4381
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Deutsche Asset & Wealth Management
Mit 934 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen (Stand 31. März 2014) ist Deutsche Asset & Wealth Management¹ einer der führenden Vermögensverwalter weltweit. Deutsche Asset & Wealth Management bietet Privatanlegern und Institutionen weltweit eine breite Palette an traditionellen und alternativen Investmentlösungen über alle Anlageklassen. Deutsche Asset & Wealth Management steht zudem für maßgeschneiderte Wealth Management-Lösungen und eine ganzheitliche Betreuung wohlhabender Privatanleger und Family Offices.

¹ Deutsche Asset & Wealth Management ist der Markenname für den Asset-Management- und Wealth-Management-Geschäftsbereich der Deutsche Bank AG und ihrer Tochtergesellschaften. Die jeweils verantwortlichen rechtlichen Einheiten, die Kunden Produkte oder Dienstleistungen der Deutsche Asset & Wealth Management anbieten, werden in den entsprechenden Verträgen, Verkaufsunterlagen oder sonstigen Produktinformationen benannt.

 



›› Gastbeitrag
- Ein einziges Investment reicht eigentlich für den Ruhestand
von Clemens Schmale, Godmode-Trader.de

Wie das geht, machen die besten Investoren dieser Welt vor. Dazu gehören zweifelsohne Venture Capital Unternehmen.

Wer in diesem Bereich den richtigen Riecher hat, der braucht nur ein einziges Mal in ein Start-up zu investieren und kann sich nach wenigen Jahren zur Ruhe setzen. Das ist keine Übertreibung. Der Venture Capital Fund, der Veeva Systems Geld zur Verfügung gestellt hat, hat für jeden investierten Dollar sage und schreibe 1.100 USD wieder herausbekommen.

Veeva Systems ist wahrscheinlich nicht vielen bekannt. Es handelt sich dabei allerdings um keine kleine Firma. Zum Zeitpunkt des Börsengangs Ende 2013 wurde das Unternehmen mit 4,4 Mrd. USD bewertet.

Veeva ist mit einigem Abstand das erfolgreichste Investment der letzten fünf Jahre gewesen. Aber immerhin, für jeden Dollar, der in WhatsApp investiert wurde, kamen 317 wieder heraus. Bei Facebook waren es noch 41, bei LinkedIn 25 und bei Instagram 12. Auch eine Verzwölffachung ist noch ok, würde ich sagen. Bei Aktieninvestments sieht man solche Gewinne selten...

Es ist gar nicht zu bezweifeln, dass Venture Capitalists ein großes Risiko auf sich nehmen. Vielleicht mehr als der durchschnittliche Aktienkäufer. Letztlich ist der maximale Verlust bei VC und Anlegern der gleiche: 100%. Die Wahrscheinlichkeit unterscheidet sich, je nachdem, ob man Microsoft Aktien oder die Aktien eines zweifelhaften Explorationsunternehmens kauft. Dennoch: wer einmal eine Vertausendfachung seines Einsatzes erlebt, der kann in der Folge wahrscheinlich bis ans Lebensende falsch liegen.

Nicht zuletzt wegen des enormen Erfolgs der Venture Capital Investments sind Börsengänge von VC Funded Companies heiß begehrt. Anleger sollten aber vorsichtig sein. Meist währt die Freude nur kurz. Die Aktien werden teuer an die Börse gebracht, steigen teilweise noch einige Zeit lang an, verdoppeln sich teils und kollabieren in der Folge. Das geschieht auch bei einigen der ganz erfolgreichen Investments von VCs, wie z.B. Veeva.

Einige Charts der erfolgreichsten VC Investments in Unternehmen, die dann an die Börse gebracht wurden, finden Sie auf meinem Guidants-Desktop.

Die zwei angefügten Grafiken zeigen beide dasselbe. Die eine Grafik ist lediglich logarithmisch. Grund dafür ist, dass man auf der normal skalierten Grafik eigentlich nur mehr die Unternehmensbewertung sieht und nicht, wie viele Dollar eigentlich investiert wurden. Oftmals sind die Unternehmen mit Milliarden bewertet, während das Investment lediglich im 5 bis 20 Mio. Bereich lag.

Mehr Analysen finden Sie hier.

 



›› Das "Geldanlage Premium Depot"
- Die richtige Strategie für Ihr Vermögen

Am Dienstag vergangener Woche konnten wir unseren Lesern erneut einen dicken Gewinn bescheren. Die Aktie von C.A.T. oil, die wir am 14. April aufgenommen hatten, war innerhalb von knapp einem Monat um über 40% angestiegen. Diese Gewinne haben wir mitgenommen.
Bezogen auf den Investitionszeitraum von nur etwas mehr als einem Monat errechnet sich sogar eine Rendite p. a. von weit über 1000%.

Seit dem 15. November 2013 haben unsere Abonnenten des "Geldanlage Premium Depot" die Möglichkeit, unsere Trades 1:1 nachzubilden. Dadurch konnten die Leser bereits 22 Trades durchführen, von denen 20 im Gewinn und nur zwei im Verlust endeten. Letztlich haben die Abonnenten dadurch
• eine durchschnittliche Rendite pro Trade von über 9,60% erzielt,
• bei einer durchschnittlichen Laufzeit der Trades von 47 Tagen.
• Dies entspricht einer durchschnittliche Rendite pro Trade von fast 200% p. a.!

abgeschlossene Trades

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