Zinssenkung oder Zinserhöhung - Die EZB in der Zwickmühle?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Zinssenkung oder Zinserhöhung - Die EZB in der Zwickmühle?
  2. Konjunktur-Radar – Europäische Wirtschaft zieht weiter an – Zinssenkung unnötig?

›› Zinssenkung oder Zinserhöhung
- Die EZB in der Zwickmühle?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefzunächst eine kurze Frage an Sie: Wollten Sie schon einmal einen Börsendienst abonnieren, aber die Laufzeiten von 6 oder 12 Monaten waren Ihnen einfach zu lang? Dann haben wir jetzt die Lösung für Sie:

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Jetzt wollen wir uns aber auf den Markt und wichtige Ereignisse in dieser Woche konzentrieren.

Bundesregierung erwartet eine baldige Leitzinserhöhung durch die EZB

Laut einem Bericht des „Spiegel“ erwartet die Bundesregierung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon bald die Leitzinsen anhebt. Weil die Staatsschuldenkrise zunehmend in den Hintergrund rücke und die Konjunktur anziehe, sei von der EZB „ein aktiver Beitrag zur Überwindung der Niedrigzinspolitik zu erwarten“, soll es in einem internen Vermerk heißen.

Rendite deutscher Anleihen soll steigen

Nach Einschätzung der Experten von Finanzminister Wolfgang Schäuble müsse der deutsche Staat bereits in einem Jahr mehr für Kredite zahlen als derzeit. Bei den zehnjährigen Bundesanleihen seien Zinssteigerungen auf über 2% möglich. Derzeit liegen die Zinsen hier bei rund 1,5%.

(In unserem Börsendienst „ Geldanlage Premium Depot“ setzen wir genau auf diese Entwicklung und hatten bereits am 26. März ein entsprechendes Wertpapier aufgenommen, welches nun bereits mit über 8% im Gewinn liegt nach nur 6 Handelstagen!)

Der Markt setzt dagegen auf eine Zinssenkung – wie passt das zusammen?

Aber wie passt die Erwartung der Bundesregierung zu den Spekulationen am Markt, die von weiteren geldpolitischen Maßnahmen der EZB ausgehen, zu denen auch eine Zinssenkung gehören könnte?

Zumal diese Spekulationen angesichts der aktuellen Daten zur Preisentwicklung in Europa nicht ganz unberechtigt sind. Bereits am Sonntag berichteten wir, dass in Frankreich die Konsumausgaben stagnieren, in Spanien die Preise sinken, und auch in Deutschland die Inflationsrate zurückgeht. Am Montag ging dann aus einer ersten Schnellschätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, hervor, dass die jährliche Inflation im Euroraum im März 2014 auf 0,5% gesunken ist, gegenüber schon nur 0,7% im Februar und 0,8% im Januar.

Entwicklung der Inflation in Europa
(Quelle: Eurostat)

Die Grafik zeigt bereits den starken Abwärtstrend in der Inflationsrate seit Ende 2011. Was hier nicht zu sehen ist, ist die Tatsache, dass die Teuerungsrate in der Währungsunion inzwischen auf das niedrigste Niveau seit dem Finanzkrisenjahr 2009 gefallen ist.

Es ist eine Frage des betrachteten Zeitraums

Die Antwort auf die Frage, wie die unterschiedlichen Erwartungen der Anleger und der Bundesregierung zusammenpassen, ist recht einfach: Es ist eine Frage des betrachteten Zeitraums. Die Bundesregierung erwartet Renditen von 2% erst in einem Jahr. Selbst wenn die EZB kurzfristig noch einmal an der Zinsschraube dreht, könnte der Effekt nur temporär sein und die Bundesregierung letztlich Recht behalten.

Lediglich die gesunkenen Energiepreise drücken auf die Inflationsraten

Ein Anstieg der Renditen in Deutschland ist in diesem Zeitraum durchaus realistisch und aus Sicht der „Geldanlage-Brief“-Redaktion sogar sehr wahrscheinlich.

Denn einerseits sind lediglich die gesunkenen Preise für Energie (-2,1% gegenüber bereits -2,3% im Februar) verantwortlich für die insgesamt niedrigen Inflationsraten, weshalb die EZB von einer Zinssenkung absehen könnte, sollten die Währungshüter bald wieder mit steigenden Energiekosten rechnen.

Bundesregierung wird ihre Anleihen zu niedrigen Zinsen nicht mehr los

Andererseits hatte die Bundesregierung zuletzt schon bei höheren Zinsen Probleme, ihre Anleihen am Markt loszuwerden. Bei noch niedrigeren Zinsen wird dies sicher nicht leichter. Es wird also zu einem Zinsanstieg kommen, die Frage ist nur wann. Innerhalb eines Jahres ist dies aber sehr wahrscheinlich.

So profitieren Sie von steigenden Zinsen am Rentenmarkt

Eine Zinssenkung der EZB nach der morgigen Sitzung ist keineswegs sicher. Steigende Zinsen bei Bundesanleihen hingegen sehr wahrscheinlich. Wie Sie davon profitieren können, haben wir in unserem Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ unseren Abonnenten bereits erklärt. Wir haben entsprechende Positionen im Musterdepot und bereits am 19.03.2014 einen Gewinn von über 18% nach nur 6 Tagen realisiert mit einem Trade auf den Bund Future.
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Positives Vorzeichen für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht

Neben der EZB-Sitzung findet in dieser Woche noch ein wichtiger Termin statt. Am Freitag werden die offiziellen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt für den Monat März bekanntgegeben. Einen Vorgeschmack hierauf könnte der Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc. ("ADP National Employment Report") sein, der bereits heute um 14:15 Uhr veröffentlicht wurde.

Demnach ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA im März um 191.000 gestiegen. Der Wert traf die Erwartungen (192.000) ziemlich genau. Im Vormonat hatte das Plus noch bei 178.000 gelegen und wurde somit von den zuvor veröffentlichten 139.300 nach oben revidiert. Mit der US-amerikanischen Wirtschaft scheint es also weiter bergauf zu gehen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



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›› Konjunktur-Radar
– Europäische Wirtschaft zieht weiter an – Zinssenkung unnötig?
von Sven Weisenhaus

Am 5. März haben wir im „Geldanlage-Brief“ zuletzt auf die europäischen Wirtschaftsdaten geblickt. Genau wie heute tagte damals die Europäische Zentralbank (EZB) nur einen Tag später, so dass die Analyse der Konjunkturdaten im Hinblick auf Notenbanksitzung erfolgte und Hinweise darauf bringen sollte, wie sich die EZB verhalten könnte.

Preisentwicklung sprach für Zinssenkung, die übrigen Daten dagegen

Unser damaliges Fazit lautete, dass die Daten eine Patt-Situation lieferten. Bei der Preisentwicklung gab es deflationäre Hinweise, die eine Zinssenkung nötig erschienen ließen, in den weiteren Daten, wie den Frühindikatoren oder den Zahlen zum Baugewerbe, zum Einzelhandel und dem Arbeitsmarkt, ließ sich aber eine konjunkturelle Erholung ablesen, die eine Zinssenkung überflüssig machten.
Letztlich traf EZB-Chef Mario Draghi damals wiederholt die Aussage, dass die Währungshüter weitere Informationen benötigen und daher noch abwarten.

EZB nahm abwartende Haltung ein - Situation heute unverändert

Leider sieht es knapp einen Monat später, also heute, unverändert aus. Die Preisdaten schreien nach weiteren geldpolitischen Maßnahmen, doch die Konjunktur nimmt weiter Fahrt auf, weshalb weitere Liquidität nicht zwingend benötigt wird.

Sinkende Erzeugerpreise – aber nur wegen rückläufiger Energiepreise

Über die sinkende Inflationsrate haben wir bereits oben in der „Marktanalyse“ berichtet. Während die Verbraucherpreisrate mit +0,5% noch ein positives Vorzeichen hat, sinken die Erzeugerpreise der Industrie längst. Zum Vormonat lag die Rate im Februar sowohl im Euroraum (ER18) als auch in der EU28 bei minus 0,2%. Bereits im Januar waren die Preise in beiden Gebieten um 0,3% gesunken (wir berichteten). Noch dramatischer ist die Situation im Vergleich zum Vorjahr. Hier gingen die Erzeugerpreise im Euroraum um 1,7% und in der EU28 um 1,6% zurück.

Erzeugerpreise Europa
(Quelle: Eurostat)

Aber, genau wie bei den Verbraucherpreisen, war auch hier lediglich der Rückgang der Preise im Energiesektor (im Euroraum -0,5% zum Vormonat, -4,4% zum Vorjahr) für den starken Rückgang im Februar verantwortlich. Ohne den Energiesektor sind die Preise in der Industrie im Monatsvergleich stabil geblieben.

Baugewerbe – Aktivität steigt um 7,3% bzw. 8,8% zum Vorjahr

Dagegen ist die saisonbereinigte Produktion im Baugewerbe im Januar 2014 gegenüber Dezember 2013 im Euroraum (ER18) um 1,5% und in der EU28 um 1,3% gestiegen. Wie wir am 5. März bereits berichteten, hatte die Produktion im Baugewerbe bereits im Dezember um 1,3% bzw. 1,2% zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Produktion im Baugewerbe im Januar sogar im Euroraum um 8,8% und in der EU28 um 7,3%.

Baugewerbe Europa
(Quelle: Eurostat)

Was ebenfalls erfreulich ist und auf eine fortschreitende Erholung der europäischen Wirtschaft hindeutet: Die Arbeitslosenrate ist in der EU28 von 10,7% auf 10,6% im Februar weiter gesunken.

Arbeitslosenquote Europa
(Quelle: Eurostat)

Warum dies besonders erfreulich ist? Weil die Arbeitslosenquote zu den Spätindikatoren gehört. Und diese Entwicklung passt zu dem, was wir hier zuvor mehrfach schrieben. Die Frühindikatoren/Stimmungsindikatoren hatten bereits monatelang eine Erholung angezeigt. Anschließend ließ sich eine mögliche Trendwende in Daten wie der Produktion im Baugewerbe oder im Einzelhandelsumsatz ablesen. Nun zieht auch noch die Arbeitslosenquote nach und sinkt langsam aber stetig. Selbst für Griechenland wurde nach 27,8% im November 2013 ein Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 27,5% im Dezember 2013 gemeldet.

Wirtschaftliche Erholung in Europa dürfte sich fortsetzen

Und glaubt man den aktuellen Frühindikatoren, dann wird sich die wirtschaftliche Erholung in Europa fortsetzen. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert im März bei 53,0 und damit weiterhin komfortabel über der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone ist im März auf 0,39 gestiegen, nach 0,36 im Vormonat. Und der Gesamtindex für die Geschäfts- u. Verbraucherstimmung der Eurozone notiert im März bei 102,4, nach zuvor 101,2. Der Gesamtindex für alle EU-Mitgliedsstaaten notiert im Berichtsmonat bei 105,3, nach zuvor 105,0.

Eine morgige Zinssenkung der EZB ist fraglich

Betrachtet man die heute hier besprochenen Wirtschaftsdaten, dann kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis, dass eine Zinssenkung durch die EZB am Ende der morgigen Ratssitzung keineswegs sicher ist. Nur wenn der Rat der Meinung ist, dass sich die Preisspirale weiter nach unten dreht und der Abwärtsdruck durch die Energiepreise nicht nur temporärer Natur ist, wird die EZB neue Maßnahmen beschließen.

Das „Geldanlage Premium Depot“ ist entsprechend aufgestellt

Wir vom Geldanlage-Brief halten das aber für unwahrscheinlich und haben daher auch unser „Geldanlage Premium Depot“ entsprechend aufgestellt. Das Wertpapier, welches von steigenden Zinsen bzw. einem sinkenden Bund Future profitiert und bereits mit über 8% im Gewinn liegt nach nur 6 Handelstagen, sollte uns noch viel Freude bereiten. Kommt es dennoch zu einer Zinssenkung durch die EZB, dann sind wir auch hierauf durch entsprechende Orders bereits vorbereitet.

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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

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