Goldene (und silberne) Zeiten +++ DAX, S&P500, Gold und Silber im Chart-Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Goldene (und silberne) Zeiten
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, S&P500, Gold und Silber
  3. Termine der kommenden Woche

 

›› Marktanalyse
- Goldene (und silberne) Zeiten
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder wichtigste Termin dieser Woche war aus Sicht der Börsen die Fed-Sitzung am Mittwoch. Etwas wirklich Überraschendes wurde dazu nicht bekannt gegeben. Wie erwartet blieben die Leitzinsen unverändert und das Anleihekaufprogramm wurde erneut um 10 Mrd. auf jetzt 35 Mrd. US-Dollar pro Monat reduziert. Janet Yellen sprach zudem den von den Märkten erhofften Satz, dass der Leitzins für eine beachtliche Zeit niedrig bleiben werde.

Höhere Inflation und niedrigere Arbeitslosenquote vs. geringeres Wachstum

Die im Vorfeld aufgekommenen Befürchtungen, die Fed könne ihre Leitzinsen früher anheben als erwartet, waren somit unbegründet. Trotz der zuletzt auf 2,1 Prozent gestiegenen Teuerungsrate in den USA, die besagte Sorgen der Anleger aufkommen ließ, hat die Fed ihre Inflationsprognose nur unwesentlich angehoben. Für dieses Jahr erwartet die Fed einen Preisanstieg von 1,5 bis 1,6 Prozent. Zuletzt lag die Spanne zwischen 1,4 und 1,6 Prozent.

Dies hätte ein Grund für eine schnellere Anhebung der Zinsen sein können, zumal die Fed bei der Arbeitslosenquote für dieses Jahr eine etwas geringere Spanne von 6,0 bis 6,1 Prozent erwartet. (Zuletzt war die Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent gesunken.) Doch gleichzeitig senkte die Notenbank die Erwartungen zum Wirtschaftswachstum, was die Waage anscheinend wieder ins Gleichgewicht brachte.

Die Notenbank sieht die US-Wirtschaft nach dem wetterbedingt schwachen Jahresauftakt zwar in einer Erholungs- und Wachstumsphase, erwartet aber nun einen Zuwachs von 2,1 bis 2,3 Prozent, nachdem die Ökonomen der Bank zuvor von einem Plus von 2,8 bis 3,0 Prozent ausgegangen waren.

Geldpolitik der Fed bleibt noch sehr lange expansiv

Wenn die US-Notenbank das bisherige Tempo der Verringerung der Anleihekäufe beibehält, würde sie im Oktober die Käufe von Staats- und Hypothekenanleihen vollständig einstellen. Die Geldpolitik würde damit zwar nicht mehr lockerer, aber sie wäre immer noch expansiv. Denn einerseits liegt dann der Leitzins immer noch faktisch bei null und andererseits hält die Fed dann Anleihen im Wert von mehr als 4 Billionen Dollar in ihrem Portfolio. Letztere senken für sich genommen schon die langfristigen Zinssätze, denn für das Zinsniveau entscheidend sind nicht nur die monatlichen Veränderungen, sondern auch der Bestand an Wertpapieren im Portfolio der Fed.

Anleger zeigten sich erleichtert

Obwohl die Sitzung der US-Notenbank also nichts Neues zu Tage brachte, konnten die Aktienmärkte leicht zulegen. Dabei setzte sich das bereits bekannte Bild der Vortage fort: Während der DAX seit Ende Mai lediglich um die 10.000er Marke herumpendelt, konnten die US-Indizes in kleinen Schritten weiter zulegen.

Auch der Euro und der Bund Future laufen seit Tagen lediglich seitwärts bzw. leicht aufwärts. Lediglich kurzfristig agierende Trader, die stark gehebelt bereits von kleineren Kursbewegungen profitieren, kommen in diesem Umfeld so richtig auf ihre Kosten.

Gold und Silber mit deutlichen Impulsen

Zum Glück gibt es aber noch die beiden Edelmetalle Gold und Silber. Denn hier war seit der Entscheidung der US-Notenbank Fed über die weitere Geldpolitik ordentlich Musik drin. Da wir in beiden Werten auf verschiedene Arten in unserem „Geldanlage Premium Depot“ investiert sind, konnten wir für unsere Leser in diesem Bereich ordentliche Kursgewinne erzielen. – Mehr dazu im nachfolgenden „Chart-Check“.

Anzeichen für eine baldige Korrektur am Aktienmarkt?

Vielleicht ist dies ein (weiteres) Anzeichen für eine baldige Korrektur am Aktienmarkt, wenn Anleger nun wieder die sicheren Häfen Gold und Silber ansteuern.
Uns würde dies durchaus freuen, denn einerseits würde unser Musterdepot davon profitieren und andererseits könnten wir dann endlich zu günstigeren Kursen wieder einige interessante Werte einkaufen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, S&P500, Gold und Silber
von Sven Weisenhaus


DAX

Vor einer Woche schrieben wir zum DAX: „Theoretisch hätte der DAX nun die Möglichkeit, im Rahmen einer Welle 5 (hellgrüne Zahlen) einige hundert Punkte über die 10.000er Marke zu steigen. Andererseits fiel die jüngste Korrektur aber recht knapp aus und mit Blick auf die US-Indizes muss man weiterhin skeptisch bleiben.“ Das Elliott-Wellen-Bild war also noch nicht richtig schlüssig, weil die bisherige Korrektur zu klein ausfiel. Mit den jüngsten Kursbewegungen des DAX, welche die kleine Korrektur etwas ausgeweitet haben, schaut das Bild schlüssiger aus. Unser Elliott-Wellen-Szenario bedarf daher aber einer Anpassung.

Bislang waren wir davon ausgegangen, dass eine 5-gliedrige Aufwärtsbewegung (dunkelgrüne Ziffern im folgenden Chart) zur übergeordneten Welle 3 (hellgrün) bereits abgeschlossen wurde.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Doch nun haben wir die Zählung im Bereich der (dunkelgrünen) Wellen 4 und 5 leicht verändert (siehe folgender Chart). So könnte die jüngste Seitwärtsbewegung erst die abc-Korrektur der Welle 4 gewesen sein, so dass nun noch die letzte Aufwärtswelle 5 des laufenden Impulses (übergeordnete Welle 3) angelaufen ist.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Kurzfristig bleibt es damit bei der Erwartung an noch leicht steigende Kurse, wie wir sie bereits vor einer Woche angekündigt hatten, als wir schrieben: „Theoretisch hätte der DAX nun die Möglichkeit, im Rahmen einer Welle 5 (hellgrüne Zahlen) einige hundert Punkte über die 10.000er Marke zu steigen.“. Geändert hat sich lediglich, im Rahmen welcher Welle dies passiert. Nun sind die leicht höheren Kurse wären im Rahmen der (dunkelgrünen) Welle 5 möglich.

Dadurch würde dann auch die (hellgrüne) Welle 3 vollständig abgeschlossen, weshalb anschließend stärker fallende Kurse im Rahmen der (hellgrünen) Welle 4 folgen sollten. Und dies passt wiederrum zu unserer vor einer Woche geäußerten Skepsis: „…mit Blick auf die US-Indizes muss man weiterhin skeptisch bleiben“.
Die Korrektur kann bis auf das Hoch der (hellgrünen) Welle 1 führen. Ein Kursniveau von rund 9.650 Punkten wäre also denkbar, bevor der DAX nachhaltiger über 10.000 Punkte steigen kann.

Zwar kann man angesichts dieses leicht angepassten Szenarios weiterhin noch auf leicht höhere Kurse setzen, doch sollte man unverändert vorsichtig bleiben, weil anschließend eine stärkere Korrektur wartet.


S&P500

Der S&P500 klebt derzeit an der oberen Aufwärtslinie des seit Oktober 2011 gültigen Trends.

S&P500 - Chartanalyse

Obwohl es dem US-Index immer wieder gelingt, kleinere Schritte aufwärts zu machen, bleiben wir aufgrund der charttechnischen Lage und angesichts der Reife der Aufwärtsbewegungen skeptisch. Hier ist das Aufwärtspotential begrenzt, aber dafür sehr viel Abwärtspotential drin.


Gold

Der Goldpreis konnte zum Ende dieser Woche hin so richtig Fahrt aufnehmen, nachdem er bereits in der Woche zuvor deutlich zulegen konnte.

Gold - Chartanalyse

Wir werten den Kursanstieg als eine Folge der jüngsten EZB- und Fed-Sitzungen. Während die EZB neue Liquidität bereitstellt, hat die Fed zwar die Anleihekäufe weiter reduziert, pumpt aber trotzdem noch monatlich 35 Mrd. US-Dollar in den Markt und wird die Zinsen noch eine lange Zeit auf dem aktuellen Niveau halten.

War die Situation im Goldpreis vor einer Woche noch leicht eingetrübt, weil sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen (blaue Linien im Chart oben) nach unten hin aufgelöst hatte, ist dieser negative Impuls nun vollständig aufgeholt und damit neutralisiert.
Diese Entwicklung hatten wir aufgrund eines Elliott-Wellen-Szenarios in der Gold-Analyse vor einer Woche so erwartet. Denn demnach war eine ABC-Korrektur zu Ende gegangen (rote Buchstaben im folgenden Chart), auf die eine 5-gliedrige Aufwärtsbewegung folgen sollte, wie wir sie bereits im Zeitraum von Anfang 2014 bis Mitte März gesehen haben (grüner Trend, blaue Ziffern).

Gold - Elliott-Wellen-Analyse

Bereits vor einer Woche schrieben wir: „Und wenn nun Kurse von über 1.310 US-Dollar markiert werden können und dann sogar das Hoch der Welle B überschritten wird, bestehen gute Chancen für noch deutlich höhere Notierungen.“ Diese Aussage gilt heute umso mehr. Zumal sich auch die geopolitischen Risiken in Sachen Irak noch nicht verringert haben.

Weil wir vom Goldpreis eigentlich keine starken Kursgewinne mehr erwartet hatten, haben wir im „Geldanlage Premium Depot“ nicht direkt in Gold investiert, sondern mit einem ETF stattdessen auf Goldaktien gesetzt. Wir gehen langfristig davon aus, dass die darin beinhalteten Goldaktien deutlich besser performen werden als der Goldpreis. Denn Goldunternehmen erzielen auch dann Gewinne, die deren Aktienkurs treiben können, wenn sich der Goldpreis nicht oder nur wenig bewegt.

Tatsächlich hat unser Gold-ETF (grün im folgenden Chart) von der jüngsten Entwicklung stark profitiert und die von uns erwartete Outperformance gegenüber dem Goldpreis (blau) ausgespielt. Der Trade liegt mit über 20 Prozent im Gewinn, während Gold im selben Zeitraum nur knapp 7 Prozent zulegen konnte.

Gold - Trade

Sollte das aktuelle Niveau beim Goldpreis gehalten werden können, dann ist die Differenz aus Förderkosten und Verkaufspreis noch ausreichend groß, damit Unternehmen aus der Branche Gewinne erzielen. Dies würde den Aktien, die sich in unserem ETF befinden, sicher gut tun, was sich in weiter steigenden Kursen äußern sollte.


Silber

Noch freundlicher als Gold hat sich der kleine Bruder, der Silberpreis, entwickelt. Der Kurs konnte nach dem Bruch der roten Abwärtslinie, über den wir bereits vor einer Woche berichteten, stark zulegen.

Silber - Chartanalyse

Unser langfristiges Ziel, wonach der Silberpreis in einer Preisrange zwischen 19 und 25 US-Dollar verweilen wird (dunkelblaues Rechteck im Chart), rückt damit wieder klar in den Fokus. Und nun könnte das obere Ende dieser Range dynamisch erreicht werden.

Genau wie bei Gold haben wir auch einen Trade auf Silber laufen. Und auch hier konnte unsere Depotposition (blau im folgenden Chart) doppelt so stark zulegen wir der Silberpreis selbst (schwarz).

Silber - Trade

Silber liegt mit 5 Prozent im Gewinn, unser Trade 10 Prozent. Sollte Silber noch auf 25 US-Dollar und damit um ca. 20 Prozent ansteigen, würde unser Trade noch 40 Prozent draufsatteln. Ein Einstieg ist also noch möglich. Melden Sie sich daher am besten jetzt zum "Geldanlage Premium Depot" an.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 26: Handelswoche vom 23.06. bis 27.06.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 23.06.2014

  • 09:30 - DE Dienstleistungsindex Juni
  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Juni
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone Juni
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone Juni
  • 14:30 - US Chicago Fed National Activity Index Mai
  • 16:00 - US Verkäufe bestehender Häuser Mai

Dienstag, 24.06.2014

  • 10:00 - DE ifo Geschäftsklimaindex Juni
  • 15:00 - US Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex April
  • 16:00 - US FHFA Hauspreisindex April
  • 16:00 - US Verbrauchervertrauen Juni
  • 16:00 - US Verkäufe neuer Häuser Mai

Mittwoch, 25.06.2014

  • 14:30 - US BIP 1. Quartal
  • 14:30 - US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Mai

Donnerstag, 26.06.2014

  • 14:30 - US Persönliche Einkommen Mai
  • 14:30 - US Persönliche Auslagen Mai
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

Freitag, 27.06.2014

  • 08:00 - DE Außenhandelspreise Mai
  • 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung Juni
  • 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone Juni
  • 15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan Juni

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